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Deutsch · Blatt · Klasse 7

Argumentieren und Erörtern

Deutsch

Argumentieren und Erörtern

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Datum:
26.10.2026

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These, Argument, Beleg: Die These behauptet, das Argument begründet, der Beleg stützt. Belege sind Beispiele, Zahlen, Tatsachen oder Aussagen von Fachleuten. Ohne Beleg überzeugt ein Argument kaum.

Beispiel: Kommentar: Ein Klassentier für die 7b?:
Die 7b möchte ein Klassentier, am liebsten zwei Meerschweinchen. Ich bin dagegen. //

Meerschweinchen brauchen jeden Tag frisches Futter und Wasser, auch in den Ferien. Wer sorgt dann für sie? Im letzten Sommer musste die Nachbarklasse ihr Aquarium an eine Tierhandlung abgeben, weil sich niemand fand. //

Natürlich lernt man mit einem Tier Verantwortung. Doch das geht auch mit einem Beet im Schulgarten, das in den Ferien niemanden braucht. //

Ein Tier ist kein Unterrichtsmaterial.

Welcher Satz nimmt die Gegenseite auf?

  1. Frag bei jedem Satz: Wird etwas behauptet, begründet oder mit einem Beispiel gestützt?
  2. Mit „Natürlich“ gibt der Text der anderen Seite zuerst recht.
  3. Also: Natürlich lernt man mit einem Tier Verantwortung.

Ergebnis: Natürlich lernt man mit einem Tier Verantwortung.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Rede im Klassenrat: Wohin fährt die 8c?:
    Ich bin dafür, dass wir an die Ostsee fahren und nicht nach München. //

    Erstens ist die Fahrt kürzer. Mit dem Zug sind wir in drei Stunden da, nach München brauchen wir sieben. //

    Zweitens ist es billiger. Die Jugendherberge am Meer kostet für drei Nächte 120 Euro, in München 190. //

    Das wichtigste Argument aber ist: Am Meer machen wir etwas zusammen, wir segeln, wir bauen ein Floß. In einer großen Stadt laufen am Ende doch alle in kleinen Gruppen durch die Läden.

    Warum steht das wichtigste Argument am Schluss? Starthilfe: Frag bei jedem Satz: Wird etwas behauptet, begründet oder mit einem Beispiel gestützt?
    ☐ Weil es das kürzeste Argument ist. ☐ Weil die Rednerin es vergessen hatte. ☐ Was zuletzt kommt, bleibt den Zuhörern am besten im Kopf.

    So fängst du an: Probe: Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe.

  2. ○Kommentar: Ein Klassentier für die 7b?:
    Die 7b möchte ein Klassentier, am liebsten zwei Meerschweinchen. Ich bin dagegen. //

    Meerschweinchen brauchen jeden Tag frisches Futter und Wasser, auch in den Ferien. Wer sorgt dann für sie? Im letzten Sommer musste die Nachbarklasse ihr Aquarium an eine Tierhandlung abgeben, weil sich niemand fand. //

    Natürlich lernt man mit einem Tier Verantwortung. Doch das geht auch mit einem Beet im Schulgarten, das in den Ferien niemanden braucht. //

    Ein Tier ist kein Unterrichtsmaterial.

    Warum gab die Nachbarklasse ihre Tiere ab? Starthilfe: Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
    ☐ In den Ferien fand sich niemand, der sich kümmert. ☐ Die Tiere waren krank. ☐ Die 7b wollte sie haben.

    So fängst du an: Probe: Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Rede im Klassenrat: Ein Pausenraum für die 9. Klassen:
    Ich bin dafür, dass die 9. Klassen den leeren Raum neben der Bibliothek als Pausenraum bekommen. //

    Erstens ist es in den Wintermonaten auf dem Hof oft nass und kalt. Letzten Dezember fiel die Hofpause an elf von fünfzehn Schultagen wegen Regen aus. //

    Zweitens lernen wir dort, selbst Verantwortung zu übernehmen. Wir würden einen Plan machen, wer aufräumt und wer abschließt. //

    Die Hausmeisterin sagt, dann liege bald überall Müll. Doch wenn wir für den Raum zuständig sind, achten wir selbst darauf. Das hat bei der Schülerfirma auch geklappt.

    Welche Aufgabe hat „an elf von fünfzehn Schultagen“?
    ☐ Beleg ☐ These ☐ Argument
  2. ●Kommentar: Einheitliche Schulkleidung?:
    Immer wieder wird gefordert, dass alle an unserer Schule dieselbe Kleidung tragen sollen. Ich bin dagegen. //

    Kleidung ist für viele Jugendliche ein Teil ihrer Persönlichkeit. Wer morgens aussucht, was er trägt, zeigt, wer er ist. //

    Zwar sagen die Befürworter, einheitliche Kleidung verhindere Streit um teure Marken. Doch Streit um Geld verschwindet nicht, er wandert zu Schuhen, Handys und Rucksäcken. //

    Wichtiger wäre, dass wir über Marken und Druck in der Klasse offen reden.

    Was zeigt man laut Kommentar, wenn man morgens seine Kleidung aussucht?
    ☐ wie viel Geld man hat ☐ wer man ist ☐ welche Marke man mag
  3. ●Schülerzeitung: Hausaufgaben in der Schule:
    Viele Schulen verlegen die Hausaufgaben in eine Lernzeit am Nachmittag. Das ist ein guter Schritt. //

    In der Lernzeit kann man fragen, wenn man nicht weiterkommt. Zu Hause hilft nicht jede Familie gleich gut, manche Eltern arbeiten bis zum Abend. //

    Kritiker meinen, Kinder lernten so nicht mehr, allein zu arbeiten. Aber auch in der Lernzeit arbeitet jeder an seinem Platz allein, nur ist jemand da, wenn es hakt. //

    Wer gerechte Chancen will, sollte die Lernzeit für alle einführen.

