Drama und szenisches Spiel
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- Klasse:
- Datum:
- 04.11.2026
Mein Ziel: Ich kann eine Szene in Rollen lesen und deuten.
Erst entscheiden, dann vergleichen. Wo du falsch lagst: die Probe noch einmal machen und den Satz richtig abschreiben.
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe.
Merken
Eine Szene deuten: Klär, wer zu wem spricht und was jede Figur will. Wo die Wünsche sich widersprechen, liegt der Konflikt. Figuren sagen nicht immer, was sie meinen.
Beispiel: Das Zeugnis:
Wohnzimmer. Der VATER liest Zeitung. NOAH steht in der Tür, einen Umschlag in der Hand. //
NOAH: Ich hab das Zeugnis. /
VATER (ohne aufzusehen): Und? /
NOAH: Mathe ist besser geworden. Eine Drei. /
VATER (legt die Zeitung weg): Und Deutsch? /
NOAH (leise): Eine Vier. /
VATER: Eine Vier. (Pause.) Letztes Jahr war es eine Zwei. /
NOAH: Ich hab in Mathe jeden Tag geübt. Für Deutsch war keine Zeit mehr. /
VATER (steht auf, nimmt den Umschlag, liest lange. Dann legt er Noah die Hand auf die Schulter): Dann üben wir Deutsch zusammen.
Was will Noah in der Szene erreichen?
- Klär zuerst, wer spricht, zu wem, und was jede Figur will.
- Noch bevor er gefragt wird, nennt er das Fach, das besser geworden ist.
- Also: Der Vater soll die Verbesserung sehen.
Ergebnis: Der Vater soll die Verbesserung sehen.
Mit Starthilfe
Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.
- ○Der Schlüssel:
Küche, spät am Abend. Die MUTTER sitzt am Tisch, vor ihr ein Schlüsselbund. TIM kommt herein, die Jacke noch an. //
MUTTER: Halb elf. /
TIM: Der Bus kam nicht. /
MUTTER (schiebt den Schlüssel über den Tisch): Den hast du heute Morgen liegen lassen. /
TIM (bleibt stehen): Ich hab geklingelt. Keiner hat aufgemacht. /
MUTTER: Ich war hier. Die ganze Zeit. /
(Pause. TIM zieht langsam die Jacke aus.) /
TIM: Dann hab ich wohl nicht geklingelt.
Worum geht der Konflikt wirklich? Starthilfe: Klär zuerst, wer spricht, zu wem, und was jede Figur will.
☐ um den verlorenen Schlüssel ☐ um Vertrauen und die Wahrheit über den Abend ☐ um den Bus, der nicht kamSo fängst du an: Probe: Schreib für jede Figur einen Satz: Sie will … Wo sich die Sätze widersprechen, liegt der Konflikt.
- ○Die Probe:
Aula, Probe der Theatergruppe. Auf der Bühne zwei Stühle. SAMIRA spielt die Königin, BEN den Boten. FRAU OKAFOR leitet die Probe von der ersten Reihe aus. //
BEN (stolpert herein): Majestät, die Feinde stehen vor dem Tor! /
SAMIRA (gähnt): Dann lass sie rein. /
FRAU OKAFOR: Halt! Samira, du bist die Königin. Die Stadt ist in Gefahr. /
SAMIRA: Aber die Königin hat keine Angst. Sie ist müde vom Krieg. /
FRAU OKAFOR (nach einer Pause): Gut. Dann zeig mir, dass sie müde ist, nicht, dass du es bist. /
SAMIRA (steht langsam auf, sieht zum Fenster): Dann lass sie rein.
Welche Rolle spielt Ben? Starthilfe: Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
☐ die Königin ☐ den Feind ☐ den BotenSo fängst du an: Probe: Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter?
Üben
Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.
- ●Wie heißt der Text im Drama, den die Figuren sprechen?
☐ Nebentext ☐ Personenverzeichnis ☐ Haupttext - ●Zwanzig Euro zu viel:
Ein Kiosk am Abend. BEN, 15, hilft seinem Onkel aus und steht hinter der Kasse. Eine Kundin hat eben bezahlt und ist gegangen. //
BEN (zählt die Kasse, hält inne): Zwanzig Euro zu viel. (Er sieht zur Tür.) Die Frau mit dem roten Schal. Sie hat mir zwei Scheine gegeben, die zusammenklebten. (Er hält den Schein ins Licht.) Mein Onkel würde sagen: Was in der Kasse ist, gehört dem Laden. (Pause.) Aber sie wohnt gegenüber. Sie kauft jeden Morgen ihre Zeitung hier. (Er nimmt seine Jacke.) Ich bin in fünf Minuten zurück. /
(Er schließt die Tür ab. Licht aus.)
Kiosk: Ein kleiner Laden für Zeitungen, Getränke und Süßigkeiten.
Was hat Ben vor, als er seine Jacke nimmt?
☐ Er bringt der Frau das Geld zurück. ☐ Er macht Feierabend und geht nach Hause. ☐ Er sucht seinen Onkel. - ●Wie heißt das Selbstgespräch einer Figur, die allein auf der Bühne spricht?
