Neu vor der Klasse
Die erste Stunde, die erste Woche Wie Sie wirken, hängt kaum an Ihrem Aussehen und stark an Verhalten, das man lernen kann: Regeln üben, Namen nutzen, den Raum im Blick haben, nach Fragen warten. Jeder Punkt nennt seinen Beleg.
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Vor dem ersten Tag Drei Regeln und zwei Abläufe festlegen Schreiben Sie drei Regeln auf, positiv formuliert, und zwei Abläufe: wie die Stunde beginnt und wie Ihr Ruhezeichen aussieht. Mehr nicht. Emmer, Evertson und Anderson 1980: Wirksame Lehrkräfte planen Regeln und Abläufe vor dem ersten Tag. Sitzplan vorbereiten, um Namen ab Tag 1 zu nutzen Legen Sie einen Sitzplan an, den Sie in der Stunde in der Hand haben. Die Namen bleiben auf Ihrem Gerät oder auf Papier. Witt, Wheeless und Allen 2004: Namen gehören zur Zuwendung (Immediacy), stark für Beziehung, klein für Leistung. Einen Satz vorbereiten, warum Sie Ihr Fach packt Ein Satz, ehrlich und konkret: was Sie an Ihrem Fach selbst begeistert. Er kommt in der ersten Stunde vor. Moè, Frenzel, Au und Taxer 2021: Gezeigte Begeisterung bindet die Aufmerksamkeit und verbessert das Behalten. Kleidung: sicher fühlen, frei bewegen Tragen Sie, worin Sie sich sicher fühlen und sich frei im Raum bewegen können. Die Wirkung der Kleidung ist klein, Ihr Verhalten zählt mehr. Morris, Gorham, Cohen und Huffman 1996 (kleiner Effekt); Ambady und Rosenthal 1993 (Ausdruck statt Aussehen). Die erste Stunde An der Tür begrüßen Stehen Sie vor der Stunde an der Tür, sehen Sie jedes Kind an, ein kurzer Satz. Erst dann geht es hinein. Cook und andere 2018: 20 Prozentpunkte mehr Lernzeit, 9 Prozentpunkte weniger Störungen. Dorthin
Regeln und Abläufe üben, nicht nur ansagen Machen Sie den Stundenbeginn und das Ruhezeichen einmal vor und lassen Sie es die Klasse einmal durchspielen. Sagen Sie danach, was geklappt hat. Emmer, Evertson und Anderson 1980: Geübte Abläufe bringen das Jahr über mehr Arbeitszeit und weniger Störungen. Überblick zeigen (withitness) Gehen Sie durch den Raum, schauen Sie auch von hinten und von der Seite. Geben Sie Aufträge im Gehen und behalten Sie die Gruppe im Blick, während Sie einem Kind helfen. Kounin 1970; Korpershoek und andere 2016: Vorbeugen erklärt mehr als Reagieren. Nach einer Frage mindestens drei Sekunden warten Stellen Sie die Frage, zählen Sie innerlich bis drei, erst dann rufen Sie jemanden auf. Nach der Antwort noch einmal drei Sekunden. Rowe 1986: Ab drei Sekunden werden Antworten länger und besser begründet. Zuwendung zeigen: Blick, Lächeln, Namen Sprechen Sie Kinder mit Namen an, schauen Sie in die Runde, lächeln Sie bei der Begrüßung. Das stärkt die Beziehung; auf die Noten wirkt es wenig. Witt, Wheeless und Allen 2004: stark für Beziehung und Einstellung zum Fach, klein für gemessene Leistung. Ruhiges Zeichen statt übertönen Nutzen Sie Ihr Ruhezeichen und warten Sie. Wer die Klasse übertönt, belastet die eigene Stimme. Roy und andere 2004: Lehrkräfte haben etwa doppelt so oft eine Stimmstörung wie andere Berufstätige. Keine Drohung in der ersten Stunde Nennen Sie bei einer Störung den nächsten Schritt („Du setzt dich bitte hierher“), ohne anzukündigen, was sonst passiert. Korpershoek und andere 2016: Sozial-emotionale Anteile wirken in der Klassenführung am stärksten. Die Häkchen liegen nur auf diesem Gerät. Niemand sonst sieht sie. Alle Häkchen entfernen