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Deutsch · Blatt · Klasse 7

Argumentieren und Erörtern

Deutsch

Argumentieren und Erörtern

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Klasse:
Datum:
04.11.2026

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These, Argument, Beleg: Die These behauptet, das Argument begründet, der Beleg stützt. Belege sind Beispiele, Zahlen, Tatsachen oder Aussagen von Fachleuten. Ohne Beleg überzeugt ein Argument kaum.

Beispiel: Leserbrief: Mehr Zeit zum Essen:
Unsere Mittagspause dauert zwanzig Minuten. Das ist zu kurz. Wir brauchen mehr Zeit zum Essen. //

Vor der Essensausgabe steht man oft zehn Minuten an. Dann bleiben zum Essen nur noch zehn Minuten, und viele lassen das Gemüse liegen oder essen gar nicht. //

Die Schulleitung sagt, eine längere Pause verschiebe den Unterricht nach hinten. Doch schon eine zweite Essensausgabe würde die Schlange halbieren, ohne dass eine Minute Unterricht verloren geht. //

Wer hungrig im Unterricht sitzt, kann sich schlecht konzentrieren.

Essensausgabe: Die Theke in der Mensa, an der man sein Essen bekommt.

Welches Argument steht am Schluss?

  1. Frag bei jedem Satz: Wird etwas behauptet, begründet oder mit einem Beispiel gestützt?
  2. Der letzte Satz begründet die These noch einmal von einer anderen Seite.
  3. Also: Hunger stört die Konzentration im Unterricht.

Ergebnis: Hunger stört die Konzentration im Unterricht.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Kommentar: Einheitliche Schulkleidung?:
    Immer wieder wird gefordert, dass alle an unserer Schule dieselbe Kleidung tragen sollen. Ich bin dagegen. //

    Kleidung ist für viele Jugendliche ein Teil ihrer Persönlichkeit. Wer morgens aussucht, was er trägt, zeigt, wer er ist. //

    Zwar sagen die Befürworter, einheitliche Kleidung verhindere Streit um teure Marken. Doch Streit um Geld verschwindet nicht, er wandert zu Schuhen, Handys und Rucksäcken. //

    Wichtiger wäre, dass wir über Marken und Druck in der Klasse offen reden.

    Welcher Satz nimmt die Gegenseite auf? Starthilfe: Frag bei jedem Satz: Wird etwas behauptet, begründet oder mit einem Beispiel gestützt?
    ☐ Kleidung ist ein Teil der Persönlichkeit. ☐ Wichtiger wäre, offen zu reden. ☐ Zwar sagen die Befürworter, sie verhindere Streit um Marken.

    So fängst du an: Probe: Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe.

  2. ○Rede im Klassenrat: Ein Pausenraum für die 9. Klassen:
    Ich bin dafür, dass die 9. Klassen den leeren Raum neben der Bibliothek als Pausenraum bekommen. //

    Erstens ist es in den Wintermonaten auf dem Hof oft nass und kalt. Letzten Dezember fiel die Hofpause an elf von fünfzehn Schultagen wegen Regen aus. //

    Zweitens lernen wir dort, selbst Verantwortung zu übernehmen. Wir würden einen Plan machen, wer aufräumt und wer abschließt. //

    Die Hausmeisterin sagt, dann liege bald überall Müll. Doch wenn wir für den Raum zuständig sind, achten wir selbst darauf. Das hat bei der Schülerfirma auch geklappt.

    Wie wollen die Klassen Ordnung halten? Starthilfe: Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    ☐ Sie machen einen Plan, wer aufräumt und abschließt. ☐ Die Hausmeisterin räumt jeden Tag auf. ☐ Im Raum darf niemand essen.

