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Deutsch · Blatt · Klasse 7

Argumentieren und Erörtern

Deutsch

Argumentieren und Erörtern

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Datum:
31.10.2026

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These, Argument, Beleg: Die These behauptet, das Argument begründet, der Beleg stützt. Belege sind Beispiele, Zahlen, Tatsachen oder Aussagen von Fachleuten. Ohne Beleg überzeugt ein Argument kaum.

Beispiel: Leserbrief: Fahrradstraße:
Morgens bringen viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto. Sie fahren bis ans Schultor. Ich fordere, dass die Straße vor der Schule eine Fahrradstraße wird. //

In einer Fahrradstraße haben Räder Vorrang. Autos dürfen dort höchstens 30 Kilometer in der Stunde fahren. Das macht den Schulweg sicherer. Seit die Grundschule am Park eine solche Straße hat, kommen dort doppelt so viele Kinder mit dem Rad. //

Manche Eltern sagen, ihr Weg zur Arbeit werde dadurch länger. Aber mit einem Zusatzschild dürfen Autos die Straße weiter benutzen, nur langsamer. //

Ein sicherer Schulweg ist wichtiger als zwei Minuten Zeit.

Fahrradstraße: Eine Straße, auf der Fahrräder Vorrang haben. Autos fahren dort nur langsam oder gar nicht.

Wie entkräftet der Brief den Einwand der Eltern?

  1. Frag bei jedem Satz: Wird etwas behauptet, begründet oder mit einem Beispiel gestützt?
  2. Auf „Manche Eltern sagen“ folgt ein „Aber“ mit einer Regel.
  3. Also: Mit Zusatzschild dürfen Autos weiter fahren, nur langsamer.

Ergebnis: Mit Zusatzschild dürfen Autos weiter fahren, nur langsamer.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Rede im Klassenrat: Wohin fährt die 8c?:
    Ich bin dafür, dass wir an die Ostsee fahren und nicht nach München. //

    Erstens ist die Fahrt kürzer. Mit dem Zug sind wir in drei Stunden da, nach München brauchen wir sieben. //

    Zweitens ist es billiger. Die Jugendherberge am Meer kostet für drei Nächte 120 Euro, in München 190. //

    Das wichtigste Argument aber ist: Am Meer machen wir etwas zusammen, wir segeln, wir bauen ein Floß. In einer großen Stadt laufen am Ende doch alle in kleinen Gruppen durch die Läden.

    Warum steht das wichtigste Argument am Schluss? Starthilfe: Frag bei jedem Satz: Wird etwas behauptet, begründet oder mit einem Beispiel gestützt?
    ☐ Weil es das kürzeste Argument ist. ☐ Was zuletzt kommt, bleibt den Zuhörern am besten im Kopf. ☐ Weil die Rednerin es vergessen hatte.

    So fängst du an: Probe: Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe.

  2. ○Kommentar: Ein Klassentier für die 7b?:
    Die 7b möchte ein Klassentier, am liebsten zwei Meerschweinchen. Ich bin dagegen. //

    Meerschweinchen brauchen jeden Tag frisches Futter und Wasser, auch in den Ferien. Wer sorgt dann für sie? Im letzten Sommer musste die Nachbarklasse ihr Aquarium an eine Tierhandlung abgeben, weil sich niemand fand. //

    Natürlich lernt man mit einem Tier Verantwortung. Doch das geht auch mit einem Beet im Schulgarten, das in den Ferien niemanden braucht. //

    Ein Tier ist kein Unterrichtsmaterial.

    Warum erwähnt der Text die Nachbarklasse? Starthilfe: Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    ☐ Fische sind leichter zu halten. ☐ Die Nachbarklasse mag keine Tiere. ☐ Ihr Beispiel zeigt, dass die Ferien wirklich ein Problem sind.

