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Biologie · Klasse 7 · Kapitel

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Die Zelle – kleinste Einheit des Lebendigen

EntdeckenDie Frage zum Kapitel

Sind Viren Lebewesen?

Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Für die Lehrkraft: Die meisten Fachleute sagen nein. Viren haben keine Zellen und keinen eigenen Stoffwechsel. Sie vermehren sich nur in fremden Zellen. Deshalb sind sie ein Grenzfall des Lebendigen. Quelle: Kennzeichen des Lebendigen; Viren als Grenzfall in der Biologie

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

1Ich kann an einem Beispiel prüfen, ob es lebt.

EntdeckenFrage

Sind Viren Lebewesen?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Die meisten Fachleute sagen nein. Viren haben keine Zellen und keinen eigenen Stoffwechsel. Sie vermehren sich nur in fremden Zellen. Deshalb sind sie ein Grenzfall des Lebendigen.

MerkenKennzeichen des Lebendigen

Leben zeigt sich erst an allen Kennzeichen zusammen.

Lebewesen bestehen aus Zellen, haben einen Stoffwechsel, wachsen, reagieren auf Reize und pflanzen sich fort.

BeispielLebt das? Kennzeichen des Lebendigen

Ein Hefeteig geht in der warmen Küche auf. Was steckt dahinter?
Schritt für Schritt
  1. Hefe besteht aus winzigen einzelligen Pilzen.
  2. Sie haben einen Stoffwechsel: Sie bauen Zucker ab, dabei entsteht Kohlenstoffdioxid.
  3. Das Gas lässt den Teig aufgehen.
  1. Hefe besteht aus winzigen einzelligen Pilzen.
  2. Sie haben einen Stoffwechsel: Sie bauen Zucker ab, dabei entsteht Kohlenstoffdioxid.
  3. Das Gas lässt den Teig aufgehen.
Ergebnis:
Hefepilze, also Lebewesen. Sie bauen Zucker ab und bilden dabei Gas.

AchtungEin Kennzeichen reicht für Leben

So nicht
Die Flamme wächst, also lebt sie.
So richtig
Die Flamme wächst, hat aber keine Zellen und pflanzt sich nicht fort. Sie lebt nicht.

Ein einzelnes Kennzeichen reicht nicht. Lebewesen zeigen alle Kennzeichen zusammen und bestehen aus Zellen.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Ein Kieselstein liegt seit Jahren im Bach. Er wird glatter und kleiner. Lebt er?
    So fängst du an:
    Veränderung allein ist kein Kennzeichen des Lebendigen.
    Lösung zeigen
    1. Veränderung allein ist kein Kennzeichen des Lebendigen.
    2. Der Stein hat keine Zellen und keinen Stoffwechsel.
    3. Er lebt nicht.
    Ergebnis:
    Nein, er hat keine Zellen, keinen Stoffwechsel und bekommt keine Nachkommen.
  2. ●2
    Eine Kerzenflamme wird größer, bewegt sich und braucht Sauerstoff. Ist die Flamme ein Lebewesen?
    Lösung zeigen
    1. Ein Lebewesen zeigt alle Kennzeichen zusammen und besteht aus Zellen.
    2. Die Flamme zeigt nur einzelne Kennzeichen.
    3. Sie hat keine Zellen und bekommt keine Nachkommen.
    4. Sie ist kein Lebewesen.
    Ergebnis:
    Nein, sie hat keine Zellen und bekommt keine Nachkommen.
  3. ★3
    Ein Bohnensamen liegt seit einem Jahr trocken in einer Tüte. Lebt er?
    Lösung zeigen
    1. Ein Samen ruht: Sein Stoffwechsel ist fast angehalten.
    2. Bekommt er Wasser und Wärme, keimt er und wächst.
    3. Er lebt.
    Ergebnis:
    Ja, sein Stoffwechsel läuft nur sehr langsam. Im feuchten Boden keimt er.

2Ich kann die Teile eines Lichtmikroskops benennen und es richtig bedienen.

EntdeckenFrage

Wer hat als Erster lebende Einzeller gesehen – und womit?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Der Tuchhändler Antonie van Leeuwenhoek aus Delft, um 1676. Er schliff winzige Linsen selbst und sah damit in Wassertropfen kleine bewegte Tierchen. Seine Mikroskope hatten nur eine einzige Linse.

