Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte
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- 10.10.2026
Mein Ziel: Ich verbinde Stellen im Text und lese zwischen den Zeilen.
Erst entscheiden, dann vergleichen. Wo du falsch lagst: die Probe noch einmal machen und den Satz richtig abschreiben.
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe.
Merken
Zwischen den Zeilen: Manche Antworten stehen nicht in einem Satz. Verbinde zwei Stellen. Oft verrät ein Wort, was gemeint ist: Wer die Schultern hängen lässt, ist enttäuscht.
Beispiel: Ein Haus für immer
Die Weinbergschnecke trägt ihr Haus immer bei sich. Sie kann es nicht verlassen, denn ihre Organe liegen darin. Das Haus wächst mit der Schnecke mit. Am Rand wird immer neue Schale angebaut. Dafür braucht die Schnecke Kalk. Den findet sie in Pflanzen und im Boden.
Die Schnecke kriecht auf einem breiten Fuß. Er gibt Schleim ab. Auf dem Schleim gleitet sie über Steine und sogar über spitze Kanten, ohne sich zu verletzen.
Am Kopf hat sie vier Fühler. Auf den zwei langen sitzen die Augen. Mit den zwei kurzen tastet und riecht sie.
Wird es im Herbst kalt, zieht sich die Schnecke ganz in ihr Haus zurück. Sie verschließt es mit einem Deckel aus Kalk. So übersteht sie den Winter. In Deutschland steht die Weinbergschnecke unter Schutz.
Organe: Teile im Körper mit einer Aufgabe, zum Beispiel Herz und Magen. Kalk: Ein weißer, harter Stoff. Aus ihm sind auch Muschelschalen. gleitet: Bewegt sich glatt und ohne Ruck vorwärts.
Wofür braucht die Schnecke Kalk?
- Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
- Kalk steht an zwei Stellen: in Absatz 1 für die Schale, in Absatz 4 für den Deckel.
- Also: Für ihr Haus und für den Winterdeckel.
Ergebnis: Für ihr Haus und für den Winterdeckel.
Mit Starthilfe
Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.
- ○Wie das Küken aus dem Ei kommt
Ein Huhn legt ein Ei und setzt sich darauf. So hält es das Ei warm. Das nennt man brüten. Mehrmals am Tag dreht das Huhn die Eier mit dem Schnabel um.
Im Ei wächst ein Küken heran. Nach ungefähr drei Wochen ist es fertig. Jetzt wird es eng im Ei. Das Küken piepst schon, bevor es schlüpft. Die Henne hört es und gluckst zurück.
Auf dem Schnabel hat das Küken eine kleine Spitze. Sie heißt Eizahn. Damit pickt es ein Loch in die Schale. Das ist harte Arbeit. Oft dauert es einen ganzen Tag, bis das Küken draußen ist. Danach fällt der Eizahn bald ab.
Das Küken ist zuerst nass und müde. Nach wenigen Stunden ist sein Flaum trocken. Dann kann es schon laufen und Körner picken.
brüten: Auf Eiern sitzen und sie warm halten, bis die Jungen schlüpfen. Eizahn: Eine kleine harte Spitze auf dem Schnabel des Kükens. Flaum: Ganz weiche, kurze Federn.
Warum fällt der Eizahn nach dem Schlüpfen ab? Starthilfe: Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
☐ Das Küken braucht ihn zum Körnerpicken. ☐ Er stört das Küken später beim Piepsen und beim Fressen. ☐ Das Küken braucht ihn nur, um die Schale aufzupicken.So fängst du an: Probe: Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor?
- ○Der gelbe Zettel
Jonas holt am Morgen die Zeitung aus dem Briefkasten. Da liegt noch etwas: ein gelber Zettel. Darauf steht nur ein Satz: „Schau unter die dritte Stufe.“
Jonas geht zur Treppe vor dem Haus. Er zählt die Stufen. Unter der dritten Stufe klebt ein kleiner Umschlag. Darin ist ein zweiter Zettel: „Geh zu dem Baum mit den meisten Äpfeln.“
Im Garten stehen zwei Apfelbäume. Der eine ist klein und hat fast keine Äpfel. Der andere hängt voll davon. Jonas läuft hin. Am Stamm hängt eine Tüte. Darin liegen zwei Eintrittskarten für den Zoo.
Da geht hinter ihm die Haustür auf. Oma steht dort und lacht. „Alles Gute zum Geburtstag“, sagt sie. „Die zweite Karte ist übrigens für mich.“
Stufe: Ein Teil einer Treppe, auf den man den Fuß setzt. Umschlag: Eine Hülle aus Papier für einen Brief. Eintrittskarten: Karten, mit denen man hineindarf, zum Beispiel in den Zoo.
Wo findet Jonas den ersten Zettel? Starthilfe: Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
☐ Im Briefkasten. ☐ Unter der dritten Stufe. ☐ In der Zeitung.So fängst du an: Probe: Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist?
Üben
Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.
- ●Wo ist der Schlüssel?
Nach der Schule steht Ben vor der Haustür. Er sucht in seiner Jacke. Der Schlüssel ist nicht da.
Ben läuft den Weg zurück. Am Spielplatz sucht er unter der Rutsche. Im Gras liegt nur ein roter Handschuh.
Da ruft jemand seinen Namen. Frau Kaya von nebenan winkt mit etwas Glänzendem. „Der lag vor meinem Briefkasten“, sagt sie. Ben atmet tief aus.
nebenan: Im Haus gleich daneben. Glänzendem: Etwas, das im Licht blinkt.
Was hält Frau Kaya in der Hand?
☐ Bens Schlüssel. ☐ Das steht nicht im Text. ☐ Den roten Handschuh. - ●Wie das Küken aus dem Ei kommt
Ein Huhn legt ein Ei und setzt sich darauf. So hält es das Ei warm. Das nennt man brüten. Mehrmals am Tag dreht das Huhn die Eier mit dem Schnabel um.
Im Ei wächst ein Küken heran. Nach ungefähr drei Wochen ist es fertig. Jetzt wird es eng im Ei. Das Küken piepst schon, bevor es schlüpft. Die Henne hört es und gluckst zurück.
Auf dem Schnabel hat das Küken eine kleine Spitze. Sie heißt Eizahn. Damit pickt es ein Loch in die Schale. Das ist harte Arbeit. Oft dauert es einen ganzen Tag, bis das Küken draußen ist. Danach fällt der Eizahn bald ab.
Das Küken ist zuerst nass und müde. Nach wenigen Stunden ist sein Flaum trocken. Dann kann es schon laufen und Körner picken.
brüten: Auf Eiern sitzen und sie warm halten, bis die Jungen schlüpfen. Eizahn: Eine kleine harte Spitze auf dem Schnabel des Kükens. Flaum: Ganz weiche, kurze Federn.
Wie lange wächst ein Küken im Ei?
☐ Einen ganzen Tag. ☐ Ungefähr drei Wochen. ☐ Ungefähr ein paar Monate lang. - ●Der Stachelträger im Laub
Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.
Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.
Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.
Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.
In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.
Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.
Wie findet der Igel nachts sein Futter, obwohl seine Augen klein sind?
☐ Der Text sagt nicht, wie er sucht. ☐ Er sucht nur, wenn der Mond scheint. ☐ Er findet es mit seinen Ohren und seiner Nase. - ●Warum der Mond leuchtet
Nachts sieht der Mond oft hell aus. Aber er leuchtet nicht selbst. Er ist eine große Kugel aus Gestein.
Das Licht kommt von der Sonne. Die Sonne scheint auf den Mond. Der Mond wirft das Licht zurück zur Erde, wie ein Spiegel.
Der Mond wandert in einem Monat einmal um die Erde. Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite. Mal ist er rund, mal nur eine schmale Sichel.
Gestein: Viel hartes Material aus Steinen. Sichel: Eine schmale, gebogene Form wie ein Teil eines Kreises.
Woraus besteht der Mond?
☐ Aus Gestein. ☐ Aus Licht. ☐ Aus Eis.
Weiterdenken
Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.
- ★Warum das Laub bunt wird
Im Sommer sind die Blätter grün. Das liegt am Blattgrün. Mit dem Blattgrün macht der Baum aus Sonnenlicht, Wasser und Luft seine Nahrung.
Im Herbst werden die Tage kürzer und kälter. Der Baum stellt sich auf den Winter ein. Er baut das Blattgrün ab. Die wertvollen Stoffe daraus holt er in Äste und Stamm zurück. Dort speichert er sie für das nächste Frühjahr.
Jetzt sieht man Farben, die vorher verdeckt waren. Gelb und Orange waren schon den ganzen Sommer im Blatt. Das Grün war nur stärker. Manche Bäume bilden im Herbst zusätzlich einen roten Farbstoff.
Zum Schluss wächst zwischen Blatt und Zweig eine dünne Trennschicht. Dann fällt das Blatt beim nächsten Windstoß ab.
Blattgrün: Der grüne Stoff in den Blättern, mit dem die Pflanze Nahrung macht. verdeckt: Etwas liegt darüber, deshalb sieht man es nicht. Trennschicht: Eine dünne Schicht, die zwei Teile voneinander löst.
Wo speichert der Baum die wertvollen Stoffe aus dem Blattgrün?
☐ In den bunten Blättern. ☐ In Ästen und Stamm. ☐ In der Trennschicht.
Eigene Sätze
- ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.
Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken
- Das Küken braucht ihn nur, um die Schale aufzupicken.
- Im Briefkasten.
- Bens Schlüssel.
- Ungefähr drei Wochen.
- Er findet es mit seinen Ohren und seiner Nase.
- Aus Gestein.
- In Ästen und Stamm.
Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Das Küken braucht ihn nur, um die Schale aufzupicken.
- Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Im Briefkasten.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Bens Schlüssel.
- Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Ungefähr drei Wochen.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Er findet es mit seinen Ohren und seiner Nase.
- Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Aus Gestein.
- Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → In Ästen und Stamm.