    So fängst du an: Probe: Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Schülerzeitung: Schule erst um neun?:
    Bei uns beginnt der Unterricht um acht Uhr. Ich finde, er sollte erst um neun beginnen. //

    Jugendliche werden abends später müde als Kinder und Erwachsene. Wer um sechs aufstehen muss, sitzt in der ersten Stunde oft halb im Schlaf. In unserer Klasse haben bei einer Umfrage 21 von 28 gesagt, dass sie morgens kaum etwas behalten. //

    Zwar endet der Schultag dann eine Stunde später. Aber wer wach ist, lernt in weniger Zeit mehr. //

    Deshalb sollte die Schulkonferenz einen späteren Beginn ausprobieren.

    Wie entkräftet der Text das Gegenargument?
    ☐ Der Schultag endet eine Stunde später. ☐ Die Schulkonferenz soll es ausprobieren. ☐ Wer wach ist, lernt in weniger Zeit mehr.
  2. ●Schülerzeitung: Hausaufgaben in der Schule:
    Viele Schulen verlegen die Hausaufgaben in eine Lernzeit am Nachmittag. Das ist ein guter Schritt. //

    In der Lernzeit kann man fragen, wenn man nicht weiterkommt. Zu Hause hilft nicht jede Familie gleich gut, manche Eltern arbeiten bis zum Abend. //

    Kritiker meinen, Kinder lernten so nicht mehr, allein zu arbeiten. Aber auch in der Lernzeit arbeitet jeder an seinem Platz allein, nur ist jemand da, wenn es hakt. //

    Wer gerechte Chancen will, sollte die Lernzeit für alle einführen.

    Was kann man in der Lernzeit, wenn man nicht weiterkommt?
    ☐ fragen ☐ nach Hause gehen ☐ allein weiterarbeiten
  3. ●Rede im Klassenrat: Wohin fährt die 8c?:
    Ich bin dafür, dass wir an die Ostsee fahren und nicht nach München. //

    Erstens ist die Fahrt kürzer. Mit dem Zug sind wir in drei Stunden da, nach München brauchen wir sieben. //

    Zweitens ist es billiger. Die Jugendherberge am Meer kostet für drei Nächte 120 Euro, in München 190. //

    Das wichtigste Argument aber ist: Am Meer machen wir etwas zusammen, wir segeln, wir bauen ein Floß. In einer großen Stadt laufen am Ende doch alle in kleinen Gruppen durch die Läden.

    Warum steht das wichtigste Argument am Schluss?
    ☐ Weil es das kürzeste Argument ist. ☐ Was zuletzt kommt, bleibt den Zuhörern am besten im Kopf. ☐ Weil die Rednerin es vergessen hatte.
  4. ●Leserbrief: Mehr Zeit zum Essen:
    Unsere Mittagspause dauert zwanzig Minuten. Das ist zu kurz. Wir brauchen mehr Zeit zum Essen. //

    Vor der Essensausgabe steht man oft zehn Minuten an. Dann bleiben zum Essen nur noch zehn Minuten, und viele lassen das Gemüse liegen oder essen gar nicht. //

    Die Schulleitung sagt, eine längere Pause verschiebe den Unterricht nach hinten. Doch schon eine zweite Essensausgabe würde die Schlange halbieren, ohne dass eine Minute Unterricht verloren geht. //

    Wer hungrig im Unterricht sitzt, kann sich schlecht konzentrieren.

    Essensausgabe: Die Theke in der Mensa, an der man sein Essen bekommt.

    Was schlägt der Brief vor, damit die Schlange kürzer wird?
    ☐ den Unterricht nach hinten zu schieben ☐ das Gemüse wegzulassen ☐ eine zweite Essensausgabe
  5. ●Rede im Klassenrat: Ein Pausenraum für die 9. Klassen:
    Ich bin dafür, dass die 9. Klassen den leeren Raum neben der Bibliothek als Pausenraum bekommen. //

    Erstens ist es in den Wintermonaten auf dem Hof oft nass und kalt. Letzten Dezember fiel die Hofpause an elf von fünfzehn Schultagen wegen Regen aus. //

    Zweitens lernen wir dort, selbst Verantwortung zu übernehmen. Wir würden einen Plan machen, wer aufräumt und wer abschließt. //

    Die Hausmeisterin sagt, dann liege bald überall Müll. Doch wenn wir für den Raum zuständig sind, achten wir selbst darauf. Das hat bei der Schülerfirma auch geklappt.

