Zum Inhalt springen
Anmelden
Deutsch · Blatt · Klasse 7

Erzähltexte lesen und verstehen (Kurzgeschichte, Novelle)

Deutsch

Erzähltexte lesen und verstehen (Kurzgeschichte, Novelle)

Name:
Klasse:
Datum:
01.11.2026

Merken

Inhaltsangabe: Einleitungssatz mit Titel, Autor, Textsorte und Thema. Dann die wichtigsten Schritte der Handlung der Reihe nach, im Präsens, Vorzeitiges im Perfekt. Eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung.

Beispiel: Aus einer Inhaltsangabe: „Selin saß im Bus und zog ihr Handy aus der Jacke.“ Welcher Punkt der Checkliste ist nicht erfüllt?

  1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
  2. saß und zog stehen im Präteritum. Eine Inhaltsangabe steht im Präsens.
  3. Also: Präsens

Ergebnis: Präsens

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Aus einer Inhaltsangabe: „Am Ende steigt Selin aus. Vorher liest sie die Nachricht von Jonas.“ Welcher Punkt ist nicht erfüllt? Starthilfe: Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    ☐ Präsens ☐ Reihenfolge der Handlung ☐ keine wörtliche Rede

    So fängst du an: Probe: Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab.

  2. ○An der Tafel:
    Frau Okafor schrieb die Aufgabe an die Tafel. Dann sah sie in die Klasse. „Wer rechnet sie vor?“ //

    Ich wusste die Lösung. Ich hatte sie schon im Heft, sauber unterstrichen. Aber meine Hand blieb auf dem Tisch liegen, als wäre sie festgeklebt. //

    Nele meldete sich. Sie ging nach vorn, rechnete, strich durch, rechnete neu. Am Ende stimmte es nicht. Ein paar lachten leise. //

    „Danke, Nele“, sagte Frau Okafor. „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“ //

    Ich sah auf mein Heft. Dann hob ich die Hand.

    „Wo ist er?“ Wonach fragt Frau Okafor? Starthilfe: Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    ☐ Das steht nicht in dem Satz. ☐ Nach dem Heft der erzählenden Person. ☐ Nach dem Fehler in Neles Rechnung.

    So fängst du an: Probe: Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●„Die letzte Flasche“ wird mit ich erzählt. Wie nennst du diese Figur in der Inhaltsangabe?
    ☐ mit ich, wie im Text ☐ mit du, damit die Leserin mitfühlt ☐ in der dritten Person, etwa als die erzählende Person
  2. ●Elf Minuten:
    Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //

    Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //

    Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //

    Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //

    Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.

    Um wie viel Uhr soll die Liste hängen?
    ☐ um zwölf Uhr ☐ elf Minuten vor zwölf ☐ nach der Mittagspause
  3. ●Seltsamer Spazierritt (Auszug) – Johann Peter Hebel:
    Ein Mann reitet auf seinem Esel nach Haus und lässt seinen Buben zu Fuß nebenher laufen. [Ein Wanderer tadelt den Vater.] Da stieg der Vater vom Esel herab und ließ den Sohn reiten. Kommt wieder ein Wandersmann und sagt: Das ist nicht recht, Bursche, dass du reitest und lässest deinen Vater zu Fuß gehen. Du hast jüngere Beine. Da saßen beide auf und ritten eine Strecke. [Zwei weitere Wanderer tadeln auch das. Am Ende tragen Vater und Sohn den Esel an einem Pfahl nach Hause.] //

    So weit kann's kommen, wenn man es allen Leuten will recht machen.

    Warum wechseln Vater und Sohn immer wieder?
    ☐ Der Esel wird nach jeder Strecke müde. ☐ Sie tun jedes Mal, was der letzte Wanderer sagt. ☐ Der Vater will den Sohn bestrafen.
  4. ●Aus einer Inhaltsangabe: „Als der Mann die Flasche nicht loswird, hilft ihm eine junge Person.“ Welches Merkmal zeigt der Satz?
    ☐ wörtliche Rede ☐ eine Wertung ☐ Präsens und eigene Worte
  5. ●Der Schal:
    Oma hatte mir einen Schal gestrickt. Er war gelb und grün gestreift und lang genug für zwei. Ich bedankte mich und legte ihn ganz unten in den Schrank. //

    Im Januar war es so kalt, dass mir morgens die Ohren wehtaten. Ich nahm den Schal nur für den Weg zur Bushaltestelle und stopfte ihn in den Rucksack, bevor der Bus kam. //

    An einem Freitag vergaß ich es. Ich stand schon im Klassenraum, als Jasmin auf meinen Hals zeigte. „Wo hast du den her?“, fragte sie. „So einen will ich auch.“ //

    Am Samstag rief ich Oma an. Ich fragte, ob sie mir zeigt, wie man strickt.

    Warum legt die erzählende Person den Schal zuerst ganz unten in den Schrank?
    ☐ Sie will nicht mit ihm gesehen werden. ☐ Der Text nennt dafür keinen Grund. ☐ Weil der Schal zu kurz ist.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Welcher Einleitungssatz erfüllt die Checkliste?
    ☐ In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg. ☐ Kafkas „Kleine Fabel“ ist mein Lieblingstext. ☐ Die Maus rennt und die Katze frisst sie.
  2. ★An der Tafel:
    Frau Okafor schrieb die Aufgabe an die Tafel. Dann sah sie in die Klasse. „Wer rechnet sie vor?“ //

    Ich wusste die Lösung. Ich hatte sie schon im Heft, sauber unterstrichen. Aber meine Hand blieb auf dem Tisch liegen, als wäre sie festgeklebt. //

    Nele meldete sich. Sie ging nach vorn, rechnete, strich durch, rechnete neu. Am Ende stimmte es nicht. Ein paar lachten leise. //

    „Danke, Nele“, sagte Frau Okafor. „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“ //

    Ich sah auf mein Heft. Dann hob ich die Hand.

    Warum meldet sich die erzählende Person am Ende doch?
    ☐ Frau Okafor ruft sie mit Namen auf. ☐ Jetzt ist ein Fehler gesucht, und Fehler sind erlaubt. ☐ Sie will Nele auslachen.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Reihenfolge der Handlung
  2. Nach dem Fehler in Neles Rechnung.
  3. in der dritten Person, etwa als die erzählende Person
  4. um zwölf Uhr
  5. Sie tun jedes Mal, was der letzte Wanderer sagt.
  6. Präsens und eigene Worte
  7. Sie will nicht mit ihm gesehen werden.
  8. In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
  9. Jetzt ist ein Fehler gesucht, und Fehler sind erlaubt.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → Reihenfolge der Handlung
  2. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Nach dem Fehler in Neles Rechnung.
  3. Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → in der dritten Person, etwa als die erzählende Person
  4. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → um zwölf Uhr
  5. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Sie tun jedes Mal, was der letzte Wanderer sagt.
  6. Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → Präsens und eigene Worte
  7. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Sie will nicht mit ihm gesehen werden.
  8. Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
  9. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Jetzt ist ein Fehler gesucht, und Fehler sind erlaubt.