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Deutsch · Jahrgang 3, 4 · Basiswissen

Märchen, Fabel, Gedicht, Sachtext erkennen

Das lernst du

  1. Ich erkenne, ob ein Text ein Märchen, eine Fabel, ein Gedicht oder ein Sachtext ist.
  2. Ich finde die Lehre einer Fabel und erkenne Märchen und Fabeln an ihren Merkmalen.
  3. Ich erkenne im Gedicht Verse, Strophen und Reime.
  4. Ich erkenne, was ein Text will: informieren, erzählen oder eine Lehre zeigen.

Merksätze

Vier Textarten

Jede Textart hat ein Merkmal.

Zauber zeigt ein Märchen, sprechende Tiere mit einer Lehre zeigen eine Fabel. Verse mit Reim zeigen ein Gedicht, Tatsachen einen Sachtext.

Die Lehre

In der Fabel stehen Tiere für Menschen.

Die Lehre sagt, was Menschen aus der ganzen Geschichte lernen können. Ein einzelner Satz aus der Geschichte ist noch keine Lehre.

Reim, Vers, Strophe

Eine Zeile im Gedicht heißt Vers, mehrere Verse bilden eine Strophe.

Beim Reim klingen die Wörter am Zeilenende gleich. Paarreim heißt Zeile 1 und 2, Kreuzreim Zeile 1 und 3.

Was will der Text?

Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit.

Märchen und Fabeln erzählen erfundene Geschichten. Ein Gedicht malt mit Versen und Reimen ein Bild.

Selbst abfragen

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Märchen, Fabel, Gedicht, Sachtext erkennenVier TextartenWas weißt du dazu? Erst selbst sagen, dann umdrehen.

Tippen dreht um, Wischen blättert.Leertaste dreht um, Pfeiltasten blättern.

So geht es – ein Beispiel je Aufgabenart

Textarten: Märchen, Fabel, Gedicht oder Sachtext erkennen

Der Froschkönig
Es war einmal eine Königstochter. Sie spielte gern mit einer goldenen Kugel. Eines Tages fiel die Kugel in einen tiefen Brunnen. Ein Frosch holte sie heraus, und später wurde er durch einen Zauber zu einem Königssohn.

Was für ein Text ist das? Achte auf den Anfang.

  1. Lies den Text und such ein Merkmal.
  2. Diese Stelle verrät es: Es war einmal eine Königstochter.
  3. Also: Märchen.

Ergebnis: Märchen

Textarten: Merkmale erkennen

Ein Text hat dieses Merkmal: Er beginnt mit „Es war einmal“.
Zu welcher Textart passt das?

  1. Lies das Merkmal und denk an die vier Textarten.
  2. Ein Märchen beginnt oft mit „Es war einmal“. Es gibt Zauber, und am Ende siegt das Gute.
  3. Also: Märchen.

Ergebnis: Märchen

Fabel: die Lehre finden

Der Fuchs und der Rabe
Ein Rabe saß mit einem Stück Käse auf einem Ast. Der Fuchs rief: „Du hast sicher die schönste Stimme im Wald!“ Der Rabe wollte singen und öffnete den Schnabel. Der Käse fiel hinunter, und der Fuchs fraß ihn.

Welche Lehre passt zu dieser Fabel?

  1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
  2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
  3. Also: Glaub nicht jedem, der dich lobt.

Ergebnis: Glaub nicht jedem, der dich lobt.

Gedicht: Reim, Vers und Strophe

Herbst
Der Herbst ist da, der Wind ist kalt,
die Blätter fallen still im Wald.
Ich zieh die warme Jacke an
und renne, so schnell ich kann.

Welches Wort reimt sich auf „kalt“?

  1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
  2. Zeile 1 endet mit „kalt“, Zeile 2 mit „Wald“.
  3. Also: Wald.

Ergebnis: Wald

Typische Fehler – so sieht es falsch aus, so richtig

Form des Textes verwechselt: Märchen, Fabel, Gedicht oder Sachtext
Ein Fuchs spricht mit einem Raben, am Ende steht eine Lehre. Antwort: Sachtext, weil es um Tiere geht.
Fabel: Die Tiere sprechen wie Menschen, und es gibt eine Lehre. Ein Sachtext über Füchse nennt Tatsachen.

Such ein Merkmal im Text: Zauber, sprechende Tiere mit Lehre, Verse mit Reim oder Tatsachen.

Lesen: Einzelheit statt Kern
Lehre der Fabel vom Fuchs und dem Raben: Der Käse fiel vom Ast hinunter.
Glaub nicht jedem, der dich lobt. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für einen Satz der Geschichte.

Die Lehre passt zur ganzen Fabel und gilt für alle Menschen, nicht nur für einen Satz.

Lesen: Vorwissen statt Text
Lehre der Fabel vom Hasen und der Schildkröte: Hasen sind schneller als Schildkröten.
Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel. Das sagt die Geschichte, nicht das Wissen über Tiere.

Was du über das Tier weißt, ist noch keine Lehre. Was soll man aus der Geschichte lernen?

Gestaltungsmittel ohne Signal bestimmt: Reim am Zeilenende
Der Herbst ist da, der Wind ist kalt, die Blätter fallen still im Wald. Reim auf kalt: Blätter.
Reim auf kalt: Wald. Beide Wörter stehen am Zeilenende und klingen am Ende gleich.

Lies nur die letzten Wörter der Zeilen laut. Welche klingen am Ende gleich?

Form des Textes verwechselt: Absicht des Textes
Ein Text über den Igel nennt die Zahl seiner Stacheln. Antwort: Er will eine Geschichte erzählen.
Er will über Tatsachen informieren. Ein Sachtext erzählt keine erfundene Geschichte.

Informiert der Text über die Wirklichkeit, oder erzählt er eine erfundene Geschichte?

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