Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte
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- 23.10.2026
Mein Ziel: Ich denke über den Text hinaus und prüfe meine Antwort am Text.
Erst entscheiden, dann vergleichen. Wo du falsch lagst: die Probe noch einmal machen und den Satz richtig abschreiben.
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe.
Merken
Über den Text hinaus: Du darfst weiterdenken, aber deine Antwort muss zu einer Stelle im Text passen. Sie darf nicht mehr behaupten, als dort steht.
Beispiel: Das Baumhaus
Paula und ihr Großvater bauen zusammen ein Baumhaus. Opa sägt die Bretter. Paula hält die Leiter fest.
Am Abend ist das Dach endlich fertig. Paula klettert hinauf und setzt sich ans Fenster. Von oben sieht sie bis zum See.
In der Nacht regnet es stundenlang. Am Morgen rennt Paula aufgeregt in den Garten. Im Baumhaus ist alles trocken. Paula hebt beide Daumen. Opa grinst.
Bretter: Flache, lange Stücke aus Holz. grinst: Lacht mit breitem Mund, ohne Ton.
Was zeigt die Geschichte über Paula und Opa?
- Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
- Absatz 1: Opa sägt, Paula hält die Leiter. Absatz 3: Alles bleibt trocken.
- Also: Zusammen bauen sie etwas, das auch Regen aushält.
Ergebnis: Zusammen bauen sie etwas, das auch Regen aushält.
Mit Starthilfe
Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.
- ○Das Baumhaus
Paula und ihr Großvater bauen zusammen ein Baumhaus. Opa sägt die Bretter. Paula hält die Leiter fest.
Am Abend ist das Dach endlich fertig. Paula klettert hinauf und setzt sich ans Fenster. Von oben sieht sie bis zum See.
In der Nacht regnet es stundenlang. Am Morgen rennt Paula aufgeregt in den Garten. Im Baumhaus ist alles trocken. Paula hebt beide Daumen. Opa grinst.
Bretter: Flache, lange Stücke aus Holz. grinst: Lacht mit breitem Mund, ohne Ton.
Was zeigt die Geschichte über Paula und Opa? Starthilfe: Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
☐ Opa baut lieber allein. ☐ Kinder dürfen nie auf eine Leiter steigen. ☐ Zusammen bauen sie etwas, das auch Regen aushält.So fängst du an: Probe: Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten?
- ○Der Tanz der Bienen
Eine Honigbiene hat viele Blüten gefunden. Sie fliegt zurück in den Bienenstock. Dort tanzt sie auf der Wabe.
Der Tanz ist eine Nachricht. Tanzt die Biene im Kreis, sind die Blüten ganz nah. Tanzt sie eine Acht und wackelt dabei, liegen sie weiter weg.
Die anderen Bienen laufen hinter der Tänzerin her. Sie riechen auch den Duft der Blüten an ihr. Dann fliegen sie los und finden den Weg.
Wabe: Eine Wand aus Wachs mit vielen kleinen Kammern im Bienenstock. Nachricht: Etwas, das man anderen mitteilt.
Im dritten Absatz steht: „Sie riechen auch den Duft der Blüten an ihr.“ An wem riechen sie den Duft? Starthilfe: Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
☐ An der Tänzerin. ☐ Das steht nicht in dem Satz. ☐ An der Wabe.So fängst du an: Probe: Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor?
Üben
Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.
- ●Die Reise der Kraniche
Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.
Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.
Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.
Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.
Ein Kind sieht im Oktober viele Kraniche am Himmel. Was schließt es nach dem Text?
☐ Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien. ☐ Die Kraniche kommen gerade aus Spanien zurück. ☐ Es gibt bald ein Gewitter. - ●Der Gräber unter der Wiese
Der Maulwurf lebt fast immer unter der Erde. Dort gräbt er lange Gänge. Seine Vorderfüße sind breit wie Schaufeln. Damit schiebt er die Erde zur Seite. Was übrig bleibt, drückt er nach oben. So entstehen die kleinen Hügel auf der Wiese.
Der Maulwurf hat winzige Augen. Er kann damit nur hell und dunkel unterscheiden. Das stört ihn nicht, denn in seinen Gängen ist es sowieso dunkel. Viel wichtiger ist seine Nase. Mit ihr riecht und tastet er.
Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer. Er braucht jeden Tag ungefähr halb so viel Futter, wie er selbst wiegt. Deshalb ist er Tag und Nacht in seinen Gängen unterwegs. Einen Winterschlaf hält er nicht.
In Deutschland steht der Maulwurf unter Schutz. Man darf ihn nicht fangen und nicht töten.
Vorderfüße: Die Füße vorne am Körper eines Tieres. unterscheiden: Merken, dass zwei Dinge nicht gleich sind. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.
Im ersten Absatz steht: „Damit schiebt er die Erde zur Seite.“ Womit schiebt der Maulwurf die Erde?
