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Deutsch · Blatt · Klasse 7

Erzähltexte lesen und verstehen (Kurzgeschichte, Novelle)

Deutsch

Erzähltexte lesen und verstehen (Kurzgeschichte, Novelle)

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Klasse:
Datum:
04.11.2026

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Inhaltsangabe: Einleitungssatz mit Titel, Autor, Textsorte und Thema. Dann die wichtigsten Schritte der Handlung der Reihe nach, im Präsens, Vorzeitiges im Perfekt. Eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung.

Beispiel: Eine Inhaltsangabe ist 400 Wörter lang, die Geschichte 150. Welcher Punkt ist nicht erfüllt?

  1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
  2. Eine Inhaltsangabe ist deutlich kürzer als der Text. Sie nennt nur die Hauptschritte.
  3. Also: Beschränkung auf das Wichtige

Ergebnis: Beschränkung auf das Wichtige

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Aus einer Inhaltsangabe: „Leon wartet total nervös auf die blöde Liste.“ Welcher Punkt der Checkliste ist nicht erfüllt? Starthilfe: Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    ☐ Präsens ☐ sachliche Sprache ☐ Einleitungssatz

    So fängst du an: Probe: Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab.

  2. ○Der letzte Karton:
    Mila packte den letzten Karton. Oben drauf legte sie das Foto von der Klassenfahrt, alle zwanzig Gesichter, die Hälfte mit geschlossenen Augen. //

    „Du kannst ja jedes Wochenende herkommen“, hatte ihr Vater gesagt. Hamburg war vier Stunden entfernt. Mila hatte nicht geantwortet. //

    Unten hupte der Umzugswagen. Sie klebte den Karton zu und schrieb mit dickem Stift darauf: ZERBRECHLICH. //

    Dann riss sie das Klebeband noch einmal auf, nahm das Foto heraus und steckte es in ihre Jackentasche.

    Wie steht Mila zum Umzug? Starthilfe: Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    ☐ Gut, denn sie packt alles selbst ein. ☐ Sie freut sich auf jedes Wochenende. ☐ Sie geht nicht gern und hängt an ihrer Klasse.

    So fängst du an: Probe: Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●„Die letzte Flasche“ wird mit ich erzählt. Wie nennst du diese Figur in der Inhaltsangabe?
    ☐ mit ich, wie im Text ☐ mit du, damit die Leserin mitfühlt ☐ in der dritten Person, etwa als die erzählende Person
  2. ●Die letzte Flasche:
    Ich stand im Supermarkt am Pfandautomaten, zwei leere Flaschen in der Hand. Vor mir ein alter Mann mit einem Beutel voller Flaschen. Er schob sie einzeln hinein, jede langsam, als würde er sie zählen. //

    Hinter mir seufzte jemand laut. Ich drehte mich nicht um. //

    Die letzte Flasche nahm der Automat nicht. Der Mann schob sie wieder hinein, einmal, zweimal. Dann hielt er sie in der Hand und sah sie an. //

    „Darf ich mal?“, fragte ich und merkte erst dabei, dass ich es laut gesagt hatte. Ich strich das Etikett glatt und schob die Flasche hinein. Diesmal nahm der Automat sie. //

    Der Mann nickte mir zu. Er sagte nichts. Ich auch nicht. Aber als ich draußen war, wusste ich nicht mehr, was ich eigentlich hatte kaufen wollen.

    Pfandautomat: Ein Automat im Supermarkt. Man steckt leere Flaschen hinein und bekommt dafür ein paar Cent zurück.

