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Deutsch · Blatt · Klasse 3

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

Deutsch

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

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Datum:
05.11.2026

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Über den Text hinaus: Du darfst weiterdenken, aber deine Antwort muss zu einer Stelle im Text passen. Sie darf nicht mehr behaupten, als dort steht.

Beispiel: Warum das Laub bunt wird
Im Sommer sind die Blätter grün. Das liegt am Blattgrün. Mit dem Blattgrün macht der Baum aus Sonnenlicht, Wasser und Luft seine Nahrung.

Im Herbst werden die Tage kürzer und kälter. Der Baum stellt sich auf den Winter ein. Er baut das Blattgrün ab. Die wertvollen Stoffe daraus holt er in Äste und Stamm zurück. Dort speichert er sie für das nächste Frühjahr.

Jetzt sieht man Farben, die vorher verdeckt waren. Gelb und Orange waren schon den ganzen Sommer im Blatt. Das Grün war nur stärker. Manche Bäume bilden im Herbst zusätzlich einen roten Farbstoff.

Zum Schluss wächst zwischen Blatt und Zweig eine dünne Trennschicht. Dann fällt das Blatt beim nächsten Windstoß ab.

Blattgrün: Der grüne Stoff in den Blättern, mit dem die Pflanze Nahrung macht. verdeckt: Etwas liegt darüber, deshalb sieht man es nicht. Trennschicht: Eine dünne Schicht, die zwei Teile voneinander löst.

Warum ist es für den Baum klug, die Stoffe vor dem Winter zurückzuholen?

  1. Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
  2. Die Blätter fallen ab (Absatz 4).
  3. Also: Sonst würde er sie mit den Blättern verlieren.

Ergebnis: Sonst würde er sie mit den Blättern verlieren.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Warum das Laub bunt wird
    Im Sommer sind die Blätter grün. Das liegt am Blattgrün. Mit dem Blattgrün macht der Baum aus Sonnenlicht, Wasser und Luft seine Nahrung.

    Im Herbst werden die Tage kürzer und kälter. Der Baum stellt sich auf den Winter ein. Er baut das Blattgrün ab. Die wertvollen Stoffe daraus holt er in Äste und Stamm zurück. Dort speichert er sie für das nächste Frühjahr.

    Jetzt sieht man Farben, die vorher verdeckt waren. Gelb und Orange waren schon den ganzen Sommer im Blatt. Das Grün war nur stärker. Manche Bäume bilden im Herbst zusätzlich einen roten Farbstoff.

    Zum Schluss wächst zwischen Blatt und Zweig eine dünne Trennschicht. Dann fällt das Blatt beim nächsten Windstoß ab.

    Blattgrün: Der grüne Stoff in den Blättern, mit dem die Pflanze Nahrung macht. verdeckt: Etwas liegt darüber, deshalb sieht man es nicht. Trennschicht: Eine dünne Schicht, die zwei Teile voneinander löst.

    Warum ist es für den Baum klug, die Stoffe vor dem Winter zurückzuholen? Starthilfe: Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
    ☐ Sonst würde er sie mit den Blättern verlieren. ☐ Damit die Blätter länger grün bleiben. ☐ Weil alle Pflanzen im Winter sterben.

    So fängst du an: Probe: Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten?

  2. ○Das Baumhaus
    Paula und ihr Großvater bauen zusammen ein Baumhaus. Opa sägt die Bretter. Paula hält die Leiter fest.

    Am Abend ist das Dach endlich fertig. Paula klettert hinauf und setzt sich ans Fenster. Von oben sieht sie bis zum See.

    In der Nacht regnet es stundenlang. Am Morgen rennt Paula aufgeregt in den Garten. Im Baumhaus ist alles trocken. Paula hebt beide Daumen. Opa grinst.

    Bretter: Flache, lange Stücke aus Holz. grinst: Lacht mit breitem Mund, ohne Ton.

    Wie geht es Paula am Morgen nach dem Regen? Starthilfe: Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
    ☐ Das steht nicht im Text. ☐ Sie freut sich, weil alles trocken geblieben ist. ☐ Sie ist traurig, weil es geregnet hat.

    So fängst du an: Probe: Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Die Reise der Kraniche
    Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.

    Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.

    Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.

    Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.

    Ein Kind sieht im Oktober viele Kraniche am Himmel. Was schließt es nach dem Text?
    ☐ Die Kraniche kommen gerade aus Spanien zurück. ☐ Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien. ☐ Es gibt bald ein Gewitter.
  2. ●Die Reise der Kraniche
    Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.

    Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.

    Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.

    Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.

    Warum fliegen die Kraniche im Herbst weg?
    ☐ Das steht nicht im Text. ☐ Sie wollen in Spanien ihre Jungen bekommen. ☐ Im Norden finden sie nicht mehr genug Futter.
  3. ●Der Flohmarkt
    Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.

    Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.

    Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.

    Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.

    Was zeigt die Geschichte über Emil?
    ☐ Er merkt, was ein anderer braucht, und hilft. ☐ Er will seine Bücher schnell loswerden. ☐ Er verschenkt immer alles, was er hat.
  4. ●Der Gräber unter der Wiese
    Der Maulwurf lebt fast immer unter der Erde. Dort gräbt er lange Gänge. Seine Vorderfüße sind breit wie Schaufeln. Damit schiebt er die Erde zur Seite. Was übrig bleibt, drückt er nach oben. So entstehen die kleinen Hügel auf der Wiese.

    Der Maulwurf hat winzige Augen. Er kann damit nur hell und dunkel unterscheiden. Das stört ihn nicht, denn in seinen Gängen ist es sowieso dunkel. Viel wichtiger ist seine Nase. Mit ihr riecht und tastet er.

    Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer. Er braucht jeden Tag ungefähr halb so viel Futter, wie er selbst wiegt. Deshalb ist er Tag und Nacht in seinen Gängen unterwegs. Einen Winterschlaf hält er nicht.

    In Deutschland steht der Maulwurf unter Schutz. Man darf ihn nicht fangen und nicht töten.

    Vorderfüße: Die Füße vorne am Körper eines Tieres. unterscheiden: Merken, dass zwei Dinge nicht gleich sind. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Im ersten Absatz steht: „Damit schiebt er die Erde zur Seite.“ Womit schiebt der Maulwurf die Erde?
    ☐ Das steht nicht in dem Satz. ☐ Mit seinen breiten Vorderfüßen. ☐ Mit richtigen Schaufeln aus dem Garten.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Ein Haus für immer
    Die Weinbergschnecke trägt ihr Haus immer bei sich. Sie kann es nicht verlassen, denn ihre Organe liegen darin. Das Haus wächst mit der Schnecke mit. Am Rand wird immer neue Schale angebaut. Dafür braucht die Schnecke Kalk. Den findet sie in Pflanzen und im Boden.

    Die Schnecke kriecht auf einem breiten Fuß. Er gibt Schleim ab. Auf dem Schleim gleitet sie über Steine und sogar über spitze Kanten, ohne sich zu verletzen.

    Am Kopf hat sie vier Fühler. Auf den zwei langen sitzen die Augen. Mit den zwei kurzen tastet und riecht sie.

    Wird es im Herbst kalt, zieht sich die Schnecke ganz in ihr Haus zurück. Sie verschließt es mit einem Deckel aus Kalk. So übersteht sie den Winter. In Deutschland steht die Weinbergschnecke unter Schutz.

    Organe: Teile im Körper mit einer Aufgabe, zum Beispiel Herz und Magen. Kalk: Ein weißer, harter Stoff. Aus ihm sind auch Muschelschalen. gleitet: Bewegt sich glatt und ohne Ruck vorwärts.

    Ein Kind findet eine leere Schneckenschale. Was bedeutet das wohl?
    ☐ Die Schnecke ist ausgezogen und sucht ein größeres Haus. ☐ Die Schnecke schläft den Winter über außerhalb ihres Hauses. ☐ Die Schnecke lebt nicht mehr, denn ohne ihr Haus kann sie nicht leben.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Sonst würde er sie mit den Blättern verlieren.
  2. Sie freut sich, weil alles trocken geblieben ist.
  3. Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.
  4. Im Norden finden sie nicht mehr genug Futter.
  5. Er merkt, was ein anderer braucht, und hilft.
  6. Mit seinen breiten Vorderfüßen.
  7. Die Schnecke lebt nicht mehr, denn ohne ihr Haus kann sie nicht leben.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Sonst würde er sie mit den Blättern verlieren.
  2. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Sie freut sich, weil alles trocken geblieben ist.
  3. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.
  4. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Im Norden finden sie nicht mehr genug Futter.
  5. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Er merkt, was ein anderer braucht, und hilft.
  6. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Mit seinen breiten Vorderfüßen.
  7. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Die Schnecke lebt nicht mehr, denn ohne ihr Haus kann sie nicht leben.