    So fängst du an: Probe: Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Schülerzeitung: Hausaufgaben in der Schule:
    Viele Schulen verlegen die Hausaufgaben in eine Lernzeit am Nachmittag. Das ist ein guter Schritt. //

    In der Lernzeit kann man fragen, wenn man nicht weiterkommt. Zu Hause hilft nicht jede Familie gleich gut, manche Eltern arbeiten bis zum Abend. //

    Kritiker meinen, Kinder lernten so nicht mehr, allein zu arbeiten. Aber auch in der Lernzeit arbeitet jeder an seinem Platz allein, nur ist jemand da, wenn es hakt. //

    Wer gerechte Chancen will, sollte die Lernzeit für alle einführen.

    Wie lautet die These des Kommentars?
    ☐ Die Lernzeit am Nachmittag ist ein guter Schritt. ☐ Manche Eltern arbeiten bis zum Abend. ☐ Kinder lernen nicht mehr, allein zu arbeiten.
  2. ●Kommentar: Ein Klassentier für die 7b?:
    Die 7b möchte ein Klassentier, am liebsten zwei Meerschweinchen. Ich bin dagegen. //

    Meerschweinchen brauchen jeden Tag frisches Futter und Wasser, auch in den Ferien. Wer sorgt dann für sie? Im letzten Sommer musste die Nachbarklasse ihr Aquarium an eine Tierhandlung abgeben, weil sich niemand fand. //

    Natürlich lernt man mit einem Tier Verantwortung. Doch das geht auch mit einem Beet im Schulgarten, das in den Ferien niemanden braucht. //

    Ein Tier ist kein Unterrichtsmaterial.

    Warum erwähnt der Text die Nachbarklasse?
    ☐ Fische sind leichter zu halten. ☐ Ihr Beispiel zeigt, dass die Ferien wirklich ein Problem sind. ☐ Die Nachbarklasse mag keine Tiere.
  3. ●Leserbrief: Bäume statt Parkplätze:
    Vor unserer Schule gibt es zwölf Parkplätze für Lehrkräfte. Ich schlage vor, sechs davon in einen kleinen Park mit Bäumen und Bänken umzuwandeln. //

    Im Sommer wird der Schulhof so heiß, dass niemand in der Sonne sitzen will. Bäume spenden Schatten. Als wir im Juli gemessen haben, war es unter der Linde am Tor fünf Grad kühler als auf dem Asphalt. //

    Natürlich brauchen manche Lehrkräfte ihr Auto. Doch eine Umfrage im Kollegium hat ergeben, dass an den meisten Tagen nur sieben Plätze belegt sind.

    Welcher Satz ist die These?
    ☐ Im Sommer wird der Schulhof heiß. ☐ Es war fünf Grad kühler. ☐ Sechs Parkplätze sollen ein kleiner Park werden.
  4. ●Rede im Klassenrat: Ein Pausenraum für die 9. Klassen:
    Ich bin dafür, dass die 9. Klassen den leeren Raum neben der Bibliothek als Pausenraum bekommen. //

    Erstens ist es in den Wintermonaten auf dem Hof oft nass und kalt. Letzten Dezember fiel die Hofpause an elf von fünfzehn Schultagen wegen Regen aus. //

    Zweitens lernen wir dort, selbst Verantwortung zu übernehmen. Wir würden einen Plan machen, wer aufräumt und wer abschließt. //

    Die Hausmeisterin sagt, dann liege bald überall Müll. Doch wenn wir für den Raum zuständig sind, achten wir selbst darauf. Das hat bei der Schülerfirma auch geklappt.

    Wie wollen die Klassen Ordnung halten?
    ☐ Sie machen einen Plan, wer aufräumt und abschließt. ☐ Die Hausmeisterin räumt jeden Tag auf. ☐ Im Raum darf niemand essen.
  5. ●Rede im Klassenrat: Wohin fährt die 8c?:
    Ich bin dafür, dass wir an die Ostsee fahren und nicht nach München. //

    Erstens ist die Fahrt kürzer. Mit dem Zug sind wir in drei Stunden da, nach München brauchen wir sieben. //

    Zweitens ist es billiger. Die Jugendherberge am Meer kostet für drei Nächte 120 Euro, in München 190. //

    Das wichtigste Argument aber ist: Am Meer machen wir etwas zusammen, wir segeln, wir bauen ein Floß. In einer großen Stadt laufen am Ende doch alle in kleinen Gruppen durch die Läden.

