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Deutsch · Blatt · Klasse 7

Erzähltexte lesen und verstehen (Kurzgeschichte, Novelle)

Deutsch

Erzähltexte lesen und verstehen (Kurzgeschichte, Novelle)

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Datum:
19.10.2026

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Inhaltsangabe: Einleitungssatz mit Titel, Autor, Textsorte und Thema. Dann die wichtigsten Schritte der Handlung der Reihe nach, im Präsens, Vorzeitiges im Perfekt. Eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung.

Beispiel: „Die letzte Flasche“ wird mit ich erzählt. Wie nennst du diese Figur in der Inhaltsangabe?

  1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
  2. Die Inhaltsangabe erzählt nicht mit. Sie berichtet über alle Figuren in der dritten Person.
  3. Also: in der dritten Person, etwa als die erzählende Person

Ergebnis: in der dritten Person, etwa als die erzählende Person

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Aus einer Inhaltsangabe: „Leon wartet total nervös auf die blöde Liste.“ Welcher Punkt der Checkliste ist nicht erfüllt? Starthilfe: Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    ☐ Präsens ☐ Einleitungssatz ☐ sachliche Sprache

    So fängst du an: Probe: Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab.

  2. ○Die Brücke (Auszug) – Franz Kafka:
    Ich war steif und kalt, ich war eine Brücke, über einem Abgrund lag ich. Diesseits waren die Fußspitzen, jenseits die Hände eingebohrt, in bröckelndem Lehm habe ich mich festgebissen. Die Schöße meines Rockes wehten zu meinen Seiten. In der Tiefe lärmte der eisige Forellenbach. Kein Tourist verirrte sich zu dieser unwegsamen Höhe, die Brücke war in den Karten noch nicht eingezeichnet. – So lag ich und wartete; ich musste warten. Ohne einzustürzen kann keine einmal errichtete Brücke aufhören Brücke zu sein. //

    […] Und ich drehte mich um, ihn zu sehen. – Brücke dreht sich um! Ich war noch nicht umgedreht, da stürzte ich schon.

    Warum kommt lange niemand zur Brücke? Starthilfe: Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    ☐ Sie liegt unwegsam hoch und steht in keiner Karte. ☐ Der Bach in der Tiefe ist zu laut. ☐ Die Brücke ist schon eingestürzt.

    So fängst du an: Probe: Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Aus einer Inhaltsangabe: „Am Ende steigt Selin aus. Vorher liest sie die Nachricht von Jonas.“ Welcher Punkt ist nicht erfüllt?
    ☐ Reihenfolge der Handlung ☐ Präsens ☐ keine wörtliche Rede
  2. ●Der Schal:
    Oma hatte mir einen Schal gestrickt. Er war gelb und grün gestreift und lang genug für zwei. Ich bedankte mich und legte ihn ganz unten in den Schrank. //

    Im Januar war es so kalt, dass mir morgens die Ohren wehtaten. Ich nahm den Schal nur für den Weg zur Bushaltestelle und stopfte ihn in den Rucksack, bevor der Bus kam. //

    An einem Freitag vergaß ich es. Ich stand schon im Klassenraum, als Jasmin auf meinen Hals zeigte. „Wo hast du den her?“, fragte sie. „So einen will ich auch.“ //

    Am Samstag rief ich Oma an. Ich fragte, ob sie mir zeigt, wie man strickt.

    Warum legt die erzählende Person den Schal zuerst ganz unten in den Schrank?
    ☐ Der Text nennt dafür keinen Grund. ☐ Sie will nicht mit ihm gesehen werden. ☐ Weil der Schal zu kurz ist.
  3. ●Elf Minuten:
    Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //

    Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //

    Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //

    Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //

    Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.

    „Sie lächelte ihm zu.“ Wer lächelt hier wem zu?
    ☐ Das steht nicht in dem Satz. ☐ Leon lächelt Frau Brandt zu. ☐ Frau Brandt lächelt Leon zu.
  4. ●Welcher Einleitungssatz erfüllt die Checkliste?
    ☐ In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg. ☐ Kafkas „Kleine Fabel“ ist mein Lieblingstext. ☐ Die Maus rennt und die Katze frisst sie.
  5. ●Seltsamer Spazierritt (Auszug) – Johann Peter Hebel:
    Ein Mann reitet auf seinem Esel nach Haus und lässt seinen Buben zu Fuß nebenher laufen. [Ein Wanderer tadelt den Vater.] Da stieg der Vater vom Esel herab und ließ den Sohn reiten. Kommt wieder ein Wandersmann und sagt: Das ist nicht recht, Bursche, dass du reitest und lässest deinen Vater zu Fuß gehen. Du hast jüngere Beine. Da saßen beide auf und ritten eine Strecke. [Zwei weitere Wanderer tadeln auch das. Am Ende tragen Vater und Sohn den Esel an einem Pfahl nach Hause.] //

    So weit kann's kommen, wenn man es allen Leuten will recht machen.

    Was sagt der zweite Wandersmann zum Sohn?
    ☐ Ihr seid zu zweit zu schwer. ☐ Du hast jüngere Beine. ☐ Lass deinen Esel ausruhen.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Aus einer Inhaltsangabe: „Leon ist bestimmt eifersüchtig auf die anderen.“ Welcher Punkt der Checkliste ist nicht erfüllt?
    ☐ Präsens ☐ nur, was im Text steht ☐ eigene Worte
  2. ★Elf Minuten:
    Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //

    Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //

    Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //

    Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //

    Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.

    Warum liest Leon den Speiseplan dreimal?
    ☐ Er hat Hunger und sucht die Nudeln. ☐ Frau Brandt hat es ihm aufgetragen. ☐ Er ist nervös und will nicht zeigen, dass er wartet.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. sachliche Sprache
  2. Sie liegt unwegsam hoch und steht in keiner Karte.
  3. Reihenfolge der Handlung
  4. Sie will nicht mit ihm gesehen werden.
  5. Frau Brandt lächelt Leon zu.
  6. In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
  7. Du hast jüngere Beine.
  8. nur, was im Text steht
  9. Er ist nervös und will nicht zeigen, dass er wartet.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → sachliche Sprache
  2. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Sie liegt unwegsam hoch und steht in keiner Karte.
  3. Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → Reihenfolge der Handlung
  4. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Sie will nicht mit ihm gesehen werden.
  5. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Frau Brandt lächelt Leon zu.
  6. Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
  7. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → Du hast jüngere Beine.
  8. Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → nur, was im Text steht
  9. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Er ist nervös und will nicht zeigen, dass er wartet.