    Welches Wort leitet das zweite Argument ein?
    ☐ Zweitens ☐ Erstens ☐ Doch

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Schülerzeitung: Hausaufgaben in der Schule:
    Viele Schulen verlegen die Hausaufgaben in eine Lernzeit am Nachmittag. Das ist ein guter Schritt. //

    In der Lernzeit kann man fragen, wenn man nicht weiterkommt. Zu Hause hilft nicht jede Familie gleich gut, manche Eltern arbeiten bis zum Abend. //

    Kritiker meinen, Kinder lernten so nicht mehr, allein zu arbeiten. Aber auch in der Lernzeit arbeitet jeder an seinem Platz allein, nur ist jemand da, wenn es hakt. //

    Wer gerechte Chancen will, sollte die Lernzeit für alle einführen.

    Wie entkräftet der Text die Kritik?
    ☐ Auch in der Lernzeit arbeitet jeder allein, nur mit Hilfe in der Nähe. ☐ Er sagt, allein arbeiten sei unwichtig. ☐ Er nennt die Eltern, die spät arbeiten.
  2. ★Leserbrief: Mehr Zeit zum Essen:
    Unsere Mittagspause dauert zwanzig Minuten. Das ist zu kurz. Wir brauchen mehr Zeit zum Essen. //

    Vor der Essensausgabe steht man oft zehn Minuten an. Dann bleiben zum Essen nur noch zehn Minuten, und viele lassen das Gemüse liegen oder essen gar nicht. //

    Die Schulleitung sagt, eine längere Pause verschiebe den Unterricht nach hinten. Doch schon eine zweite Essensausgabe würde die Schlange halbieren, ohne dass eine Minute Unterricht verloren geht. //

    Wer hungrig im Unterricht sitzt, kann sich schlecht konzentrieren.

    Essensausgabe: Die Theke in der Mensa, an der man sein Essen bekommt.

    Welche Frage bleibt nach dem Brief offen?
    ☐ Wie lang ist die Pause heute? ☐ Wer bezahlt die zweite Ausgabe und das Personal dafür? ☐ Warum sollte man Gemüse essen?

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Was zuletzt kommt, bleibt den Zuhörern am besten im Kopf.
  2. Ihr Beispiel zeigt, dass die Ferien wirklich ein Problem sind.
  3. Wer wach ist, lernt in weniger Zeit mehr.
  4. fragen
  5. Was zuletzt kommt, bleibt den Zuhörern am besten im Kopf.
  6. eine zweite Essensausgabe
  7. Zweitens
  8. Auch in der Lernzeit arbeitet jeder allein, nur mit Hilfe in der Nähe.
  9. Wer bezahlt die zweite Ausgabe und das Personal dafür?

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Was zuletzt kommt, bleibt den Zuhörern am besten im Kopf.
  2. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Ihr Beispiel zeigt, dass die Ferien wirklich ein Problem sind.
  3. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Wer wach ist, lernt in weniger Zeit mehr.
  4. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → fragen
  5. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Was zuletzt kommt, bleibt den Zuhörern am besten im Kopf.
  6. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → eine zweite Essensausgabe
  7. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Zweitens
  8. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Auch in der Lernzeit arbeitet jeder allein, nur mit Hilfe in der Nähe.
  9. Such für deine Antwort einen Grund im Text. Behauptet sie mehr, als dort steht? → Wer bezahlt die zweite Ausgabe und das Personal dafür?