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Deutsch · Blatt · Klasse 3

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

Deutsch

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

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Datum:
11.10.2026

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Über den Text hinaus: Du darfst weiterdenken, aber deine Antwort muss zu einer Stelle im Text passen. Sie darf nicht mehr behaupten, als dort steht.

Beispiel: Warum der Mond leuchtet
Nachts sieht der Mond oft hell aus. Aber er leuchtet nicht selbst. Er ist eine große Kugel aus Gestein.

Das Licht kommt von der Sonne. Die Sonne scheint auf den Mond. Der Mond wirft das Licht zurück zur Erde, wie ein Spiegel.

Der Mond wandert in einem Monat einmal um die Erde. Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite. Mal ist er rund, mal nur eine schmale Sichel.

Gestein: Viel hartes Material aus Steinen. Sichel: Eine schmale, gebogene Form wie ein Teil eines Kreises.

Ein Kind sagt: „Der Mond ist eine Lampe am Himmel.“ Was sagt der Text dazu?

  1. Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
  2. Absatz 1: Er leuchtet nicht selbst. Absatz 2: Das Licht kommt von der Sonne.
  3. Also: Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück.

Ergebnis: Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Die Reise der Kraniche
    Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.

    Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.

    Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.

    Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.

    Ein Kind sieht im Oktober viele Kraniche am Himmel. Was schließt es nach dem Text? Starthilfe: Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
    ☐ Die Kraniche kommen gerade aus Spanien zurück. ☐ Es gibt bald ein Gewitter. ☐ Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.

    So fängst du an: Probe: Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten?

  2. ○Der Gräber unter der Wiese
    Der Maulwurf lebt fast immer unter der Erde. Dort gräbt er lange Gänge. Seine Vorderfüße sind breit wie Schaufeln. Damit schiebt er die Erde zur Seite. Was übrig bleibt, drückt er nach oben. So entstehen die kleinen Hügel auf der Wiese.

    Der Maulwurf hat winzige Augen. Er kann damit nur hell und dunkel unterscheiden. Das stört ihn nicht, denn in seinen Gängen ist es sowieso dunkel. Viel wichtiger ist seine Nase. Mit ihr riecht und tastet er.

    Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer. Er braucht jeden Tag ungefähr halb so viel Futter, wie er selbst wiegt. Deshalb ist er Tag und Nacht in seinen Gängen unterwegs. Einen Winterschlaf hält er nicht.

    In Deutschland steht der Maulwurf unter Schutz. Man darf ihn nicht fangen und nicht töten.

    Vorderfüße: Die Füße vorne am Körper eines Tieres. unterscheiden: Merken, dass zwei Dinge nicht gleich sind. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Im ersten Absatz steht: „Damit schiebt er die Erde zur Seite.“ Womit schiebt der Maulwurf die Erde? Starthilfe: Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
    ☐ Mit seinen breiten Vorderfüßen. ☐ Das steht nicht in dem Satz. ☐ Mit richtigen Schaufeln aus dem Garten.

    So fängst du an: Probe: Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Ein Haus für immer
    Die Weinbergschnecke trägt ihr Haus immer bei sich. Sie kann es nicht verlassen, denn ihre Organe liegen darin. Das Haus wächst mit der Schnecke mit. Am Rand wird immer neue Schale angebaut. Dafür braucht die Schnecke Kalk. Den findet sie in Pflanzen und im Boden.

    Die Schnecke kriecht auf einem breiten Fuß. Er gibt Schleim ab. Auf dem Schleim gleitet sie über Steine und sogar über spitze Kanten, ohne sich zu verletzen.

    Am Kopf hat sie vier Fühler. Auf den zwei langen sitzen die Augen. Mit den zwei kurzen tastet und riecht sie.

    Wird es im Herbst kalt, zieht sich die Schnecke ganz in ihr Haus zurück. Sie verschließt es mit einem Deckel aus Kalk. So übersteht sie den Winter. In Deutschland steht die Weinbergschnecke unter Schutz.

    Organe: Teile im Körper mit einer Aufgabe, zum Beispiel Herz und Magen. Kalk: Ein weißer, harter Stoff. Aus ihm sind auch Muschelschalen. gleitet: Bewegt sich glatt und ohne Ruck vorwärts.

    Ein Kind findet eine leere Schneckenschale. Was bedeutet das wohl?
    ☐ Die Schnecke lebt nicht mehr, denn ohne ihr Haus kann sie nicht leben. ☐ Die Schnecke ist ausgezogen und sucht ein größeres Haus. ☐ Die Schnecke schläft den Winter über außerhalb ihres Hauses.
  2. ●Der Tanz der Bienen
    Eine Honigbiene hat viele Blüten gefunden. Sie fliegt zurück in den Bienenstock. Dort tanzt sie auf der Wabe.

