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Deutsch · Blatt · Klasse 3

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

Deutsch

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

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Datum:
04.11.2026

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Über den Text hinaus: Du darfst weiterdenken, aber deine Antwort muss zu einer Stelle im Text passen. Sie darf nicht mehr behaupten, als dort steht.

Beispiel: Der Tanz der Bienen
Eine Honigbiene hat viele Blüten gefunden. Sie fliegt zurück in den Bienenstock. Dort tanzt sie auf der Wabe.

Der Tanz ist eine Nachricht. Tanzt die Biene im Kreis, sind die Blüten ganz nah. Tanzt sie eine Acht und wackelt dabei, liegen sie weiter weg.

Die anderen Bienen laufen hinter der Tänzerin her. Sie riechen auch den Duft der Blüten an ihr. Dann fliegen sie los und finden den Weg.

Wabe: Eine Wand aus Wachs mit vielen kleinen Kammern im Bienenstock. Nachricht: Etwas, das man anderen mitteilt.

Eine Biene tanzt eine Acht und wackelt. Was tun die anderen Bienen danach wohl?

  1. Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
  2. Absatz 2: Die Acht heißt weiter weg. Absatz 3: Dann fliegen sie los.
  3. Also: Sie fliegen ein Stück weiter weg zu den Blüten.

Ergebnis: Sie fliegen ein Stück weiter weg zu den Blüten.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Das Baumhaus
    Paula und ihr Großvater bauen zusammen ein Baumhaus. Opa sägt die Bretter. Paula hält die Leiter fest.

    Am Abend ist das Dach endlich fertig. Paula klettert hinauf und setzt sich ans Fenster. Von oben sieht sie bis zum See.

    In der Nacht regnet es stundenlang. Am Morgen rennt Paula aufgeregt in den Garten. Im Baumhaus ist alles trocken. Paula hebt beide Daumen. Opa grinst.

    Bretter: Flache, lange Stücke aus Holz. grinst: Lacht mit breitem Mund, ohne Ton.

    Was zeigt die Geschichte über Paula und Opa? Starthilfe: Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
    ☐ Opa baut lieber allein. ☐ Kinder dürfen nie auf eine Leiter steigen. ☐ Zusammen bauen sie etwas, das auch Regen aushält.

    So fängst du an: Probe: Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten?

  2. ○Die Reise der Kraniche
    Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.

    Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.

    Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.

    Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.

    Warum fliegen die Kraniche im Herbst weg? Starthilfe: Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
    ☐ Im Norden finden sie nicht mehr genug Futter. ☐ Das steht nicht im Text. ☐ Sie wollen in Spanien ihre Jungen bekommen.

    So fängst du an: Probe: Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Der Stachelträger im Laub
    Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.

    Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.

    Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.

    Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.

    In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.

    Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Stell dir vor, in einem Garten gibt es keine Käfer, Raupen und Würmer. Was würde der Igel wohl tun?
    ☐ Er würde in einem anderen Garten nach Futter suchen. ☐ Er würde mitten im Sommer seinen Winterschlaf beginnen. ☐ Er würde Gras fressen wie ein Schaf.
  2. ●Wo ist der Schlüssel?
    Nach der Schule steht Ben vor der Haustür. Er sucht in seiner Jacke. Der Schlüssel ist nicht da.

    Ben läuft den Weg zurück. Am Spielplatz sucht er unter der Rutsche. Im Gras liegt nur ein roter Handschuh.

    Da ruft jemand seinen Namen. Frau Kaya von nebenan winkt mit etwas Glänzendem. „Der lag vor meinem Briefkasten“, sagt sie. Ben atmet tief aus.

    nebenan: Im Haus gleich daneben. Glänzendem: Etwas, das im Licht blinkt.

    Was hält Frau Kaya in der Hand?
    ☐ Das steht nicht im Text. ☐ Bens Schlüssel. ☐ Den roten Handschuh.
  3. ●Das Baumhaus
    Paula und ihr Großvater bauen zusammen ein Baumhaus. Opa sägt die Bretter. Paula hält die Leiter fest.

    Am Abend ist das Dach endlich fertig. Paula klettert hinauf und setzt sich ans Fenster. Von oben sieht sie bis zum See.