    Welches Argument hält die Rednerin für das wichtigste?
    ☐ Die Fahrt ist kürzer. ☐ Am Meer machen wir etwas zusammen. ☐ Die Herberge ist billiger.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Rede im Klassenrat: Ein Pausenraum für die 9. Klassen:
    Ich bin dafür, dass die 9. Klassen den leeren Raum neben der Bibliothek als Pausenraum bekommen. //

    Erstens ist es in den Wintermonaten auf dem Hof oft nass und kalt. Letzten Dezember fiel die Hofpause an elf von fünfzehn Schultagen wegen Regen aus. //

    Zweitens lernen wir dort, selbst Verantwortung zu übernehmen. Wir würden einen Plan machen, wer aufräumt und wer abschließt. //

    Die Hausmeisterin sagt, dann liege bald überall Müll. Doch wenn wir für den Raum zuständig sind, achten wir selbst darauf. Das hat bei der Schülerfirma auch geklappt.

    Welche Aufgabe hat „an elf von fünfzehn Schultagen“?
    ☐ These ☐ Beleg ☐ Argument
  2. ★Schülerzeitung: Hausaufgaben in der Schule:
    Viele Schulen verlegen die Hausaufgaben in eine Lernzeit am Nachmittag. Das ist ein guter Schritt. //

    In der Lernzeit kann man fragen, wenn man nicht weiterkommt. Zu Hause hilft nicht jede Familie gleich gut, manche Eltern arbeiten bis zum Abend. //

    Kritiker meinen, Kinder lernten so nicht mehr, allein zu arbeiten. Aber auch in der Lernzeit arbeitet jeder an seinem Platz allein, nur ist jemand da, wenn es hakt. //

    Wer gerechte Chancen will, sollte die Lernzeit für alle einführen.

    Welcher Satz würde den Kommentar am besten stützen?
    ☐ Ein Satz, dass Hausaufgaben langweilig sind ☐ Die Wiederholung, dass Lernzeit gut ist ☐ Eine Zahl, wie viele Kinder zu Hause keine Hilfe haben

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Zwar sagen die Befürworter, sie verhindere Streit um Marken.
  2. Sie machen einen Plan, wer aufräumt und abschließt.
  3. Die Lernzeit am Nachmittag ist ein guter Schritt.
  4. Ihr Beispiel zeigt, dass die Ferien wirklich ein Problem sind.
  5. Sechs Parkplätze sollen ein kleiner Park werden.
  6. Sie machen einen Plan, wer aufräumt und abschließt.
  7. Am Meer machen wir etwas zusammen.
  8. Beleg
  9. Eine Zahl, wie viele Kinder zu Hause keine Hilfe haben

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Zwar sagen die Befürworter, sie verhindere Streit um Marken.
  2. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Sie machen einen Plan, wer aufräumt und abschließt.
  3. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Die Lernzeit am Nachmittag ist ein guter Schritt.
  4. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Ihr Beispiel zeigt, dass die Ferien wirklich ein Problem sind.
  5. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Sechs Parkplätze sollen ein kleiner Park werden.
  6. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Sie machen einen Plan, wer aufräumt und abschließt.
  7. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Am Meer machen wir etwas zusammen.
  8. Setz vor den Satz „Ich behaupte“, „weil“ oder „zum Beispiel“. Was passt, zeigt seine Aufgabe. → Beleg
  9. Such für deine Antwort einen Grund im Text. Behauptet sie mehr, als dort steht? → Eine Zahl, wie viele Kinder zu Hause keine Hilfe haben