    Der Tanz ist eine Nachricht. Tanzt die Biene im Kreis, sind die Blüten ganz nah. Tanzt sie eine Acht und wackelt dabei, liegen sie weiter weg.

    Die anderen Bienen laufen hinter der Tänzerin her. Sie riechen auch den Duft der Blüten an ihr. Dann fliegen sie los und finden den Weg.

    Wabe: Eine Wand aus Wachs mit vielen kleinen Kammern im Bienenstock. Nachricht: Etwas, das man anderen mitteilt.

    Im dritten Absatz steht: „Sie riechen auch den Duft der Blüten an ihr.“ An wem riechen sie den Duft?
    ☐ Das steht nicht in dem Satz. ☐ An der Tänzerin. ☐ An der Wabe.
  3. ●Die Reise der Kraniche
    Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.

    Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.

    Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.

    Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.

    Ein Kind sieht im Oktober viele Kraniche am Himmel. Was schließt es nach dem Text?
    ☐ Die Kraniche kommen gerade aus Spanien zurück. ☐ Es gibt bald ein Gewitter. ☐ Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.
  4. ●Der Gräber unter der Wiese
    Der Maulwurf lebt fast immer unter der Erde. Dort gräbt er lange Gänge. Seine Vorderfüße sind breit wie Schaufeln. Damit schiebt er die Erde zur Seite. Was übrig bleibt, drückt er nach oben. So entstehen die kleinen Hügel auf der Wiese.

    Der Maulwurf hat winzige Augen. Er kann damit nur hell und dunkel unterscheiden. Das stört ihn nicht, denn in seinen Gängen ist es sowieso dunkel. Viel wichtiger ist seine Nase. Mit ihr riecht und tastet er.

    Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer. Er braucht jeden Tag ungefähr halb so viel Futter, wie er selbst wiegt. Deshalb ist er Tag und Nacht in seinen Gängen unterwegs. Einen Winterschlaf hält er nicht.

    In Deutschland steht der Maulwurf unter Schutz. Man darf ihn nicht fangen und nicht töten.

    Vorderfüße: Die Füße vorne am Körper eines Tieres. unterscheiden: Merken, dass zwei Dinge nicht gleich sind. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Warum stören den Maulwurf seine schlechten Augen kaum?
    ☐ In seinen Gängen ist es sowieso dunkel. ☐ Er hält einen langen Winterschlaf. ☐ Er kommt nur nachts aus der Erde heraus, wenn alle schlafen.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Wie das Küken aus dem Ei kommt
    Ein Huhn legt ein Ei und setzt sich darauf. So hält es das Ei warm. Das nennt man brüten. Mehrmals am Tag dreht das Huhn die Eier mit dem Schnabel um.

    Im Ei wächst ein Küken heran. Nach ungefähr drei Wochen ist es fertig. Jetzt wird es eng im Ei. Das Küken piepst schon, bevor es schlüpft. Die Henne hört es und gluckst zurück.

    Auf dem Schnabel hat das Küken eine kleine Spitze. Sie heißt Eizahn. Damit pickt es ein Loch in die Schale. Das ist harte Arbeit. Oft dauert es einen ganzen Tag, bis das Küken draußen ist. Danach fällt der Eizahn bald ab.

    Das Küken ist zuerst nass und müde. Nach wenigen Stunden ist sein Flaum trocken. Dann kann es schon laufen und Körner picken.

    brüten: Auf Eiern sitzen und sie warm halten, bis die Jungen schlüpfen. Eizahn: Eine kleine harte Spitze auf dem Schnabel des Kükens. Flaum: Ganz weiche, kurze Federn.

    Stell dir vor, die Henne verlässt das Nest für zwei Tage. Was wäre wohl das Problem?
    ☐ Die Küken würden schneller schlüpfen. ☐ Die Eier würden kalt, und die Küken wüchsen nicht weiter. ☐ Die Eier würden sich dann ganz von selbst im Nest umdrehen.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.
  2. Mit seinen breiten Vorderfüßen.
  3. Die Schnecke lebt nicht mehr, denn ohne ihr Haus kann sie nicht leben.
  4. An der Tänzerin.
  5. Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.
  6. In seinen Gängen ist es sowieso dunkel.
  7. Die Eier würden kalt, und die Küken wüchsen nicht weiter.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.
  2. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Mit seinen breiten Vorderfüßen.
  3. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Die Schnecke lebt nicht mehr, denn ohne ihr Haus kann sie nicht leben.
  4. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → An der Tänzerin.
  5. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.
  6. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → In seinen Gängen ist es sowieso dunkel.
  7. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Die Eier würden kalt, und die Küken wüchsen nicht weiter.