    In der Nacht regnet es stundenlang. Am Morgen rennt Paula aufgeregt in den Garten. Im Baumhaus ist alles trocken. Paula hebt beide Daumen. Opa grinst.

    Bretter: Flache, lange Stücke aus Holz. grinst: Lacht mit breitem Mund, ohne Ton.

    Was zeigt die Geschichte über Paula und Opa?
    ☐ Opa baut lieber allein. ☐ Kinder dürfen nie auf eine Leiter steigen. ☐ Zusammen bauen sie etwas, das auch Regen aushält.
  4. ●Heute nicht im Rennen
    Beim Sportfest gibt es ein Wettrennen. Mila ist die Schnellste in ihrer Klasse. Alle wissen das. Neben ihr steht Ben. Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht und humpelt noch ein bisschen.

    Der Startpfiff ertönt. Mila rennt los und ist sofort vorne. Hinter sich hört sie einen Schrei. Ben ist gestolpert und liegt auf der Bahn.

    Mila bleibt stehen. Die anderen Kinder laufen an ihr vorbei. Sie dreht sich um und hilft Ben auf. Zusammen gehen sie langsam ins Ziel. Sie sind die Letzten.

    Am Abend fragt ihr Bruder: „Hast du gewonnen?“ Mila überlegt kurz. Dann sagt sie: „Heute nicht im Rennen.“ Ihr Bruder schaut verwirrt. Mila lächelt nur.

    verstaucht: Beim Umknicken verletzt, sodass es wehtut und dick wird. humpelt: Geht ungleichmäßig, weil ein Bein wehtut. verwirrt: Man versteht gerade nicht, was los ist.

    Wie fühlt sich Mila wohl am Abend?
    ☐ Sie ist zufrieden mit sich. ☐ Das kann man nicht wissen, sie sagt es nicht. ☐ Sie ist traurig, weil sie Letzte war.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Der gelbe Zettel
    Jonas holt am Morgen die Zeitung aus dem Briefkasten. Da liegt noch etwas: ein gelber Zettel. Darauf steht nur ein Satz: „Schau unter die dritte Stufe.“

    Jonas geht zur Treppe vor dem Haus. Er zählt die Stufen. Unter der dritten Stufe klebt ein kleiner Umschlag. Darin ist ein zweiter Zettel: „Geh zu dem Baum mit den meisten Äpfeln.“

    Im Garten stehen zwei Apfelbäume. Der eine ist klein und hat fast keine Äpfel. Der andere hängt voll davon. Jonas läuft hin. Am Stamm hängt eine Tüte. Darin liegen zwei Eintrittskarten für den Zoo.

    Da geht hinter ihm die Haustür auf. Oma steht dort und lacht. „Alles Gute zum Geburtstag“, sagt sie. „Die zweite Karte ist übrigens für mich.“

    Stufe: Ein Teil einer Treppe, auf den man den Fuß setzt. Umschlag: Eine Hülle aus Papier für einen Brief. Eintrittskarten: Karten, mit denen man hineindarf, zum Beispiel in den Zoo.

    Warum hat Oma wohl eine Suche gebaut, statt die Karten einfach zu schenken?
    ☐ Weil Jonas keine Geschenke mag. ☐ Damit der Geburtstag spannend beginnt. ☐ Weil sie die Karten im Garten verloren hatte.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Zusammen bauen sie etwas, das auch Regen aushält.
  2. Im Norden finden sie nicht mehr genug Futter.
  3. Er würde in einem anderen Garten nach Futter suchen.
  4. Bens Schlüssel.
  5. Zusammen bauen sie etwas, das auch Regen aushält.
  6. Sie ist zufrieden mit sich.
  7. Damit der Geburtstag spannend beginnt.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Zusammen bauen sie etwas, das auch Regen aushält.
  2. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Im Norden finden sie nicht mehr genug Futter.
  3. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Er würde in einem anderen Garten nach Futter suchen.
  4. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Bens Schlüssel.
  5. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Zusammen bauen sie etwas, das auch Regen aushält.
  6. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Sie ist zufrieden mit sich.
  7. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Damit der Geburtstag spannend beginnt.