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Deutsch · Blatt · Klasse 7

Argumentieren und Erörtern

Deutsch

Argumentieren und Erörtern

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Klasse:
Datum:
28.10.2026

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These, Argument, Beleg: Die These behauptet, das Argument begründet, der Beleg stützt. Belege sind Beispiele, Zahlen, Tatsachen oder Aussagen von Fachleuten. Ohne Beleg überzeugt ein Argument kaum.

Beispiel: Kommentar: Einheitliche Schulkleidung?:
Immer wieder wird gefordert, dass alle an unserer Schule dieselbe Kleidung tragen sollen. Ich bin dagegen. //

Kleidung ist für viele Jugendliche ein Teil ihrer Persönlichkeit. Wer morgens aussucht, was er trägt, zeigt, wer er ist. //

Zwar sagen die Befürworter, einheitliche Kleidung verhindere Streit um teure Marken. Doch Streit um Geld verschwindet nicht, er wandert zu Schuhen, Handys und Rucksäcken. //

Wichtiger wäre, dass wir über Marken und Druck in der Klasse offen reden.

Welcher Satz nimmt die Gegenseite auf?

  1. Frag bei jedem Satz: Wird etwas behauptet, begründet oder mit einem Beispiel gestützt?
  2. Das „Zwar“ kündigt das Gegenargument an, das „Doch“ die Entkräftung.
  3. Also: Zwar sagen die Befürworter, sie verhindere Streit um Marken.

Ergebnis: Zwar sagen die Befürworter, sie verhindere Streit um Marken.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Leserbrief: Bäume statt Parkplätze:
    Vor unserer Schule gibt es zwölf Parkplätze für Lehrkräfte. Ich schlage vor, sechs davon in einen kleinen Park mit Bäumen und Bänken umzuwandeln. //

    Im Sommer wird der Schulhof so heiß, dass niemand in der Sonne sitzen will. Bäume spenden Schatten. Als wir im Juli gemessen haben, war es unter der Linde am Tor fünf Grad kühler als auf dem Asphalt. //

    Natürlich brauchen manche Lehrkräfte ihr Auto. Doch eine Umfrage im Kollegium hat ergeben, dass an den meisten Tagen nur sieben Plätze belegt sind.

    Welcher Satz ist die These? Starthilfe: Frag bei jedem Satz: Wird etwas behauptet, begründet oder mit einem Beispiel gestützt?
    ☐ Im Sommer wird der Schulhof heiß. ☐ Sechs Parkplätze sollen ein kleiner Park werden. ☐ Es war fünf Grad kühler.

    So fängst du an: Probe: Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe.

  2. ○Leserbrief: Handys in der Pause:
    An unserer Schule sollen Handys in den Pausen verboten werden. Ich halte das für richtig. //

    Wer in der Pause auf das Handy schaut, redet nicht mit den anderen. Letzte Woche saßen auf unserem Schulhof neun von zwölf Leuten auf der Bank und sahen auf ihre Bildschirme. //

    Natürlich sagen manche, sie bräuchten das Handy, um ihre Eltern zu erreichen. Dafür gibt es aber das Telefon im Sekretariat, und im Notfall ruft die Schule sofort an. //

    Deshalb: Handys in die Tasche, Pause für alle.

    Wie entkräftet der Brief das Argument mit den Eltern? Starthilfe: Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    ☐ Er sagt, Eltern müssten nicht anrufen. ☐ Er zählt die Leute auf der Bank. ☐ Er nennt das Telefon im Sekretariat und die Schule im Notfall.

    So fängst du an: Probe: Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Leserbrief: Fahrradstraße:
    Morgens bringen viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto. Sie fahren bis ans Schultor. Ich fordere, dass die Straße vor der Schule eine Fahrradstraße wird. //

    In einer Fahrradstraße haben Räder Vorrang. Autos dürfen dort höchstens 30 Kilometer in der Stunde fahren. Das macht den Schulweg sicherer. Seit die Grundschule am Park eine solche Straße hat, kommen dort doppelt so viele Kinder mit dem Rad. //

    Manche Eltern sagen, ihr Weg zur Arbeit werde dadurch länger. Aber mit einem Zusatzschild dürfen Autos die Straße weiter benutzen, nur langsamer. //

    Ein sicherer Schulweg ist wichtiger als zwei Minuten Zeit.