☐ Das steht nicht in dem Satz. ☐ Mit seinen breiten Vorderfüßen. ☐ Mit richtigen Schaufeln aus dem Garten. - ●Heute nicht im Rennen
Beim Sportfest gibt es ein Wettrennen. Mila ist die Schnellste in ihrer Klasse. Alle wissen das. Neben ihr steht Ben. Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht und humpelt noch ein bisschen.
Der Startpfiff ertönt. Mila rennt los und ist sofort vorne. Hinter sich hört sie einen Schrei. Ben ist gestolpert und liegt auf der Bahn.
Mila bleibt stehen. Die anderen Kinder laufen an ihr vorbei. Sie dreht sich um und hilft Ben auf. Zusammen gehen sie langsam ins Ziel. Sie sind die Letzten.
Am Abend fragt ihr Bruder: „Hast du gewonnen?“ Mila überlegt kurz. Dann sagt sie: „Heute nicht im Rennen.“ Ihr Bruder schaut verwirrt. Mila lächelt nur.
verstaucht: Beim Umknicken verletzt, sodass es wehtut und dick wird. humpelt: Geht ungleichmäßig, weil ein Bein wehtut. verwirrt: Man versteht gerade nicht, was los ist.
Was meint Mila mit „Heute nicht im Rennen“?
☐ Sie gewinnt morgen ein anderes Rennen. ☐ Sie ist traurig, weil sie verloren hat. ☐ Sie hat heute etwas anderes gewonnen als das Rennen. - ●Aus alt mach neu
Altpapier kommt in die blaue Tonne. Aber was passiert danach? In einer Papierfabrik wird daraus neues Papier.
Zuerst kommt das Altpapier in einen großen Behälter mit Wasser. Dort wird es gerührt, bis ein grauer Brei entsteht. Der Brei besteht aus winzigen Fasern.
Dann muss die Druckfarbe heraus. Man bläst Luft in den Brei. Die Farbe bleibt an den Luftblasen hängen und steigt nach oben. Dort schöpft man sie als Schaum ab.
Jetzt wird der Brei dünn auf ein Sieb gegossen. Das Wasser läuft ab, die Fasern bleiben liegen. Große heiße Walzen pressen und trocknen sie. Am Ende ist ein langes Band aus Papier entstanden.
Papier kann man mehrmals wiederverwerten, aber nicht unendlich oft. Bei jedem Durchgang werden die Fasern kürzer.
Fasern: Ganz dünne, kurze Fäden. Walzen: Große Rollen, die sich drehen und etwas flach drücken. wiederverwerten: Aus etwas Altem etwas Neues machen.
Warum steht am Ende, dass die Fasern bei jedem Durchgang kürzer werden?
☐ Es ist der Grund, warum es nicht unendlich oft geht. ☐ Der Text gibt dafür keinen Grund an. ☐ Weil die Fasern im Wasser schwimmen.
Weiterdenken
Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.
- ★Warum das Laub bunt wird
Im Sommer sind die Blätter grün. Das liegt am Blattgrün. Mit dem Blattgrün macht der Baum aus Sonnenlicht, Wasser und Luft seine Nahrung.
Im Herbst werden die Tage kürzer und kälter. Der Baum stellt sich auf den Winter ein. Er baut das Blattgrün ab. Die wertvollen Stoffe daraus holt er in Äste und Stamm zurück. Dort speichert er sie für das nächste Frühjahr.
Jetzt sieht man Farben, die vorher verdeckt waren. Gelb und Orange waren schon den ganzen Sommer im Blatt. Das Grün war nur stärker. Manche Bäume bilden im Herbst zusätzlich einen roten Farbstoff.
Zum Schluss wächst zwischen Blatt und Zweig eine dünne Trennschicht. Dann fällt das Blatt beim nächsten Windstoß ab.
Blattgrün: Der grüne Stoff in den Blättern, mit dem die Pflanze Nahrung macht. verdeckt: Etwas liegt darüber, deshalb sieht man es nicht. Trennschicht: Eine dünne Schicht, die zwei Teile voneinander löst.
Wozu braucht der Baum die gespeicherten Stoffe im nächsten Frühjahr wohl?
☐ Der Text sagt nichts über das Frühjahr. ☐ Er macht damit neue Blätter. ☐ Er macht die alten Blätter wieder grün.
Eigene Sätze
- ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.
Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken
- Zusammen bauen sie etwas, das auch Regen aushält.
- An der Tänzerin.
- Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.
- Mit seinen breiten Vorderfüßen.
- Sie hat heute etwas anderes gewonnen als das Rennen.
- Es ist der Grund, warum es nicht unendlich oft geht.
- Er macht damit neue Blätter.
Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Zusammen bauen sie etwas, das auch Regen aushält.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → An der Tänzerin.
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Mit seinen breiten Vorderfüßen.
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Sie hat heute etwas anderes gewonnen als das Rennen.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Es ist der Grund, warum es nicht unendlich oft geht.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Er macht damit neue Blätter.