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Deutsch · Blatt · Klasse 7

Argumentieren und Erörtern

Deutsch

Argumentieren und Erörtern

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Datum:
29.10.2026

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These, Argument, Beleg: Die These behauptet, das Argument begründet, der Beleg stützt. Belege sind Beispiele, Zahlen, Tatsachen oder Aussagen von Fachleuten. Ohne Beleg überzeugt ein Argument kaum.

Beispiel: Rede im Klassenrat: Ein Pausenraum für die 9. Klassen:
Ich bin dafür, dass die 9. Klassen den leeren Raum neben der Bibliothek als Pausenraum bekommen. //

Erstens ist es in den Wintermonaten auf dem Hof oft nass und kalt. Letzten Dezember fiel die Hofpause an elf von fünfzehn Schultagen wegen Regen aus. //

Zweitens lernen wir dort, selbst Verantwortung zu übernehmen. Wir würden einen Plan machen, wer aufräumt und wer abschließt. //

Die Hausmeisterin sagt, dann liege bald überall Müll. Doch wenn wir für den Raum zuständig sind, achten wir selbst darauf. Das hat bei der Schülerfirma auch geklappt.

Welche Aufgabe hat „an elf von fünfzehn Schultagen“?

  1. Frag bei jedem Satz: Wird etwas behauptet, begründet oder mit einem Beispiel gestützt?
  2. Die Zahl stützt den ersten Grund mit einer Beobachtung aus dem Winter.
  3. Also: Beleg

Ergebnis: Beleg

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Leserbrief: Handys in der Pause:
    An unserer Schule sollen Handys in den Pausen verboten werden. Ich halte das für richtig. //

    Wer in der Pause auf das Handy schaut, redet nicht mit den anderen. Letzte Woche saßen auf unserem Schulhof neun von zwölf Leuten auf der Bank und sahen auf ihre Bildschirme. //

    Natürlich sagen manche, sie bräuchten das Handy, um ihre Eltern zu erreichen. Dafür gibt es aber das Telefon im Sekretariat, und im Notfall ruft die Schule sofort an. //

    Deshalb: Handys in die Tasche, Pause für alle.

    Welcher Satz nennt das Gegenargument? Starthilfe: Frag bei jedem Satz: Wird etwas behauptet, begründet oder mit einem Beispiel gestützt?
    ☐ Handys in die Tasche, Pause für alle. ☐ Manche sagen, sie bräuchten das Handy für ihre Eltern. ☐ Wer auf das Handy schaut, redet nicht.

    So fängst du an: Probe: Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe.

  2. ○Leserbrief: Bäume statt Parkplätze:
    Vor unserer Schule gibt es zwölf Parkplätze für Lehrkräfte. Ich schlage vor, sechs davon in einen kleinen Park mit Bäumen und Bänken umzuwandeln. //

    Im Sommer wird der Schulhof so heiß, dass niemand in der Sonne sitzen will. Bäume spenden Schatten. Als wir im Juli gemessen haben, war es unter der Linde am Tor fünf Grad kühler als auf dem Asphalt. //

    Natürlich brauchen manche Lehrkräfte ihr Auto. Doch eine Umfrage im Kollegium hat ergeben, dass an den meisten Tagen nur sieben Plätze belegt sind.

    Warum reichen laut Brief sechs Parkplätze? Starthilfe: Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    ☐ Lehrkräfte sollen mit dem Rad kommen. ☐ Unter der Linde ist es kühler. ☐ An den meisten Tagen sind nur sieben belegt, also fehlt fast nichts.

    So fängst du an: Probe: Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Leserbrief: Mehr Zeit zum Essen:
    Unsere Mittagspause dauert zwanzig Minuten. Das ist zu kurz. Wir brauchen mehr Zeit zum Essen. //

    Vor der Essensausgabe steht man oft zehn Minuten an. Dann bleiben zum Essen nur noch zehn Minuten, und viele lassen das Gemüse liegen oder essen gar nicht. //

    Die Schulleitung sagt, eine längere Pause verschiebe den Unterricht nach hinten. Doch schon eine zweite Essensausgabe würde die Schlange halbieren, ohne dass eine Minute Unterricht verloren geht. //

    Wer hungrig im Unterricht sitzt, kann sich schlecht konzentrieren.

    Essensausgabe: Die Theke in der Mensa, an der man sein Essen bekommt.

    Welche Aufgabe hat der Satz der Schulleitung im Brief?
    ☐ Beleg ☐ These ☐ Gegenargument
  2. ●Kommentar: Ein Klassentier für die 7b?:
    Die 7b möchte ein Klassentier, am liebsten zwei Meerschweinchen. Ich bin dagegen. //

    Meerschweinchen brauchen jeden Tag frisches Futter und Wasser, auch in den Ferien. Wer sorgt dann für sie? Im letzten Sommer musste die Nachbarklasse ihr Aquarium an eine Tierhandlung abgeben, weil sich niemand fand. //

    Natürlich lernt man mit einem Tier Verantwortung. Doch das geht auch mit einem Beet im Schulgarten, das in den Ferien niemanden braucht. //

    Ein Tier ist kein Unterrichtsmaterial.

