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Deutsch · Blatt · Klasse 3

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

Deutsch

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

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Datum:
07.10.2026

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Angaben finden: Das Fragewort sagt, was du suchst: wo ein Ort, wann eine Zeit, warum ein Grund. Such die Stelle und zeig sie. Was nicht dasteht, zählt nicht.

Beispiel: Wo ist der Schlüssel?
Nach der Schule steht Ben vor der Haustür. Er sucht in seiner Jacke. Der Schlüssel ist nicht da.

Ben läuft den Weg zurück. Am Spielplatz sucht er unter der Rutsche. Im Gras liegt nur ein roter Handschuh.

Da ruft jemand seinen Namen. Frau Kaya von nebenan winkt mit etwas Glänzendem. „Der lag vor meinem Briefkasten“, sagt sie. Ben atmet tief aus.

nebenan: Im Haus gleich daneben. Glänzendem: Etwas, das im Licht blinkt.

Wo sucht Ben am Spielplatz?

  1. Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
  2. Absatz 2: Am Spielplatz sucht er unter der Rutsche.
  3. Also: Unter der Rutsche.

Ergebnis: Unter der Rutsche.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Aus alt mach neu
    Altpapier kommt in die blaue Tonne. Aber was passiert danach? In einer Papierfabrik wird daraus neues Papier.

    Zuerst kommt das Altpapier in einen großen Behälter mit Wasser. Dort wird es gerührt, bis ein grauer Brei entsteht. Der Brei besteht aus winzigen Fasern.

    Dann muss die Druckfarbe heraus. Man bläst Luft in den Brei. Die Farbe bleibt an den Luftblasen hängen und steigt nach oben. Dort schöpft man sie als Schaum ab.

    Jetzt wird der Brei dünn auf ein Sieb gegossen. Das Wasser läuft ab, die Fasern bleiben liegen. Große heiße Walzen pressen und trocknen sie. Am Ende ist ein langes Band aus Papier entstanden.

    Papier kann man mehrmals wiederverwerten, aber nicht unendlich oft. Bei jedem Durchgang werden die Fasern kürzer.

    Fasern: Ganz dünne, kurze Fäden. Walzen: Große Rollen, die sich drehen und etwas flach drücken. wiederverwerten: Aus etwas Altem etwas Neues machen.

    Wie kommt die Druckfarbe aus dem Brei? Starthilfe: Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
    ☐ Sie läuft mit dem Wasser durch das Sieb. ☐ Sie wird in der Fabrik mit viel Seife ausgewaschen. ☐ Sie steigt an Luftblasen hoch und wird abgeschöpft.

    So fängst du an: Probe: Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist?

  2. ○Wo ist der Schlüssel?
    Nach der Schule steht Ben vor der Haustür. Er sucht in seiner Jacke. Der Schlüssel ist nicht da.

    Ben läuft den Weg zurück. Am Spielplatz sucht er unter der Rutsche. Im Gras liegt nur ein roter Handschuh.

    Da ruft jemand seinen Namen. Frau Kaya von nebenan winkt mit etwas Glänzendem. „Der lag vor meinem Briefkasten“, sagt sie. Ben atmet tief aus.

    nebenan: Im Haus gleich daneben. Glänzendem: Etwas, das im Licht blinkt.

    Was liegt im Gras? Welcher Satz sagt es? Starthilfe: Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
    ☐ Im Gras liegt nur ein roter Handschuh. ☐ Da ruft jemand seinen Namen. ☐ Frau Kaya von nebenan winkt mit etwas Glänzendem.

    So fängst du an: Probe: Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Wie das Küken aus dem Ei kommt
    Ein Huhn legt ein Ei und setzt sich darauf. So hält es das Ei warm. Das nennt man brüten. Mehrmals am Tag dreht das Huhn die Eier mit dem Schnabel um.

    Im Ei wächst ein Küken heran. Nach ungefähr drei Wochen ist es fertig. Jetzt wird es eng im Ei. Das Küken piepst schon, bevor es schlüpft. Die Henne hört es und gluckst zurück.

    Auf dem Schnabel hat das Küken eine kleine Spitze. Sie heißt Eizahn. Damit pickt es ein Loch in die Schale. Das ist harte Arbeit. Oft dauert es einen ganzen Tag, bis das Küken draußen ist. Danach fällt der Eizahn bald ab.

    Das Küken ist zuerst nass und müde. Nach wenigen Stunden ist sein Flaum trocken. Dann kann es schon laufen und Körner picken.

    brüten: Auf Eiern sitzen und sie warm halten, bis die Jungen schlüpfen. Eizahn: Eine kleine harte Spitze auf dem Schnabel des Kükens. Flaum: Ganz weiche, kurze Federn.

