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Deutsch · Blatt · Klasse 8

Lyrik

Deutsch

Lyrik

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Datum:
14.10.2026

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Reim, Metrum, Bild: Reimschema: Paarreim aabb, Kreuzreim abab, umarmender Reim abba. Das Metrum ist die Folge betonter und unbetonter Silben, die sich wiederholt: Jambus xX, Trochäus Xx, Daktylus Xxx.

Beispiel: Montag:
Um sechs Uhr schreit mein kleiner Wächter. /
Er rüttelt kräftig an der Nacht. /
Ich hab ihn wieder stumm gemacht, /
da hör ich schon sein Hohngelächter. //

Denn fünf Minuten sind vergangen, /
ich liege wach und bin zu spät. /
Im Hof hat längst der Hahn gekräht, /
so hat mein Montag angefangen.

Hohngelächter: Lautes Lachen, mit dem man über jemanden spottet.

Welches Reimschema hat die erste Strophe?

  1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
  2. Wächter und Hohngelächter stehen außen, Nacht und gemacht innen: abba.
  3. Also: umarmender Reim

Ergebnis: umarmender Reim

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
    und hinter tausend Stäben keine Welt. //

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Welches Reimschema hat die erste Strophe? Starthilfe: Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    ☐ Paarreim ☐ Kreuzreim ☐ umarmender Reim

    So fängst du an: Probe: Schreib unter jede Silbe x für unbetont und X für betont. Für den Reim: Buchstaben ans Versende.

  2. ○Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
    und hinter tausend Stäben keine Welt. //

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Welches Sprachbild steht in „als ob es tausend Stäbe gäbe“? Starthilfe: Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    ☐ Metapher ☐ Personifikation ☐ Vergleich

    So fängst du an: Probe: Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Welches Signal zeigt in „Als flöge sie nach Haus“ das Sprachbild?
    ☐ das Ding, das handelt wie ein Mensch ☐ der Reim auf aus ☐ das Vergleichswort als
  2. ●Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
    und hinter tausend Stäben keine Welt. //

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Wo läuft der Panther?
    ☐ im allerkleinsten Kreise ☐ hinter tausend Stäben in der Welt ☐ in einem weiten Wald
  3. ●Das ästhetische Wiesel – Christian Morgenstern:
    Ein Wiesel /
    saß auf einem Kiesel /
    inmitten Bachgeriesel. //

    Wisst ihr /
    weshalb? //

    Das Mondkalb /
    verriet es mir /
    im Stillen: //

    Das raffinier- /
    te Tier /
    tat's um des Reimes willen.

    Warum trennt Morgenstern „raffinier- / te“?
    ☐ Weil das Wort zu lang für die Zeile ist ☐ Damit raffinier auf mir und Tier reimt ☐ Damit das Metrum ein Jambus bleibt
  4. ●Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Welches Sprachbild steht in „als hätt der Himmel die Erde still geküsst“?
    ☐ Metapher ohne Vergleich ☐ Reim ☐ Vergleich mit Personifikation
  5. ●Heidenröslein (erste Strophe) – Johann Wolfgang von Goethe:
    Sah ein Knab ein Röslein stehn, /
    Röslein auf der Heiden, /
    War so jung und morgenschön, /
    Lief er schnell, es nah zu sehn, /
    Sah's mit vielen Freuden. /
    Röslein, Röslein, Röslein rot, /
    Röslein auf der Heiden.

    Welcher Vers wiederholt sich wie ein Refrain?
    ☐ Röslein auf der Heiden ☐ Sah ein Knab ein Röslein stehn ☐ Lief er schnell, es nah zu sehn

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
    Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
    Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
    Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
    Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //

    Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
    Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
    Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
    Eintönig kommt heraus in Stille matt.

    Welche Gedichtform haben vier Strophen mit zweimal vier und zweimal drei Versen?
    ☐ Sonett ☐ Ballade ☐ Lied
  2. ★Der Gott der Stadt (erste Strophe) – Georg Heym:
    Auf einem Häuserblocke sitzt er breit. /
    Die Winde lagern schwarz um seine Stirn. /
    Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit /
    Die letzten Häuser in das Land verirrn.

    Welches Sprachbild ist „Die Winde lagern schwarz um seine Stirn“?
    ☐ Vergleich ☐ Personifikation ☐ Reim

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Kreuzreim
  2. Vergleich
  3. das Vergleichswort als
  4. im allerkleinsten Kreise
  5. Damit raffinier auf mir und Tier reimt
  6. Vergleich mit Personifikation
  7. Röslein auf der Heiden
  8. Sonett
  9. Personifikation

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Schreib unter jede Silbe x für unbetont und X für betont. Für den Reim: Buchstaben ans Versende. → Kreuzreim
  2. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Vergleich
  3. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → das Vergleichswort als
  4. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → im allerkleinsten Kreise
  5. Schreib unter jede Silbe x für unbetont und X für betont. Für den Reim: Buchstaben ans Versende. → Damit raffinier auf mir und Tier reimt
  6. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Vergleich mit Personifikation
  7. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Röslein auf der Heiden
  8. Schreib unter jede Silbe x für unbetont und X für betont. Für den Reim: Buchstaben ans Versende. → Sonett
  9. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Personifikation