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Deutsch · Blatt · Klasse 3

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

Deutsch

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

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Datum:
12.10.2026

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Über den Text hinaus: Du darfst weiterdenken, aber deine Antwort muss zu einer Stelle im Text passen. Sie darf nicht mehr behaupten, als dort steht.

Beispiel: Warum der Mond leuchtet
Nachts sieht der Mond oft hell aus. Aber er leuchtet nicht selbst. Er ist eine große Kugel aus Gestein.

Das Licht kommt von der Sonne. Die Sonne scheint auf den Mond. Der Mond wirft das Licht zurück zur Erde, wie ein Spiegel.

Der Mond wandert in einem Monat einmal um die Erde. Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite. Mal ist er rund, mal nur eine schmale Sichel.

Gestein: Viel hartes Material aus Steinen. Sichel: Eine schmale, gebogene Form wie ein Teil eines Kreises.

Ein Kind sagt: „Der Mond ist eine Lampe am Himmel.“ Was sagt der Text dazu?

  1. Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
  2. Absatz 1: Er leuchtet nicht selbst. Absatz 2: Das Licht kommt von der Sonne.
  3. Also: Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück.

Ergebnis: Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Der Stachelträger im Laub
    Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.

    Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.

    Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.

    Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.

    In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.

    Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Ein Kind findet im Oktober einen Igel im Garten und will ihn mit ins Haus nehmen. Was sagt der Text dazu? Starthilfe: Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
    ☐ Es soll ihm eine Schale Milch hinstellen. ☐ Es darf ihn mitnehmen, weil alle Igel im Herbst Hilfe brauchen. ☐ Es soll ihn lassen, denn er steht unter Schutz.

    So fängst du an: Probe: Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten?

  2. ○Der Stachelträger im Laub
    Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.

    Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.

    Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.

    Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.

    In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.

    Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Wie findet der Igel nachts sein Futter, obwohl seine Augen klein sind? Starthilfe: Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
    ☐ Er findet es mit seinen Ohren und seiner Nase. ☐ Der Text sagt nicht, wie er sucht. ☐ Er sucht nur, wenn der Mond scheint.

    So fängst du an: Probe: Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Die Reise der Kraniche
    Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.

    Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.

    Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.

    Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.

    Ein Kind sieht im Oktober viele Kraniche am Himmel. Was schließt es nach dem Text?
    ☐ Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien. ☐ Die Kraniche kommen gerade aus Spanien zurück. ☐ Es gibt bald ein Gewitter.
  2. ●Warum das Laub bunt wird
    Im Sommer sind die Blätter grün. Das liegt am Blattgrün. Mit dem Blattgrün macht der Baum aus Sonnenlicht, Wasser und Luft seine Nahrung.

    Im Herbst werden die Tage kürzer und kälter. Der Baum stellt sich auf den Winter ein. Er baut das Blattgrün ab. Die wertvollen Stoffe daraus holt er in Äste und Stamm zurück. Dort speichert er sie für das nächste Frühjahr.

    Jetzt sieht man Farben, die vorher verdeckt waren. Gelb und Orange waren schon den ganzen Sommer im Blatt. Das Grün war nur stärker. Manche Bäume bilden im Herbst zusätzlich einen roten Farbstoff.

    Zum Schluss wächst zwischen Blatt und Zweig eine dünne Trennschicht. Dann fällt das Blatt beim nächsten Windstoß ab.

    Blattgrün: Der grüne Stoff in den Blättern, mit dem die Pflanze Nahrung macht. verdeckt: Etwas liegt darüber, deshalb sieht man es nicht. Trennschicht: Eine dünne Schicht, die zwei Teile voneinander löst.