MerkenDas Lichtmikroskop

Durch das Okular schaust du hinein, das Objektiv ist nah am Präparat.

Beginne immer mit dem kleinsten Objektiv. Beim großen Objektiv stellst du nur mit dem Feintrieb scharf.

BeispielTeile des Mikroskops

Damit stellst du fein scharf, beim großen Objektiv nur noch damit. Wie heißt dieses Teil des Mikroskops?
1234567
Schritt für Schritt
  1. Damit stellst du fein scharf, beim großen Objektiv nur noch damit.
  2. Das Teil heißt Feintrieb.
  1. Damit stellst du fein scharf, beim großen Objektiv nur noch damit.
  2. Das Teil heißt Feintrieb.
Ergebnis:
Feintrieb

AchtungTeile des Mikroskops verwechselt

So nicht
Durch das Objektiv schaue ich hinein.
So richtig
Durch das Okular schaue ich hinein. Das Objektiv ist nah am Objekt.

Merk dir: Das OKular ist am Auge (Oculus heißt Auge), das OBjektiv ist nah am Objekt.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Diese Linse ist nah am Präparat und vergrößert es zuerst. Wie heißt dieses Teil des Mikroskops?
    1234567
    So fängst du an:
    Diese Linse ist nah am Präparat und vergrößert es zuerst.
    Lösung zeigen
    1. Diese Linse ist nah am Präparat und vergrößert es zuerst.
    2. Das Teil heißt Objektiv.
    Ergebnis:
    Objektiv
  2. ●5
    Wie heißt das Teil mit der Nummer 1?
    1234567
    Lösung zeigen
    1. Nummer 1: Durch diese Linse schaust du hinein.
    2. Das Teil heißt Okular.
    Ergebnis:
    Okular
  3. ★6
    Hier liegt der Objektträger. Wie heißt dieses Teil, und welche Nummer hat es im Bild?
    1234567
    Lösung zeigen
    1. Hier liegt der Objektträger.
    2. Das Teil heißt Objekttisch, im Bild Nummer 4.
    Ergebnis:
    Objekttisch, Nummer 4

3Ich kann die Vergrößerung berechnen und die echte Größe einer Zelle bestimmen.

EntdeckenFrage

Wie groß wärst du, wenn man dich 400-fach vergrößert?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Bei 1,60 Meter Körpergröße: 1,60 m · 400 = 640 m. Das ist fast doppelt so hoch wie der Eiffelturm mit 330 Metern. So stark vergrößert ein Schulmikroskop eine Zelle.

MerkenVergrößerung und echte Größe

Die Vergrößerungen werden malgenommen: Okular · Objektiv.

Beispiel: 10 · 40 = 400. Echte Größe = Bildgröße : Vergrößerung.

BeispielGesamtvergrößerung berechnen

Auf dem Okular steht 10x, auf dem Objektiv 4x. Wie stark vergrößert das Mikroskop insgesamt?
Schritt für Schritt
  1. Das Okular vergrößert das Bild des Objektivs noch einmal.
  2. Gesamtvergrößerung = Okular · Objektiv = 10 · 4 = 40
  3. Das Mikroskop vergrößert 40-fach.
  1. Das Okular vergrößert das Bild des Objektivs noch einmal.
  2. Gesamtvergrößerung = Okular · Objektiv = 10 · 4 = 40
  3. Das Mikroskop vergrößert 40-fach.
Ergebnis:
40-fach

AchtungVergrößerungen addiert statt multipliziert

So nicht
10-fach und 40-fach ergibt 50-fach.
So richtig
10 · 40 = 400. Das Okular vergrößert das schon vergrößerte Bild des Objektivs noch einmal.

Das Okular vergrößert das Bild, das das Objektiv schon vergrößert hat. Deshalb wird multipliziert, nicht addiert.

