Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte
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- 08.10.2026
Mein Ziel: Ich denke über den Text hinaus und prüfe meine Antwort am Text.
Erst entscheiden, dann vergleichen. Wo du falsch lagst: die Probe noch einmal machen und den Satz richtig abschreiben.
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe.
Merken
Über den Text hinaus: Du darfst weiterdenken, aber deine Antwort muss zu einer Stelle im Text passen. Sie darf nicht mehr behaupten, als dort steht.
Beispiel: Aus alt mach neu
Altpapier kommt in die blaue Tonne. Aber was passiert danach? In einer Papierfabrik wird daraus neues Papier.
Zuerst kommt das Altpapier in einen großen Behälter mit Wasser. Dort wird es gerührt, bis ein grauer Brei entsteht. Der Brei besteht aus winzigen Fasern.
Dann muss die Druckfarbe heraus. Man bläst Luft in den Brei. Die Farbe bleibt an den Luftblasen hängen und steigt nach oben. Dort schöpft man sie als Schaum ab.
Jetzt wird der Brei dünn auf ein Sieb gegossen. Das Wasser läuft ab, die Fasern bleiben liegen. Große heiße Walzen pressen und trocknen sie. Am Ende ist ein langes Band aus Papier entstanden.
Papier kann man mehrmals wiederverwerten, aber nicht unendlich oft. Bei jedem Durchgang werden die Fasern kürzer.
Fasern: Ganz dünne, kurze Fäden. Walzen: Große Rollen, die sich drehen und etwas flach drücken. wiederverwerten: Aus etwas Altem etwas Neues machen.
Was kannst du nach diesem Text selbst tun?
- Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
- Nur was in der blauen Tonne landet, kann in der Fabrik zu neuem Papier werden.
- Also: Papier in die blaue Tonne werfen und nicht in den Restmüll.
Ergebnis: Papier in die blaue Tonne werfen und nicht in den Restmüll.
Mit Starthilfe
Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.
- ○Der Tanz der Bienen
Eine Honigbiene hat viele Blüten gefunden. Sie fliegt zurück in den Bienenstock. Dort tanzt sie auf der Wabe.
Der Tanz ist eine Nachricht. Tanzt die Biene im Kreis, sind die Blüten ganz nah. Tanzt sie eine Acht und wackelt dabei, liegen sie weiter weg.
Die anderen Bienen laufen hinter der Tänzerin her. Sie riechen auch den Duft der Blüten an ihr. Dann fliegen sie los und finden den Weg.
Wabe: Eine Wand aus Wachs mit vielen kleinen Kammern im Bienenstock. Nachricht: Etwas, das man anderen mitteilt.
Eine Biene tanzt eine Acht und wackelt. Was tun die anderen Bienen danach wohl? Starthilfe: Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
☐ Sie fliegen ein Stück weiter weg zu den Blüten. ☐ Sie suchen Blüten direkt neben dem Stock. ☐ Sie bleiben im Stock und schlafen.So fängst du an: Probe: Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten?
- ○Der Stachelträger im Laub
Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.
Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.
Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.
Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.
In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.
Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.
Warum frisst sich der Igel im Herbst ein Fettpolster an? Starthilfe: Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
☐ Sein Herz schlägt im Herbst langsam. ☐ Er schläft den Winter über und frisst dann nichts. ☐ Damit er im Herbst schneller laufen und besser jagen kann.So fängst du an: Probe: Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor?
Üben
Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.
- ●Der Gräber unter der Wiese
Der Maulwurf lebt fast immer unter der Erde. Dort gräbt er lange Gänge. Seine Vorderfüße sind breit wie Schaufeln. Damit schiebt er die Erde zur Seite. Was übrig bleibt, drückt er nach oben. So entstehen die kleinen Hügel auf der Wiese.
Der Maulwurf hat winzige Augen. Er kann damit nur hell und dunkel unterscheiden. Das stört ihn nicht, denn in seinen Gängen ist es sowieso dunkel. Viel wichtiger ist seine Nase. Mit ihr riecht und tastet er.
Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer. Er braucht jeden Tag ungefähr halb so viel Futter, wie er selbst wiegt. Deshalb ist er Tag und Nacht in seinen Gängen unterwegs. Einen Winterschlaf hält er nicht.
In Deutschland steht der Maulwurf unter Schutz. Man darf ihn nicht fangen und nicht töten.
