Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte
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- 06.10.2026
Mein Ziel: Ich denke über den Text hinaus und prüfe meine Antwort am Text.
Erst entscheiden, dann vergleichen. Wo du falsch lagst: die Probe noch einmal machen und den Satz richtig abschreiben.
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe.
Merken
Über den Text hinaus: Du darfst weiterdenken, aber deine Antwort muss zu einer Stelle im Text passen. Sie darf nicht mehr behaupten, als dort steht.
Beispiel: Der Stachelträger im Laub
Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.
Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.
Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.
Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.
In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.
Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.
Stell dir vor, in einem Garten gibt es keine Käfer, Raupen und Würmer. Was würde der Igel wohl tun?
- Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
- Er geht jeden Abend auf Futtersuche (Absatz 1). Der Winterschlaf gehört zum Winter.
- Also: Er würde in einem anderen Garten nach Futter suchen.
Ergebnis: Er würde in einem anderen Garten nach Futter suchen.
Mit Starthilfe
Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.
- ○Warum das Laub bunt wird
Im Sommer sind die Blätter grün. Das liegt am Blattgrün. Mit dem Blattgrün macht der Baum aus Sonnenlicht, Wasser und Luft seine Nahrung.
Im Herbst werden die Tage kürzer und kälter. Der Baum stellt sich auf den Winter ein. Er baut das Blattgrün ab. Die wertvollen Stoffe daraus holt er in Äste und Stamm zurück. Dort speichert er sie für das nächste Frühjahr.
Jetzt sieht man Farben, die vorher verdeckt waren. Gelb und Orange waren schon den ganzen Sommer im Blatt. Das Grün war nur stärker. Manche Bäume bilden im Herbst zusätzlich einen roten Farbstoff.
Zum Schluss wächst zwischen Blatt und Zweig eine dünne Trennschicht. Dann fällt das Blatt beim nächsten Windstoß ab.
Blattgrün: Der grüne Stoff in den Blättern, mit dem die Pflanze Nahrung macht. verdeckt: Etwas liegt darüber, deshalb sieht man es nicht. Trennschicht: Eine dünne Schicht, die zwei Teile voneinander löst.
Warum ist es für den Baum klug, die Stoffe vor dem Winter zurückzuholen? Starthilfe: Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
☐ Sonst würde er sie mit den Blättern verlieren. ☐ Damit die Blätter länger grün bleiben. ☐ Weil alle Pflanzen im Winter sterben.So fängst du an: Probe: Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten?
- ○Der Stachelträger im Laub
Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.
Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.
Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.
Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.
In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.
Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.
Warum frisst sich der Igel im Herbst ein Fettpolster an? Starthilfe: Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
☐ Sein Herz schlägt im Herbst langsam. ☐ Er schläft den Winter über und frisst dann nichts. ☐ Damit er im Herbst schneller laufen und besser jagen kann.So fängst du an: Probe: Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor?
Üben
Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.
- ●Aus alt mach neu
Altpapier kommt in die blaue Tonne. Aber was passiert danach? In einer Papierfabrik wird daraus neues Papier.
Zuerst kommt das Altpapier in einen großen Behälter mit Wasser. Dort wird es gerührt, bis ein grauer Brei entsteht. Der Brei besteht aus winzigen Fasern.
Dann muss die Druckfarbe heraus. Man bläst Luft in den Brei. Die Farbe bleibt an den Luftblasen hängen und steigt nach oben. Dort schöpft man sie als Schaum ab.
Jetzt wird der Brei dünn auf ein Sieb gegossen. Das Wasser läuft ab, die Fasern bleiben liegen. Große heiße Walzen pressen und trocknen sie. Am Ende ist ein langes Band aus Papier entstanden.
Papier kann man mehrmals wiederverwerten, aber nicht unendlich oft. Bei jedem Durchgang werden die Fasern kürzer.
Fasern: Ganz dünne, kurze Fäden. Walzen: Große Rollen, die sich drehen und etwas flach drücken. wiederverwerten: Aus etwas Altem etwas Neues machen.
Was kannst du nach diesem Text selbst tun?
☐ Nur noch ganz neues Papier kaufen. ☐ Papier in die blaue Tonne werfen und nicht in den Restmüll. ☐ Papier vor dem Wegwerfen nass machen, damit es schneller zu Brei wird. - ●Der Flohmarkt
Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.
Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.
Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.
Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.
Warum legt der Junge das Buch zurück?