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Auf dem Okular steht 5x, auf dem Objektiv 4x. Wie stark vergrößert das Mikroskop insgesamt?
    So fängst du an:
    Das Okular vergrößert das Bild des Objektivs noch einmal.
    Lösung zeigen
    1. Das Okular vergrößert das Bild des Objektivs noch einmal.
    2. Gesamtvergrößerung = Okular · Objektiv = 5 · 4 = 20
    3. Das Mikroskop vergrößert 20-fach.
    Ergebnis:
    20-fach
  2. ●8
    Auf dem Okular steht 20x, auf dem Objektiv 100x. Wie stark vergrößert das Mikroskop insgesamt?
    Lösung zeigen
    1. Das Okular vergrößert das Bild des Objektivs noch einmal.
    2. Gesamtvergrößerung = Okular · Objektiv = 20 · 100 = 2000
    3. Das Mikroskop vergrößert 2000-fach.
    Ergebnis:
    2000-fach
  3. ★9
    Ein Mikroskop vergrößert 50-fach. Das Okular vergrößert 5-fach. Wie stark vergrößert das Objektiv?
    Lösung zeigen
    1. Gesamtvergrößerung = Okular · Objektiv
    2. Objektiv = 50 : 5 = 10
    3. Das Objektiv vergrößert 10-fach.
    Ergebnis:
    10-fach

4Ich kann ein Frischpräparat herstellen und eine biologische Zeichnung anfertigen.

EntdeckenFrage

Warum heißen Zellen eigentlich Zellen?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Robert Hooke sah 1665 in einer dünnen Korkscheibe viele kleine Kammern. Sie erinnerten ihn an die Zellen, die kleinen Kammern von Mönchen im Kloster.

MerkenPräparat und Zeichnung

Wassertropfen, Objekt, Deckglas schräg auflegen.

Gezeichnet wird mit spitzem Bleistift nur, was du siehst – beschriftet am Rand, mit Objekt und Vergrößerung in der Überschrift.

BeispielEin Frischpräparat herstellen

Warum legst du das Deckglas schräg von einer Seite her auf den Tropfen?
Schritt für Schritt
  1. Legt man das Glas flach auf, wird Luft eingeschlossen.
  2. Luftblasen sehen im Mikroskop aus wie dicke schwarze Ringe und verdecken die Zellen.
  3. Schräg auflegen verhindert Luftblasen.
  1. Legt man das Glas flach auf, wird Luft eingeschlossen.
  2. Luftblasen sehen im Mikroskop aus wie dicke schwarze Ringe und verdecken die Zellen.
  3. Schräg auflegen verhindert Luftblasen.
Ergebnis:
Damit keine Luftblasen unter dem Glas bleiben

AchtungSchritte beim Präparat vertauscht

So nicht
Zuerst das Deckglas auflegen, dann den Wassertropfen.
So richtig
Wassertropfen, Objekt hineinlegen, Deckglas schräg auflegen.

Überleg, was das Objekt braucht: Erst kommt es ins Wasser, dann deckt das Glas alles ab.

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Am Rand des Deckglases steht zu viel Wasser. Was tust du?
    So fängst du an:
    Filterpapier saugt Wasser auf.
    Lösung zeigen
    1. Filterpapier saugt Wasser auf.
    2. Am Rand angelegt, nimmt es das überschüssige Wasser weg.
    Ergebnis:
    Das Wasser mit einem Stück Filterpapier am Rand absaugen
  2. ●11
    Was ist der erste Schritt, bevor du überhaupt mit dem Präparat beginnst?
    Lösung zeigen
    1. Staub und Fingerabdrücke sieht man im Mikroskop als dunkle Flecken.
    2. Deshalb zuerst alles sauber machen.
    Ergebnis:
    Objektträger und Deckglas sauber machen
  3. ★12
    Nach 20 Minuten ist dein Präparat am Rand eingetrocknet. Was tust du?
    Lösung zeigen
    1. Wasser verdunstet unter der Lampe.
    2. Ein Tropfen am Rand zieht von selbst unter das Glas.
    Ergebnis:
    Am Rand des Deckglases einen Tropfen Wasser nachgeben

5Ich kann Pflanzenzelle und Tierzelle vergleichen.

EntdeckenFrage

Warum wird ein schlapper Salat im kalten Wasser wieder knackig?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Wasser strömt in die großen Vakuolen der Pflanzenzellen. Sie drücken von innen gegen die feste Zellwand, und das Blatt wird prall. Tierzellen ohne Zellwand würden dabei platzen.

MerkenPflanzenzelle und Tierzelle

Beide haben Zellmembran, Zellplasma, Zellkern und Mitochondrien.

Nur die Pflanzenzelle hat eine Zellwand, eine große Vakuole und in grünen Teilen Chloroplasten.

BeispielPflanzenzelle oder Tierzelle?

