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Deutsch · Blatt · Klasse 3

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

Deutsch

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

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Datum:
14.10.2026

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Zwischen den Zeilen: Manche Antworten stehen nicht in einem Satz. Verbinde zwei Stellen. Oft verrät ein Wort, was gemeint ist: Wer die Schultern hängen lässt, ist enttäuscht.

Beispiel: Warum das Laub bunt wird
Im Sommer sind die Blätter grün. Das liegt am Blattgrün. Mit dem Blattgrün macht der Baum aus Sonnenlicht, Wasser und Luft seine Nahrung.

Im Herbst werden die Tage kürzer und kälter. Der Baum stellt sich auf den Winter ein. Er baut das Blattgrün ab. Die wertvollen Stoffe daraus holt er in Äste und Stamm zurück. Dort speichert er sie für das nächste Frühjahr.

Jetzt sieht man Farben, die vorher verdeckt waren. Gelb und Orange waren schon den ganzen Sommer im Blatt. Das Grün war nur stärker. Manche Bäume bilden im Herbst zusätzlich einen roten Farbstoff.

Zum Schluss wächst zwischen Blatt und Zweig eine dünne Trennschicht. Dann fällt das Blatt beim nächsten Windstoß ab.

Blattgrün: Der grüne Stoff in den Blättern, mit dem die Pflanze Nahrung macht. verdeckt: Etwas liegt darüber, deshalb sieht man es nicht. Trennschicht: Eine dünne Schicht, die zwei Teile voneinander löst.

Warum sieht man im Herbst plötzlich Gelb und Orange?

  1. Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
  2. Absatz 2 und 3 zusammen: Das Blattgrün wird abgebaut, Gelb und Orange waren schon da.
  3. Also: Das Grün ist weg, die Farben darunter sieht man jetzt.

Ergebnis: Das Grün ist weg, die Farben darunter sieht man jetzt.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Der Flohmarkt
    Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.

    Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.

    Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.

    Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.

    Warum legt der Junge das Buch zurück? Starthilfe: Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
    ☐ Er hat nicht genug Geld dafür. ☐ Das steht nicht im Text. ☐ Das Buch gefällt ihm nicht.

    So fängst du an: Probe: Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor?

  2. ○Wo ist der Schlüssel?
    Nach der Schule steht Ben vor der Haustür. Er sucht in seiner Jacke. Der Schlüssel ist nicht da.

    Ben läuft den Weg zurück. Am Spielplatz sucht er unter der Rutsche. Im Gras liegt nur ein roter Handschuh.

    Da ruft jemand seinen Namen. Frau Kaya von nebenan winkt mit etwas Glänzendem. „Der lag vor meinem Briefkasten“, sagt sie. Ben atmet tief aus.

    nebenan: Im Haus gleich daneben. Glänzendem: Etwas, das im Licht blinkt.

    Wo sucht Ben am Spielplatz? Starthilfe: Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
    ☐ In seiner Jacke. ☐ Unter der Rutsche. ☐ Im Sandkasten.

    So fängst du an: Probe: Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Der Gräber unter der Wiese
    Der Maulwurf lebt fast immer unter der Erde. Dort gräbt er lange Gänge. Seine Vorderfüße sind breit wie Schaufeln. Damit schiebt er die Erde zur Seite. Was übrig bleibt, drückt er nach oben. So entstehen die kleinen Hügel auf der Wiese.

    Der Maulwurf hat winzige Augen. Er kann damit nur hell und dunkel unterscheiden. Das stört ihn nicht, denn in seinen Gängen ist es sowieso dunkel. Viel wichtiger ist seine Nase. Mit ihr riecht und tastet er.

    Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer. Er braucht jeden Tag ungefähr halb so viel Futter, wie er selbst wiegt. Deshalb ist er Tag und Nacht in seinen Gängen unterwegs. Einen Winterschlaf hält er nicht.

    In Deutschland steht der Maulwurf unter Schutz. Man darf ihn nicht fangen und nicht töten.

    Vorderfüße: Die Füße vorne am Körper eines Tieres. unterscheiden: Merken, dass zwei Dinge nicht gleich sind. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Im ersten Absatz steht: „Damit schiebt er die Erde zur Seite.“ Womit schiebt der Maulwurf die Erde?
    ☐ Das steht nicht in dem Satz. ☐ Mit seinen breiten Vorderfüßen. ☐ Mit richtigen Schaufeln aus dem Garten.
  2. ●Heute nicht im Rennen
    Beim Sportfest gibt es ein Wettrennen. Mila ist die Schnellste in ihrer Klasse. Alle wissen das. Neben ihr steht Ben. Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht und humpelt noch ein bisschen.

    Der Startpfiff ertönt. Mila rennt los und ist sofort vorne. Hinter sich hört sie einen Schrei. Ben ist gestolpert und liegt auf der Bahn.

    Mila bleibt stehen. Die anderen Kinder laufen an ihr vorbei. Sie dreht sich um und hilft Ben auf. Zusammen gehen sie langsam ins Ziel. Sie sind die Letzten.