    Fahrradstraße: Eine Straße, auf der Fahrräder Vorrang haben. Autos fahren dort nur langsam oder gar nicht.

    Wie entkräftet der Brief den Einwand der Eltern?
    ☐ Ein sicherer Schulweg ist wichtiger. ☐ Eltern sollen nie mehr Auto fahren. ☐ Mit Zusatzschild dürfen Autos weiter fahren, nur langsamer.
  2. ●Leserbrief: Bäume statt Parkplätze:
    Vor unserer Schule gibt es zwölf Parkplätze für Lehrkräfte. Ich schlage vor, sechs davon in einen kleinen Park mit Bäumen und Bänken umzuwandeln. //

    Im Sommer wird der Schulhof so heiß, dass niemand in der Sonne sitzen will. Bäume spenden Schatten. Als wir im Juli gemessen haben, war es unter der Linde am Tor fünf Grad kühler als auf dem Asphalt. //

    Natürlich brauchen manche Lehrkräfte ihr Auto. Doch eine Umfrage im Kollegium hat ergeben, dass an den meisten Tagen nur sieben Plätze belegt sind.

    Warum reichen laut Brief sechs Parkplätze?
    ☐ An den meisten Tagen sind nur sieben belegt, also fehlt fast nichts. ☐ Lehrkräfte sollen mit dem Rad kommen. ☐ Unter der Linde ist es kühler.
  3. ●Schülerzeitung: Hausaufgaben in der Schule:
    Viele Schulen verlegen die Hausaufgaben in eine Lernzeit am Nachmittag. Das ist ein guter Schritt. //

    In der Lernzeit kann man fragen, wenn man nicht weiterkommt. Zu Hause hilft nicht jede Familie gleich gut, manche Eltern arbeiten bis zum Abend. //

    Kritiker meinen, Kinder lernten so nicht mehr, allein zu arbeiten. Aber auch in der Lernzeit arbeitet jeder an seinem Platz allein, nur ist jemand da, wenn es hakt. //

    Wer gerechte Chancen will, sollte die Lernzeit für alle einführen.

    Wie entkräftet der Text die Kritik?
    ☐ Er sagt, allein arbeiten sei unwichtig. ☐ Auch in der Lernzeit arbeitet jeder allein, nur mit Hilfe in der Nähe. ☐ Er nennt die Eltern, die spät arbeiten.
  4. ●Schülerzeitung: Schule erst um neun?:
    Bei uns beginnt der Unterricht um acht Uhr. Ich finde, er sollte erst um neun beginnen. //

    Jugendliche werden abends später müde als Kinder und Erwachsene. Wer um sechs aufstehen muss, sitzt in der ersten Stunde oft halb im Schlaf. In unserer Klasse haben bei einer Umfrage 21 von 28 gesagt, dass sie morgens kaum etwas behalten. //

    Zwar endet der Schultag dann eine Stunde später. Aber wer wach ist, lernt in weniger Zeit mehr. //

    Deshalb sollte die Schulkonferenz einen späteren Beginn ausprobieren.

    Was spricht laut Text gegen den späteren Beginn?
    ☐ Jugendliche werden abends später müde. ☐ Die erste Stunde fällt ganz weg. ☐ Der Schultag endet dann eine Stunde später.
  5. ●Rede im Klassenrat: Wohin fährt die 8c?:
    Ich bin dafür, dass wir an die Ostsee fahren und nicht nach München. //

    Erstens ist die Fahrt kürzer. Mit dem Zug sind wir in drei Stunden da, nach München brauchen wir sieben. //

    Zweitens ist es billiger. Die Jugendherberge am Meer kostet für drei Nächte 120 Euro, in München 190. //

    Das wichtigste Argument aber ist: Am Meer machen wir etwas zusammen, wir segeln, wir bauen ein Floß. In einer großen Stadt laufen am Ende doch alle in kleinen Gruppen durch die Läden.