Wo kommt eine Zellmembran vor?
Schritt für Schritt
  1. Jede Zelle ist von einer Zellmembran umgeben.
  2. In Pflanzen- und Tierzellen.
  1. Jede Zelle ist von einer Zellmembran umgeben.
  2. In Pflanzen- und Tierzellen.
Ergebnis:
In Pflanzen- und Tierzellen

AchtungMitochondrien nur in Tierzellen

So nicht
Mitochondrien gibt es nur in Tierzellen.
So richtig
Mitochondrien gibt es in Tier- und Pflanzenzellen. Auch Pflanzenzellen brauchen Energie aus der Zellatmung.

Auch eine Pflanzenzelle braucht Energie, und die gewinnt sie wie die Tierzelle in den Mitochondrien.

ÜbenJetzt du

  1. ○13
    Was fehlt einer Nervenzelle? Wähle: Chloroplasten, eine Zellmembran, einen Zellkern.
    So fängst du an:
    Das ist eine Tierzelle.
    Lösung zeigen
    1. Das ist eine Tierzelle.
    2. Ihr fehlt Chloroplasten. Das haben nur Pflanzenzellen.
    Ergebnis:
    Chloroplasten
  2. ●14
    Was fehlt einer Nervenzelle? Wähle: Zellplasma, eine Zellmembran, eine große Vakuole.
    Lösung zeigen
    1. Das ist eine Tierzelle.
    2. Ihr fehlt eine große Vakuole. Das haben nur Pflanzenzellen.
    Ergebnis:
    eine große Vakuole
  3. ★15
    Eine Zelle hat einen Zellkern, Mitochondrien und eine Zellmembran, aber keine Zellwand. Von welchem Lebewesen kann sie stammen?
    Lösung zeigen
    1. Mitochondrien und Zellkern haben Tier- und Pflanzenzellen.
    2. Die Zellwand fehlt. Das ist das Merkmal der Tierzelle.
    3. Sie stammt von einem Tier oder Menschen.
    Ergebnis:
    Von einem Tier oder einem Menschen

6Ich kann die Aufgaben der Zellbestandteile erklären.

EntdeckenFrage

Warum haben unsere roten Blutzellen keinen Zellkern?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Ohne Kern ist mehr Platz für den roten Blutfarbstoff, der den Sauerstoff trägt. Dafür können sich rote Blutzellen nicht teilen. Sie leben etwa 120 Tage und werden im Knochenmark ständig neu gebildet.

MerkenStruktur und Funktion der Zellteile

Jeder Zellteil ist für seine Aufgabe gebaut.

Der Kern steuert, die Membran regelt den Stoffaustausch, die Wand gibt Halt. Chloroplasten machen Fotosynthese, Mitochondrien gewinnen Energie.

BeispielZellteile und ihre Aufgaben

Welcher Zellteil grenzt die Zelle ab und regelt, welche Stoffe hinein und hinaus gelangen?
Schritt für Schritt
  1. Zellteil: Zellmembran
  2. Aufgabe: Die Zelle abgrenzen und regeln, welche Stoffe hinein und hinaus gelangen.
  3. Struktur und Funktion: Jeder Teil ist für seine Aufgabe gebaut.
  1. Zellteil: Zellmembran
  2. Aufgabe: Die Zelle abgrenzen und regeln, welche Stoffe hinein und hinaus gelangen.
  3. Struktur und Funktion: Jeder Teil ist für seine Aufgabe gebaut.
Ergebnis:
Zellmembran

AchtungZellwand und Zellmembran verwechselt

So nicht
Die Zellmembran ist die dicke, feste Hülle außen.
So richtig
Die Zellwand ist die feste Hülle außen. Die Zellmembran liegt innen an und regelt, was hinein und hinaus geht.

Die Wand ist fest wie eine Mauer. Die Membran ist dünn wie eine Haut und liegt bei Pflanzen innen an der Wand.

