Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte
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- 04.11.2026
Mein Ziel: Ich denke über den Text hinaus und prüfe meine Antwort am Text.
Erst entscheiden, dann vergleichen. Wo du falsch lagst: die Probe noch einmal machen und den Satz richtig abschreiben.
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe.
Merken
Über den Text hinaus: Du darfst weiterdenken, aber deine Antwort muss zu einer Stelle im Text passen. Sie darf nicht mehr behaupten, als dort steht.
Beispiel: Der Flohmarkt
Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.
Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.
Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.
Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.
Was zeigt die Geschichte über Emil?
- Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
- Absatz 3: Emil überlegt kurz und schenkt das Buch. Er hat den Jungen beobachtet.
- Also: Er merkt, was ein anderer braucht, und hilft.
Ergebnis: Er merkt, was ein anderer braucht, und hilft.
Mit Starthilfe
Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.
- ○Der Flohmarkt
Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.
Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.
Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.
Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.
Was zeigt die Geschichte über Emil? Starthilfe: Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
☐ Er will seine Bücher schnell loswerden. ☐ Er verschenkt immer alles, was er hat. ☐ Er merkt, was ein anderer braucht, und hilft.So fängst du an: Probe: Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten?
- ○Die Reise der Kraniche
Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.
Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.
Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.
Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.
Warum fliegen die Kraniche im Herbst weg? Starthilfe: Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
☐ Im Norden finden sie nicht mehr genug Futter. ☐ Das steht nicht im Text. ☐ Sie wollen in Spanien ihre Jungen bekommen.So fängst du an: Probe: Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor?
Üben
Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.
- ●Der Tanz der Bienen
Eine Honigbiene hat viele Blüten gefunden. Sie fliegt zurück in den Bienenstock. Dort tanzt sie auf der Wabe.
Der Tanz ist eine Nachricht. Tanzt die Biene im Kreis, sind die Blüten ganz nah. Tanzt sie eine Acht und wackelt dabei, liegen sie weiter weg.
Die anderen Bienen laufen hinter der Tänzerin her. Sie riechen auch den Duft der Blüten an ihr. Dann fliegen sie los und finden den Weg.
Wabe: Eine Wand aus Wachs mit vielen kleinen Kammern im Bienenstock. Nachricht: Etwas, das man anderen mitteilt.
Eine Biene tanzt eine Acht und wackelt. Was tun die anderen Bienen danach wohl?
☐ Sie fliegen ein Stück weiter weg zu den Blüten. ☐ Sie suchen Blüten direkt neben dem Stock. ☐ Sie bleiben im Stock und schlafen. - ●Aus alt mach neu
Altpapier kommt in die blaue Tonne. Aber was passiert danach? In einer Papierfabrik wird daraus neues Papier.
Zuerst kommt das Altpapier in einen großen Behälter mit Wasser. Dort wird es gerührt, bis ein grauer Brei entsteht. Der Brei besteht aus winzigen Fasern.
Dann muss die Druckfarbe heraus. Man bläst Luft in den Brei. Die Farbe bleibt an den Luftblasen hängen und steigt nach oben. Dort schöpft man sie als Schaum ab.
Jetzt wird der Brei dünn auf ein Sieb gegossen. Das Wasser läuft ab, die Fasern bleiben liegen. Große heiße Walzen pressen und trocknen sie. Am Ende ist ein langes Band aus Papier entstanden.
Papier kann man mehrmals wiederverwerten, aber nicht unendlich oft. Bei jedem Durchgang werden die Fasern kürzer.
Fasern: Ganz dünne, kurze Fäden. Walzen: Große Rollen, die sich drehen und etwas flach drücken. wiederverwerten: Aus etwas Altem etwas Neues machen.
Welcher Satz fasst den Text am besten zusammen?
☐ Druckfarbe steigt an Luftblasen nach oben. ☐ Aus Altpapier wird in mehreren Schritten neues Papier. ☐ Papier kann man unendlich oft wiederverwerten. - ●Der gelbe Zettel
Jonas holt am Morgen die Zeitung aus dem Briefkasten. Da liegt noch etwas: ein gelber Zettel. Darauf steht nur ein Satz: „Schau unter die dritte Stufe.“
Jonas geht zur Treppe vor dem Haus. Er zählt die Stufen. Unter der dritten Stufe klebt ein kleiner Umschlag. Darin ist ein zweiter Zettel: „Geh zu dem Baum mit den meisten Äpfeln.“
Im Garten stehen zwei Apfelbäume. Der eine ist klein und hat fast keine Äpfel. Der andere hängt voll davon. Jonas läuft hin. Am Stamm hängt eine Tüte. Darin liegen zwei Eintrittskarten für den Zoo.
Da geht hinter ihm die Haustür auf. Oma steht dort und lacht. „Alles Gute zum Geburtstag“, sagt sie. „Die zweite Karte ist übrigens für mich.“
Stufe: Ein Teil einer Treppe, auf den man den Fuß setzt. Umschlag: Eine Hülle aus Papier für einen Brief. Eintrittskarten: Karten, mit denen man hineindarf, zum Beispiel in den Zoo.
Warum hat Oma wohl eine Suche gebaut, statt die Karten einfach zu schenken?
☐ Weil Jonas keine Geschenke mag. ☐ Weil sie die Karten im Garten verloren hatte. ☐ Damit der Geburtstag spannend beginnt. - ●Der Stachelträger im Laub
Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.
Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.
Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.
Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.
In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.
Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.
Wie findet der Igel nachts sein Futter, obwohl seine Augen klein sind?
☐ Er findet es mit seinen Ohren und seiner Nase. ☐ Der Text sagt nicht, wie er sucht. ☐ Er sucht nur, wenn der Mond scheint.
Weiterdenken
Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.
- ★Warum der Mond leuchtet
Nachts sieht der Mond oft hell aus. Aber er leuchtet nicht selbst. Er ist eine große Kugel aus Gestein.
Das Licht kommt von der Sonne. Die Sonne scheint auf den Mond. Der Mond wirft das Licht zurück zur Erde, wie ein Spiegel.
Der Mond wandert in einem Monat einmal um die Erde. Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite. Mal ist er rund, mal nur eine schmale Sichel.
Gestein: Viel hartes Material aus Steinen. Sichel: Eine schmale, gebogene Form wie ein Teil eines Kreises.
Ein Kind sagt: „Der Mond ist eine Lampe am Himmel.“ Was sagt der Text dazu?
☐ Das stimmt, denn er leuchtet nachts hell. ☐ Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück. ☐ Das stimmt, aber nur, wenn er rund ist.
Eigene Sätze
- ★Schreibe zwei eigene Sätze. Unterstreiche darin, was du heute geübt hast.
Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken
- Er merkt, was ein anderer braucht, und hilft.
- Im Norden finden sie nicht mehr genug Futter.
- Sie fliegen ein Stück weiter weg zu den Blüten.
- Aus Altpapier wird in mehreren Schritten neues Papier.
- Damit der Geburtstag spannend beginnt.
- Er findet es mit seinen Ohren und seiner Nase.
- Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück.
Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Er merkt, was ein anderer braucht, und hilft.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Im Norden finden sie nicht mehr genug Futter.
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Sie fliegen ein Stück weiter weg zu den Blüten.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Aus Altpapier wird in mehreren Schritten neues Papier.
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Damit der Geburtstag spannend beginnt.
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Er findet es mit seinen Ohren und seiner Nase.
- Lies die Stelle noch einmal. Passt deine Antwort dazu, ohne mehr zu behaupten? → Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück.