Zum Inhalt springen
Anmelden
Deutsch · Blatt · Klasse 3

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

Deutsch

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

Name:
Klasse:
Datum:
31.10.2026

Merken

Angaben finden: Das Fragewort sagt, was du suchst: wo ein Ort, wann eine Zeit, warum ein Grund. Such die Stelle und zeig sie. Was nicht dasteht, zählt nicht.

Beispiel: Ein Haus für immer
Die Weinbergschnecke trägt ihr Haus immer bei sich. Sie kann es nicht verlassen, denn ihre Organe liegen darin. Das Haus wächst mit der Schnecke mit. Am Rand wird immer neue Schale angebaut. Dafür braucht die Schnecke Kalk. Den findet sie in Pflanzen und im Boden.

Die Schnecke kriecht auf einem breiten Fuß. Er gibt Schleim ab. Auf dem Schleim gleitet sie über Steine und sogar über spitze Kanten, ohne sich zu verletzen.

Am Kopf hat sie vier Fühler. Auf den zwei langen sitzen die Augen. Mit den zwei kurzen tastet und riecht sie.

Wird es im Herbst kalt, zieht sich die Schnecke ganz in ihr Haus zurück. Sie verschließt es mit einem Deckel aus Kalk. So übersteht sie den Winter. In Deutschland steht die Weinbergschnecke unter Schutz.

Organe: Teile im Körper mit einer Aufgabe, zum Beispiel Herz und Magen. Kalk: Ein weißer, harter Stoff. Aus ihm sind auch Muschelschalen. gleitet: Bewegt sich glatt und ohne Ruck vorwärts.

Wo sitzen die Augen der Schnecke?

  1. Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
  2. Absatz 3. Mit den kurzen Fühlern tastet und riecht sie.
  3. Also: Auf den zwei langen Fühlern.

Ergebnis: Auf den zwei langen Fühlern.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Wo ist der Schlüssel?
    Nach der Schule steht Ben vor der Haustür. Er sucht in seiner Jacke. Der Schlüssel ist nicht da.

    Ben läuft den Weg zurück. Am Spielplatz sucht er unter der Rutsche. Im Gras liegt nur ein roter Handschuh.

    Da ruft jemand seinen Namen. Frau Kaya von nebenan winkt mit etwas Glänzendem. „Der lag vor meinem Briefkasten“, sagt sie. Ben atmet tief aus.

    nebenan: Im Haus gleich daneben. Glänzendem: Etwas, das im Licht blinkt.

    Was liegt im Gras? Starthilfe: Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
    ☐ Der Schlüssel. ☐ Ein roter Handschuh. ☐ Eine Rutsche.

    So fängst du an: Probe: Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist?

  2. ○Warum der Mond leuchtet
    Nachts sieht der Mond oft hell aus. Aber er leuchtet nicht selbst. Er ist eine große Kugel aus Gestein.

    Das Licht kommt von der Sonne. Die Sonne scheint auf den Mond. Der Mond wirft das Licht zurück zur Erde, wie ein Spiegel.

    Der Mond wandert in einem Monat einmal um die Erde. Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite. Mal ist er rund, mal nur eine schmale Sichel.

    Gestein: Viel hartes Material aus Steinen. Sichel: Eine schmale, gebogene Form wie ein Teil eines Kreises.

    Woraus besteht der Mond? Welcher Satz sagt es? Starthilfe: Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
    ☐ Die Sonne scheint auf den Mond. ☐ Das Licht kommt von der Sonne. ☐ Er ist eine große Kugel aus Gestein.

    So fängst du an: Probe: Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Der Gräber unter der Wiese
    Der Maulwurf lebt fast immer unter der Erde. Dort gräbt er lange Gänge. Seine Vorderfüße sind breit wie Schaufeln. Damit schiebt er die Erde zur Seite. Was übrig bleibt, drückt er nach oben. So entstehen die kleinen Hügel auf der Wiese.

    Der Maulwurf hat winzige Augen. Er kann damit nur hell und dunkel unterscheiden. Das stört ihn nicht, denn in seinen Gängen ist es sowieso dunkel. Viel wichtiger ist seine Nase. Mit ihr riecht und tastet er.

    Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer. Er braucht jeden Tag ungefähr halb so viel Futter, wie er selbst wiegt. Deshalb ist er Tag und Nacht in seinen Gängen unterwegs. Einen Winterschlaf hält er nicht.

    In Deutschland steht der Maulwurf unter Schutz. Man darf ihn nicht fangen und nicht töten.

    Vorderfüße: Die Füße vorne am Körper eines Tieres. unterscheiden: Merken, dass zwei Dinge nicht gleich sind. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Womit gräbt der Maulwurf seine Gänge?
    ☐ Mit seiner Nase, mit der er auch tastet. ☐ Mit seinen spitzen Zähnen. ☐ Mit seinen breiten Vorderfüßen.
  2. ●Die Reise der Kraniche
    Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.

    Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.

    Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.

    Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.

    Wo leben viele Kraniche im Sommer? Welcher Satz sagt es?
    ☐ Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland. ☐ Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. ☐ Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe.
  3. ●Wie das Küken aus dem Ei kommt
    Ein Huhn legt ein Ei und setzt sich darauf. So hält es das Ei warm. Das nennt man brüten. Mehrmals am Tag dreht das Huhn die Eier mit dem Schnabel um.

    Im Ei wächst ein Küken heran. Nach ungefähr drei Wochen ist es fertig. Jetzt wird es eng im Ei. Das Küken piepst schon, bevor es schlüpft. Die Henne hört es und gluckst zurück.

    Auf dem Schnabel hat das Küken eine kleine Spitze. Sie heißt Eizahn. Damit pickt es ein Loch in die Schale. Das ist harte Arbeit. Oft dauert es einen ganzen Tag, bis das Küken draußen ist. Danach fällt der Eizahn bald ab.

    Das Küken ist zuerst nass und müde. Nach wenigen Stunden ist sein Flaum trocken. Dann kann es schon laufen und Körner picken.

    brüten: Auf Eiern sitzen und sie warm halten, bis die Jungen schlüpfen. Eizahn: Eine kleine harte Spitze auf dem Schnabel des Kükens. Flaum: Ganz weiche, kurze Federn.

    Wie lange wächst ein Küken im Ei?
    ☐ Einen ganzen Tag. ☐ Ungefähr drei Wochen. ☐ Ungefähr ein paar Monate lang.
  4. ●Die Reise der Kraniche
    Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.

    Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.

    Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.

    Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.

    Wohin fliegen die Kraniche im Herbst? Welcher Satz sagt es?
    ☐ Im Herbst wird das Futter knapp. ☐ Dort ist der Winter mild. ☐ Gemeinsam fliegen sie nach Spanien.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Die Reise der Kraniche
    Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.

    Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.

    Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.

    Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.

    Wohin fliegen die Kraniche im Herbst?
    ☐ Nach Spanien. ☐ In die Moore im Norden. ☐ Nach Afrika.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Ein roter Handschuh.
  2. Er ist eine große Kugel aus Gestein.
  3. Mit seinen breiten Vorderfüßen.
  4. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.
  5. Ungefähr drei Wochen.
  6. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien.
  7. Nach Spanien.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Ein roter Handschuh.
  2. Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Er ist eine große Kugel aus Gestein.
  3. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Mit seinen breiten Vorderfüßen.
  4. Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.
  5. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Ungefähr drei Wochen.
  6. Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Gemeinsam fliegen sie nach Spanien.
  7. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Nach Spanien.