ÜbenJetzt du

  1. ○16
    Welcher Zellteil steuert die Zelle und enthält die Erbinformation?
    So fängst du an:
    Zellteil: Zellkern
    Lösung zeigen
    1. Zellteil: Zellkern
    2. Aufgabe: Die Zelle steuern und die Erbinformation enthalten.
    3. Struktur und Funktion: Jeder Teil ist für seine Aufgabe gebaut.
    Ergebnis:
    Zellkern
  2. ●17
    Welche Aufgabe hat der Zellteil Zellmembran?
    Lösung zeigen
    1. Zellteil: Zellmembran
    2. Aufgabe: Die Zelle abgrenzen und regeln, welche Stoffe hinein und hinaus gelangen.
    3. Struktur und Funktion: Jeder Teil ist für seine Aufgabe gebaut.
    Ergebnis:
    Die Zelle abgrenzen und regeln, welche Stoffe hinein und hinaus gelangen
  3. ★18
    Welcher Zellteil grenzt die Zelle ab und regelt, welche Stoffe hinein und hinaus gelangen? Begründe mit seinem Bau.
    Lösung zeigen
    1. Zellteil: Zellmembran
    2. Aufgabe: Die Zelle abgrenzen und regeln, welche Stoffe hinein und hinaus gelangen.
    3. Struktur und Funktion: Jeder Teil ist für seine Aufgabe gebaut.
    Ergebnis:
    Zellmembran

7Ich kann Einzeller und Vielzeller unterscheiden und Zelle, Gewebe, Organ und Lebewesen ordnen.

EntdeckenFrage

Aus wie vielen Zellen besteht ein Mensch?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Aus etwa 30 Billionen Zellen. Dazu kommen ungefähr ebenso viele Bakterien, die vor allem im Darm leben.

MerkenVom Einzeller zum Vielzeller

Bei Einzellern ist die Zelle das ganze Lebewesen.

Bei Vielzellern bilden gleiche Zellen ein Gewebe, mehrere Gewebe ein Organ, mehrere Organe ein Organsystem.

BeispielZelle, Gewebe, Organ, Lebewesen

Viele gleiche Muskelzellen liegen zusammen und ziehen sich gemeinsam zusammen. Wie nennt man das?
Schritt für Schritt
  1. Viele gleiche Zellen mit derselben Aufgabe bilden ein Gewebe.
  2. Das ist Muskelgewebe.
  1. Viele gleiche Zellen mit derselben Aufgabe bilden ein Gewebe.
  2. Das ist Muskelgewebe.
Ergebnis:
Ein Gewebe

AchtungZelle, Gewebe und Organ verwechselt

So nicht
Das Herz ist ein Gewebe.
So richtig
Das Herz ist ein Organ. Es besteht aus mehreren Geweben, zum Beispiel Muskelgewebe.

Gewebe sind viele gleiche Zellen. Ein Organ besteht aus mehreren Geweben und hat eine Aufgabe für den ganzen Körper.

ÜbenJetzt du

  1. ○19
    Ist die Lunge eine Zelle, ein Gewebe oder ein Organ?
    So fängst du an:
    Die Lunge besteht aus mehreren Geweben und hat eine eigene Aufgabe: den Gasaustausch.
    Lösung zeigen
    1. Die Lunge besteht aus mehreren Geweben und hat eine eigene Aufgabe: den Gasaustausch.
    2. Sie ist ein Organ.
    Ergebnis:
    Ein Organ
  2. ●20
    Ist die Wurzel einer Pflanze ein Gewebe oder ein Organ?
    Lösung zeigen
    1. Die Wurzel hat mehrere Gewebe und eine eigene Aufgabe: Halt geben und Wasser aufnehmen.
    2. Sie ist ein Organ der Pflanze.
    Ergebnis:
    Ein Organ
  3. ★21
    Ist ein Laubblatt eine Zelle, ein Gewebe oder ein Organ der Pflanze?
    Lösung zeigen
    1. Das Blatt hat mehrere Gewebe: Haut, Blattgrün-Gewebe, Leitbündel.
    2. Es hat eine eigene Aufgabe für die Pflanze.
    3. Das Blatt ist ein Organ.
    Ergebnis:
    Ein Organ

8Ich kann erklären, wie Lebewesen durch Zellteilung wachsen.

EntdeckenFrage

Wie viele Zellen bildet dein Körper jeden Tag neu?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Etwa 330 Milliarden – rund ein Prozent aller Zellen. Die meisten davon sind Blutzellen und Zellen der Darmwand.

MerkenWachstum durch Zellteilung

Aus einer Zelle werden zwei Tochterzellen mit derselben Erbinformation.

Lebewesen wachsen vor allem, weil die Zahl ihrer Zellen zunimmt, nicht ihre Größe.

BeispielWachstum durch Zellteilung

Welche Erbinformation hat eine Tochterzelle nach der Teilung?
Schritt für Schritt
  1. Vor der Teilung wird die Erbinformation verdoppelt.
  2. Jede Tochterzelle bekommt eine vollständige Kopie.
  1. Vor der Teilung wird die Erbinformation verdoppelt.
  2. Jede Tochterzelle bekommt eine vollständige Kopie.
Ergebnis:
Dieselbe wie die Mutterzelle

AchtungAufgabe eines Zellteils verwechselt

So nicht
Der Zellkern gibt der Zelle Festigkeit.
So richtig
Der Zellkern steuert die Zelle. Festigkeit gibt bei Pflanzen die Zellwand.

Frag zu jedem Teil: Was würde der Zelle fehlen, wenn es ihn nicht gäbe?

ÜbenJetzt du

  1. ○22
    Was passiert im Zellkern, bevor sich eine Zelle teilt?
    So fängst du an:
    Jede Tochterzelle braucht die vollständige Erbinformation.
    Lösung zeigen
    1. Jede Tochterzelle braucht die vollständige Erbinformation.
    2. Deshalb wird sie vor der Teilung verdoppelt.
    Ergebnis:
    Die Erbinformation wird verdoppelt.
  2. ●23
    Dein Fingernagel wächst nach dem Schneiden nach. Wie?
    Lösung zeigen
    1. An der Nagelwurzel teilen sich ständig Zellen.
    2. Die neuen Zellen schieben den Nagel nach vorn.
    Ergebnis:
    Zellen an der Nagelwurzel teilen sich und schieben den Nagel nach vorn.
  3. ★24
    Ein abgeschnittener Zweig bildet im Wasserglas neue Wurzeln. Wie ist das möglich?
    Lösung zeigen
    1. Pflanzenzellen können sich teilen und neue Gewebe bilden.
    2. So entstehen aus einem Zweig neue Wurzeln.
    Ergebnis:
    Zellen am Zweig teilen sich und bilden neues Gewebe für die Wurzeln.

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●25
    Ein Feuer im Kamin braucht Holz und Sauerstoff und gibt Wärme ab. Ist es ein Lebewesen?
    Lösung zeigen
    1. Stoffe aufnehmen und abgeben tut auch ein Feuer.
    2. Es fehlen Zellen und Nachkommen.
    3. Das Feuer lebt nicht.
    Ergebnis:
    Nein, es hat keine Zellen und bekommt keine Nachkommen.
  2. ●26
    Eine Katze kneift im hellen Licht die Pupillen zusammen. Welches Kennzeichen zeigt sie?
    Lösung zeigen
    1. Das helle Licht ist ein Reiz.
    2. Die Pupille antwortet darauf.
    Ergebnis:
    Reaktion auf Reize
  3. ●27
    Damit wechselst du das Objektiv. Wie heißt dieses Teil des Mikroskops?
    1234567
    Lösung zeigen
    1. Damit wechselst du das Objektiv.
    2. Das Teil heißt Revolver.
    Ergebnis:
    Revolver
  4. ●28
    Du siehst die Zelle nur am Rand des Bildes. Was machst du?
    Lösung zeigen
    1. Erst wird das Objekt in die Bildmitte geschoben.
    2. Erst danach wechselt man auf das nächstgrößere Objektiv.
    3. Du verschiebst den Objektträger.
    Ergebnis:
    Den Objektträger vorsichtig verschieben, bis die Zelle in der Mitte liegt
  5. ●29
    Auf dem Okular steht 10x, auf dem Objektiv 10x. Wie stark vergrößert das Mikroskop insgesamt?
    Lösung zeigen
    1. Das Okular vergrößert das Bild des Objektivs noch einmal.
    2. Gesamtvergrößerung = Okular · Objektiv = 10 · 10 = 100
    3. Das Mikroskop vergrößert 100-fach.
    Ergebnis:
    100-fach
  6. ●30
    Eine rote Blutzelle ist im 1000-fach vergrößerten Bild 8 mm lang. Wie lang ist das Objekt wirklich?
    Lösung zeigen
    1. Das Bild ist größer als das Objekt. Die echte Länge ist also kleiner.
    2. 8 mm : 1000 = 0,008 mm
    3. Das sind 8 Mikrometer.
    Ergebnis:
    0,008 mm

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Kennzeichen des Lebendigen
Leben zeigt sich erst an allen Kennzeichen zusammen.
Das Lichtmikroskop
Durch das Okular schaust du hinein, das Objektiv ist nah am Präparat.
Vergrößerung und echte Größe
Die Vergrößerungen werden malgenommen: Okular · Objektiv.
Präparat und Zeichnung
Wassertropfen, Objekt, Deckglas schräg auflegen.
Pflanzenzelle und Tierzelle
Beide haben Zellmembran, Zellplasma, Zellkern und Mitochondrien.
Struktur und Funktion der Zellteile
Jeder Zellteil ist für seine Aufgabe gebaut.
Vom Einzeller zum Vielzeller
Bei Einzellern ist die Zelle das ganze Lebewesen.
Wachstum durch Zellteilung
Aus einer Zelle werden zwei Tochterzellen mit derselben Erbinformation.

