Drama und szenisches Spiel
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- Datum:
- 03.11.2026
Mein Ziel: Ich kann eine Regieanweisung schreiben.
Erst entscheiden, dann vergleichen. Wo du falsch lagst: die Probe noch einmal machen und den Satz richtig abschreiben.
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe.
Merken
Regieanweisung: Die Regieanweisung ist Nebentext und wird nicht gesprochen. Sie steht meist in Klammern oder kursiv und sagt genau, was man sieht oder hört.
Beispiel: Eine Figur sagt „Schön, dass du auch mal kommst.“ und meint es spöttisch. Welche Regieanweisung passt?
- Trenne, was eine Figur sagt, von dem, was gezeigt wird.
- Spott zeigt sich in Abwehr, nicht in Freude oder Trauer.
- Also: (verschränkt die Arme, ohne aufzusehen)
Ergebnis: (verschränkt die Arme, ohne aufzusehen)
Mit Starthilfe
Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.
- ○Wo steht im Textbuch der Ort einer Szene? Starthilfe: Trenne, was eine Figur sagt, von dem, was gezeigt wird.
☐ in der ersten Figurenrede ☐ im Titel des Stücks ☐ in der Regieanweisung am AnfangSo fängst du an: Probe: Sprich den Satz laut. Kann ihn eine Figur sagen, oder beschreibt er, was man sieht und hört?
- ○Der Schlüssel:
Küche, spät am Abend. Die MUTTER sitzt am Tisch, vor ihr ein Schlüsselbund. TIM kommt herein, die Jacke noch an. //
MUTTER: Halb elf. /
TIM: Der Bus kam nicht. /
MUTTER (schiebt den Schlüssel über den Tisch): Den hast du heute Morgen liegen lassen. /
TIM (bleibt stehen): Ich hab geklingelt. Keiner hat aufgemacht. /
MUTTER: Ich war hier. Die ganze Zeit. /
(Pause. TIM zieht langsam die Jacke aus.) /
TIM: Dann hab ich wohl nicht geklingelt.
Worum geht der Konflikt wirklich? Starthilfe: Klär zuerst, wer spricht, zu wem, und was jede Figur will.
☐ um Vertrauen und die Wahrheit über den Abend ☐ um den verlorenen Schlüssel ☐ um den Bus, der nicht kamSo fängst du an: Probe: Schreib für jede Figur einen Satz: Sie will … Wo sich die Sätze widersprechen, liegt der Konflikt.
Üben
Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.
- ●Vor dem Anruf:
Ein Zimmer. JANA allein, das Handy in der Hand. //
JANA: Ich ruf sie an. Jetzt. (Sie tippt, hält inne.) Und was sag ich? „Tut mir leid“? Das hab ich schon dreimal geschrieben. (Sie legt das Handy weg, nimmt es wieder.) Sie hat nicht geantwortet. Vielleicht schläft sie. Vielleicht will sie nicht. (Sie steht auf.) Nein. Wenn ich jetzt nicht anrufe, dann nie. (Sie wählt. Es klingelt. Licht aus.)
Was zeigt „(Sie legt das Handy weg, nimmt es wieder.)“?
☐ Jana schwankt zwischen Aufgeben und Anrufen. ☐ Jana hat das Handy fallen lassen. ☐ Jana will eine Nachricht schreiben. - ●Zwanzig Euro zu viel:
Ein Kiosk am Abend. BEN, 15, hilft seinem Onkel aus und steht hinter der Kasse. Eine Kundin hat eben bezahlt und ist gegangen. //
BEN (zählt die Kasse, hält inne): Zwanzig Euro zu viel. (Er sieht zur Tür.) Die Frau mit dem roten Schal. Sie hat mir zwei Scheine gegeben, die zusammenklebten. (Er hält den Schein ins Licht.) Mein Onkel würde sagen: Was in der Kasse ist, gehört dem Laden. (Pause.) Aber sie wohnt gegenüber. Sie kauft jeden Morgen ihre Zeitung hier. (Er nimmt seine Jacke.) Ich bin in fünf Minuten zurück. /
(Er schließt die Tür ab. Licht aus.)
Kiosk: Ein kleiner Laden für Zeitungen, Getränke und Süßigkeiten.
Welcher Satz ist der Wendepunkt?
☐ „Zwanzig Euro zu viel.“ ☐ „Aber sie wohnt gegenüber.“ ☐ „Ich bin in fünf Minuten zurück.“ - ●Faust. Der Tragödie erster Teil (Marthens Garten, Auszug) – Johann Wolfgang von Goethe:
MARGARETE: Nun sag, wie hast du's mit der Religion? /
Du bist ein herzlich guter Mann, /
Allein ich glaub, du hältst nicht viel davon. //
FAUST: Lass das, mein Kind! Du fühlst, ich bin dir gut; /
Für meine Lieben ließ ich Leib und Blut, /
Will niemand sein Gefühl und seine Kirche rauben.
