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Deutsch · Blatt · Klasse 7

Argumentieren und Erörtern

Deutsch

Argumentieren und Erörtern

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Klasse:
Datum:
12.10.2026

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These, Argument, Beleg: Die These behauptet, das Argument begründet, der Beleg stützt. Belege sind Beispiele, Zahlen, Tatsachen oder Aussagen von Fachleuten. Ohne Beleg überzeugt ein Argument kaum.

Beispiel: Schülerzeitung: Schule erst um neun?:
Bei uns beginnt der Unterricht um acht Uhr. Ich finde, er sollte erst um neun beginnen. //

Jugendliche werden abends später müde als Kinder und Erwachsene. Wer um sechs aufstehen muss, sitzt in der ersten Stunde oft halb im Schlaf. In unserer Klasse haben bei einer Umfrage 21 von 28 gesagt, dass sie morgens kaum etwas behalten. //

Zwar endet der Schultag dann eine Stunde später. Aber wer wach ist, lernt in weniger Zeit mehr. //

Deshalb sollte die Schulkonferenz einen späteren Beginn ausprobieren.

Wie entkräftet der Text das Gegenargument?

  1. Frag bei jedem Satz: Wird etwas behauptet, begründet oder mit einem Beispiel gestützt?
  2. Auf das „Zwar“ folgt ein „Aber“ mit einem Grund.
  3. Also: Wer wach ist, lernt in weniger Zeit mehr.

Ergebnis: Wer wach ist, lernt in weniger Zeit mehr.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Rede im Klassenrat: Wohin fährt die 8c?:
    Ich bin dafür, dass wir an die Ostsee fahren und nicht nach München. //

    Erstens ist die Fahrt kürzer. Mit dem Zug sind wir in drei Stunden da, nach München brauchen wir sieben. //

    Zweitens ist es billiger. Die Jugendherberge am Meer kostet für drei Nächte 120 Euro, in München 190. //

    Das wichtigste Argument aber ist: Am Meer machen wir etwas zusammen, wir segeln, wir bauen ein Floß. In einer großen Stadt laufen am Ende doch alle in kleinen Gruppen durch die Läden.

    Welches Argument hält die Rednerin für das wichtigste? Starthilfe: Frag bei jedem Satz: Wird etwas behauptet, begründet oder mit einem Beispiel gestützt?
    ☐ Am Meer machen wir etwas zusammen. ☐ Die Fahrt ist kürzer. ☐ Die Herberge ist billiger.

    So fängst du an: Probe: Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe.

  2. ○Leserbrief: Fahrradstraße:
    Morgens bringen viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto. Sie fahren bis ans Schultor. Ich fordere, dass die Straße vor der Schule eine Fahrradstraße wird. //

    In einer Fahrradstraße haben Räder Vorrang. Autos dürfen dort höchstens 30 Kilometer in der Stunde fahren. Das macht den Schulweg sicherer. Seit die Grundschule am Park eine solche Straße hat, kommen dort doppelt so viele Kinder mit dem Rad. //

    Manche Eltern sagen, ihr Weg zur Arbeit werde dadurch länger. Aber mit einem Zusatzschild dürfen Autos die Straße weiter benutzen, nur langsamer. //

    Ein sicherer Schulweg ist wichtiger als zwei Minuten Zeit.

    Fahrradstraße: Eine Straße, auf der Fahrräder Vorrang haben. Autos fahren dort nur langsam oder gar nicht.

    Wie schnell dürfen Autos in einer Fahrradstraße höchstens fahren? Starthilfe: Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
    ☐ so schnell wie auf jeder Straße ☐ 30 Kilometer in der Stunde ☐ gar nicht, sie sind immer verboten

    So fängst du an: Probe: Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Leserbrief: Mehr Zeit zum Essen:
    Unsere Mittagspause dauert zwanzig Minuten. Das ist zu kurz. Wir brauchen mehr Zeit zum Essen. //

    Vor der Essensausgabe steht man oft zehn Minuten an. Dann bleiben zum Essen nur noch zehn Minuten, und viele lassen das Gemüse liegen oder essen gar nicht. //

    Die Schulleitung sagt, eine längere Pause verschiebe den Unterricht nach hinten. Doch schon eine zweite Essensausgabe würde die Schlange halbieren, ohne dass eine Minute Unterricht verloren geht. //

    Wer hungrig im Unterricht sitzt, kann sich schlecht konzentrieren.

    Essensausgabe: Die Theke in der Mensa, an der man sein Essen bekommt.

    Welches Argument steht am Schluss?
    ☐ Die Schlange lässt sich halbieren. ☐ Hunger stört die Konzentration im Unterricht. ☐ Die Pause dauert zwanzig Minuten.
  2. ●Rede im Klassenrat: Wohin fährt die 8c?:
    Ich bin dafür, dass wir an die Ostsee fahren und nicht nach München. //

    Erstens ist die Fahrt kürzer. Mit dem Zug sind wir in drei Stunden da, nach München brauchen wir sieben. //

    Zweitens ist es billiger. Die Jugendherberge am Meer kostet für drei Nächte 120 Euro, in München 190. //

    Das wichtigste Argument aber ist: Am Meer machen wir etwas zusammen, wir segeln, wir bauen ein Floß. In einer großen Stadt laufen am Ende doch alle in kleinen Gruppen durch die Läden.