    Was kann man in der Lernzeit, wenn man nicht weiterkommt?
    ☐ nach Hause gehen ☐ allein weiterarbeiten ☐ fragen
  4. ●Leserbrief: Mehr Zeit zum Essen:
    Unsere Mittagspause dauert zwanzig Minuten. Das ist zu kurz. Wir brauchen mehr Zeit zum Essen. //

    Vor der Essensausgabe steht man oft zehn Minuten an. Dann bleiben zum Essen nur noch zehn Minuten, und viele lassen das Gemüse liegen oder essen gar nicht. //

    Die Schulleitung sagt, eine längere Pause verschiebe den Unterricht nach hinten. Doch schon eine zweite Essensausgabe würde die Schlange halbieren, ohne dass eine Minute Unterricht verloren geht. //

    Wer hungrig im Unterricht sitzt, kann sich schlecht konzentrieren.

    Essensausgabe: Die Theke in der Mensa, an der man sein Essen bekommt.

    Welcher Satz ist die These?
    ☐ Wir brauchen mehr Zeit zum Essen. ☐ Vor der Ausgabe steht man zehn Minuten an. ☐ Wer hungrig ist, kann sich schlecht konzentrieren.
  5. ●Rede im Klassenrat: Ein Pausenraum für die 9. Klassen:
    Ich bin dafür, dass die 9. Klassen den leeren Raum neben der Bibliothek als Pausenraum bekommen. //

    Erstens ist es in den Wintermonaten auf dem Hof oft nass und kalt. Letzten Dezember fiel die Hofpause an elf von fünfzehn Schultagen wegen Regen aus. //

    Zweitens lernen wir dort, selbst Verantwortung zu übernehmen. Wir würden einen Plan machen, wer aufräumt und wer abschließt. //

    Die Hausmeisterin sagt, dann liege bald überall Müll. Doch wenn wir für den Raum zuständig sind, achten wir selbst darauf. Das hat bei der Schülerfirma auch geklappt.

    Wie wollen die Klassen Ordnung halten?
    ☐ Die Hausmeisterin räumt jeden Tag auf. ☐ Sie machen einen Plan, wer aufräumt und abschließt. ☐ Im Raum darf niemand essen.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Leserbrief: Handys in der Pause:
    An unserer Schule sollen Handys in den Pausen verboten werden. Ich halte das für richtig. //

    Wer in der Pause auf das Handy schaut, redet nicht mit den anderen. Letzte Woche saßen auf unserem Schulhof neun von zwölf Leuten auf der Bank und sahen auf ihre Bildschirme. //

    Natürlich sagen manche, sie bräuchten das Handy, um ihre Eltern zu erreichen. Dafür gibt es aber das Telefon im Sekretariat, und im Notfall ruft die Schule sofort an. //

    Deshalb: Handys in die Tasche, Pause für alle.

    Welcher Satz nennt das Gegenargument?
    ☐ Handys in die Tasche, Pause für alle. ☐ Manche sagen, sie bräuchten das Handy für ihre Eltern. ☐ Wer auf das Handy schaut, redet nicht.
  2. ★Kommentar: Ein Klassentier für die 7b?:
    Die 7b möchte ein Klassentier, am liebsten zwei Meerschweinchen. Ich bin dagegen. //

    Meerschweinchen brauchen jeden Tag frisches Futter und Wasser, auch in den Ferien. Wer sorgt dann für sie? Im letzten Sommer musste die Nachbarklasse ihr Aquarium an eine Tierhandlung abgeben, weil sich niemand fand. //

    Natürlich lernt man mit einem Tier Verantwortung. Doch das geht auch mit einem Beet im Schulgarten, das in den Ferien niemanden braucht. //

    Ein Tier ist kein Unterrichtsmaterial.

    Warum erwähnt der Text die Nachbarklasse?
    ☐ Fische sind leichter zu halten. ☐ Die Nachbarklasse mag keine Tiere. ☐ Ihr Beispiel zeigt, dass die Ferien wirklich ein Problem sind.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Was zuletzt kommt, bleibt den Zuhörern am besten im Kopf.
  2. In den Ferien fand sich niemand, der sich kümmert.
  3. Beleg
  4. wer man ist
  5. fragen
  6. Wir brauchen mehr Zeit zum Essen.
  7. Sie machen einen Plan, wer aufräumt und abschließt.
  8. Manche sagen, sie bräuchten das Handy für ihre Eltern.
  9. Ihr Beispiel zeigt, dass die Ferien wirklich ein Problem sind.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Was zuletzt kommt, bleibt den Zuhörern am besten im Kopf.
  2. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → In den Ferien fand sich niemand, der sich kümmert.
  3. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Beleg
  4. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → wer man ist
  5. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → fragen
  6. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Wir brauchen mehr Zeit zum Essen.
  7. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Sie machen einen Plan, wer aufräumt und abschließt.
  8. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Manche sagen, sie bräuchten das Handy für ihre Eltern.
  9. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Ihr Beispiel zeigt, dass die Ferien wirklich ein Problem sind.