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Deutsch · Blatt · Klasse 3

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

Deutsch

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

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Datum:
02.11.2026

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Über den Text hinaus: Du darfst weiterdenken, aber deine Antwort muss zu einer Stelle im Text passen. Sie darf nicht mehr behaupten, als dort steht.

Beispiel: Warum das Laub bunt wird
Im Sommer sind die Blätter grün. Das liegt am Blattgrün. Mit dem Blattgrün macht der Baum aus Sonnenlicht, Wasser und Luft seine Nahrung.

Im Herbst werden die Tage kürzer und kälter. Der Baum stellt sich auf den Winter ein. Er baut das Blattgrün ab. Die wertvollen Stoffe daraus holt er in Äste und Stamm zurück. Dort speichert er sie für das nächste Frühjahr.

Jetzt sieht man Farben, die vorher verdeckt waren. Gelb und Orange waren schon den ganzen Sommer im Blatt. Das Grün war nur stärker. Manche Bäume bilden im Herbst zusätzlich einen roten Farbstoff.

Zum Schluss wächst zwischen Blatt und Zweig eine dünne Trennschicht. Dann fällt das Blatt beim nächsten Windstoß ab.

Blattgrün: Der grüne Stoff in den Blättern, mit dem die Pflanze Nahrung macht. verdeckt: Etwas liegt darüber, deshalb sieht man es nicht. Trennschicht: Eine dünne Schicht, die zwei Teile voneinander löst.

Warum ist es für den Baum klug, die Stoffe vor dem Winter zurückzuholen?

  1. Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
  2. Die Blätter fallen ab (Absatz 4).
  3. Also: Sonst würde er sie mit den Blättern verlieren.

Ergebnis: Sonst würde er sie mit den Blättern verlieren.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Heute nicht im Rennen
    Beim Sportfest gibt es ein Wettrennen. Mila ist die Schnellste in ihrer Klasse. Alle wissen das. Neben ihr steht Ben. Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht und humpelt noch ein bisschen.

    Der Startpfiff ertönt. Mila rennt los und ist sofort vorne. Hinter sich hört sie einen Schrei. Ben ist gestolpert und liegt auf der Bahn.

    Mila bleibt stehen. Die anderen Kinder laufen an ihr vorbei. Sie dreht sich um und hilft Ben auf. Zusammen gehen sie langsam ins Ziel. Sie sind die Letzten.

    Am Abend fragt ihr Bruder: „Hast du gewonnen?“ Mila überlegt kurz. Dann sagt sie: „Heute nicht im Rennen.“ Ihr Bruder schaut verwirrt. Mila lächelt nur.

    verstaucht: Beim Umknicken verletzt, sodass es wehtut und dick wird. humpelt: Geht ungleichmäßig, weil ein Bein wehtut. verwirrt: Man versteht gerade nicht, was los ist.

    Was meint Mila mit „Heute nicht im Rennen“? Starthilfe: Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
    ☐ Sie gewinnt morgen ein anderes Rennen. ☐ Sie hat heute etwas anderes gewonnen als das Rennen. ☐ Sie ist traurig, weil sie verloren hat.

    So fängst du an: Probe: Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten?

  2. ○Der Flohmarkt
    Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.

    Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.

    Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.

    Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.

    Warum legt der Junge das Buch zurück? Starthilfe: Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
    ☐ Das steht nicht im Text. ☐ Das Buch gefällt ihm nicht. ☐ Er hat nicht genug Geld dafür.

    So fängst du an: Probe: Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Warum der Mond leuchtet
    Nachts sieht der Mond oft hell aus. Aber er leuchtet nicht selbst. Er ist eine große Kugel aus Gestein.

    Das Licht kommt von der Sonne. Die Sonne scheint auf den Mond. Der Mond wirft das Licht zurück zur Erde, wie ein Spiegel.

    Der Mond wandert in einem Monat einmal um die Erde. Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite. Mal ist er rund, mal nur eine schmale Sichel.

    Gestein: Viel hartes Material aus Steinen. Sichel: Eine schmale, gebogene Form wie ein Teil eines Kreises.

    Ein Kind sagt: „Der Mond ist eine Lampe am Himmel.“ Was sagt der Text dazu?
    ☐ Das stimmt, denn er leuchtet nachts hell. ☐ Das stimmt, aber nur, wenn er rund ist. ☐ Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück.
  2. ●Warum das Laub bunt wird
    Im Sommer sind die Blätter grün. Das liegt am Blattgrün. Mit dem Blattgrün macht der Baum aus Sonnenlicht, Wasser und Luft seine Nahrung.

    Im Herbst werden die Tage kürzer und kälter. Der Baum stellt sich auf den Winter ein. Er baut das Blattgrün ab. Die wertvollen Stoffe daraus holt er in Äste und Stamm zurück. Dort speichert er sie für das nächste Frühjahr.

    Jetzt sieht man Farben, die vorher verdeckt waren. Gelb und Orange waren schon den ganzen Sommer im Blatt. Das Grün war nur stärker. Manche Bäume bilden im Herbst zusätzlich einen roten Farbstoff.

    Zum Schluss wächst zwischen Blatt und Zweig eine dünne Trennschicht. Dann fällt das Blatt beim nächsten Windstoß ab.

