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Deutsch · Blatt · Klasse 3

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

Deutsch

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

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Datum:
29.10.2026

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Über den Text hinaus: Du darfst weiterdenken, aber deine Antwort muss zu einer Stelle im Text passen. Sie darf nicht mehr behaupten, als dort steht.

Beispiel: Aus alt mach neu
Altpapier kommt in die blaue Tonne. Aber was passiert danach? In einer Papierfabrik wird daraus neues Papier.

Zuerst kommt das Altpapier in einen großen Behälter mit Wasser. Dort wird es gerührt, bis ein grauer Brei entsteht. Der Brei besteht aus winzigen Fasern.

Dann muss die Druckfarbe heraus. Man bläst Luft in den Brei. Die Farbe bleibt an den Luftblasen hängen und steigt nach oben. Dort schöpft man sie als Schaum ab.

Jetzt wird der Brei dünn auf ein Sieb gegossen. Das Wasser läuft ab, die Fasern bleiben liegen. Große heiße Walzen pressen und trocknen sie. Am Ende ist ein langes Band aus Papier entstanden.

Papier kann man mehrmals wiederverwerten, aber nicht unendlich oft. Bei jedem Durchgang werden die Fasern kürzer.

Fasern: Ganz dünne, kurze Fäden. Walzen: Große Rollen, die sich drehen und etwas flach drücken. wiederverwerten: Aus etwas Altem etwas Neues machen.

Was kannst du nach diesem Text selbst tun?

  1. Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
  2. Nur was in der blauen Tonne landet, kann in der Fabrik zu neuem Papier werden.
  3. Also: Papier in die blaue Tonne werfen und nicht in den Restmüll.

Ergebnis: Papier in die blaue Tonne werfen und nicht in den Restmüll.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Warum der Mond leuchtet
    Nachts sieht der Mond oft hell aus. Aber er leuchtet nicht selbst. Er ist eine große Kugel aus Gestein.

    Das Licht kommt von der Sonne. Die Sonne scheint auf den Mond. Der Mond wirft das Licht zurück zur Erde, wie ein Spiegel.

    Der Mond wandert in einem Monat einmal um die Erde. Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite. Mal ist er rund, mal nur eine schmale Sichel.

    Gestein: Viel hartes Material aus Steinen. Sichel: Eine schmale, gebogene Form wie ein Teil eines Kreises.

    Ein Kind sagt: „Der Mond ist eine Lampe am Himmel.“ Was sagt der Text dazu? Starthilfe: Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
    ☐ Das stimmt, denn er leuchtet nachts hell. ☐ Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück. ☐ Das stimmt, aber nur, wenn er rund ist.

    So fängst du an: Probe: Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten?

  2. ○Ein Haus für immer
    Die Weinbergschnecke trägt ihr Haus immer bei sich. Sie kann es nicht verlassen, denn ihre Organe liegen darin. Das Haus wächst mit der Schnecke mit. Am Rand wird immer neue Schale angebaut. Dafür braucht die Schnecke Kalk. Den findet sie in Pflanzen und im Boden.

    Die Schnecke kriecht auf einem breiten Fuß. Er gibt Schleim ab. Auf dem Schleim gleitet sie über Steine und sogar über spitze Kanten, ohne sich zu verletzen.

    Am Kopf hat sie vier Fühler. Auf den zwei langen sitzen die Augen. Mit den zwei kurzen tastet und riecht sie.

    Wird es im Herbst kalt, zieht sich die Schnecke ganz in ihr Haus zurück. Sie verschließt es mit einem Deckel aus Kalk. So übersteht sie den Winter. In Deutschland steht die Weinbergschnecke unter Schutz.

    Organe: Teile im Körper mit einer Aufgabe, zum Beispiel Herz und Magen. Kalk: Ein weißer, harter Stoff. Aus ihm sind auch Muschelschalen. gleitet: Bewegt sich glatt und ohne Ruck vorwärts.

    Im ersten Absatz steht: „Den findet sie in Pflanzen und im Boden.“ Was findet die Schnecke dort? Starthilfe: Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
    ☐ Das steht nicht in dem Satz. ☐ Ihre Organe. ☐ Kalk für ihr Haus.

    So fängst du an: Probe: Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Ein Haus für immer
    Die Weinbergschnecke trägt ihr Haus immer bei sich. Sie kann es nicht verlassen, denn ihre Organe liegen darin. Das Haus wächst mit der Schnecke mit. Am Rand wird immer neue Schale angebaut. Dafür braucht die Schnecke Kalk. Den findet sie in Pflanzen und im Boden.

    Die Schnecke kriecht auf einem breiten Fuß. Er gibt Schleim ab. Auf dem Schleim gleitet sie über Steine und sogar über spitze Kanten, ohne sich zu verletzen.

    Am Kopf hat sie vier Fühler. Auf den zwei langen sitzen die Augen. Mit den zwei kurzen tastet und riecht sie.

    Wird es im Herbst kalt, zieht sich die Schnecke ganz in ihr Haus zurück. Sie verschließt es mit einem Deckel aus Kalk. So übersteht sie den Winter. In Deutschland steht die Weinbergschnecke unter Schutz.