Welche Regieanweisung passt zu Fausts „Lass das, mein Kind!“?
☐ (sieht sie fest an und nickt) ☐ (ruft laut über den Garten) ☐ (weicht ihrem Blick aus) - ●Wie heißt der Text im Drama, den die Figuren sprechen?
☐ Haupttext ☐ Nebentext ☐ Personenverzeichnis - ●Faust. Der Tragödie erster Teil (Marthens Garten, Auszug) – Johann Wolfgang von Goethe:
MARGARETE: Nun sag, wie hast du's mit der Religion? /
Du bist ein herzlich guter Mann, /
Allein ich glaub, du hältst nicht viel davon. //
FAUST: Lass das, mein Kind! Du fühlst, ich bin dir gut; /
Für meine Lieben ließ ich Leib und Blut, /
Will niemand sein Gefühl und seine Kirche rauben.
Worin liegt der Konflikt dieser Szene?
☐ Faust will Margarete verlassen. ☐ Margarete will eine klare Antwort, Faust weicht aus. ☐ Margarete und Faust streiten laut.
Weiterdenken
Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.
- ★Der Schlüssel:
Küche, spät am Abend. Die MUTTER sitzt am Tisch, vor ihr ein Schlüsselbund. TIM kommt herein, die Jacke noch an. //
MUTTER: Halb elf. /
TIM: Der Bus kam nicht. /
MUTTER (schiebt den Schlüssel über den Tisch): Den hast du heute Morgen liegen lassen. /
TIM (bleibt stehen): Ich hab geklingelt. Keiner hat aufgemacht. /
MUTTER: Ich war hier. Die ganze Zeit. /
(Pause. TIM zieht langsam die Jacke aus.) /
TIM: Dann hab ich wohl nicht geklingelt.
Warum steht hier eine „Pause“ als Regieanweisung?
☐ Die Schauspieler dürfen sich ausruhen. ☐ In der Stille wird klar, dass Tims Ausrede nicht hält. ☐ Die Szene ist hier zu Ende. - ★Vor dem Anruf:
Ein Zimmer. JANA allein, das Handy in der Hand. //
JANA: Ich ruf sie an. Jetzt. (Sie tippt, hält inne.) Und was sag ich? „Tut mir leid“? Das hab ich schon dreimal geschrieben. (Sie legt das Handy weg, nimmt es wieder.) Sie hat nicht geantwortet. Vielleicht schläft sie. Vielleicht will sie nicht. (Sie steht auf.) Nein. Wenn ich jetzt nicht anrufe, dann nie. (Sie wählt. Es klingelt. Licht aus.)
Was zeigt der Monolog, was ein Dialog nicht zeigen könnte?
☐ ein Gespräch mit der Freundin ☐ was die Freundin denkt ☐ Janas Gedanken und Zweifel, die sonst niemand hört
Eigene Sätze
- ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.
Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken
- in der Regieanweisung am Anfang
- um Vertrauen und die Wahrheit über den Abend
- Jana schwankt zwischen Aufgeben und Anrufen.
- „Aber sie wohnt gegenüber.“
- (weicht ihrem Blick aus)
- Haupttext
- Margarete will eine klare Antwort, Faust weicht aus.
- In der Stille wird klar, dass Tims Ausrede nicht hält.
- Janas Gedanken und Zweifel, die sonst niemand hört
Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft
- Sprich den Satz laut. Kann ihn eine Figur sagen, oder beschreibt er, was man sieht und hört? → in der Regieanweisung am Anfang
- Schreib für jede Figur einen Satz: Sie will … Wo sich die Sätze widersprechen, liegt der Konflikt. → um Vertrauen und die Wahrheit über den Abend
- Sprich den Satz laut. Kann ihn eine Figur sagen, oder beschreibt er, was man sieht und hört? → Jana schwankt zwischen Aufgeben und Anrufen.
- Schreib für jede Figur einen Satz: Sie will … Wo sich die Sätze widersprechen, liegt der Konflikt. → „Aber sie wohnt gegenüber.“
- Sprich den Satz laut. Kann ihn eine Figur sagen, oder beschreibt er, was man sieht und hört? → (weicht ihrem Blick aus)
- Schreib für jede Figur einen Satz: Sie will … Wo sich die Sätze widersprechen, liegt der Konflikt. → Haupttext
- Schreib für jede Figur einen Satz: Sie will … Wo sich die Sätze widersprechen, liegt der Konflikt. → Margarete will eine klare Antwort, Faust weicht aus.
- Sprich den Satz laut. Kann ihn eine Figur sagen, oder beschreibt er, was man sieht und hört? → In der Stille wird klar, dass Tims Ausrede nicht hält.
- Schreib für jede Figur einen Satz: Sie will … Wo sich die Sätze widersprechen, liegt der Konflikt. → Janas Gedanken und Zweifel, die sonst niemand hört