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Deutsch · Blatt · Klasse 8

Lyrik

Deutsch

Lyrik

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Datum:
06.10.2026

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Sprachbilder deuten: Ein Vergleich verbindet zwei Dinge mit wie oder als, die Metapher ohne Vergleichswort. Bei der Personifikation handelt ein Ding wie ein Mensch. Zur Wirkung gehört immer das Zitat.

Beispiel: Der Gott der Stadt (erste Strophe) – Georg Heym:
Auf einem Häuserblocke sitzt er breit. /
Die Winde lagern schwarz um seine Stirn. /
Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit /
Die letzten Häuser in das Land verirrn.

Welches Sprachbild ist „Die Winde lagern schwarz um seine Stirn“?

  1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
  2. Winde lagern wie Menschen oder Tiere. Ein Vergleichswort fehlt.
  3. Also: Personifikation

Ergebnis: Personifikation

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Novembermorgen:
    Der Nebel liegt auf allen Wegen. /
    Die Straße schläft noch grau und stumm. /
    Ein Bus kommt keuchend mir entgegen /
    und dreht sich müde nach mir um. //

    Dann bricht ein Licht durch alle Ritzen, /
    die Tropfen funkeln wie Kristall. /
    Die Spatzen, die im Baume sitzen, /
    begrüßen es mit lautem Schall.

    Welches Sprachbild ist „Die Straße schläft“? Starthilfe: Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    ☐ Vergleich ☐ Personifikation ☐ Reim

    So fängst du an: Probe: Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen?

  2. ○Heidenröslein (erste Strophe) – Johann Wolfgang von Goethe:
    Sah ein Knab ein Röslein stehn, /
    Röslein auf der Heiden, /
    War so jung und morgenschön, /
    Lief er schnell, es nah zu sehn, /
    Sah's mit vielen Freuden. /
    Röslein, Röslein, Röslein rot, /
    Röslein auf der Heiden.

    Welcher Vers wiederholt sich wie ein Refrain? Starthilfe: Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    ☐ Sah ein Knab ein Röslein stehn ☐ Lief er schnell, es nah zu sehn ☐ Röslein auf der Heiden

    So fängst du an: Probe: Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
    und hinter tausend Stäben keine Welt. //

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Womit wird der Gang des Panthers verglichen?
    ☐ mit tausend Stäben ☐ mit dem allerkleinsten Kreise ☐ mit einem Tanz von Kraft um eine Mitte
  2. ●Novembermorgen:
    Der Nebel liegt auf allen Wegen. /
    Die Straße schläft noch grau und stumm. /
    Ein Bus kommt keuchend mir entgegen /
    und dreht sich müde nach mir um. //

    Dann bricht ein Licht durch alle Ritzen, /
    die Tropfen funkeln wie Kristall. /
    Die Spatzen, die im Baume sitzen, /
    begrüßen es mit lautem Schall.

    Wie verändert sich die Stimmung von der ersten zur zweiten Strophe?
    ☐ von grau und still zu hell und laut ☐ von hell zu dunkel ☐ Sie bleibt die ganze Zeit trüb.
  3. ●Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
    Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
    Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
    Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
    Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //

    Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
    Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
    Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
    Eintönig kommt heraus in Stille matt.

    Welches Wort macht in „Unzählig Menschen schwemmen aus und ein“ die Menschen zu Wasser?
    ☐ unzählig ☐ schwemmen ☐ Menschen
  4. ●Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
    Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
    Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
    Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
    Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //

    Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
    Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
    Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
    Eintönig kommt heraus in Stille matt.

    Was blinzelt mit den Lidern?
    ☐ der Mond ☐ unzählig Menschen ☐ tausend Fenster
  5. ●Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
    und hinter tausend Stäben keine Welt. //

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Welches Signal zeigt in „ist wie ein Tanz von Kraft“ das Sprachbild?
    ☐ das Vergleichswort wie ☐ das Ding, das handelt wie ein Mensch ☐ der Reim auf Mitte

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Was zeigt das Bild der Seele, die ihre Flügel ausspannt?
    ☐ Das Ich fühlt sich frei und weit wie im Flug. ☐ Das Ich hat wirklich Flügel. ☐ Das Ich hat Angst vor der Nacht.
  2. ★Novembermorgen:
    Der Nebel liegt auf allen Wegen. /
    Die Straße schläft noch grau und stumm. /
    Ein Bus kommt keuchend mir entgegen /
    und dreht sich müde nach mir um. //

    Dann bricht ein Licht durch alle Ritzen, /
    die Tropfen funkeln wie Kristall. /
    Die Spatzen, die im Baume sitzen, /
    begrüßen es mit lautem Schall.

    Warum dreht sich der Bus „müde“ nach dem Ich um?
    ☐ Der Bus ist wirklich kaputt. ☐ Das Ich sieht die Müdigkeit des Morgens im Bus. ☐ Der Fahrer kennt das Ich.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Personifikation
  2. Röslein auf der Heiden
  3. mit einem Tanz von Kraft um eine Mitte
  4. von grau und still zu hell und laut
  5. schwemmen
  6. tausend Fenster
  7. das Vergleichswort wie
  8. Das Ich fühlt sich frei und weit wie im Flug.
  9. Das Ich sieht die Müdigkeit des Morgens im Bus.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Personifikation
  2. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Röslein auf der Heiden
  3. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → mit einem Tanz von Kraft um eine Mitte
  4. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → von grau und still zu hell und laut
  5. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → schwemmen
  6. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → tausend Fenster
  7. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → das Vergleichswort wie
  8. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Das Ich fühlt sich frei und weit wie im Flug.
  9. Such für deine Antwort einen Grund im Text. Behauptet sie mehr, als dort steht? → Das Ich sieht die Müdigkeit des Morgens im Bus.