Erzähltexte lesen und verstehen (Kurzgeschichte, Novelle)
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- Klasse:
- Datum:
- 27.10.2026
Mein Ziel: Ich kann eine Inhaltsangabe im Präsens schreiben.
Erst entscheiden, dann vergleichen. Wo du falsch lagst: die Probe noch einmal machen und den Satz richtig abschreiben.
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe.
Merken
Inhaltsangabe: Einleitungssatz mit Titel, Autor, Textsorte und Thema. Dann die wichtigsten Schritte der Handlung der Reihe nach, im Präsens, Vorzeitiges im Perfekt. Eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung.
Beispiel: Aus einer Inhaltsangabe: „Jonas schreibt: „Alle lachen darüber.““ Welcher Punkt der Checkliste ist nicht erfüllt?
- Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
- Was eine Figur sagt, wird in eigenen Worten wiedergegeben, ohne Redezeichen.
- Also: keine wörtliche Rede
Ergebnis: keine wörtliche Rede
Mit Starthilfe
Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.
- ○Eine Inhaltsangabe ist 400 Wörter lang, die Geschichte 150. Welcher Punkt ist nicht erfüllt? Starthilfe: Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
☐ Präsens ☐ Beschränkung auf das Wichtige ☐ EinleitungssatzSo fängst du an: Probe: Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab.
- ○Der Schal:
Oma hatte mir einen Schal gestrickt. Er war gelb und grün gestreift und lang genug für zwei. Ich bedankte mich und legte ihn ganz unten in den Schrank. //
Im Januar war es so kalt, dass mir morgens die Ohren wehtaten. Ich nahm den Schal nur für den Weg zur Bushaltestelle und stopfte ihn in den Rucksack, bevor der Bus kam. //
An einem Freitag vergaß ich es. Ich stand schon im Klassenraum, als Jasmin auf meinen Hals zeigte. „Wo hast du den her?“, fragte sie. „So einen will ich auch.“ //
Am Samstag rief ich Oma an. Ich fragte, ob sie mir zeigt, wie man strickt.
Warum stopft sie den Schal in den Rucksack, bevor der Bus kommt? Starthilfe: Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
☐ Im Bus ist es zu warm. ☐ Er ist zu lang für den Sitz. ☐ Niemand aus der Klasse soll ihn sehen.So fängst du an: Probe: Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss?
Üben
Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.
- ●In welcher Zeitform steht eine Inhaltsangabe?
☐ Präteritum ☐ Perfekt ☐ Präsens - ●Die letzte Flasche:
Ich stand im Supermarkt am Pfandautomaten, zwei leere Flaschen in der Hand. Vor mir ein alter Mann mit einem Beutel voller Flaschen. Er schob sie einzeln hinein, jede langsam, als würde er sie zählen. //
Hinter mir seufzte jemand laut. Ich drehte mich nicht um. //
Die letzte Flasche nahm der Automat nicht. Der Mann schob sie wieder hinein, einmal, zweimal. Dann hielt er sie in der Hand und sah sie an. //
„Darf ich mal?“, fragte ich und merkte erst dabei, dass ich es laut gesagt hatte. Ich strich das Etikett glatt und schob die Flasche hinein. Diesmal nahm der Automat sie. //
Der Mann nickte mir zu. Er sagte nichts. Ich auch nicht. Aber als ich draußen war, wusste ich nicht mehr, was ich eigentlich hatte kaufen wollen.
Pfandautomat: Ein Automat im Supermarkt. Man steckt leere Flaschen hinein und bekommt dafür ein paar Cent zurück.
Warum hilft die erzählende Person dem Mann?
☐ Der Automat nimmt seine letzte Flasche nicht an. ☐ Hinter ihr seufzt jemand und drängelt. ☐ Der Mann bittet sie um Hilfe. - ●Aus einer Inhaltsangabe: „Selin saß im Bus und zog ihr Handy aus der Jacke.“ Welcher Punkt der Checkliste ist nicht erfüllt?
