Argumentieren und Erörtern
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- 05.11.2026
Mein Ziel: Ich kann eine These mit Argument und Beleg stützen.
Erst entscheiden, dann vergleichen. Wo du falsch lagst: die Probe noch einmal machen und den Satz richtig abschreiben.
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe.
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These, Argument, Beleg: Die These behauptet, das Argument begründet, der Beleg stützt. Belege sind Beispiele, Zahlen, Tatsachen oder Aussagen von Fachleuten. Ohne Beleg überzeugt ein Argument kaum.
Beispiel: Kommentar: Ein Klassentier für die 7b?:
Die 7b möchte ein Klassentier, am liebsten zwei Meerschweinchen. Ich bin dagegen. //
Meerschweinchen brauchen jeden Tag frisches Futter und Wasser, auch in den Ferien. Wer sorgt dann für sie? Im letzten Sommer musste die Nachbarklasse ihr Aquarium an eine Tierhandlung abgeben, weil sich niemand fand. //
Natürlich lernt man mit einem Tier Verantwortung. Doch das geht auch mit einem Beet im Schulgarten, das in den Ferien niemanden braucht. //
Ein Tier ist kein Unterrichtsmaterial.
Welcher Satz nimmt die Gegenseite auf?
- Frag bei jedem Satz: Wird etwas behauptet, begründet oder mit einem Beispiel gestützt?
- Mit „Natürlich“ gibt der Text der anderen Seite zuerst recht.
- Also: Natürlich lernt man mit einem Tier Verantwortung.
Ergebnis: Natürlich lernt man mit einem Tier Verantwortung.
Mit Starthilfe
Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.
- ○Schülerzeitung: Hausaufgaben in der Schule:
Viele Schulen verlegen die Hausaufgaben in eine Lernzeit am Nachmittag. Das ist ein guter Schritt. //
In der Lernzeit kann man fragen, wenn man nicht weiterkommt. Zu Hause hilft nicht jede Familie gleich gut, manche Eltern arbeiten bis zum Abend. //
Kritiker meinen, Kinder lernten so nicht mehr, allein zu arbeiten. Aber auch in der Lernzeit arbeitet jeder an seinem Platz allein, nur ist jemand da, wenn es hakt. //
Wer gerechte Chancen will, sollte die Lernzeit für alle einführen.
Wie entkräftet der Text die Kritik? Starthilfe: Frag bei jedem Satz: Wird etwas behauptet, begründet oder mit einem Beispiel gestützt?
☐ Er sagt, allein arbeiten sei unwichtig. ☐ Er nennt die Eltern, die spät arbeiten. ☐ Auch in der Lernzeit arbeitet jeder allein, nur mit Hilfe in der Nähe.So fängst du an: Probe: Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe.
- ○Rede im Klassenrat: Ein Pausenraum für die 9. Klassen:
Ich bin dafür, dass die 9. Klassen den leeren Raum neben der Bibliothek als Pausenraum bekommen. //
Erstens ist es in den Wintermonaten auf dem Hof oft nass und kalt. Letzten Dezember fiel die Hofpause an elf von fünfzehn Schultagen wegen Regen aus. //
Zweitens lernen wir dort, selbst Verantwortung zu übernehmen. Wir würden einen Plan machen, wer aufräumt und wer abschließt. //
Die Hausmeisterin sagt, dann liege bald überall Müll. Doch wenn wir für den Raum zuständig sind, achten wir selbst darauf. Das hat bei der Schülerfirma auch geklappt.
An wie vielen Schultagen fiel im Dezember die Hofpause aus? Starthilfe: Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
☐ an elf von fünfzehn ☐ an allen fünfzehn ☐ an keinemSo fängst du an: Probe: Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter?
Üben
Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.
- ●Schülerzeitung: Hausaufgaben in der Schule:
Viele Schulen verlegen die Hausaufgaben in eine Lernzeit am Nachmittag. Das ist ein guter Schritt. //
In der Lernzeit kann man fragen, wenn man nicht weiterkommt. Zu Hause hilft nicht jede Familie gleich gut, manche Eltern arbeiten bis zum Abend. //
Kritiker meinen, Kinder lernten so nicht mehr, allein zu arbeiten. Aber auch in der Lernzeit arbeitet jeder an seinem Platz allein, nur ist jemand da, wenn es hakt. //
Wer gerechte Chancen will, sollte die Lernzeit für alle einführen.
Wie entkräftet der Text die Kritik?
☐ Auch in der Lernzeit arbeitet jeder allein, nur mit Hilfe in der Nähe. ☐ Er sagt, allein arbeiten sei unwichtig. ☐ Er nennt die Eltern, die spät arbeiten. - ●Kommentar: Ein Klassentier für die 7b?:
Die 7b möchte ein Klassentier, am liebsten zwei Meerschweinchen. Ich bin dagegen. //
Meerschweinchen brauchen jeden Tag frisches Futter und Wasser, auch in den Ferien. Wer sorgt dann für sie? Im letzten Sommer musste die Nachbarklasse ihr Aquarium an eine Tierhandlung abgeben, weil sich niemand fand. //
Natürlich lernt man mit einem Tier Verantwortung. Doch das geht auch mit einem Beet im Schulgarten, das in den Ferien niemanden braucht. //
Ein Tier ist kein Unterrichtsmaterial.
Warum gab die Nachbarklasse ihre Tiere ab?
