Drama und szenisches Spiel
- Name:
- Klasse:
- Datum:
- 04.11.2026
Mein Ziel: Ich kann eine Regieanweisung schreiben.
Erst entscheiden, dann vergleichen. Wo du falsch lagst: die Probe noch einmal machen und den Satz richtig abschreiben.
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe.
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Regieanweisung: Die Regieanweisung ist Nebentext und wird nicht gesprochen. Sie steht meist in Klammern oder kursiv und sagt genau, was man sieht oder hört.
Beispiel: Der Schlüssel:
Küche, spät am Abend. Die MUTTER sitzt am Tisch, vor ihr ein Schlüsselbund. TIM kommt herein, die Jacke noch an. //
MUTTER: Halb elf. /
TIM: Der Bus kam nicht. /
MUTTER (schiebt den Schlüssel über den Tisch): Den hast du heute Morgen liegen lassen. /
TIM (bleibt stehen): Ich hab geklingelt. Keiner hat aufgemacht. /
MUTTER: Ich war hier. Die ganze Zeit. /
(Pause. TIM zieht langsam die Jacke aus.) /
TIM: Dann hab ich wohl nicht geklingelt.
Welche Regieanweisung gehört zur Mutter?
- Trenne, was eine Figur sagt, von dem, was gezeigt wird.
- Die Klammer steht direkt hinter MUTTER. Die beiden anderen gehören zu Tim.
- Also: (schiebt den Schlüssel über den Tisch)
Ergebnis: (schiebt den Schlüssel über den Tisch)
Mit Starthilfe
Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.
- ○Wo steht im Textbuch der Ort einer Szene? Starthilfe: Trenne, was eine Figur sagt, von dem, was gezeigt wird.
☐ in der ersten Figurenrede ☐ im Titel des Stücks ☐ in der Regieanweisung am AnfangSo fängst du an: Probe: Sprich den Satz laut. Kann ihn eine Figur sagen, oder beschreibt er, was man sieht und hört?
- ○Faust. Der Tragödie erster Teil (Marthens Garten, Auszug) – Johann Wolfgang von Goethe:
MARGARETE: Nun sag, wie hast du's mit der Religion? /
Du bist ein herzlich guter Mann, /
Allein ich glaub, du hältst nicht viel davon. //
FAUST: Lass das, mein Kind! Du fühlst, ich bin dir gut; /
Für meine Lieben ließ ich Leib und Blut, /
Will niemand sein Gefühl und seine Kirche rauben.
Wer spricht in diesem Auszug? Starthilfe: Klär zuerst, wer spricht, zu wem, und was jede Figur will.
☐ Margarete und Faust ☐ Faust allein ☐ Margarete und MartheSo fängst du an: Probe: Schreib für jede Figur einen Satz: Sie will … Wo sich die Sätze widersprechen, liegt der Konflikt.
Üben
Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.
- ●Faust. Der Tragödie erster Teil (Marthens Garten, Auszug) – Johann Wolfgang von Goethe:
MARGARETE: Nun sag, wie hast du's mit der Religion? /
Du bist ein herzlich guter Mann, /
Allein ich glaub, du hältst nicht viel davon. //
FAUST: Lass das, mein Kind! Du fühlst, ich bin dir gut; /
Für meine Lieben ließ ich Leib und Blut, /
Will niemand sein Gefühl und seine Kirche rauben.
Welche Regieanweisung passt zu Fausts „Lass das, mein Kind!“?
☐ (weicht ihrem Blick aus) ☐ (sieht sie fest an und nickt) ☐ (ruft laut über den Garten) - ●Die Wahl:
Flur vor dem Klassenraum. LINA lehnt an der Wand. MARC kommt mit zwei Stimmzetteln in der Hand. //
MARC: Du hast mich nicht gewählt. /
LINA (sieht auf den Boden): Es war geheim. /
MARC: Deine Schrift erkenne ich überall. /
LINA: Dann weißt du ja, wen ich gewählt habe. /
MARC (leiser): Wir wollten das zusammen machen. Klassensprecher und Stellvertreterin. /
LINA (hebt den Kopf): Du wolltest das. Mich hast du nie gefragt. /
(Die Klingel. Beide bleiben stehen.)
Worin besteht der Konflikt?
☐ Lina will selbst Klassensprecherin werden. ☐ Marc hat für Lina mitgeplant, ohne sie zu fragen. ☐ Marc hat die Wahl verloren, weil Lina gelogen hat. - ●Der Schlüssel:
Küche, spät am Abend. Die MUTTER sitzt am Tisch, vor ihr ein Schlüsselbund. TIM kommt herein, die Jacke noch an. //
MUTTER: Halb elf. /
TIM: Der Bus kam nicht. /
MUTTER (schiebt den Schlüssel über den Tisch): Den hast du heute Morgen liegen lassen. /
TIM (bleibt stehen): Ich hab geklingelt. Keiner hat aufgemacht. /
MUTTER: Ich war hier. Die ganze Zeit. /
(Pause. TIM zieht langsam die Jacke aus.) /
TIM: Dann hab ich wohl nicht geklingelt.
Welche Regieanweisung zeigt, dass Tim nachgibt?