    Am Abend fragt ihr Bruder: „Hast du gewonnen?“ Mila überlegt kurz. Dann sagt sie: „Heute nicht im Rennen.“ Ihr Bruder schaut verwirrt. Mila lächelt nur.

    verstaucht: Beim Umknicken verletzt, sodass es wehtut und dick wird. humpelt: Geht ungleichmäßig, weil ein Bein wehtut. verwirrt: Man versteht gerade nicht, was los ist.

    Warum humpelt Ben schon vor dem Start?
    ☐ Er ist beim Rennen gestolpert und hat sich wehgetan. ☐ Mila hat ihn geschubst. ☐ Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht.
  3. ●Ein Haus für immer
    Die Weinbergschnecke trägt ihr Haus immer bei sich. Sie kann es nicht verlassen, denn ihre Organe liegen darin. Das Haus wächst mit der Schnecke mit. Am Rand wird immer neue Schale angebaut. Dafür braucht die Schnecke Kalk. Den findet sie in Pflanzen und im Boden.

    Die Schnecke kriecht auf einem breiten Fuß. Er gibt Schleim ab. Auf dem Schleim gleitet sie über Steine und sogar über spitze Kanten, ohne sich zu verletzen.

    Am Kopf hat sie vier Fühler. Auf den zwei langen sitzen die Augen. Mit den zwei kurzen tastet und riecht sie.

    Wird es im Herbst kalt, zieht sich die Schnecke ganz in ihr Haus zurück. Sie verschließt es mit einem Deckel aus Kalk. So übersteht sie den Winter. In Deutschland steht die Weinbergschnecke unter Schutz.

    Organe: Teile im Körper mit einer Aufgabe, zum Beispiel Herz und Magen. Kalk: Ein weißer, harter Stoff. Aus ihm sind auch Muschelschalen. gleitet: Bewegt sich glatt und ohne Ruck vorwärts.

    Wofür braucht die Schnecke Kalk?
    ☐ Für ihr Haus und für den Winterdeckel. ☐ Damit ihr Fuß Schleim abgeben kann. ☐ Damit sie im Dunkeln sehen kann.
  4. ●Warum das Laub bunt wird
    Im Sommer sind die Blätter grün. Das liegt am Blattgrün. Mit dem Blattgrün macht der Baum aus Sonnenlicht, Wasser und Luft seine Nahrung.

    Im Herbst werden die Tage kürzer und kälter. Der Baum stellt sich auf den Winter ein. Er baut das Blattgrün ab. Die wertvollen Stoffe daraus holt er in Äste und Stamm zurück. Dort speichert er sie für das nächste Frühjahr.

    Jetzt sieht man Farben, die vorher verdeckt waren. Gelb und Orange waren schon den ganzen Sommer im Blatt. Das Grün war nur stärker. Manche Bäume bilden im Herbst zusätzlich einen roten Farbstoff.

    Zum Schluss wächst zwischen Blatt und Zweig eine dünne Trennschicht. Dann fällt das Blatt beim nächsten Windstoß ab.

    Blattgrün: Der grüne Stoff in den Blättern, mit dem die Pflanze Nahrung macht. verdeckt: Etwas liegt darüber, deshalb sieht man es nicht. Trennschicht: Eine dünne Schicht, die zwei Teile voneinander löst.

    Wo speichert der Baum die wertvollen Stoffe aus dem Blattgrün?
    ☐ In den bunten Blättern. ☐ In Ästen und Stamm. ☐ In der Trennschicht.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Wo ist der Schlüssel?
    Nach der Schule steht Ben vor der Haustür. Er sucht in seiner Jacke. Der Schlüssel ist nicht da.

    Ben läuft den Weg zurück. Am Spielplatz sucht er unter der Rutsche. Im Gras liegt nur ein roter Handschuh.

    Da ruft jemand seinen Namen. Frau Kaya von nebenan winkt mit etwas Glänzendem. „Der lag vor meinem Briefkasten“, sagt sie. Ben atmet tief aus.

    nebenan: Im Haus gleich daneben. Glänzendem: Etwas, das im Licht blinkt.

    Wo sucht Ben am Spielplatz?
    ☐ In seiner Jacke. ☐ Im Sandkasten. ☐ Unter der Rutsche.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Er hat nicht genug Geld dafür.
  2. Unter der Rutsche.
  3. Mit seinen breiten Vorderfüßen.
  4. Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht.
  5. Für ihr Haus und für den Winterdeckel.
  6. In Ästen und Stamm.
  7. Unter der Rutsche.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Er hat nicht genug Geld dafür.
  2. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Unter der Rutsche.
  3. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Mit seinen breiten Vorderfüßen.
  4. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht.
  5. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Für ihr Haus und für den Winterdeckel.
  6. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → In Ästen und Stamm.
  7. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Unter der Rutsche.