    Warum steht das wichtigste Argument am Schluss?
    ☐ Was zuletzt kommt, bleibt den Zuhörern am besten im Kopf. ☐ Weil es das kürzeste Argument ist. ☐ Weil die Rednerin es vergessen hatte.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Leserbrief: Bäume statt Parkplätze:
    Vor unserer Schule gibt es zwölf Parkplätze für Lehrkräfte. Ich schlage vor, sechs davon in einen kleinen Park mit Bäumen und Bänken umzuwandeln. //

    Im Sommer wird der Schulhof so heiß, dass niemand in der Sonne sitzen will. Bäume spenden Schatten. Als wir im Juli gemessen haben, war es unter der Linde am Tor fünf Grad kühler als auf dem Asphalt. //

    Natürlich brauchen manche Lehrkräfte ihr Auto. Doch eine Umfrage im Kollegium hat ergeben, dass an den meisten Tagen nur sieben Plätze belegt sind.

    Welche Rückfrage an den Brief ist berechtigt?
    ☐ Wo parkt die siebte Lehrkraft, wenn nur sechs Plätze bleiben? ☐ Warum Bäume Schatten spenden ☐ Ob der Schulhof im Sommer heiß ist
  2. ★Leserbrief: Fahrradstraße:
    Morgens bringen viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto. Sie fahren bis ans Schultor. Ich fordere, dass die Straße vor der Schule eine Fahrradstraße wird. //

    In einer Fahrradstraße haben Räder Vorrang. Autos dürfen dort höchstens 30 Kilometer in der Stunde fahren. Das macht den Schulweg sicherer. Seit die Grundschule am Park eine solche Straße hat, kommen dort doppelt so viele Kinder mit dem Rad. //

    Manche Eltern sagen, ihr Weg zur Arbeit werde dadurch länger. Aber mit einem Zusatzschild dürfen Autos die Straße weiter benutzen, nur langsamer. //

    Ein sicherer Schulweg ist wichtiger als zwei Minuten Zeit.

    Fahrradstraße: Eine Straße, auf der Fahrräder Vorrang haben. Autos fahren dort nur langsam oder gar nicht.

    Welche Aufgabe hat der Satz über die Grundschule am Park?
    ☐ These ☐ Beleg ☐ Gegenargument

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Sechs Parkplätze sollen ein kleiner Park werden.
  2. Er nennt das Telefon im Sekretariat und die Schule im Notfall.
  3. Mit Zusatzschild dürfen Autos weiter fahren, nur langsamer.
  4. An den meisten Tagen sind nur sieben belegt, also fehlt fast nichts.
  5. Auch in der Lernzeit arbeitet jeder allein, nur mit Hilfe in der Nähe.
  6. Der Schultag endet dann eine Stunde später.
  7. Was zuletzt kommt, bleibt den Zuhörern am besten im Kopf.
  8. Wo parkt die siebte Lehrkraft, wenn nur sechs Plätze bleiben?
  9. Beleg

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Sechs Parkplätze sollen ein kleiner Park werden.
  2. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Er nennt das Telefon im Sekretariat und die Schule im Notfall.
  3. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Mit Zusatzschild dürfen Autos weiter fahren, nur langsamer.
  4. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → An den meisten Tagen sind nur sieben belegt, also fehlt fast nichts.
  5. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Auch in der Lernzeit arbeitet jeder allein, nur mit Hilfe in der Nähe.
  6. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Der Schultag endet dann eine Stunde später.
  7. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Was zuletzt kommt, bleibt den Zuhörern am besten im Kopf.
  8. Such für deine Antwort einen Grund im Text. Behauptet sie mehr, als dort steht? → Wo parkt die siebte Lehrkraft, wenn nur sechs Plätze bleiben?
  9. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Beleg