Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte
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- 19.10.2026
Mein Ziel: Ich denke über den Text hinaus und prüfe meine Antwort am Text.
Erst entscheiden, dann vergleichen. Wo du falsch lagst: die Probe noch einmal machen und den Satz richtig abschreiben.
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe.
Merken
Über den Text hinaus: Du darfst weiterdenken, aber deine Antwort muss zu einer Stelle im Text passen. Sie darf nicht mehr behaupten, als dort steht.
Beispiel: Die Reise der Kraniche
Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.
Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.
Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.
Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.
Ein Kind sieht im Oktober viele Kraniche am Himmel. Was schließt es nach dem Text?
- Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
- Absatz 2: Im Herbst fliegen sie nach Spanien. Absatz 3: Zurück kommen sie im Frühling.
- Also: Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.
Ergebnis: Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.
Mit Starthilfe
Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.
- ○Warum der Mond leuchtet
Nachts sieht der Mond oft hell aus. Aber er leuchtet nicht selbst. Er ist eine große Kugel aus Gestein.
Das Licht kommt von der Sonne. Die Sonne scheint auf den Mond. Der Mond wirft das Licht zurück zur Erde, wie ein Spiegel.
Der Mond wandert in einem Monat einmal um die Erde. Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite. Mal ist er rund, mal nur eine schmale Sichel.
Gestein: Viel hartes Material aus Steinen. Sichel: Eine schmale, gebogene Form wie ein Teil eines Kreises.
Ein Kind sagt: „Der Mond ist eine Lampe am Himmel.“ Was sagt der Text dazu? Starthilfe: Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
☐ Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück. ☐ Das stimmt, denn er leuchtet nachts hell. ☐ Das stimmt, aber nur, wenn er rund ist.So fängst du an: Probe: Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten?
- ○Der Stachelträger im Laub
Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.
Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.
Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.
Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.
In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.
Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.
Worum geht es in dem Text vor allem? Starthilfe: Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
☐ Warum der Igel Stacheln hat. ☐ Wie der Igel lebt und durch das Jahr kommt. ☐ Wie man einen Igel im Garten füttert.So fängst du an: Probe: Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor?
Üben
Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.
- ●Heute nicht im Rennen
Beim Sportfest gibt es ein Wettrennen. Mila ist die Schnellste in ihrer Klasse. Alle wissen das. Neben ihr steht Ben. Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht und humpelt noch ein bisschen.
Der Startpfiff ertönt. Mila rennt los und ist sofort vorne. Hinter sich hört sie einen Schrei. Ben ist gestolpert und liegt auf der Bahn.
Mila bleibt stehen. Die anderen Kinder laufen an ihr vorbei. Sie dreht sich um und hilft Ben auf. Zusammen gehen sie langsam ins Ziel. Sie sind die Letzten.
Am Abend fragt ihr Bruder: „Hast du gewonnen?“ Mila überlegt kurz. Dann sagt sie: „Heute nicht im Rennen.“ Ihr Bruder schaut verwirrt. Mila lächelt nur.
verstaucht: Beim Umknicken verletzt, sodass es wehtut und dick wird. humpelt: Geht ungleichmäßig, weil ein Bein wehtut. verwirrt: Man versteht gerade nicht, was los ist.
Was meint Mila mit „Heute nicht im Rennen“?
☐ Sie gewinnt morgen ein anderes Rennen. ☐ Sie hat heute etwas anderes gewonnen als das Rennen. ☐ Sie ist traurig, weil sie verloren hat. - ●Der Flohmarkt
Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.
Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.
Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.
Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.
Warum legt der Junge das Buch zurück?
☐ Das steht nicht im Text. ☐ Das Buch gefällt ihm nicht. ☐ Er hat nicht genug Geld dafür. - ●Wie das Küken aus dem Ei kommt
Ein Huhn legt ein Ei und setzt sich darauf. So hält es das Ei warm. Das nennt man brüten. Mehrmals am Tag dreht das Huhn die Eier mit dem Schnabel um.
Im Ei wächst ein Küken heran. Nach ungefähr drei Wochen ist es fertig. Jetzt wird es eng im Ei. Das Küken piepst schon, bevor es schlüpft. Die Henne hört es und gluckst zurück.
Auf dem Schnabel hat das Küken eine kleine Spitze. Sie heißt Eizahn. Damit pickt es ein Loch in die Schale. Das ist harte Arbeit. Oft dauert es einen ganzen Tag, bis das Küken draußen ist. Danach fällt der Eizahn bald ab.
Das Küken ist zuerst nass und müde. Nach wenigen Stunden ist sein Flaum trocken. Dann kann es schon laufen und Körner picken.
brüten: Auf Eiern sitzen und sie warm halten, bis die Jungen schlüpfen. Eizahn: Eine kleine harte Spitze auf dem Schnabel des Kükens. Flaum: Ganz weiche, kurze Federn.
Stell dir vor, die Henne verlässt das Nest für zwei Tage. Was wäre wohl das Problem?
☐ Die Eier würden kalt, und die Küken wüchsen nicht weiter. ☐ Die Küken würden schneller schlüpfen. ☐ Die Eier würden sich dann ganz von selbst im Nest umdrehen. - ●Der Gräber unter der Wiese
Der Maulwurf lebt fast immer unter der Erde. Dort gräbt er lange Gänge. Seine Vorderfüße sind breit wie Schaufeln. Damit schiebt er die Erde zur Seite. Was übrig bleibt, drückt er nach oben. So entstehen die kleinen Hügel auf der Wiese.
Der Maulwurf hat winzige Augen. Er kann damit nur hell und dunkel unterscheiden. Das stört ihn nicht, denn in seinen Gängen ist es sowieso dunkel. Viel wichtiger ist seine Nase. Mit ihr riecht und tastet er.
Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer. Er braucht jeden Tag ungefähr halb so viel Futter, wie er selbst wiegt. Deshalb ist er Tag und Nacht in seinen Gängen unterwegs. Einen Winterschlaf hält er nicht.
In Deutschland steht der Maulwurf unter Schutz. Man darf ihn nicht fangen und nicht töten.
Vorderfüße: Die Füße vorne am Körper eines Tieres. unterscheiden: Merken, dass zwei Dinge nicht gleich sind. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.
Warum stören den Maulwurf seine schlechten Augen kaum?
☐ Er hält einen langen Winterschlaf. ☐ In seinen Gängen ist es sowieso dunkel. ☐ Er kommt nur nachts aus der Erde heraus, wenn alle schlafen.
Weiterdenken
Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.
- ★Der Flohmarkt
Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.
Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.
Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.
Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.
Was zeigt die Geschichte über Emil?
☐ Er will seine Bücher schnell loswerden. ☐ Er verschenkt immer alles, was er hat. ☐ Er merkt, was ein anderer braucht, und hilft.
Eigene Sätze
- ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.
Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken
- Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück.
- Wie der Igel lebt und durch das Jahr kommt.
- Sie hat heute etwas anderes gewonnen als das Rennen.
- Er hat nicht genug Geld dafür.
- Die Eier würden kalt, und die Küken wüchsen nicht weiter.
- In seinen Gängen ist es sowieso dunkel.
- Er merkt, was ein anderer braucht, und hilft.
Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Wie der Igel lebt und durch das Jahr kommt.
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Sie hat heute etwas anderes gewonnen als das Rennen.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Er hat nicht genug Geld dafür.
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Die Eier würden kalt, und die Küken wüchsen nicht weiter.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → In seinen Gängen ist es sowieso dunkel.
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Er merkt, was ein anderer braucht, und hilft.