☐ (TIM kommt herein, die Jacke noch an.) ☐ (schiebt den Schlüssel über den Tisch) ☐ (TIM zieht langsam die Jacke aus.) - ●Das Zeugnis:
Wohnzimmer. Der VATER liest Zeitung. NOAH steht in der Tür, einen Umschlag in der Hand. //
NOAH: Ich hab das Zeugnis. /
VATER (ohne aufzusehen): Und? /
NOAH: Mathe ist besser geworden. Eine Drei. /
VATER (legt die Zeitung weg): Und Deutsch? /
NOAH (leise): Eine Vier. /
VATER: Eine Vier. (Pause.) Letztes Jahr war es eine Zwei. /
NOAH: Ich hab in Mathe jeden Tag geübt. Für Deutsch war keine Zeit mehr. /
VATER (steht auf, nimmt den Umschlag, liest lange. Dann legt er Noah die Hand auf die Schulter): Dann üben wir Deutsch zusammen.
Was will Noah in der Szene erreichen?
☐ Der Vater soll die Verbesserung sehen. ☐ Der Vater soll die Vier unterschreiben, ohne zu lesen. ☐ Noah will Taschengeld für die Drei. - ●Vor dem Anruf:
Ein Zimmer. JANA allein, das Handy in der Hand. //
JANA: Ich ruf sie an. Jetzt. (Sie tippt, hält inne.) Und was sag ich? „Tut mir leid“? Das hab ich schon dreimal geschrieben. (Sie legt das Handy weg, nimmt es wieder.) Sie hat nicht geantwortet. Vielleicht schläft sie. Vielleicht will sie nicht. (Sie steht auf.) Nein. Wenn ich jetzt nicht anrufe, dann nie. (Sie wählt. Es klingelt. Licht aus.)
Welche Regieanweisung beendet die Szene?
☐ (Sie steht auf.) ☐ (Licht aus.) ☐ „Dann nie.“
Weiterdenken
Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.
- ★Vor dem Anruf:
Ein Zimmer. JANA allein, das Handy in der Hand. //
JANA: Ich ruf sie an. Jetzt. (Sie tippt, hält inne.) Und was sag ich? „Tut mir leid“? Das hab ich schon dreimal geschrieben. (Sie legt das Handy weg, nimmt es wieder.) Sie hat nicht geantwortet. Vielleicht schläft sie. Vielleicht will sie nicht. (Sie steht auf.) Nein. Wenn ich jetzt nicht anrufe, dann nie. (Sie wählt. Es klingelt. Licht aus.)
Warum endet die Szene mit „Licht aus“ und nicht mit dem Gespräch?
☐ Weil der Strom im Theater ausfällt. ☐ Die Zuschauer sollen selbst über den Ausgang nachdenken. ☐ Weil die Freundin nicht abnimmt. - ★Zwanzig Euro zu viel:
Ein Kiosk am Abend. BEN, 15, hilft seinem Onkel aus und steht hinter der Kasse. Eine Kundin hat eben bezahlt und ist gegangen. //
BEN (zählt die Kasse, hält inne): Zwanzig Euro zu viel. (Er sieht zur Tür.) Die Frau mit dem roten Schal. Sie hat mir zwei Scheine gegeben, die zusammenklebten. (Er hält den Schein ins Licht.) Mein Onkel würde sagen: Was in der Kasse ist, gehört dem Laden. (Pause.) Aber sie wohnt gegenüber. Sie kauft jeden Morgen ihre Zeitung hier. (Er nimmt seine Jacke.) Ich bin in fünf Minuten zurück. /
(Er schließt die Tür ab. Licht aus.)
Kiosk: Ein kleiner Laden für Zeitungen, Getränke und Süßigkeiten.
Welcher Satz ist der Wendepunkt?
☐ „Zwanzig Euro zu viel.“ ☐ „Ich bin in fünf Minuten zurück.“ ☐ „Aber sie wohnt gegenüber.“
Eigene Sätze
- ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.
Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken
- in der Regieanweisung am Anfang
- Margarete und Faust
- (weicht ihrem Blick aus)
- Marc hat für Lina mitgeplant, ohne sie zu fragen.
- (TIM zieht langsam die Jacke aus.)
- Der Vater soll die Verbesserung sehen.
- (Licht aus.)
- Die Zuschauer sollen selbst über den Ausgang nachdenken.
- „Aber sie wohnt gegenüber.“
Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft
- Sprich den Satz laut. Kann ihn eine Figur sagen, oder beschreibt er, was man sieht und hört? → in der Regieanweisung am Anfang
- Schreib für jede Figur einen Satz: Sie will … Wo sich die Sätze widersprechen, liegt der Konflikt. → Margarete und Faust
- Sprich den Satz laut. Kann ihn eine Figur sagen, oder beschreibt er, was man sieht und hört? → (weicht ihrem Blick aus)
- Schreib für jede Figur einen Satz: Sie will … Wo sich die Sätze widersprechen, liegt der Konflikt. → Marc hat für Lina mitgeplant, ohne sie zu fragen.
- Sprich den Satz laut. Kann ihn eine Figur sagen, oder beschreibt er, was man sieht und hört? → (TIM zieht langsam die Jacke aus.)
- Schreib für jede Figur einen Satz: Sie will … Wo sich die Sätze widersprechen, liegt der Konflikt. → Der Vater soll die Verbesserung sehen.
- Sprich den Satz laut. Kann ihn eine Figur sagen, oder beschreibt er, was man sieht und hört? → (Licht aus.)
- Sprich den Satz laut. Kann ihn eine Figur sagen, oder beschreibt er, was man sieht und hört? → Die Zuschauer sollen selbst über den Ausgang nachdenken.
- Schreib für jede Figur einen Satz: Sie will … Wo sich die Sätze widersprechen, liegt der Konflikt. → „Aber sie wohnt gegenüber.“