Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte
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- 08.10.2026
Mein Ziel: Ich finde Angaben im Text und zeige die Stelle.
Erst entscheiden, dann vergleichen. Wo du falsch lagst: die Probe noch einmal machen und den Satz richtig abschreiben.
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe.
Merken
Angaben finden: Das Fragewort sagt, was du suchst: wo ein Ort, wann eine Zeit, warum ein Grund. Such die Stelle und zeig sie. Was nicht dasteht, zählt nicht.
Beispiel: Der Gräber unter der Wiese
Der Maulwurf lebt fast immer unter der Erde. Dort gräbt er lange Gänge. Seine Vorderfüße sind breit wie Schaufeln. Damit schiebt er die Erde zur Seite. Was übrig bleibt, drückt er nach oben. So entstehen die kleinen Hügel auf der Wiese.
Der Maulwurf hat winzige Augen. Er kann damit nur hell und dunkel unterscheiden. Das stört ihn nicht, denn in seinen Gängen ist es sowieso dunkel. Viel wichtiger ist seine Nase. Mit ihr riecht und tastet er.
Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer. Er braucht jeden Tag ungefähr halb so viel Futter, wie er selbst wiegt. Deshalb ist er Tag und Nacht in seinen Gängen unterwegs. Einen Winterschlaf hält er nicht.
In Deutschland steht der Maulwurf unter Schutz. Man darf ihn nicht fangen und nicht töten.
Vorderfüße: Die Füße vorne am Körper eines Tieres. unterscheiden: Merken, dass zwei Dinge nicht gleich sind. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.
Womit gräbt der Maulwurf seine Gänge?
- Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
- Absatz 1: Seine Vorderfüße sind breit wie Schaufeln.
- Also: Mit seinen breiten Vorderfüßen.
Ergebnis: Mit seinen breiten Vorderfüßen.
Mit Starthilfe
Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.
- ○Der Flohmarkt
Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.
Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.
Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.
Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.
Wann ist der Flohmarkt? Starthilfe: Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
☐ Am Samstag. ☐ Auf dem Schulhof. ☐ Am Sonntag.So fängst du an: Probe: Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist?
- ○Das Baumhaus
Paula und ihr Großvater bauen zusammen ein Baumhaus. Opa sägt die Bretter. Paula hält die Leiter fest.
Am Abend ist das Dach endlich fertig. Paula klettert hinauf und setzt sich ans Fenster. Von oben sieht sie bis zum See.
In der Nacht regnet es stundenlang. Am Morgen rennt Paula aufgeregt in den Garten. Im Baumhaus ist alles trocken. Paula hebt beide Daumen. Opa grinst.
Bretter: Flache, lange Stücke aus Holz. grinst: Lacht mit breitem Mund, ohne Ton.
Wer sägt die Bretter? Welcher Satz sagt es? Starthilfe: Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
☐ Paula hält die Leiter fest. ☐ Opa sägt die Bretter. ☐ Im Baumhaus ist alles trocken.So fängst du an: Probe: Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage?
Üben
Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.
- ●Ein Haus für immer
Die Weinbergschnecke trägt ihr Haus immer bei sich. Sie kann es nicht verlassen, denn ihre Organe liegen darin. Das Haus wächst mit der Schnecke mit. Am Rand wird immer neue Schale angebaut. Dafür braucht die Schnecke Kalk. Den findet sie in Pflanzen und im Boden.
Die Schnecke kriecht auf einem breiten Fuß. Er gibt Schleim ab. Auf dem Schleim gleitet sie über Steine und sogar über spitze Kanten, ohne sich zu verletzen.
Am Kopf hat sie vier Fühler. Auf den zwei langen sitzen die Augen. Mit den zwei kurzen tastet und riecht sie.
Wird es im Herbst kalt, zieht sich die Schnecke ganz in ihr Haus zurück. Sie verschließt es mit einem Deckel aus Kalk. So übersteht sie den Winter. In Deutschland steht die Weinbergschnecke unter Schutz.
Organe: Teile im Körper mit einer Aufgabe, zum Beispiel Herz und Magen. Kalk: Ein weißer, harter Stoff. Aus ihm sind auch Muschelschalen. gleitet: Bewegt sich glatt und ohne Ruck vorwärts.
Wo sitzen die Augen der Schnecke?
☐ Auf den zwei kurzen Fühlern. ☐ Auf den zwei langen Fühlern. ☐ Vorne am breiten Fuß. - ●Der Stachelträger im Laub
Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.
Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.
Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.
Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.
In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.
Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.
Was darf man einem Igel nicht geben? Welcher Satz sagt es?
☐ Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. ☐ Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. ☐ Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank. - ●Der Flohmarkt
Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.
Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.
Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.
Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.
Wann ist der Flohmarkt? Welcher Satz sagt es?
☐ Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. ☐ Emil verkauft seine alten Bücher. ☐ Er legt sie auf eine bunte Decke. - ●Aus alt mach neu
Altpapier kommt in die blaue Tonne. Aber was passiert danach? In einer Papierfabrik wird daraus neues Papier.
Zuerst kommt das Altpapier in einen großen Behälter mit Wasser. Dort wird es gerührt, bis ein grauer Brei entsteht. Der Brei besteht aus winzigen Fasern.
Dann muss die Druckfarbe heraus. Man bläst Luft in den Brei. Die Farbe bleibt an den Luftblasen hängen und steigt nach oben. Dort schöpft man sie als Schaum ab.
Jetzt wird der Brei dünn auf ein Sieb gegossen. Das Wasser läuft ab, die Fasern bleiben liegen. Große heiße Walzen pressen und trocknen sie. Am Ende ist ein langes Band aus Papier entstanden.
Papier kann man mehrmals wiederverwerten, aber nicht unendlich oft. Bei jedem Durchgang werden die Fasern kürzer.
Fasern: Ganz dünne, kurze Fäden. Walzen: Große Rollen, die sich drehen und etwas flach drücken. wiederverwerten: Aus etwas Altem etwas Neues machen.
Wie kommt die Druckfarbe aus dem Brei?
☐ Sie läuft mit dem Wasser durch das Sieb. ☐ Sie steigt an Luftblasen hoch und wird abgeschöpft. ☐ Sie wird in der Fabrik mit viel Seife ausgewaschen.
Weiterdenken
Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.
- ★Warum der Mond leuchtet
Nachts sieht der Mond oft hell aus. Aber er leuchtet nicht selbst. Er ist eine große Kugel aus Gestein.
Das Licht kommt von der Sonne. Die Sonne scheint auf den Mond. Der Mond wirft das Licht zurück zur Erde, wie ein Spiegel.
Der Mond wandert in einem Monat einmal um die Erde. Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite. Mal ist er rund, mal nur eine schmale Sichel.
Gestein: Viel hartes Material aus Steinen. Sichel: Eine schmale, gebogene Form wie ein Teil eines Kreises.
Woher kommt das Licht des Mondes?
☐ Aus dem Inneren des Mondes. ☐ Von der Erde. ☐ Von der Sonne.
Eigene Sätze
- ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.
Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken
- Am Samstag.
- Opa sägt die Bretter.
- Auf den zwei langen Fühlern.
- Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.
- Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof.
- Sie steigt an Luftblasen hoch und wird abgeschöpft.
- Von der Sonne.
Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft
- Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Am Samstag.
- Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Opa sägt die Bretter.
- Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Auf den zwei langen Fühlern.
- Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.
- Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof.
- Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Sie steigt an Luftblasen hoch und wird abgeschöpft.
- Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Von der Sonne.