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Deutsch · Blatt · Klasse 7

Argumentieren und Erörtern

Deutsch

Argumentieren und Erörtern

Name:
Klasse:
Datum:
04.11.2026

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These, Argument, Beleg: Die These behauptet, das Argument begründet, der Beleg stützt. Belege sind Beispiele, Zahlen, Tatsachen oder Aussagen von Fachleuten. Ohne Beleg überzeugt ein Argument kaum.

Beispiel: Kommentar: Einheitliche Schulkleidung?:
Immer wieder wird gefordert, dass alle an unserer Schule dieselbe Kleidung tragen sollen. Ich bin dagegen. //

Kleidung ist für viele Jugendliche ein Teil ihrer Persönlichkeit. Wer morgens aussucht, was er trägt, zeigt, wer er ist. //

Zwar sagen die Befürworter, einheitliche Kleidung verhindere Streit um teure Marken. Doch Streit um Geld verschwindet nicht, er wandert zu Schuhen, Handys und Rucksäcken. //

Wichtiger wäre, dass wir über Marken und Druck in der Klasse offen reden.

Welche Position vertritt der Kommentar?

  1. Frag bei jedem Satz: Wird etwas behauptet, begründet oder mit einem Beispiel gestützt?
  2. „Ich bin dagegen.“ steht gleich nach der Forderung.
  3. Also: Er ist gegen einheitliche Schulkleidung.

Ergebnis: Er ist gegen einheitliche Schulkleidung.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Rede im Klassenrat: Ein Pausenraum für die 9. Klassen:
    Ich bin dafür, dass die 9. Klassen den leeren Raum neben der Bibliothek als Pausenraum bekommen. //

    Erstens ist es in den Wintermonaten auf dem Hof oft nass und kalt. Letzten Dezember fiel die Hofpause an elf von fünfzehn Schultagen wegen Regen aus. //

    Zweitens lernen wir dort, selbst Verantwortung zu übernehmen. Wir würden einen Plan machen, wer aufräumt und wer abschließt. //

    Die Hausmeisterin sagt, dann liege bald überall Müll. Doch wenn wir für den Raum zuständig sind, achten wir selbst darauf. Das hat bei der Schülerfirma auch geklappt.

    Welches Wort leitet das zweite Argument ein? Starthilfe: Frag bei jedem Satz: Wird etwas behauptet, begründet oder mit einem Beispiel gestützt?
    ☐ Erstens ☐ Doch ☐ Zweitens

    So fängst du an: Probe: Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe.

  2. ○Rede im Klassenrat: Ein Pausenraum für die 9. Klassen:
    Ich bin dafür, dass die 9. Klassen den leeren Raum neben der Bibliothek als Pausenraum bekommen. //

    Erstens ist es in den Wintermonaten auf dem Hof oft nass und kalt. Letzten Dezember fiel die Hofpause an elf von fünfzehn Schultagen wegen Regen aus. //

    Zweitens lernen wir dort, selbst Verantwortung zu übernehmen. Wir würden einen Plan machen, wer aufräumt und wer abschließt. //

    Die Hausmeisterin sagt, dann liege bald überall Müll. Doch wenn wir für den Raum zuständig sind, achten wir selbst darauf. Das hat bei der Schülerfirma auch geklappt.

    An wie vielen Schultagen fiel im Dezember die Hofpause aus? Starthilfe: Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
    ☐ an elf von fünfzehn ☐ an allen fünfzehn ☐ an keinem

    So fängst du an: Probe: Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Leserbrief: Fahrradstraße:
    Morgens bringen viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto. Sie fahren bis ans Schultor. Ich fordere, dass die Straße vor der Schule eine Fahrradstraße wird. //

    In einer Fahrradstraße haben Räder Vorrang. Autos dürfen dort höchstens 30 Kilometer in der Stunde fahren. Das macht den Schulweg sicherer. Seit die Grundschule am Park eine solche Straße hat, kommen dort doppelt so viele Kinder mit dem Rad. //

    Manche Eltern sagen, ihr Weg zur Arbeit werde dadurch länger. Aber mit einem Zusatzschild dürfen Autos die Straße weiter benutzen, nur langsamer. //

    Ein sicherer Schulweg ist wichtiger als zwei Minuten Zeit.

    Fahrradstraße: Eine Straße, auf der Fahrräder Vorrang haben. Autos fahren dort nur langsam oder gar nicht.

    Wie entkräftet der Brief den Einwand der Eltern?
    ☐ Mit Zusatzschild dürfen Autos weiter fahren, nur langsamer. ☐ Ein sicherer Schulweg ist wichtiger. ☐ Eltern sollen nie mehr Auto fahren.
  2. ●Rede im Klassenrat: Ein Pausenraum für die 9. Klassen:
    Ich bin dafür, dass die 9. Klassen den leeren Raum neben der Bibliothek als Pausenraum bekommen. //

    Erstens ist es in den Wintermonaten auf dem Hof oft nass und kalt. Letzten Dezember fiel die Hofpause an elf von fünfzehn Schultagen wegen Regen aus. //

    Zweitens lernen wir dort, selbst Verantwortung zu übernehmen. Wir würden einen Plan machen, wer aufräumt und wer abschließt. //

    Die Hausmeisterin sagt, dann liege bald überall Müll. Doch wenn wir für den Raum zuständig sind, achten wir selbst darauf. Das hat bei der Schülerfirma auch geklappt.

