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Deutsch · Blatt · Klasse 3

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

Deutsch

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

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Datum:
13.10.2026

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Zwischen den Zeilen: Manche Antworten stehen nicht in einem Satz. Verbinde zwei Stellen. Oft verrät ein Wort, was gemeint ist: Wer die Schultern hängen lässt, ist enttäuscht.

Beispiel: Aus alt mach neu
Altpapier kommt in die blaue Tonne. Aber was passiert danach? In einer Papierfabrik wird daraus neues Papier.

Zuerst kommt das Altpapier in einen großen Behälter mit Wasser. Dort wird es gerührt, bis ein grauer Brei entsteht. Der Brei besteht aus winzigen Fasern.

Dann muss die Druckfarbe heraus. Man bläst Luft in den Brei. Die Farbe bleibt an den Luftblasen hängen und steigt nach oben. Dort schöpft man sie als Schaum ab.

Jetzt wird der Brei dünn auf ein Sieb gegossen. Das Wasser läuft ab, die Fasern bleiben liegen. Große heiße Walzen pressen und trocknen sie. Am Ende ist ein langes Band aus Papier entstanden.

Papier kann man mehrmals wiederverwerten, aber nicht unendlich oft. Bei jedem Durchgang werden die Fasern kürzer.

Fasern: Ganz dünne, kurze Fäden. Walzen: Große Rollen, die sich drehen und etwas flach drücken. wiederverwerten: Aus etwas Altem etwas Neues machen.

Warum steht am Ende, dass die Fasern bei jedem Durchgang kürzer werden?

  1. Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
  2. Der Satz davor sagt: nicht unendlich oft.
  3. Also: Es ist der Grund, warum es nicht unendlich oft geht.

Ergebnis: Es ist der Grund, warum es nicht unendlich oft geht.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Der Flohmarkt
    Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.

    Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.

    Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.

    Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.

    Warum legt der Junge das Buch zurück? Starthilfe: Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
    ☐ Das steht nicht im Text. ☐ Das Buch gefällt ihm nicht. ☐ Er hat nicht genug Geld dafür.

    So fängst du an: Probe: Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor?

  2. ○Der Gräber unter der Wiese
    Der Maulwurf lebt fast immer unter der Erde. Dort gräbt er lange Gänge. Seine Vorderfüße sind breit wie Schaufeln. Damit schiebt er die Erde zur Seite. Was übrig bleibt, drückt er nach oben. So entstehen die kleinen Hügel auf der Wiese.

    Der Maulwurf hat winzige Augen. Er kann damit nur hell und dunkel unterscheiden. Das stört ihn nicht, denn in seinen Gängen ist es sowieso dunkel. Viel wichtiger ist seine Nase. Mit ihr riecht und tastet er.

    Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer. Er braucht jeden Tag ungefähr halb so viel Futter, wie er selbst wiegt. Deshalb ist er Tag und Nacht in seinen Gängen unterwegs. Einen Winterschlaf hält er nicht.

    In Deutschland steht der Maulwurf unter Schutz. Man darf ihn nicht fangen und nicht töten.

    Vorderfüße: Die Füße vorne am Körper eines Tieres. unterscheiden: Merken, dass zwei Dinge nicht gleich sind. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Womit gräbt der Maulwurf seine Gänge? Starthilfe: Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
    ☐ Mit seinen breiten Vorderfüßen. ☐ Mit seiner Nase, mit der er auch tastet. ☐ Mit seinen spitzen Zähnen.

    So fängst du an: Probe: Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Der gelbe Zettel
    Jonas holt am Morgen die Zeitung aus dem Briefkasten. Da liegt noch etwas: ein gelber Zettel. Darauf steht nur ein Satz: „Schau unter die dritte Stufe.“

    Jonas geht zur Treppe vor dem Haus. Er zählt die Stufen. Unter der dritten Stufe klebt ein kleiner Umschlag. Darin ist ein zweiter Zettel: „Geh zu dem Baum mit den meisten Äpfeln.“

    Im Garten stehen zwei Apfelbäume. Der eine ist klein und hat fast keine Äpfel. Der andere hängt voll davon. Jonas läuft hin. Am Stamm hängt eine Tüte. Darin liegen zwei Eintrittskarten für den Zoo.