☐ keine Wertung ☐ Präsens ☐ eigene Worte - ●Der Pokal:
Der Pokal stand seit Freitag in der Vitrine im Flur. Unsere Mannschaft hatte das Finale gewonnen, drei zu zwei, und ich hatte das dritte Tor geschossen. //
So stand es jedenfalls in der Schülerzeitung. In Wahrheit war der Ball von Kofis Knie abgeprallt, bevor er ins Netz ging. Kofi hatte nichts gesagt. Er hatte mich nur angesehen. //
Jeden Morgen ging ich an der Vitrine vorbei. Jeden Morgen stand dort mein Name. //
Am Mittwoch klopfte ich an die Tür der Redaktion. „Ich hab eine Korrektur“, sagte ich. Die Redakteurin sah mich über den Rand ihrer Brille an. Dann nahm sie einen Stift.
Redaktion: Die Gruppe, die eine Zeitung schreibt, und ihr Raum. Vitrine: Ein Schrank mit Glastür, in dem man etwas ausstellt.
Wo stand, wer das dritte Tor geschossen hat?
☐ auf dem Pokal ☐ in der Vitrine im Flur ☐ in der Schülerzeitung - ●Welcher Einleitungssatz erfüllt die Checkliste?
☐ In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg. ☐ Kafkas „Kleine Fabel“ ist mein Lieblingstext. ☐ Die Maus rennt und die Katze frisst sie.
Weiterdenken
Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.
- ★Warum steht in einer Inhaltsangabe keine wörtliche Rede?
☐ Sie fasst zusammen, statt den Text nachzuspielen. ☐ Weil wörtliche Rede immer zu lang ist. ☐ Weil nur der Erzähler sprechen darf. - ★Der Pokal:
Der Pokal stand seit Freitag in der Vitrine im Flur. Unsere Mannschaft hatte das Finale gewonnen, drei zu zwei, und ich hatte das dritte Tor geschossen. //
So stand es jedenfalls in der Schülerzeitung. In Wahrheit war der Ball von Kofis Knie abgeprallt, bevor er ins Netz ging. Kofi hatte nichts gesagt. Er hatte mich nur angesehen. //
Jeden Morgen ging ich an der Vitrine vorbei. Jeden Morgen stand dort mein Name. //
Am Mittwoch klopfte ich an die Tür der Redaktion. „Ich hab eine Korrektur“, sagte ich. Die Redakteurin sah mich über den Rand ihrer Brille an. Dann nahm sie einen Stift.
Redaktion: Die Gruppe, die eine Zeitung schreibt, und ihr Raum. Vitrine: Ein Schrank mit Glastür, in dem man etwas ausstellt.
Was bedeutet der Blick von Kofi?
☐ Er ist wütend und will sich rächen. ☐ Er weiß, wie es war, und wartet ab, was passiert. ☐ Er hat das Tor gar nicht bemerkt.
Eigene Sätze
- ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.
Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken
- Beschränkung auf das Wichtige
- Niemand aus der Klasse soll ihn sehen.
- Präsens
- Der Automat nimmt seine letzte Flasche nicht an.
- Präsens
- in der Schülerzeitung
- In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
- Sie fasst zusammen, statt den Text nachzuspielen.
- Er weiß, wie es war, und wartet ab, was passiert.
Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft
- Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → Beschränkung auf das Wichtige
- Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Niemand aus der Klasse soll ihn sehen.
- Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → Präsens
- Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Der Automat nimmt seine letzte Flasche nicht an.
- Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → Präsens
- Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → in der Schülerzeitung
- Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
- Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → Sie fasst zusammen, statt den Text nachzuspielen.
- Such für deine Antwort einen Grund im Text. Behauptet sie mehr, als dort steht? → Er weiß, wie es war, und wartet ab, was passiert.