    Wie lange wächst ein Küken im Ei?
    ☐ Ungefähr drei Wochen. ☐ Einen ganzen Tag. ☐ Ungefähr ein paar Monate lang.
  2. ●Die Reise der Kraniche
    Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.

    Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.

    Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.

    Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.

    Wo leben viele Kraniche im Sommer? Welcher Satz sagt es?
    ☐ Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. ☐ Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland. ☐ Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe.
  3. ●Der gelbe Zettel
    Jonas holt am Morgen die Zeitung aus dem Briefkasten. Da liegt noch etwas: ein gelber Zettel. Darauf steht nur ein Satz: „Schau unter die dritte Stufe.“

    Jonas geht zur Treppe vor dem Haus. Er zählt die Stufen. Unter der dritten Stufe klebt ein kleiner Umschlag. Darin ist ein zweiter Zettel: „Geh zu dem Baum mit den meisten Äpfeln.“

    Im Garten stehen zwei Apfelbäume. Der eine ist klein und hat fast keine Äpfel. Der andere hängt voll davon. Jonas läuft hin. Am Stamm hängt eine Tüte. Darin liegen zwei Eintrittskarten für den Zoo.

    Da geht hinter ihm die Haustür auf. Oma steht dort und lacht. „Alles Gute zum Geburtstag“, sagt sie. „Die zweite Karte ist übrigens für mich.“

    Stufe: Ein Teil einer Treppe, auf den man den Fuß setzt. Umschlag: Eine Hülle aus Papier für einen Brief. Eintrittskarten: Karten, mit denen man hineindarf, zum Beispiel in den Zoo.

    Wo findet Jonas den ersten Zettel?
    ☐ Unter der dritten Stufe. ☐ In der Zeitung. ☐ Im Briefkasten.
  4. ●Der Gräber unter der Wiese
    Der Maulwurf lebt fast immer unter der Erde. Dort gräbt er lange Gänge. Seine Vorderfüße sind breit wie Schaufeln. Damit schiebt er die Erde zur Seite. Was übrig bleibt, drückt er nach oben. So entstehen die kleinen Hügel auf der Wiese.

    Der Maulwurf hat winzige Augen. Er kann damit nur hell und dunkel unterscheiden. Das stört ihn nicht, denn in seinen Gängen ist es sowieso dunkel. Viel wichtiger ist seine Nase. Mit ihr riecht und tastet er.

    Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer. Er braucht jeden Tag ungefähr halb so viel Futter, wie er selbst wiegt. Deshalb ist er Tag und Nacht in seinen Gängen unterwegs. Einen Winterschlaf hält er nicht.

    In Deutschland steht der Maulwurf unter Schutz. Man darf ihn nicht fangen und nicht töten.

    Vorderfüße: Die Füße vorne am Körper eines Tieres. unterscheiden: Merken, dass zwei Dinge nicht gleich sind. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Was frisst der Maulwurf am liebsten? Welcher Satz sagt es?
    ☐ Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer. ☐ In Deutschland steht der Maulwurf unter Schutz. ☐ Einen Winterschlaf hält er nicht.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Das Baumhaus
    Paula und ihr Großvater bauen zusammen ein Baumhaus. Opa sägt die Bretter. Paula hält die Leiter fest.

    Am Abend ist das Dach endlich fertig. Paula klettert hinauf und setzt sich ans Fenster. Von oben sieht sie bis zum See.

    In der Nacht regnet es stundenlang. Am Morgen rennt Paula aufgeregt in den Garten. Im Baumhaus ist alles trocken. Paula hebt beide Daumen. Opa grinst.

    Bretter: Flache, lange Stücke aus Holz. grinst: Lacht mit breitem Mund, ohne Ton.

    Wer sägt die Bretter? Welcher Satz sagt es?
    ☐ Paula hält die Leiter fest. ☐ Opa sägt die Bretter. ☐ Im Baumhaus ist alles trocken.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Sie steigt an Luftblasen hoch und wird abgeschöpft.
  2. Im Gras liegt nur ein roter Handschuh.
  3. Ungefähr drei Wochen.
  4. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.
  5. Im Briefkasten.
  6. Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer.
  7. Opa sägt die Bretter.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Sie steigt an Luftblasen hoch und wird abgeschöpft.
  2. Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Im Gras liegt nur ein roter Handschuh.
  3. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Ungefähr drei Wochen.
  4. Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.
  5. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Im Briefkasten.
  6. Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer.
  7. Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Opa sägt die Bretter.