    Welche Tiere wünscht sich die 7b am liebsten?
    ☐ zwei Meerschweinchen ☐ Fische im Aquarium ☐ einen Hund
  3. ●Schülerzeitung: Hausaufgaben in der Schule:
    Viele Schulen verlegen die Hausaufgaben in eine Lernzeit am Nachmittag. Das ist ein guter Schritt. //

    In der Lernzeit kann man fragen, wenn man nicht weiterkommt. Zu Hause hilft nicht jede Familie gleich gut, manche Eltern arbeiten bis zum Abend. //

    Kritiker meinen, Kinder lernten so nicht mehr, allein zu arbeiten. Aber auch in der Lernzeit arbeitet jeder an seinem Platz allein, nur ist jemand da, wenn es hakt. //

    Wer gerechte Chancen will, sollte die Lernzeit für alle einführen.

    Wie lautet die These des Kommentars?
    ☐ Manche Eltern arbeiten bis zum Abend. ☐ Die Lernzeit am Nachmittag ist ein guter Schritt. ☐ Kinder lernen nicht mehr, allein zu arbeiten.
  4. ●Rede im Klassenrat: Ein Pausenraum für die 9. Klassen:
    Ich bin dafür, dass die 9. Klassen den leeren Raum neben der Bibliothek als Pausenraum bekommen. //

    Erstens ist es in den Wintermonaten auf dem Hof oft nass und kalt. Letzten Dezember fiel die Hofpause an elf von fünfzehn Schultagen wegen Regen aus. //

    Zweitens lernen wir dort, selbst Verantwortung zu übernehmen. Wir würden einen Plan machen, wer aufräumt und wer abschließt. //

    Die Hausmeisterin sagt, dann liege bald überall Müll. Doch wenn wir für den Raum zuständig sind, achten wir selbst darauf. Das hat bei der Schülerfirma auch geklappt.

    An wie vielen Schultagen fiel im Dezember die Hofpause aus?
    ☐ an allen fünfzehn ☐ an keinem ☐ an elf von fünfzehn
  5. ●Rede im Klassenrat: Ein Pausenraum für die 9. Klassen:
    Ich bin dafür, dass die 9. Klassen den leeren Raum neben der Bibliothek als Pausenraum bekommen. //

    Erstens ist es in den Wintermonaten auf dem Hof oft nass und kalt. Letzten Dezember fiel die Hofpause an elf von fünfzehn Schultagen wegen Regen aus. //

    Zweitens lernen wir dort, selbst Verantwortung zu übernehmen. Wir würden einen Plan machen, wer aufräumt und wer abschließt. //

    Die Hausmeisterin sagt, dann liege bald überall Müll. Doch wenn wir für den Raum zuständig sind, achten wir selbst darauf. Das hat bei der Schülerfirma auch geklappt.

    Welches Wort leitet das zweite Argument ein?
    ☐ Zweitens ☐ Erstens ☐ Doch

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Leserbrief: Handys in der Pause:
    An unserer Schule sollen Handys in den Pausen verboten werden. Ich halte das für richtig. //

    Wer in der Pause auf das Handy schaut, redet nicht mit den anderen. Letzte Woche saßen auf unserem Schulhof neun von zwölf Leuten auf der Bank und sahen auf ihre Bildschirme. //

    Natürlich sagen manche, sie bräuchten das Handy, um ihre Eltern zu erreichen. Dafür gibt es aber das Telefon im Sekretariat, und im Notfall ruft die Schule sofort an. //

    Deshalb: Handys in die Tasche, Pause für alle.

    Welche Aufgabe hat der Satz mit den neun von zwölf Leuten?
    ☐ Beleg ☐ These ☐ Gegenargument
  2. ★Leserbrief: Bäume statt Parkplätze:
    Vor unserer Schule gibt es zwölf Parkplätze für Lehrkräfte. Ich schlage vor, sechs davon in einen kleinen Park mit Bäumen und Bänken umzuwandeln. //

    Im Sommer wird der Schulhof so heiß, dass niemand in der Sonne sitzen will. Bäume spenden Schatten. Als wir im Juli gemessen haben, war es unter der Linde am Tor fünf Grad kühler als auf dem Asphalt. //

    Natürlich brauchen manche Lehrkräfte ihr Auto. Doch eine Umfrage im Kollegium hat ergeben, dass an den meisten Tagen nur sieben Plätze belegt sind.

    Warum reichen laut Brief sechs Parkplätze?
    ☐ Lehrkräfte sollen mit dem Rad kommen. ☐ An den meisten Tagen sind nur sieben belegt, also fehlt fast nichts. ☐ Unter der Linde ist es kühler.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Manche sagen, sie bräuchten das Handy für ihre Eltern.
  2. An den meisten Tagen sind nur sieben belegt, also fehlt fast nichts.
  3. Gegenargument
  4. zwei Meerschweinchen
  5. Die Lernzeit am Nachmittag ist ein guter Schritt.
  6. an elf von fünfzehn
  7. Zweitens
  8. Beleg
  9. An den meisten Tagen sind nur sieben belegt, also fehlt fast nichts.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Manche sagen, sie bräuchten das Handy für ihre Eltern.
  2. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → An den meisten Tagen sind nur sieben belegt, also fehlt fast nichts.
  3. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Gegenargument
  4. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → zwei Meerschweinchen
  5. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Die Lernzeit am Nachmittag ist ein guter Schritt.
  6. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → an elf von fünfzehn
  7. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Zweitens
  8. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Beleg
  9. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → An den meisten Tagen sind nur sieben belegt, also fehlt fast nichts.