AchtungLeben heißt sich bewegen

So nicht
Der Baum bewegt sich nicht, also lebt er nicht.
So richtig
Der Baum wächst, reagiert auf Licht und hat einen Stoffwechsel. Er lebt.

Pflanzen bewegen sich langsam oder nur mit einzelnen Teilen. Prüf die anderen Kennzeichen: Wachstum, Stoffwechsel, Reaktion auf Reize.

AchtungKennzeichen des Lebendigen verwechselt

So nicht
Die Sonnenblume dreht sich zur Sonne: Wachstum.
So richtig
Die Sonnenblume dreht sich zur Sonne: Reaktion auf einen Reiz.

Frag dich: Was passiert hier genau? Reagiert das Lebewesen, wächst es, nimmt es Stoffe auf oder bekommt es Nachkommen?

AchtungBeim großen Objektiv am Grobtrieb gedreht

So nicht
40-fach-Objektiv, Grobtrieb kräftig drehen.
So richtig
Mit dem kleinsten Objektiv scharf stellen, dann wechseln und nur noch am Feintrieb drehen.

Beim großen Objektiv ist der Abstand zum Deckglas winzig. Dreh nur noch am Feintrieb, sonst bricht das Glas.

AchtungNur das Objektiv gezählt

So nicht
Objektiv 40-fach, also 40-fach.
So richtig
Okular 10-fach mal Objektiv 40-fach: 400-fach.

Du hast nur eine Linse gezählt. Im Mikroskop sind zwei: Okular und Objektiv. Nimm beide Zahlen mal.

AchtungBildgröße mal Vergrößerung statt geteilt

So nicht
Bild 20 mm, 100-fach: 2000 mm.
So richtig
Bild 20 mm, 100-fach: 20 mm : 100 = 0,2 mm.

Das Bild ist größer als die echte Zelle. Die echte Größe muss also kleiner sein: Bildgröße geteilt durch die Vergrößerung.

AchtungStellenwert bei der Größe verrutscht

So nicht
20 mm : 100 = 2 mm
So richtig
20 mm : 100 = 0,2 mm

Beim Teilen durch 100 rückt das Komma zwei Stellen nach links. Prüf mit einer Schätzung.

AchtungGezeichnet, was man weiß, statt was man sieht

So nicht
In die Zwiebelzelle werden Chloroplasten gezeichnet, weil Pflanzenzellen welche haben.
So richtig
Gezeichnet wird nur, was im Mikroskop zu sehen ist. Die Zwiebelzelle hat keine Chloroplasten.

Eine biologische Zeichnung zeigt nur, was du wirklich siehst. Was du aus dem Buch weißt, gehört nicht hinein.

AchtungTierzelle mit Zellwand

So nicht
Die Mundschleimhautzelle hat eine Zellwand.
So richtig
Tierzellen haben nur eine Zellmembran. Die feste Zellwand haben Pflanzenzellen.

Eine Zellwand gibt Festigkeit. Tiere und Menschen haben dafür Knochen oder Panzer, ihre Zellen nur eine dünne Zellmembran.

AchtungChloroplasten in jeder Pflanzenzelle

So nicht
Zwiebelzellen haben Chloroplasten, weil die Zwiebel eine Pflanze ist.
So richtig
Chloroplasten gibt es nur in grünen Teilen, die Licht bekommen. Die Zwiebel wächst im Dunkeln der Erde.

Chloroplasten machen Pflanzen grün und brauchen Licht. Ist der Pflanzenteil grün?

AchtungWachstum heißt: Zellen werden größer

So nicht
Ein Kind wächst, weil seine Zellen größer werden.
So richtig
Ein Kind wächst vor allem, weil sich seine Zellen teilen und es mehr Zellen bekommt.

