Zum Inhalt springen
Anmelden
Deutsch · Blatt · Klasse 9

Bewerbung und formelles Schreiben

Deutsch

Bewerbung und formelles Schreiben

Name:
Klasse:
Datum:
16.10.2026

Merken

Bewerbungsgespräch: Antworte mit Beispielen statt mit Floskeln. Nenn eine ehrliche Schwäche mit einem Weg daran zu arbeiten und stell eine eigene Frage.

Beispiel: Gespräch in der Kita Wirbelwind (Auszug):
FRAU BRENNER: Warum möchtest du dein Praktikum in einer Kita machen? /
AMIRA: Ich betreue seit über einem Jahr die Hausaufgabenhilfe für die fünften Klassen. Dabei habe ich gemerkt, dass ich Kindern gern etwas erkläre. /
FRAU BRENNER: Was fällt dir schwer? /
AMIRA: Ich will oft alles allein machen. Im Praktikum frage ich deshalb jeden Morgen, wobei ich helfen kann. /
FRAU BRENNER: Was tust du, wenn zwei Kinder streiten? /
AMIRA: Ich gehe dazwischen und höre dann beide an. So mache ich es auch in der Hausaufgabenhilfe. /
FRAU BRENNER: Hast du noch Fragen an uns? /
AMIRA: Ja. Darf ich auch beim Vorlesen im Morgenkreis mitmachen?

Was macht Amiras Antwort zur Schwäche glaubwürdig?

  1. Frag dich zuerst: Belegt die Antwort etwas mit einem Beispiel?
  2. „Im Praktikum frage ich deshalb jeden Morgen, wobei ich helfen kann.“
  3. Also: Sie nennt einen Weg, wie sie daran arbeitet.

Ergebnis: Sie nennt einen Weg, wie sie daran arbeitet.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Gespräch in der Kita Wirbelwind (Auszug):
    FRAU BRENNER: Warum möchtest du dein Praktikum in einer Kita machen? /
    AMIRA: Ich betreue seit über einem Jahr die Hausaufgabenhilfe für die fünften Klassen. Dabei habe ich gemerkt, dass ich Kindern gern etwas erkläre. /
    FRAU BRENNER: Was fällt dir schwer? /
    AMIRA: Ich will oft alles allein machen. Im Praktikum frage ich deshalb jeden Morgen, wobei ich helfen kann. /
    FRAU BRENNER: Was tust du, wenn zwei Kinder streiten? /
    AMIRA: Ich gehe dazwischen und höre dann beide an. So mache ich es auch in der Hausaufgabenhilfe. /
    FRAU BRENNER: Hast du noch Fragen an uns? /
    AMIRA: Ja. Darf ich auch beim Vorlesen im Morgenkreis mitmachen?

    Warum ist Amiras erster Satz stärker als „Ich mag Kinder“? Starthilfe: Frag dich zuerst: Belegt die Antwort etwas mit einem Beispiel?
    ☐ Er nennt eine Erfahrung, die zeigt, dass sie gern erklärt. ☐ Er ist länger und klingt deshalb besser. ☐ Er nennt die Kita beim Namen.

    So fängst du an: Probe: Streich jede Floskel. Bleibt ein Beispiel aus deinem Leben übrig, trägt die Antwort.

  2. ○Welche Grußformel steht am Ende eines Anschreibens? Starthilfe: Lies den Satz so, als wärst du die Person, die ihn im Betrieb bekommt.
    ☐ Liebe Grüße und bis bald ☐ Mit freundlichen Grüßen ☐ Tschüss

    So fängst du an: Probe: Sagt der Satz etwas Genaues über dich? Passt der Ton? Stimmt jedes Wort in der Schreibung?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Gespräch in der Kita Wirbelwind (Auszug):
    FRAU BRENNER: Warum möchtest du dein Praktikum in einer Kita machen? /
    AMIRA: Ich betreue seit über einem Jahr die Hausaufgabenhilfe für die fünften Klassen. Dabei habe ich gemerkt, dass ich Kindern gern etwas erkläre. /
    FRAU BRENNER: Was fällt dir schwer? /
    AMIRA: Ich will oft alles allein machen. Im Praktikum frage ich deshalb jeden Morgen, wobei ich helfen kann. /
    FRAU BRENNER: Was tust du, wenn zwei Kinder streiten? /
    AMIRA: Ich gehe dazwischen und höre dann beide an. So mache ich es auch in der Hausaufgabenhilfe. /
    FRAU BRENNER: Hast du noch Fragen an uns? /
    AMIRA: Ja. Darf ich auch beim Vorlesen im Morgenkreis mitmachen?