☐ Das steht nicht im Text. ☐ Das Buch gefällt ihm nicht. ☐ Er hat nicht genug Geld dafür. - ●Warum das Laub bunt wird
Im Sommer sind die Blätter grün. Das liegt am Blattgrün. Mit dem Blattgrün macht der Baum aus Sonnenlicht, Wasser und Luft seine Nahrung.
Im Herbst werden die Tage kürzer und kälter. Der Baum stellt sich auf den Winter ein. Er baut das Blattgrün ab. Die wertvollen Stoffe daraus holt er in Äste und Stamm zurück. Dort speichert er sie für das nächste Frühjahr.
Jetzt sieht man Farben, die vorher verdeckt waren. Gelb und Orange waren schon den ganzen Sommer im Blatt. Das Grün war nur stärker. Manche Bäume bilden im Herbst zusätzlich einen roten Farbstoff.
Zum Schluss wächst zwischen Blatt und Zweig eine dünne Trennschicht. Dann fällt das Blatt beim nächsten Windstoß ab.
Blattgrün: Der grüne Stoff in den Blättern, mit dem die Pflanze Nahrung macht. verdeckt: Etwas liegt darüber, deshalb sieht man es nicht. Trennschicht: Eine dünne Schicht, die zwei Teile voneinander löst.
Warum ist es für den Baum klug, die Stoffe vor dem Winter zurückzuholen?
☐ Sonst würde er sie mit den Blättern verlieren. ☐ Damit die Blätter länger grün bleiben. ☐ Weil alle Pflanzen im Winter sterben. - ●Heute nicht im Rennen
Beim Sportfest gibt es ein Wettrennen. Mila ist die Schnellste in ihrer Klasse. Alle wissen das. Neben ihr steht Ben. Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht und humpelt noch ein bisschen.
Der Startpfiff ertönt. Mila rennt los und ist sofort vorne. Hinter sich hört sie einen Schrei. Ben ist gestolpert und liegt auf der Bahn.
Mila bleibt stehen. Die anderen Kinder laufen an ihr vorbei. Sie dreht sich um und hilft Ben auf. Zusammen gehen sie langsam ins Ziel. Sie sind die Letzten.
Am Abend fragt ihr Bruder: „Hast du gewonnen?“ Mila überlegt kurz. Dann sagt sie: „Heute nicht im Rennen.“ Ihr Bruder schaut verwirrt. Mila lächelt nur.
verstaucht: Beim Umknicken verletzt, sodass es wehtut und dick wird. humpelt: Geht ungleichmäßig, weil ein Bein wehtut. verwirrt: Man versteht gerade nicht, was los ist.
Wie fühlt sich Mila wohl am Abend?
☐ Das kann man nicht wissen, sie sagt es nicht. ☐ Sie ist zufrieden mit sich. ☐ Sie ist traurig, weil sie Letzte war.
Weiterdenken
Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.
- ★Der Tanz der Bienen
Eine Honigbiene hat viele Blüten gefunden. Sie fliegt zurück in den Bienenstock. Dort tanzt sie auf der Wabe.
Der Tanz ist eine Nachricht. Tanzt die Biene im Kreis, sind die Blüten ganz nah. Tanzt sie eine Acht und wackelt dabei, liegen sie weiter weg.
Die anderen Bienen laufen hinter der Tänzerin her. Sie riechen auch den Duft der Blüten an ihr. Dann fliegen sie los und finden den Weg.
Wabe: Eine Wand aus Wachs mit vielen kleinen Kammern im Bienenstock. Nachricht: Etwas, das man anderen mitteilt.
Eine Biene tanzt eine Acht und wackelt. Was tun die anderen Bienen danach wohl?
☐ Sie suchen Blüten direkt neben dem Stock. ☐ Sie bleiben im Stock und schlafen. ☐ Sie fliegen ein Stück weiter weg zu den Blüten.
Eigene Sätze
- ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.
Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken
- Sonst würde er sie mit den Blättern verlieren.
- Er schläft den Winter über und frisst dann nichts.
- Papier in die blaue Tonne werfen und nicht in den Restmüll.
- Er hat nicht genug Geld dafür.
- Sonst würde er sie mit den Blättern verlieren.
- Sie ist zufrieden mit sich.
- Sie fliegen ein Stück weiter weg zu den Blüten.
Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Sonst würde er sie mit den Blättern verlieren.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Er schläft den Winter über und frisst dann nichts.
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Papier in die blaue Tonne werfen und nicht in den Restmüll.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Er hat nicht genug Geld dafür.
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Sonst würde er sie mit den Blättern verlieren.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Sie ist zufrieden mit sich.
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Sie fliegen ein Stück weiter weg zu den Blüten.