    Warum hilft die erzählende Person dem Mann?
    ☐ Der Automat nimmt seine letzte Flasche nicht an. ☐ Hinter ihr seufzt jemand und drängelt. ☐ Der Mann bittet sie um Hilfe.
  3. ●Welcher Einleitungssatz erfüllt die Checkliste?
    ☐ Kafkas „Kleine Fabel“ ist mein Lieblingstext. ☐ In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg. ☐ Die Maus rennt und die Katze frisst sie.
  4. ●Die Nachricht:
    Im Bus zog Selin das Handy aus der Jacke. Eine Nachricht von Jonas: „Hast du die Fotos von gestern schon gesehen? Alle lachen darüber.“ Darunter ein Link. //

    Selin tippte nicht darauf. Sie sah aus dem Fenster. Draußen warteten Leute an der Ampel, als wäre nichts. Sie dachte an die Party, an den Tisch, an das Glas, das umgefallen war. //

    Zwei Haltestellen später vibrierte das Handy wieder. „Das Foto von Mehmet ist das beste“, schrieb Jonas. //

    Selin atmete aus. Mehmet. Nicht sie. //

    Sie öffnete den Link trotzdem nicht. Sie schrieb: „Lösch das bitte. Für Mehmet.“ Dann steckte sie das Handy weg und stieg eine Haltestelle zu früh aus.

    Was befürchtet Selin, als sie an das umgefallene Glas denkt?
    ☐ Das steht nicht im Text. ☐ Dass Jonas ihr Handy nimmt. ☐ Dass auf den Fotos sie selbst zu sehen ist.
  5. ●Aus einer Inhaltsangabe: „Am Ende steigt Selin aus. Vorher liest sie die Nachricht von Jonas.“ Welcher Punkt ist nicht erfüllt?
    ☐ Reihenfolge der Handlung ☐ Präsens ☐ keine wörtliche Rede

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Der letzte Karton:
    Mila packte den letzten Karton. Oben drauf legte sie das Foto von der Klassenfahrt, alle zwanzig Gesichter, die Hälfte mit geschlossenen Augen. //

    „Du kannst ja jedes Wochenende herkommen“, hatte ihr Vater gesagt. Hamburg war vier Stunden entfernt. Mila hatte nicht geantwortet. //

    Unten hupte der Umzugswagen. Sie klebte den Karton zu und schrieb mit dickem Stift darauf: ZERBRECHLICH. //

    Dann riss sie das Klebeband noch einmal auf, nahm das Foto heraus und steckte es in ihre Jackentasche.

    Warum antwortet Mila ihrem Vater nicht?
    ☐ Sie glaubt nicht, dass es mit jedem Wochenende klappt. ☐ Sie hat ihn wegen des Hupens nicht gehört. ☐ Sie freut sich zu sehr auf Hamburg.
  2. ★Aus einer Inhaltsangabe: „Die Geschichte zeigt, dass man immer helfen muss.“ Warum gehört der Satz nicht hinein?
    ☐ Er steht nicht im Präsens. ☐ Er deutet den Text, statt den Inhalt wiederzugeben. ☐ Er ist zu kurz für einen Hauptteil.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. sachliche Sprache
  2. Sie geht nicht gern und hängt an ihrer Klasse.
  3. in der dritten Person, etwa als die erzählende Person
  4. Der Automat nimmt seine letzte Flasche nicht an.
  5. In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
  6. Dass auf den Fotos sie selbst zu sehen ist.
  7. Reihenfolge der Handlung
  8. Sie glaubt nicht, dass es mit jedem Wochenende klappt.
  9. Er deutet den Text, statt den Inhalt wiederzugeben.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → sachliche Sprache
  2. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Sie geht nicht gern und hängt an ihrer Klasse.
  3. Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → in der dritten Person, etwa als die erzählende Person
  4. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Der Automat nimmt seine letzte Flasche nicht an.
  5. Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
  6. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Dass auf den Fotos sie selbst zu sehen ist.
  7. Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → Reihenfolge der Handlung
  8. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Sie glaubt nicht, dass es mit jedem Wochenende klappt.
  9. Präsens, eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung, Einleitungssatz. Hake jeden Punkt einzeln ab. → Er deutet den Text, statt den Inhalt wiederzugeben.