    Warum ist Amiras erster Satz stärker als „Ich mag Kinder“?
    ☐ Er ist länger und klingt deshalb besser. ☐ Er nennt eine Erfahrung, die zeigt, dass sie gern erklärt. ☐ Er nennt die Kita beim Namen.
  2. ●Welche Anrede passt, wenn du den Namen der Ansprechperson nicht kennst?
    ☐ Hallo zusammen, ☐ Liebes Team, ☐ Sehr geehrte Damen und Herren,
  3. ●Praktikum bei Speiche:
    Die Fahrradwerkstatt Speiche bietet ein Praktikum an. Es dauert zwei Wochen im Juni und ist für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9. //

    Deine Aufgaben: Du flickst Reifen, stellst Bremsen ein und berätst Kundinnen und Kunden am Tresen. Wir arbeiten von 9 bis 15 Uhr, samstags ist frei. //

    Du passt zu uns, wenn dir Arbeit mit den Händen Spaß macht und du genau bist. Erfahrung mit Werkzeug ist gut, aber kein Muss. //

    Bewerbungen mit Lebenslauf bitte bis zum 15. März an Herrn Yilmaz, per Post oder E-Mail.

    An wen geht die Bewerbung?
    ☐ an Herrn Yilmaz ☐ an die Kundinnen und Kunden ☐ an die eigene Schule
  4. ●Was tust du am Tag vor dem Gespräch?
    ☐ mir neue Stärken ausdenken ☐ den Weg prüfen und die Anzeige noch einmal lesen ☐ nichts, damit ich locker bleibe
  5. ●Welches Wort macht „Ich würde mich eventuell gern um das Praktikum bewerben.“ unsicher?
    ☐ gern ☐ bewerben ☐ eventuell

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Im Vorstellungsgespräch (Auszug):
    FRAU WEBER: Warum möchtest du gerade bei uns ein Praktikum machen? /
    DENIZ: Ich koche gern, und ich wollte sehen, wie Brot in groß gemacht wird. Außerdem mag ich es, wenn am Stand viel los ist. /
    FRAU WEBER: Unser Tag beginnt um sechs. Wie kommst du so früh her? /
    DENIZ: Mit dem Rad, das sind zehn Minuten. Am Markttag stehe ich sowieso um fünf auf. /
    FRAU WEBER: Hast du noch eine Frage an uns? /
    DENIZ: Ja. Darf ich auch einmal beim Backen helfen und nicht nur im Verkauf?

    Welche Antwort auf „Was sind deine Schwächen?“ ist am besten?
    ☐ Ich habe keine Schwächen. ☐ Ich bin oft zu spät, das ist halt so. ☐ Ich bin manchmal ungeduldig. Ich übe, erst zuzuhören.
  2. ★Antwort der Bäckerei:
    Betreff: Deine Bewerbung um ein Praktikum //

    Hallo Deniz, //

    vielen Dank für deine Bewerbung. Wir laden dich zu einem Kennenlerngespräch am Dienstag, 2. Februar, um 15 Uhr ein. Bring bitte dein letztes Zeugnis mit. Das Gespräch dauert etwa zwanzig Minuten. Falls du an dem Tag nicht kannst, ruf uns bis Freitag an. //

    Viele Grüße /
    Marta Weber

    Warum darf Frau Weber „Hallo Deniz“ schreiben, Deniz aber nicht „Hallo Frau Weber“?
    ☐ Wer einlädt, darf den Ton lockern. Der Bewerber bleibt förmlich. ☐ Weil Frau Weber die Regeln nicht kennt. ☐ Weil E-Mails keine Anrede brauchen.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Er nennt eine Erfahrung, die zeigt, dass sie gern erklärt.
  2. Mit freundlichen Grüßen
  3. Er nennt eine Erfahrung, die zeigt, dass sie gern erklärt.
  4. Sehr geehrte Damen und Herren,
  5. an Herrn Yilmaz
  6. den Weg prüfen und die Anzeige noch einmal lesen
  7. eventuell
  8. Ich bin manchmal ungeduldig. Ich übe, erst zuzuhören.
  9. Wer einlädt, darf den Ton lockern. Der Bewerber bleibt förmlich.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Streich jede Floskel. Bleibt ein Beispiel aus deinem Leben übrig, trägt die Antwort. → Er nennt eine Erfahrung, die zeigt, dass sie gern erklärt.
  2. Sagt der Satz etwas Genaues über dich? Passt der Ton? Stimmt jedes Wort in der Schreibung? → Mit freundlichen Grüßen
  3. Streich jede Floskel. Bleibt ein Beispiel aus deinem Leben übrig, trägt die Antwort. → Er nennt eine Erfahrung, die zeigt, dass sie gern erklärt.
  4. Sagt der Satz etwas Genaues über dich? Passt der Ton? Stimmt jedes Wort in der Schreibung? → Sehr geehrte Damen und Herren,
  5. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → an Herrn Yilmaz
  6. Streich jede Floskel. Bleibt ein Beispiel aus deinem Leben übrig, trägt die Antwort. → den Weg prüfen und die Anzeige noch einmal lesen
  7. Sagt der Satz etwas Genaues über dich? Passt der Ton? Stimmt jedes Wort in der Schreibung? → eventuell
  8. Sagt der Satz etwas Genaues über dich? Passt der Ton? Stimmt jedes Wort in der Schreibung? → Ich bin manchmal ungeduldig. Ich übe, erst zuzuhören.
  9. Such für deine Antwort einen Grund im Text. Behauptet sie mehr, als dort steht? → Wer einlädt, darf den Ton lockern. Der Bewerber bleibt förmlich.