    Um wie viel Euro ist die Ostsee günstiger?
    ☐ um 120 Euro ☐ um 190 Euro ☐ um 70 Euro
  3. ●Leserbrief: Mehr Zeit zum Essen:
    Unsere Mittagspause dauert zwanzig Minuten. Das ist zu kurz. Wir brauchen mehr Zeit zum Essen. //

    Vor der Essensausgabe steht man oft zehn Minuten an. Dann bleiben zum Essen nur noch zehn Minuten, und viele lassen das Gemüse liegen oder essen gar nicht. //

    Die Schulleitung sagt, eine längere Pause verschiebe den Unterricht nach hinten. Doch schon eine zweite Essensausgabe würde die Schlange halbieren, ohne dass eine Minute Unterricht verloren geht. //

    Wer hungrig im Unterricht sitzt, kann sich schlecht konzentrieren.

    Essensausgabe: Die Theke in der Mensa, an der man sein Essen bekommt.

    Welche Aufgabe hat der Satz der Schulleitung im Brief?
    ☐ Gegenargument ☐ Beleg ☐ These
  4. ●Kommentar: Einheitliche Schulkleidung?:
    Immer wieder wird gefordert, dass alle an unserer Schule dieselbe Kleidung tragen sollen. Ich bin dagegen. //

    Kleidung ist für viele Jugendliche ein Teil ihrer Persönlichkeit. Wer morgens aussucht, was er trägt, zeigt, wer er ist. //

    Zwar sagen die Befürworter, einheitliche Kleidung verhindere Streit um teure Marken. Doch Streit um Geld verschwindet nicht, er wandert zu Schuhen, Handys und Rucksäcken. //

    Wichtiger wäre, dass wir über Marken und Druck in der Klasse offen reden.

    Was zeigt man laut Kommentar, wenn man morgens seine Kleidung aussucht?
    ☐ wie viel Geld man hat ☐ wer man ist ☐ welche Marke man mag
  5. ●Kommentar: Ein Klassentier für die 7b?:
    Die 7b möchte ein Klassentier, am liebsten zwei Meerschweinchen. Ich bin dagegen. //

    Meerschweinchen brauchen jeden Tag frisches Futter und Wasser, auch in den Ferien. Wer sorgt dann für sie? Im letzten Sommer musste die Nachbarklasse ihr Aquarium an eine Tierhandlung abgeben, weil sich niemand fand. //

    Natürlich lernt man mit einem Tier Verantwortung. Doch das geht auch mit einem Beet im Schulgarten, das in den Ferien niemanden braucht. //

    Ein Tier ist kein Unterrichtsmaterial.

    Welche Position vertritt der Kommentar?
    ☐ Er ist für zwei Meerschweinchen. ☐ Er will ein Aquarium für die 7b. ☐ Er ist gegen ein Klassentier.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Leserbrief: Handys in der Pause:
    An unserer Schule sollen Handys in den Pausen verboten werden. Ich halte das für richtig. //

    Wer in der Pause auf das Handy schaut, redet nicht mit den anderen. Letzte Woche saßen auf unserem Schulhof neun von zwölf Leuten auf der Bank und sahen auf ihre Bildschirme. //

    Natürlich sagen manche, sie bräuchten das Handy, um ihre Eltern zu erreichen. Dafür gibt es aber das Telefon im Sekretariat, und im Notfall ruft die Schule sofort an. //

    Deshalb: Handys in die Tasche, Pause für alle.

    Wie stark ist der Beleg mit der Bank?
    ☐ Er beweist, dass alle an der Schule süchtig sind. ☐ Er hat mit der These nichts zu tun. ☐ Anschaulich, aber nur eine Beobachtung an einem Tag
  2. ★Rede im Klassenrat: Wohin fährt die 8c?:
    Ich bin dafür, dass wir an die Ostsee fahren und nicht nach München. //

    Erstens ist die Fahrt kürzer. Mit dem Zug sind wir in drei Stunden da, nach München brauchen wir sieben. //

    Zweitens ist es billiger. Die Jugendherberge am Meer kostet für drei Nächte 120 Euro, in München 190. //

    Das wichtigste Argument aber ist: Am Meer machen wir etwas zusammen, wir segeln, wir bauen ein Floß. In einer großen Stadt laufen am Ende doch alle in kleinen Gruppen durch die Läden.

    Warum steht das wichtigste Argument am Schluss?
    ☐ Was zuletzt kommt, bleibt den Zuhörern am besten im Kopf. ☐ Weil es das kürzeste Argument ist. ☐ Weil die Rednerin es vergessen hatte.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Am Meer machen wir etwas zusammen.
  2. 30 Kilometer in der Stunde
  3. Hunger stört die Konzentration im Unterricht.
  4. um 70 Euro
  5. Gegenargument
  6. wer man ist
  7. Er ist gegen ein Klassentier.
  8. Anschaulich, aber nur eine Beobachtung an einem Tag
  9. Was zuletzt kommt, bleibt den Zuhörern am besten im Kopf.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Am Meer machen wir etwas zusammen.
  2. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → 30 Kilometer in der Stunde
  3. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Hunger stört die Konzentration im Unterricht.
  4. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → um 70 Euro
  5. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Gegenargument
  6. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → wer man ist
  7. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Er ist gegen ein Klassentier.
  8. Such für deine Antwort einen Grund im Text. Behauptet sie mehr, als dort steht? → Anschaulich, aber nur eine Beobachtung an einem Tag
  9. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Was zuletzt kommt, bleibt den Zuhörern am besten im Kopf.