☐ Die Tiere waren krank. ☐ In den Ferien fand sich niemand, der sich kümmert. ☐ Die 7b wollte sie haben. - ●Leserbrief: Bäume statt Parkplätze:
Vor unserer Schule gibt es zwölf Parkplätze für Lehrkräfte. Ich schlage vor, sechs davon in einen kleinen Park mit Bäumen und Bänken umzuwandeln. //
Im Sommer wird der Schulhof so heiß, dass niemand in der Sonne sitzen will. Bäume spenden Schatten. Als wir im Juli gemessen haben, war es unter der Linde am Tor fünf Grad kühler als auf dem Asphalt. //
Natürlich brauchen manche Lehrkräfte ihr Auto. Doch eine Umfrage im Kollegium hat ergeben, dass an den meisten Tagen nur sieben Plätze belegt sind.
Welche Aufgabe hat die Messung unter der Linde?
☐ These ☐ Gegenargument ☐ Beleg - ●Schülerzeitung: Hausaufgaben in der Schule:
Viele Schulen verlegen die Hausaufgaben in eine Lernzeit am Nachmittag. Das ist ein guter Schritt. //
In der Lernzeit kann man fragen, wenn man nicht weiterkommt. Zu Hause hilft nicht jede Familie gleich gut, manche Eltern arbeiten bis zum Abend. //
Kritiker meinen, Kinder lernten so nicht mehr, allein zu arbeiten. Aber auch in der Lernzeit arbeitet jeder an seinem Platz allein, nur ist jemand da, wenn es hakt. //
Wer gerechte Chancen will, sollte die Lernzeit für alle einführen.
Was kann man in der Lernzeit, wenn man nicht weiterkommt?
☐ fragen ☐ nach Hause gehen ☐ allein weiterarbeiten - ●Rede im Klassenrat: Ein Pausenraum für die 9. Klassen:
Ich bin dafür, dass die 9. Klassen den leeren Raum neben der Bibliothek als Pausenraum bekommen. //
Erstens ist es in den Wintermonaten auf dem Hof oft nass und kalt. Letzten Dezember fiel die Hofpause an elf von fünfzehn Schultagen wegen Regen aus. //
Zweitens lernen wir dort, selbst Verantwortung zu übernehmen. Wir würden einen Plan machen, wer aufräumt und wer abschließt. //
Die Hausmeisterin sagt, dann liege bald überall Müll. Doch wenn wir für den Raum zuständig sind, achten wir selbst darauf. Das hat bei der Schülerfirma auch geklappt.
Welches Wort leitet das zweite Argument ein?
☐ Erstens ☐ Zweitens ☐ Doch
Weiterdenken
Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.
- ★Schülerzeitung: Schule erst um neun?:
Bei uns beginnt der Unterricht um acht Uhr. Ich finde, er sollte erst um neun beginnen. //
Jugendliche werden abends später müde als Kinder und Erwachsene. Wer um sechs aufstehen muss, sitzt in der ersten Stunde oft halb im Schlaf. In unserer Klasse haben bei einer Umfrage 21 von 28 gesagt, dass sie morgens kaum etwas behalten. //
Zwar endet der Schultag dann eine Stunde später. Aber wer wach ist, lernt in weniger Zeit mehr. //
Deshalb sollte die Schulkonferenz einen späteren Beginn ausprobieren.
Wie entkräftet der Text das Gegenargument?
☐ Der Schultag endet eine Stunde später. ☐ Wer wach ist, lernt in weniger Zeit mehr. ☐ Die Schulkonferenz soll es ausprobieren. - ★Rede im Klassenrat: Wohin fährt die 8c?:
Ich bin dafür, dass wir an die Ostsee fahren und nicht nach München. //
Erstens ist die Fahrt kürzer. Mit dem Zug sind wir in drei Stunden da, nach München brauchen wir sieben. //
Zweitens ist es billiger. Die Jugendherberge am Meer kostet für drei Nächte 120 Euro, in München 190. //
Das wichtigste Argument aber ist: Am Meer machen wir etwas zusammen, wir segeln, wir bauen ein Floß. In einer großen Stadt laufen am Ende doch alle in kleinen Gruppen durch die Läden.
Welcher Einwand trifft das letzte Argument am ehesten?
☐ Die Fahrt an die Ostsee dauert drei Stunden. ☐ Segeln ist in Deutschland verboten. ☐ Auch in einer Stadt kann eine Klasse etwas zusammen machen.
Eigene Sätze
- ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.
Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken
- Auch in der Lernzeit arbeitet jeder allein, nur mit Hilfe in der Nähe.
- an elf von fünfzehn
- Auch in der Lernzeit arbeitet jeder allein, nur mit Hilfe in der Nähe.
- In den Ferien fand sich niemand, der sich kümmert.
- Beleg
- fragen
- Zweitens
- Wer wach ist, lernt in weniger Zeit mehr.
- Auch in einer Stadt kann eine Klasse etwas zusammen machen.
Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft
- Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Auch in der Lernzeit arbeitet jeder allein, nur mit Hilfe in der Nähe.
- Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → an elf von fünfzehn
- Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Auch in der Lernzeit arbeitet jeder allein, nur mit Hilfe in der Nähe.
- Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → In den Ferien fand sich niemand, der sich kümmert.
- Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Beleg
- Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → fragen
- Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Zweitens
- Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Wer wach ist, lernt in weniger Zeit mehr.
- Such für deine Antwort einen Grund im Text. Behauptet sie mehr, als dort steht? → Auch in einer Stadt kann eine Klasse etwas zusammen machen.