    Blattgrün: Der grüne Stoff in den Blättern, mit dem die Pflanze Nahrung macht. verdeckt: Etwas liegt darüber, deshalb sieht man es nicht. Trennschicht: Eine dünne Schicht, die zwei Teile voneinander löst.

    Wozu braucht der Baum die gespeicherten Stoffe im nächsten Frühjahr wohl?
    ☐ Er macht damit neue Blätter. ☐ Der Text sagt nichts über das Frühjahr. ☐ Er macht die alten Blätter wieder grün.
  3. ●Der Tanz der Bienen
    Eine Honigbiene hat viele Blüten gefunden. Sie fliegt zurück in den Bienenstock. Dort tanzt sie auf der Wabe.

    Der Tanz ist eine Nachricht. Tanzt die Biene im Kreis, sind die Blüten ganz nah. Tanzt sie eine Acht und wackelt dabei, liegen sie weiter weg.

    Die anderen Bienen laufen hinter der Tänzerin her. Sie riechen auch den Duft der Blüten an ihr. Dann fliegen sie los und finden den Weg.

    Wabe: Eine Wand aus Wachs mit vielen kleinen Kammern im Bienenstock. Nachricht: Etwas, das man anderen mitteilt.

    Eine Biene tanzt eine Acht und wackelt. Was tun die anderen Bienen danach wohl?
    ☐ Sie suchen Blüten direkt neben dem Stock. ☐ Sie fliegen ein Stück weiter weg zu den Blüten. ☐ Sie bleiben im Stock und schlafen.
  4. ●Aus alt mach neu
    Altpapier kommt in die blaue Tonne. Aber was passiert danach? In einer Papierfabrik wird daraus neues Papier.

    Zuerst kommt das Altpapier in einen großen Behälter mit Wasser. Dort wird es gerührt, bis ein grauer Brei entsteht. Der Brei besteht aus winzigen Fasern.

    Dann muss die Druckfarbe heraus. Man bläst Luft in den Brei. Die Farbe bleibt an den Luftblasen hängen und steigt nach oben. Dort schöpft man sie als Schaum ab.

    Jetzt wird der Brei dünn auf ein Sieb gegossen. Das Wasser läuft ab, die Fasern bleiben liegen. Große heiße Walzen pressen und trocknen sie. Am Ende ist ein langes Band aus Papier entstanden.

    Papier kann man mehrmals wiederverwerten, aber nicht unendlich oft. Bei jedem Durchgang werden die Fasern kürzer.

    Fasern: Ganz dünne, kurze Fäden. Walzen: Große Rollen, die sich drehen und etwas flach drücken. wiederverwerten: Aus etwas Altem etwas Neues machen.

    Warum steht am Ende, dass die Fasern bei jedem Durchgang kürzer werden?
    ☐ Der Text gibt dafür keinen Grund an. ☐ Weil die Fasern im Wasser schwimmen. ☐ Es ist der Grund, warum es nicht unendlich oft geht.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Der gelbe Zettel
    Jonas holt am Morgen die Zeitung aus dem Briefkasten. Da liegt noch etwas: ein gelber Zettel. Darauf steht nur ein Satz: „Schau unter die dritte Stufe.“

    Jonas geht zur Treppe vor dem Haus. Er zählt die Stufen. Unter der dritten Stufe klebt ein kleiner Umschlag. Darin ist ein zweiter Zettel: „Geh zu dem Baum mit den meisten Äpfeln.“

    Im Garten stehen zwei Apfelbäume. Der eine ist klein und hat fast keine Äpfel. Der andere hängt voll davon. Jonas läuft hin. Am Stamm hängt eine Tüte. Darin liegen zwei Eintrittskarten für den Zoo.

    Da geht hinter ihm die Haustür auf. Oma steht dort und lacht. „Alles Gute zum Geburtstag“, sagt sie. „Die zweite Karte ist übrigens für mich.“

    Stufe: Ein Teil einer Treppe, auf den man den Fuß setzt. Umschlag: Eine Hülle aus Papier für einen Brief. Eintrittskarten: Karten, mit denen man hineindarf, zum Beispiel in den Zoo.

    Warum hat Oma wohl eine Suche gebaut, statt die Karten einfach zu schenken?
    ☐ Damit der Geburtstag spannend beginnt. ☐ Weil Jonas keine Geschenke mag. ☐ Weil sie die Karten im Garten verloren hatte.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Sie hat heute etwas anderes gewonnen als das Rennen.
  2. Er hat nicht genug Geld dafür.
  3. Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück.
  4. Er macht damit neue Blätter.
  5. Sie fliegen ein Stück weiter weg zu den Blüten.
  6. Es ist der Grund, warum es nicht unendlich oft geht.
  7. Damit der Geburtstag spannend beginnt.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Sie hat heute etwas anderes gewonnen als das Rennen.
  2. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Er hat nicht genug Geld dafür.
  3. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück.
  4. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Er macht damit neue Blätter.
  5. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Sie fliegen ein Stück weiter weg zu den Blüten.
  6. Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Es ist der Grund, warum es nicht unendlich oft geht.
  7. Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Damit der Geburtstag spannend beginnt.