    Warum sieht man im Herbst plötzlich Gelb und Orange?
    ☐ Die Kälte färbt die Blätter über Nacht gelb und orange. ☐ Das Grün ist weg, die Farben darunter sieht man jetzt. ☐ Der Baum bildet im Herbst gelben Farbstoff.
  3. ●Heute nicht im Rennen
    Beim Sportfest gibt es ein Wettrennen. Mila ist die Schnellste in ihrer Klasse. Alle wissen das. Neben ihr steht Ben. Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht und humpelt noch ein bisschen.

    Der Startpfiff ertönt. Mila rennt los und ist sofort vorne. Hinter sich hört sie einen Schrei. Ben ist gestolpert und liegt auf der Bahn.

    Mila bleibt stehen. Die anderen Kinder laufen an ihr vorbei. Sie dreht sich um und hilft Ben auf. Zusammen gehen sie langsam ins Ziel. Sie sind die Letzten.

    Am Abend fragt ihr Bruder: „Hast du gewonnen?“ Mila überlegt kurz. Dann sagt sie: „Heute nicht im Rennen.“ Ihr Bruder schaut verwirrt. Mila lächelt nur.

    verstaucht: Beim Umknicken verletzt, sodass es wehtut und dick wird. humpelt: Geht ungleichmäßig, weil ein Bein wehtut. verwirrt: Man versteht gerade nicht, was los ist.

    Was meint Mila mit „Heute nicht im Rennen“?
    ☐ Sie gewinnt morgen ein anderes Rennen. ☐ Sie ist traurig, weil sie verloren hat. ☐ Sie hat heute etwas anderes gewonnen als das Rennen.
  4. ●Aus alt mach neu
    Altpapier kommt in die blaue Tonne. Aber was passiert danach? In einer Papierfabrik wird daraus neues Papier.

    Zuerst kommt das Altpapier in einen großen Behälter mit Wasser. Dort wird es gerührt, bis ein grauer Brei entsteht. Der Brei besteht aus winzigen Fasern.

    Dann muss die Druckfarbe heraus. Man bläst Luft in den Brei. Die Farbe bleibt an den Luftblasen hängen und steigt nach oben. Dort schöpft man sie als Schaum ab.

    Jetzt wird der Brei dünn auf ein Sieb gegossen. Das Wasser läuft ab, die Fasern bleiben liegen. Große heiße Walzen pressen und trocknen sie. Am Ende ist ein langes Band aus Papier entstanden.

    Papier kann man mehrmals wiederverwerten, aber nicht unendlich oft. Bei jedem Durchgang werden die Fasern kürzer.

    Fasern: Ganz dünne, kurze Fäden. Walzen: Große Rollen, die sich drehen und etwas flach drücken. wiederverwerten: Aus etwas Altem etwas Neues machen.

    Welcher Satz fasst den Text am besten zusammen?
    ☐ Aus Altpapier wird in mehreren Schritten neues Papier. ☐ Druckfarbe steigt an Luftblasen nach oben. ☐ Papier kann man unendlich oft wiederverwerten.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Der Flohmarkt
    Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.

    Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.

    Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.

    Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.

    Warum legt der Junge das Buch zurück?
    ☐ Das steht nicht im Text. ☐ Er hat nicht genug Geld dafür. ☐ Das Buch gefällt ihm nicht.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Es soll ihn lassen, denn er steht unter Schutz.
  2. Er findet es mit seinen Ohren und seiner Nase.
  3. Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.
  4. Das Grün ist weg, die Farben darunter sieht man jetzt.
  5. Sie hat heute etwas anderes gewonnen als das Rennen.
  6. Aus Altpapier wird in mehreren Schritten neues Papier.
  7. Er hat nicht genug Geld dafür.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Es soll ihn lassen, denn er steht unter Schutz.
  2. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Er findet es mit seinen Ohren und seiner Nase.
  3. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.
  4. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Das Grün ist weg, die Farben darunter sieht man jetzt.
  5. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Sie hat heute etwas anderes gewonnen als das Rennen.
  6. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Aus Altpapier wird in mehreren Schritten neues Papier.
  7. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Er hat nicht genug Geld dafür.