    Wie wollen die Klassen Ordnung halten?
    ☐ Die Hausmeisterin räumt jeden Tag auf. ☐ Sie machen einen Plan, wer aufräumt und abschließt. ☐ Im Raum darf niemand essen.
  3. ●Leserbrief: Handys in der Pause:
    An unserer Schule sollen Handys in den Pausen verboten werden. Ich halte das für richtig. //

    Wer in der Pause auf das Handy schaut, redet nicht mit den anderen. Letzte Woche saßen auf unserem Schulhof neun von zwölf Leuten auf der Bank und sahen auf ihre Bildschirme. //

    Natürlich sagen manche, sie bräuchten das Handy, um ihre Eltern zu erreichen. Dafür gibt es aber das Telefon im Sekretariat, und im Notfall ruft die Schule sofort an. //

    Deshalb: Handys in die Tasche, Pause für alle.

    Welcher Satz zieht am Schluss die Folgerung?
    ☐ Ich halte das für richtig. ☐ Dafür gibt es das Telefon im Sekretariat. ☐ Deshalb: Handys in die Tasche, Pause für alle.
  4. ●Leserbrief: Fahrradstraße:
    Morgens bringen viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto. Sie fahren bis ans Schultor. Ich fordere, dass die Straße vor der Schule eine Fahrradstraße wird. //

    In einer Fahrradstraße haben Räder Vorrang. Autos dürfen dort höchstens 30 Kilometer in der Stunde fahren. Das macht den Schulweg sicherer. Seit die Grundschule am Park eine solche Straße hat, kommen dort doppelt so viele Kinder mit dem Rad. //

    Manche Eltern sagen, ihr Weg zur Arbeit werde dadurch länger. Aber mit einem Zusatzschild dürfen Autos die Straße weiter benutzen, nur langsamer. //

    Ein sicherer Schulweg ist wichtiger als zwei Minuten Zeit.

    Fahrradstraße: Eine Straße, auf der Fahrräder Vorrang haben. Autos fahren dort nur langsam oder gar nicht.

    Warum soll der Schulweg sicherer werden?
    ☐ Räder haben Vorrang, und Autos fahren langsamer. ☐ Eltern bringen ihre Kinder bis ans Tor. ☐ Die Grundschule am Park liegt daneben.
  5. ●Rede im Klassenrat: Wohin fährt die 8c?:
    Ich bin dafür, dass wir an die Ostsee fahren und nicht nach München. //

    Erstens ist die Fahrt kürzer. Mit dem Zug sind wir in drei Stunden da, nach München brauchen wir sieben. //

    Zweitens ist es billiger. Die Jugendherberge am Meer kostet für drei Nächte 120 Euro, in München 190. //

    Das wichtigste Argument aber ist: Am Meer machen wir etwas zusammen, wir segeln, wir bauen ein Floß. In einer großen Stadt laufen am Ende doch alle in kleinen Gruppen durch die Läden.

    Welches Argument hält die Rednerin für das wichtigste?
    ☐ Die Fahrt ist kürzer. ☐ Am Meer machen wir etwas zusammen. ☐ Die Herberge ist billiger.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Kommentar: Einheitliche Schulkleidung?:
    Immer wieder wird gefordert, dass alle an unserer Schule dieselbe Kleidung tragen sollen. Ich bin dagegen. //

    Kleidung ist für viele Jugendliche ein Teil ihrer Persönlichkeit. Wer morgens aussucht, was er trägt, zeigt, wer er ist. //

    Zwar sagen die Befürworter, einheitliche Kleidung verhindere Streit um teure Marken. Doch Streit um Geld verschwindet nicht, er wandert zu Schuhen, Handys und Rucksäcken. //

    Wichtiger wäre, dass wir über Marken und Druck in der Klasse offen reden.

    Welcher Satz nimmt die Gegenseite auf?
    ☐ Kleidung ist ein Teil der Persönlichkeit. ☐ Zwar sagen die Befürworter, sie verhindere Streit um Marken. ☐ Wichtiger wäre, offen zu reden.
  2. ★Leserbrief: Bäume statt Parkplätze:
    Vor unserer Schule gibt es zwölf Parkplätze für Lehrkräfte. Ich schlage vor, sechs davon in einen kleinen Park mit Bäumen und Bänken umzuwandeln. //

    Im Sommer wird der Schulhof so heiß, dass niemand in der Sonne sitzen will. Bäume spenden Schatten. Als wir im Juli gemessen haben, war es unter der Linde am Tor fünf Grad kühler als auf dem Asphalt. //

    Natürlich brauchen manche Lehrkräfte ihr Auto. Doch eine Umfrage im Kollegium hat ergeben, dass an den meisten Tagen nur sieben Plätze belegt sind.

    Warum reichen laut Brief sechs Parkplätze?
    ☐ Lehrkräfte sollen mit dem Rad kommen. ☐ Unter der Linde ist es kühler. ☐ An den meisten Tagen sind nur sieben belegt, also fehlt fast nichts.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Zweitens
  2. an elf von fünfzehn
  3. Mit Zusatzschild dürfen Autos weiter fahren, nur langsamer.
  4. Sie machen einen Plan, wer aufräumt und abschließt.
  5. Deshalb: Handys in die Tasche, Pause für alle.
  6. Räder haben Vorrang, und Autos fahren langsamer.
  7. Am Meer machen wir etwas zusammen.
  8. Zwar sagen die Befürworter, sie verhindere Streit um Marken.
  9. An den meisten Tagen sind nur sieben belegt, also fehlt fast nichts.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Zweitens
  2. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → an elf von fünfzehn
  3. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Mit Zusatzschild dürfen Autos weiter fahren, nur langsamer.
  4. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Sie machen einen Plan, wer aufräumt und abschließt.
  5. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Deshalb: Handys in die Tasche, Pause für alle.
  6. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Räder haben Vorrang, und Autos fahren langsamer.
  7. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Am Meer machen wir etwas zusammen.
  8. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Zwar sagen die Befürworter, sie verhindere Streit um Marken.
  9. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → An den meisten Tagen sind nur sieben belegt, also fehlt fast nichts.