Zellen bleiben ungefähr gleich groß. Ein großes Lebewesen hat vor allem MEHR Zellen.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kann an einem Beispiel prüfen, ob es lebt.

    31
    Ein Kieselstein liegt seit Jahren im Bach. Er wird glatter und kleiner. Lebt er?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Nein, er hat keine Zellen, keinen Stoffwechsel und bekommt keine Nachkommen.
  2. Ich kann die Teile eines Lichtmikroskops benennen und es richtig bedienen.

    32
    Durch diese Linse schaust du hinein. Wie heißt dieses Teil des Mikroskops?
    1234567
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Okular
  3. Ich kann die Vergrößerung berechnen und die echte Größe einer Zelle bestimmen.

    33
    Auf dem Okular steht 10x, auf dem Objektiv 100x. Wie stark vergrößert das Mikroskop insgesamt?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    1000-fach
  4. Ich kann ein Frischpräparat herstellen und eine biologische Zeichnung anfertigen.

    34
    Wo ziehst du das dünne Häutchen von der Zwiebel ab?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Von der Innenseite einer Zwiebelschuppe
  5. Ich kann Pflanzenzelle und Tierzelle vergleichen.

    35
    Was fehlt einer Muskelzelle? Wähle: Chloroplasten, Mitochondrien, eine Zellmembran.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Chloroplasten
  6. Ich kann die Aufgaben der Zellbestandteile erklären.

    36
    Welche Aufgabe hat der Zellteil Vakuole?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Zellsaft speichern und die Zelle prall halten
  7. Ich kann Einzeller und Vielzeller unterscheiden und Zelle, Gewebe, Organ und Lebewesen ordnen.

    37
    Mund, Magen, Darm und Leber arbeiten zusammen. Was bilden sie?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Ein Organsystem
  8. Ich kann erklären, wie Lebewesen durch Zellteilung wachsen.

    38
    Ein Kind wächst in einem Jahr fünf Zentimeter. Woher kommt das vor allem?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Aus vielen neuen Zellen durch Zellteilung

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Die Frage vom Anfang

EntdeckenRückschau

Sind Viren Lebewesen?

Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?

Auflösung

Die meisten Fachleute sagen nein. Viren haben keine Zellen und keinen eigenen Stoffwechsel. Sie vermehren sich nur in fremden Zellen. Deshalb sind sie ein Grenzfall des Lebendigen.

Wörter

Funktion
eine Regel, die aus einer Zahl eine andere macht
Teiler
eine Zahl, durch die es ohne Rest aufgeht

Lösungen

  1. Nein, er hat keine Zellen, keinen Stoffwechsel und bekommt keine Nachkommen.
  2. Nein, sie hat keine Zellen und bekommt keine Nachkommen.
  3. Ja, sein Stoffwechsel läuft nur sehr langsam. Im feuchten Boden keimt er.
  4. Objektiv
  5. Okular
  6. Objekttisch, Nummer 4
  7. 20-fach
  8. 2000-fach
  9. 10-fach
  10. Das Wasser mit einem Stück Filterpapier am Rand absaugen
  11. Objektträger und Deckglas sauber machen
  12. Am Rand des Deckglases einen Tropfen Wasser nachgeben
  13. Chloroplasten
  14. eine große Vakuole
  15. Von einem Tier oder einem Menschen
  16. Zellkern
  17. Die Zelle abgrenzen und regeln, welche Stoffe hinein und hinaus gelangen
  18. Zellmembran
  19. Ein Organ
  20. Ein Organ
  21. Ein Organ
  22. Die Erbinformation wird verdoppelt.
  23. Zellen an der Nagelwurzel teilen sich und schieben den Nagel nach vorn.
  24. Zellen am Zweig teilen sich und bilden neues Gewebe für die Wurzeln.
  25. Nein, es hat keine Zellen und bekommt keine Nachkommen.
  26. Reaktion auf Reize
  27. Revolver
  28. Den Objektträger vorsichtig verschieben, bis die Zelle in der Mitte liegt
  29. 100-fach
  30. 0,008 mm
  31. Nein, er hat keine Zellen, keinen Stoffwechsel und bekommt keine Nachkommen.
  32. Okular
  33. 1000-fach
  34. Von der Innenseite einer Zwiebelschuppe
  35. Chloroplasten
  36. Zellsaft speichern und die Zelle prall halten
  37. Ein Organsystem
  38. Aus vielen neuen Zellen durch Zellteilung