☐ Dialog ☐ Monolog ☐ Regieanweisung - ●Der Schlüssel:
Küche, spät am Abend. Die MUTTER sitzt am Tisch, vor ihr ein Schlüsselbund. TIM kommt herein, die Jacke noch an. //
MUTTER: Halb elf. /
TIM: Der Bus kam nicht. /
MUTTER (schiebt den Schlüssel über den Tisch): Den hast du heute Morgen liegen lassen. /
TIM (bleibt stehen): Ich hab geklingelt. Keiner hat aufgemacht. /
MUTTER: Ich war hier. Die ganze Zeit. /
(Pause. TIM zieht langsam die Jacke aus.) /
TIM: Dann hab ich wohl nicht geklingelt.
Warum glaubt die Mutter Tim nicht?
☐ Der Bus fährt nachts nicht. ☐ Tim hat den Schlüssel dabei. ☐ Sie war die ganze Zeit zu Hause und hat kein Klingeln gehört. - ●Der Schlüssel:
Küche, spät am Abend. Die MUTTER sitzt am Tisch, vor ihr ein Schlüsselbund. TIM kommt herein, die Jacke noch an. //
MUTTER: Halb elf. /
TIM: Der Bus kam nicht. /
MUTTER (schiebt den Schlüssel über den Tisch): Den hast du heute Morgen liegen lassen. /
TIM (bleibt stehen): Ich hab geklingelt. Keiner hat aufgemacht. /
MUTTER: Ich war hier. Die ganze Zeit. /
(Pause. TIM zieht langsam die Jacke aus.) /
TIM: Dann hab ich wohl nicht geklingelt.
Wie heißt ein Gespräch zwischen zwei Figuren im Drama?
☐ Dialog ☐ Monolog ☐ Regieanweisung
Weiterdenken
Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.
- ★Nach der Stunde:
Klassenraum nach der Stunde. FRAU BERG packt ihre Tasche. JONAS wartet, bis alle weg sind. //
JONAS: Frau Berg? Das Handy, das Sie eingesammelt haben … /
FRAU BERG: Bekommst du nach der sechsten Stunde. /
JONAS: Meine Mutter ist im Krankenhaus. Sie wollte sich melden. /
FRAU BERG (hält inne, sieht ihn an): Seit wann? /
JONAS: Seit gestern. Ich hab es keinem erzählt. /
FRAU BERG (holt das Handy aus der Tasche und gibt es ihm): Wenn sie anruft, geh raus. Du musst nicht fragen. /
(JONAS nickt. Er steckt das Handy ein, ohne es anzusehen.)
Worin besteht der Konflikt zu Beginn?
☐ Jonas braucht sein Handy, aber es ist eingesammelt. ☐ Frau Berg will Jonas bestrafen. ☐ Jonas hat die Stunde gestört. - ★Faust. Der Tragödie erster Teil (Marthens Garten, Auszug) – Johann Wolfgang von Goethe:
MARGARETE: Nun sag, wie hast du's mit der Religion? /
Du bist ein herzlich guter Mann, /
Allein ich glaub, du hältst nicht viel davon. //
FAUST: Lass das, mein Kind! Du fühlst, ich bin dir gut; /
Für meine Lieben ließ ich Leib und Blut, /
Will niemand sein Gefühl und seine Kirche rauben.
Wie antwortet Faust auf die Frage?
☐ Er sagt klar, dass er an Gott glaubt. ☐ Er weicht aus und spricht von seiner Liebe. ☐ Er fragt Margarete nach ihrem Glauben.
Eigene Sätze
- ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.
Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken
- um Vertrauen und die Wahrheit über den Abend
- den Boten
- Haupttext
- Er bringt der Frau das Geld zurück.
- Monolog
- Sie war die ganze Zeit zu Hause und hat kein Klingeln gehört.
- Dialog
- Jonas braucht sein Handy, aber es ist eingesammelt.
- Er weicht aus und spricht von seiner Liebe.
Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft
- Schreib für jede Figur einen Satz: Sie will … Wo sich die Sätze widersprechen, liegt der Konflikt. → um Vertrauen und die Wahrheit über den Abend
- Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → den Boten
- Schreib für jede Figur einen Satz: Sie will … Wo sich die Sätze widersprechen, liegt der Konflikt. → Haupttext
- Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Er bringt der Frau das Geld zurück.
- Schreib für jede Figur einen Satz: Sie will … Wo sich die Sätze widersprechen, liegt der Konflikt. → Monolog
- Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Sie war die ganze Zeit zu Hause und hat kein Klingeln gehört.
- Schreib für jede Figur einen Satz: Sie will … Wo sich die Sätze widersprechen, liegt der Konflikt. → Dialog
- Schreib für jede Figur einen Satz: Sie will … Wo sich die Sätze widersprechen, liegt der Konflikt. → Jonas braucht sein Handy, aber es ist eingesammelt.
- Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Er weicht aus und spricht von seiner Liebe.