Q2: Mechanische und elektromagnetische Schwingungen
Das lernst du
- Ich kann eine Schwingung mit Amplitude, Periodendauer, Frequenz und Kreisfrequenz beschreiben.
- Ich kann die Periodendauer eines Federpendels berechnen und ihre Abhängigkeit von den Parametern begründen.
- Ich kann die Auslenkung einer harmonischen Schwingung mit y(t) = ŷ · sin(ω · t) berechnen.
- Ich kann Energieumwandlungen und Dämpfung bei Schwingungen beschreiben und berechnen.
- Ich kann erzwungene Schwingungen und Resonanz erklären.
- Ich kann elektromagnetische Schwingungen im Schwingkreis beschreiben und mit der Thomsonschen Gleichung berechnen.
- Ich kann das lineare Kraftgesetz als Bedingung prüfen und Geschwindigkeit und Beschleunigung durch Ableiten bestimmen.
- Ich kann erzwungene elektromagnetische Schwingungen, Phasenverschiebung und Rückkopplung erklären.
- Ich bereite die Klausur vor.
Merksätze
Die Amplitude ŷ ist der größte Ausschlag, die Periodendauer T die Zeit einer Schwingung.
Es gilt f = 1 : T und ω = 2π · f. Bei einer harmonischen Schwingung hängt T nicht von der Amplitude ab.
Für das Federpendel gilt T = 2π · √(m : D).
Viermal so schwer heißt doppelt so lange. Beim Fadenpendel gilt T = 2π · √(l : g), die Masse zählt dort nicht.
Startet der Körper in der Ruhelage nach oben, gilt y(t) = ŷ · sin(ω · t).
Dabei ist ω = 2π : T, im Sinus steht ein Winkel im Bogenmaß.
Ohne Reibung bleibt die Energie E = ½ · D · ŷ² gleich.
Im Umkehrpunkt ist sie Spannenergie, in der Ruhelage Bewegungsenergie. Dämpfung wandelt sie in innere Energie um, die Amplitude nimmt ab.
Ein Erreger zwingt dem Oszillator seine Frequenz auf.
Trifft die Erregerfrequenz die Eigenfrequenz, wird die Amplitude sehr groß: Resonanz. Dämpfung macht die Resonanzspitze niedriger und breiter.
Im Schwingkreis pendelt die Energie zwischen elektrischem Feld und Magnetfeld.
Das eine sitzt im Kondensator, das andere in der Spule, die Eigenfrequenz ist f = 1 : (2π · √(L · C)).
Harmonisch schwingt ein Körper genau dann, wenn F = −D · y gilt.
Aus y(t) = ŷ · sin(ω · t) folgt v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t) und a(t) = −ω² · y(t), also ω = √(D : m).
Abgestimmt ist ein Schwingkreis, wenn seine Eigenfrequenz die Senderfrequenz trifft.
Die Rückkopplung führt im Takt Energie nach. Bei Resonanz hinkt der Oszillator dem Erreger um 90° nach.
Selbst abfragen
Tippen dreht um, Wischen blättert.Leertaste dreht um, Pfeiltasten blättern.
So geht es – ein Beispiel je Aufgabenart
Ein Federpendel macht in 25 s genau 10 volle Schwingungen. Berechne die Frequenz.
- f = Zahl der Schwingungen : Zeit
- f = 10 : 25 s
- f = 0,4 Hz
Ergebnis: 0,4 Hz
Ein Federpendel (m = 100 g, D = 10 N/m) wird einmal 3 cm und einmal 8 cm weit ausgelenkt. Wie unterscheiden sich die Periodendauern? Begründe.
- T = 2π · √m : D enthält die Amplitude nicht.
- Größerer Ausschlag: größere Kraft, schnellerer Körper.
- Längerer Weg und größere Geschwindigkeit gleichen sich genau aus.
Ergebnis: Gar nicht: T hängt nicht von der Amplitude ab.
Ein Körper mit m = 50 g hängt an einer Feder mit D = 5 N/m und schwingt. Berechne die Periodendauer.
- T = 2π · √m : D
- m = 0,05 kg, m : D = 0,01 kg · m/N
- T = 2π · √0,01 s² = 0,628 s
Ergebnis: 0,628 s
Bei einem Fadenpendel mit 100 g wird die Fadenlänge verdoppelt, sonst bleibt alles gleich. Wie ändert sich die Periodendauer? Begründe mit der Formel.
- Fadenpendel: T = 2π · √l : g, ohne Masse.
- Die Fadenlänge wird verdoppelt.
- T wird √2-mal so groß, etwa 1,41-mal: T wächst mit √l.
Ergebnis: T wird √2-mal so groß, etwa 1,41-mal: T wächst mit √l.
Typische Fehler – so sieht es falsch aus, so richtig
f = 4 Hz → T = 4 s
T = 1 : f = 1 : 4 Hz = 0,25 s
Beim harmonischen Schwinger hängt T nicht von der Amplitude ab.
c = 340 m/s, f = 170 Hz → λ = 340 · 170 = 57 800 m
λ = c : f = 340 m/s : 170 Hz = 2 m
Beim Fadenpendel kürzt sich die Masse heraus; es zählt die Länge.
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- PhET-Simulation (University of Colorado Boulder): Wellen auf einer Schnur (CC BY-NC 4.0 – nur verlinkt)
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