    Organe: Teile im Körper mit einer Aufgabe, zum Beispiel Herz und Magen. Kalk: Ein weißer, harter Stoff. Aus ihm sind auch Muschelschalen. gleitet: Bewegt sich glatt und ohne Ruck vorwärts.

    Ein Kind findet eine leere Schneckenschale. Was bedeutet das wohl?
    ☐ Die Schnecke ist ausgezogen und sucht ein größeres Haus. ☐ Die Schnecke schläft den Winter über außerhalb ihres Hauses. ☐ Die Schnecke lebt nicht mehr, denn ohne ihr Haus kann sie nicht leben.
  2. ●Warum der Mond leuchtet
    Nachts sieht der Mond oft hell aus. Aber er leuchtet nicht selbst. Er ist eine große Kugel aus Gestein.

    Das Licht kommt von der Sonne. Die Sonne scheint auf den Mond. Der Mond wirft das Licht zurück zur Erde, wie ein Spiegel.

    Der Mond wandert in einem Monat einmal um die Erde. Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite. Mal ist er rund, mal nur eine schmale Sichel.

    Gestein: Viel hartes Material aus Steinen. Sichel: Eine schmale, gebogene Form wie ein Teil eines Kreises.

    Im dritten Absatz steht: „Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite.“ Warum ist das so?
    ☐ Der Mond wandert um die Erde. ☐ Das steht nicht in dem Satz. ☐ Die Sonne geht jeden Abend aus.
  3. ●Wo ist der Schlüssel?
    Nach der Schule steht Ben vor der Haustür. Er sucht in seiner Jacke. Der Schlüssel ist nicht da.

    Ben läuft den Weg zurück. Am Spielplatz sucht er unter der Rutsche. Im Gras liegt nur ein roter Handschuh.

    Da ruft jemand seinen Namen. Frau Kaya von nebenan winkt mit etwas Glänzendem. „Der lag vor meinem Briefkasten“, sagt sie. Ben atmet tief aus.

    nebenan: Im Haus gleich daneben. Glänzendem: Etwas, das im Licht blinkt.

    Was könnte Ben beim nächsten Mal tun?
    ☐ Den Schlüssel unter die Rutsche legen. ☐ Den Schlüssel an einer sicheren Stelle festmachen. ☐ Nie mehr ohne Erwachsene nach draußen gehen.
  4. ●Das Baumhaus
    Paula und ihr Großvater bauen zusammen ein Baumhaus. Opa sägt die Bretter. Paula hält die Leiter fest.

    Am Abend ist das Dach endlich fertig. Paula klettert hinauf und setzt sich ans Fenster. Von oben sieht sie bis zum See.

    In der Nacht regnet es stundenlang. Am Morgen rennt Paula aufgeregt in den Garten. Im Baumhaus ist alles trocken. Paula hebt beide Daumen. Opa grinst.

    Bretter: Flache, lange Stücke aus Holz. grinst: Lacht mit breitem Mund, ohne Ton.

    Wie geht es Paula am Morgen nach dem Regen?
    ☐ Das steht nicht im Text. ☐ Sie ist traurig, weil es geregnet hat. ☐ Sie freut sich, weil alles trocken geblieben ist.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Heute nicht im Rennen
    Beim Sportfest gibt es ein Wettrennen. Mila ist die Schnellste in ihrer Klasse. Alle wissen das. Neben ihr steht Ben. Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht und humpelt noch ein bisschen.

    Der Startpfiff ertönt. Mila rennt los und ist sofort vorne. Hinter sich hört sie einen Schrei. Ben ist gestolpert und liegt auf der Bahn.

    Mila bleibt stehen. Die anderen Kinder laufen an ihr vorbei. Sie dreht sich um und hilft Ben auf. Zusammen gehen sie langsam ins Ziel. Sie sind die Letzten.

    Am Abend fragt ihr Bruder: „Hast du gewonnen?“ Mila überlegt kurz. Dann sagt sie: „Heute nicht im Rennen.“ Ihr Bruder schaut verwirrt. Mila lächelt nur.

    verstaucht: Beim Umknicken verletzt, sodass es wehtut und dick wird. humpelt: Geht ungleichmäßig, weil ein Bein wehtut. verwirrt: Man versteht gerade nicht, was los ist.

    Was meint Mila mit „Heute nicht im Rennen“?
    ☐ Sie hat heute etwas anderes gewonnen als das Rennen. ☐ Sie gewinnt morgen ein anderes Rennen. ☐ Sie ist traurig, weil sie verloren hat.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück.
  2. Kalk für ihr Haus.
  3. Die Schnecke lebt nicht mehr, denn ohne ihr Haus kann sie nicht leben.
  4. Der Mond wandert um die Erde.
  5. Den Schlüssel an einer sicheren Stelle festmachen.
  6. Sie freut sich, weil alles trocken geblieben ist.
  7. Sie hat heute etwas anderes gewonnen als das Rennen.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück.
  2. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Kalk für ihr Haus.
  3. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Die Schnecke lebt nicht mehr, denn ohne ihr Haus kann sie nicht leben.
  4. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Der Mond wandert um die Erde.
  5. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Den Schlüssel an einer sicheren Stelle festmachen.
  6. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Sie freut sich, weil alles trocken geblieben ist.
  7. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Sie hat heute etwas anderes gewonnen als das Rennen.