Vorderfüße: Die Füße vorne am Körper eines Tieres. unterscheiden: Merken, dass zwei Dinge nicht gleich sind. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.
Stell dir vor, in einem Garten gibt es keine Regenwürmer mehr. Was würde der Maulwurf wohl tun?
☐ Er würde sofort verhungern, weil er nur Regenwürmer frisst. ☐ Er würde weitergraben, bis er woanders Futter findet. ☐ Er würde Pflanzen fressen wie ein Hase. - ●Warum das Laub bunt wird
Im Sommer sind die Blätter grün. Das liegt am Blattgrün. Mit dem Blattgrün macht der Baum aus Sonnenlicht, Wasser und Luft seine Nahrung.
Im Herbst werden die Tage kürzer und kälter. Der Baum stellt sich auf den Winter ein. Er baut das Blattgrün ab. Die wertvollen Stoffe daraus holt er in Äste und Stamm zurück. Dort speichert er sie für das nächste Frühjahr.
Jetzt sieht man Farben, die vorher verdeckt waren. Gelb und Orange waren schon den ganzen Sommer im Blatt. Das Grün war nur stärker. Manche Bäume bilden im Herbst zusätzlich einen roten Farbstoff.
Zum Schluss wächst zwischen Blatt und Zweig eine dünne Trennschicht. Dann fällt das Blatt beim nächsten Windstoß ab.
Blattgrün: Der grüne Stoff in den Blättern, mit dem die Pflanze Nahrung macht. verdeckt: Etwas liegt darüber, deshalb sieht man es nicht. Trennschicht: Eine dünne Schicht, die zwei Teile voneinander löst.
Wozu braucht der Baum die gespeicherten Stoffe im nächsten Frühjahr wohl?
☐ Der Text sagt nichts über das Frühjahr. ☐ Er macht die alten Blätter wieder grün. ☐ Er macht damit neue Blätter. - ●Wo ist der Schlüssel?
Nach der Schule steht Ben vor der Haustür. Er sucht in seiner Jacke. Der Schlüssel ist nicht da.
Ben läuft den Weg zurück. Am Spielplatz sucht er unter der Rutsche. Im Gras liegt nur ein roter Handschuh.
Da ruft jemand seinen Namen. Frau Kaya von nebenan winkt mit etwas Glänzendem. „Der lag vor meinem Briefkasten“, sagt sie. Ben atmet tief aus.
nebenan: Im Haus gleich daneben. Glänzendem: Etwas, das im Licht blinkt.
Was könnte Ben beim nächsten Mal tun?
☐ Den Schlüssel an einer sicheren Stelle festmachen. ☐ Den Schlüssel unter die Rutsche legen. ☐ Nie mehr ohne Erwachsene nach draußen gehen. - ●Der Flohmarkt
Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.
Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.
Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.
Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.
Warum legt der Junge das Buch zurück?
☐ Das steht nicht im Text. ☐ Er hat nicht genug Geld dafür. ☐ Das Buch gefällt ihm nicht.
Weiterdenken
Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.
- ★Der Stachelträger im Laub
Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.
Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.
Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.
Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.
In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.
Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.
Ein Kind findet im Oktober einen Igel im Garten und will ihn mit ins Haus nehmen. Was sagt der Text dazu?
☐ Es soll ihm eine Schale Milch hinstellen. ☐ Es darf ihn mitnehmen, weil alle Igel im Herbst Hilfe brauchen. ☐ Es soll ihn lassen, denn er steht unter Schutz.
Eigene Sätze
- ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.
Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken
- Sie fliegen ein Stück weiter weg zu den Blüten.
- Er schläft den Winter über und frisst dann nichts.
- Er würde weitergraben, bis er woanders Futter findet.
- Er macht damit neue Blätter.
- Den Schlüssel an einer sicheren Stelle festmachen.
- Er hat nicht genug Geld dafür.
- Es soll ihn lassen, denn er steht unter Schutz.
Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Sie fliegen ein Stück weiter weg zu den Blüten.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Er schläft den Winter über und frisst dann nichts.
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Er würde weitergraben, bis er woanders Futter findet.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Er macht damit neue Blätter.
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Den Schlüssel an einer sicheren Stelle festmachen.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Er hat nicht genug Geld dafür.
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Es soll ihn lassen, denn er steht unter Schutz.