    Da geht hinter ihm die Haustür auf. Oma steht dort und lacht. „Alles Gute zum Geburtstag“, sagt sie. „Die zweite Karte ist übrigens für mich.“

    Stufe: Ein Teil einer Treppe, auf den man den Fuß setzt. Umschlag: Eine Hülle aus Papier für einen Brief. Eintrittskarten: Karten, mit denen man hineindarf, zum Beispiel in den Zoo.

    Wie fühlt sich Oma wohl, als Jonas die Karten findet?
    ☐ Sie freut sich, dass ihr Plan geklappt hat. ☐ Das steht nicht im Text. ☐ Sie ist müde vom vielen Verstecken.
  2. ●Die Reise der Kraniche
    Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.

    Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.

    Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.

    Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.

    Wohin fliegen die Kraniche im Herbst?
    ☐ In die Moore im Norden. ☐ Nach Spanien. ☐ Nach Afrika.
  3. ●Warum das Laub bunt wird
    Im Sommer sind die Blätter grün. Das liegt am Blattgrün. Mit dem Blattgrün macht der Baum aus Sonnenlicht, Wasser und Luft seine Nahrung.

    Im Herbst werden die Tage kürzer und kälter. Der Baum stellt sich auf den Winter ein. Er baut das Blattgrün ab. Die wertvollen Stoffe daraus holt er in Äste und Stamm zurück. Dort speichert er sie für das nächste Frühjahr.

    Jetzt sieht man Farben, die vorher verdeckt waren. Gelb und Orange waren schon den ganzen Sommer im Blatt. Das Grün war nur stärker. Manche Bäume bilden im Herbst zusätzlich einen roten Farbstoff.

    Zum Schluss wächst zwischen Blatt und Zweig eine dünne Trennschicht. Dann fällt das Blatt beim nächsten Windstoß ab.

    Blattgrün: Der grüne Stoff in den Blättern, mit dem die Pflanze Nahrung macht. verdeckt: Etwas liegt darüber, deshalb sieht man es nicht. Trennschicht: Eine dünne Schicht, die zwei Teile voneinander löst.

    Warum sieht man im Herbst plötzlich Gelb und Orange?
    ☐ Die Kälte färbt die Blätter über Nacht gelb und orange. ☐ Der Baum bildet im Herbst gelben Farbstoff. ☐ Das Grün ist weg, die Farben darunter sieht man jetzt.
  4. ●Warum der Mond leuchtet
    Nachts sieht der Mond oft hell aus. Aber er leuchtet nicht selbst. Er ist eine große Kugel aus Gestein.

    Das Licht kommt von der Sonne. Die Sonne scheint auf den Mond. Der Mond wirft das Licht zurück zur Erde, wie ein Spiegel.

    Der Mond wandert in einem Monat einmal um die Erde. Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite. Mal ist er rund, mal nur eine schmale Sichel.

    Gestein: Viel hartes Material aus Steinen. Sichel: Eine schmale, gebogene Form wie ein Teil eines Kreises.

    Woraus besteht der Mond?
    ☐ Aus Gestein. ☐ Aus Licht. ☐ Aus Eis.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Warum der Mond leuchtet
    Nachts sieht der Mond oft hell aus. Aber er leuchtet nicht selbst. Er ist eine große Kugel aus Gestein.

    Das Licht kommt von der Sonne. Die Sonne scheint auf den Mond. Der Mond wirft das Licht zurück zur Erde, wie ein Spiegel.

    Der Mond wandert in einem Monat einmal um die Erde. Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite. Mal ist er rund, mal nur eine schmale Sichel.

    Gestein: Viel hartes Material aus Steinen. Sichel: Eine schmale, gebogene Form wie ein Teil eines Kreises.

    Im dritten Absatz steht: „Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite.“ Warum ist das so?
    ☐ Das steht nicht in dem Satz. ☐ Der Mond wandert um die Erde. ☐ Die Sonne geht jeden Abend aus.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Er hat nicht genug Geld dafür.
  2. Mit seinen breiten Vorderfüßen.
  3. Sie freut sich, dass ihr Plan geklappt hat.
  4. Nach Spanien.
  5. Das Grün ist weg, die Farben darunter sieht man jetzt.
  6. Aus Gestein.
  7. Der Mond wandert um die Erde.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Er hat nicht genug Geld dafür.
  2. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Mit seinen breiten Vorderfüßen.
  3. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Sie freut sich, dass ihr Plan geklappt hat.
  4. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Nach Spanien.
  5. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Das Grün ist weg, die Farben darunter sieht man jetzt.
  6. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Aus Gestein.
  7. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Der Mond wandert um die Erde.