Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte
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- 04.11.2026
Mein Ziel: Ich denke über den Text hinaus und prüfe meine Antwort am Text.
Erst entscheiden, dann vergleichen. Wo du falsch lagst: die Probe noch einmal machen und den Satz richtig abschreiben.
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe.
Merken
Über den Text hinaus: Du darfst weiterdenken, aber deine Antwort muss zu einer Stelle im Text passen. Sie darf nicht mehr behaupten, als dort steht.
Beispiel: Heute nicht im Rennen
Beim Sportfest gibt es ein Wettrennen. Mila ist die Schnellste in ihrer Klasse. Alle wissen das. Neben ihr steht Ben. Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht und humpelt noch ein bisschen.
Der Startpfiff ertönt. Mila rennt los und ist sofort vorne. Hinter sich hört sie einen Schrei. Ben ist gestolpert und liegt auf der Bahn.
Mila bleibt stehen. Die anderen Kinder laufen an ihr vorbei. Sie dreht sich um und hilft Ben auf. Zusammen gehen sie langsam ins Ziel. Sie sind die Letzten.
Am Abend fragt ihr Bruder: „Hast du gewonnen?“ Mila überlegt kurz. Dann sagt sie: „Heute nicht im Rennen.“ Ihr Bruder schaut verwirrt. Mila lächelt nur.
verstaucht: Beim Umknicken verletzt, sodass es wehtut und dick wird. humpelt: Geht ungleichmäßig, weil ein Bein wehtut. verwirrt: Man versteht gerade nicht, was los ist.
Was meint Mila mit „Heute nicht im Rennen“?
- Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
- Sie lächelt – traurig ist sie nicht.
- Also: Sie hat heute etwas anderes gewonnen als das Rennen.
Ergebnis: Sie hat heute etwas anderes gewonnen als das Rennen.
Mit Starthilfe
Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.
- ○Der Stachelträger im Laub
Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.
Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.
Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.
Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.
In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.
Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.
Stell dir vor, in einem Garten gibt es keine Käfer, Raupen und Würmer. Was würde der Igel wohl tun? Starthilfe: Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
☐ Er würde in einem anderen Garten nach Futter suchen. ☐ Er würde mitten im Sommer seinen Winterschlaf beginnen. ☐ Er würde Gras fressen wie ein Schaf.So fängst du an: Probe: Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten?
- ○Der Flohmarkt
Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.
Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.
Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.
Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.
Warum legt der Junge das Buch zurück? Starthilfe: Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
☐ Das steht nicht im Text. ☐ Er hat nicht genug Geld dafür. ☐ Das Buch gefällt ihm nicht.So fängst du an: Probe: Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor?
Üben
Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.
- ●Der Tanz der Bienen
Eine Honigbiene hat viele Blüten gefunden. Sie fliegt zurück in den Bienenstock. Dort tanzt sie auf der Wabe.
Der Tanz ist eine Nachricht. Tanzt die Biene im Kreis, sind die Blüten ganz nah. Tanzt sie eine Acht und wackelt dabei, liegen sie weiter weg.
Die anderen Bienen laufen hinter der Tänzerin her. Sie riechen auch den Duft der Blüten an ihr. Dann fliegen sie los und finden den Weg.
Wabe: Eine Wand aus Wachs mit vielen kleinen Kammern im Bienenstock. Nachricht: Etwas, das man anderen mitteilt.
Eine Biene tanzt eine Acht und wackelt. Was tun die anderen Bienen danach wohl?
☐ Sie suchen Blüten direkt neben dem Stock. ☐ Sie fliegen ein Stück weiter weg zu den Blüten. ☐ Sie bleiben im Stock und schlafen. - ●Der Tanz der Bienen
Eine Honigbiene hat viele Blüten gefunden. Sie fliegt zurück in den Bienenstock. Dort tanzt sie auf der Wabe.
Der Tanz ist eine Nachricht. Tanzt die Biene im Kreis, sind die Blüten ganz nah. Tanzt sie eine Acht und wackelt dabei, liegen sie weiter weg.
Die anderen Bienen laufen hinter der Tänzerin her. Sie riechen auch den Duft der Blüten an ihr. Dann fliegen sie los und finden den Weg.
Wabe: Eine Wand aus Wachs mit vielen kleinen Kammern im Bienenstock. Nachricht: Etwas, das man anderen mitteilt.
Im dritten Absatz steht: „Sie riechen auch den Duft der Blüten an ihr.“ An wem riechen sie den Duft?
☐ Das steht nicht in dem Satz. ☐ An der Wabe. ☐ An der Tänzerin. - ●Die Reise der Kraniche
Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.
Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.
Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.
Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.
Ein Kind sieht im Oktober viele Kraniche am Himmel. Was schließt es nach dem Text?
☐ Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien. ☐ Die Kraniche kommen gerade aus Spanien zurück. ☐ Es gibt bald ein Gewitter. - ●Wo ist der Schlüssel?
Nach der Schule steht Ben vor der Haustür. Er sucht in seiner Jacke. Der Schlüssel ist nicht da.
Ben läuft den Weg zurück. Am Spielplatz sucht er unter der Rutsche. Im Gras liegt nur ein roter Handschuh.
Da ruft jemand seinen Namen. Frau Kaya von nebenan winkt mit etwas Glänzendem. „Der lag vor meinem Briefkasten“, sagt sie. Ben atmet tief aus.
nebenan: Im Haus gleich daneben. Glänzendem: Etwas, das im Licht blinkt.
Was hält Frau Kaya in der Hand?
☐ Das steht nicht im Text. ☐ Bens Schlüssel. ☐ Den roten Handschuh.
Weiterdenken
Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.
- ★Der Stachelträger im Laub
Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.
Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.
Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.
Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.
In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.
Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.
Ein Kind findet im Oktober einen Igel im Garten und will ihn mit ins Haus nehmen. Was sagt der Text dazu?
☐ Es soll ihm eine Schale Milch hinstellen. ☐ Es darf ihn mitnehmen, weil alle Igel im Herbst Hilfe brauchen. ☐ Es soll ihn lassen, denn er steht unter Schutz.
Eigene Sätze
- ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.
Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken
- Er würde in einem anderen Garten nach Futter suchen.
- Er hat nicht genug Geld dafür.
- Sie fliegen ein Stück weiter weg zu den Blüten.
- An der Tänzerin.
- Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.
- Bens Schlüssel.
- Es soll ihn lassen, denn er steht unter Schutz.
Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Er würde in einem anderen Garten nach Futter suchen.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Er hat nicht genug Geld dafür.
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Sie fliegen ein Stück weiter weg zu den Blüten.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → An der Tänzerin.
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Bens Schlüssel.
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Es soll ihn lassen, denn er steht unter Schutz.