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Chemie · Klasse 11 · Kapitel

Andere ZahlenBasiswissenAlle Kapitel

Stoffe trennen, nachweisen und messen

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

1Ich trenne Stoffgemische durch Filtrieren, Dekantieren und Adsorbieren.

MerkenStofftrennung

Jedes Trennverfahren nutzt einen Unterschied der Stoffe.

Filtrieren trennt nach Teilchengröße, Dekantieren nach Dichte.

BeispielFiltrieren, Dekantieren, Adsorbieren

Mit welchem Verfahren trennt man Chlorophyll in Blättern, und welche Eigenschaft wird genutzt?
Schritt für Schritt
  1. Suche den Unterschied bei Chlorophyll in Blättern.
  2. Er liegt in der Löslichkeit.
  3. Passend ist Extrahieren mit Ethanol.
  1. Suche den Unterschied bei Chlorophyll in Blättern.
  2. Er liegt in der Löslichkeit.
  3. Passend ist Extrahieren mit Ethanol.
Ergebnis:
Extrahieren mit Ethanol, es nutzt Löslichkeit

AchtungTrennverfahren ohne passende Eigenschaft

So nicht
Salzwasser filtern, um das Salz zu bekommen.
So richtig
Salz ist gelöst und geht durch den Filter. Eindampfen trennt nach der Siedetemperatur.

Frag dich: In welcher Eigenschaft unterscheiden sich die beiden Stoffe? Such dann das passende Verfahren.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Mit welchem Verfahren trennt man ein Rohkristall und seine Verunreinigung, und welche Eigenschaft wird genutzt?
    So fängst du an:
    Suche den Unterschied bei ein Rohkristall und seine Verunreinigung.
    Lösung zeigen
    1. Suche den Unterschied bei ein Rohkristall und seine Verunreinigung.
    2. Er liegt in der Löslichkeit bei verschiedener Temperatur.
    3. Passend ist Umkristallisieren.
    Ergebnis:
    Umkristallisieren, es nutzt Löslichkeit bei verschiedener Temperatur
  2. ●2
    Mit welchem Verfahren trennt man Sand und Wasser, und welche Eigenschaft wird genutzt?
    Lösung zeigen
    1. Suche den Unterschied bei Sand und Wasser.
    2. Er liegt in der Teilchengröße.
    3. Passend ist Filtrieren.
    Ergebnis:
    Filtrieren, es nutzt Teilchengröße
  3. ★3
    Mit welchem Verfahren trennt man Eisenpulver und Schwefelpulver, und welche Eigenschaft wird genutzt?
    Lösung zeigen
    1. Suche den Unterschied bei Eisenpulver und Schwefelpulver.
    2. Er liegt in der Magnetisierbarkeit.
    3. Passend ist Magnetabscheidung.
    Ergebnis:
    Magnetabscheidung, es nutzt Magnetisierbarkeit

2Ich gewinne Reinstoffe durch Extraktion, Destillation und Umkristallisation.

MerkenReinstoffe gewinnen

Extraktion nutzt die Löslichkeit.

Destillation nutzt die Siedetemperatur. Umkristallisation nutzt die Temperaturabhängigkeit.

BeispielExtraktion, Destillation, Umkristallisation

Wie funktioniert das Umkristallisieren von Benzoesäure aus Wasser?
Schritt für Schritt
  1. Die Löslichkeit steigt mit der Temperatur.
  2. Beim Abkühlen kristallisiert der Hauptstoff aus.
  3. Verunreinigungen bleiben in der Lösung.
  1. Die Löslichkeit steigt mit der Temperatur.
  2. Beim Abkühlen kristallisiert der Hauptstoff aus.
  3. Verunreinigungen bleiben in der Lösung.
Ergebnis:
In heißem Wasser lösen, heiß filtrieren und langsam abkühlen, die reine Säure kristallisiert aus

AchtungExtraktion und Umkristallisation falsch beschrieben

So nicht
Beim Extrahieren verbindet sich das Lösemittel chemisch mit dem Stoff oder löst den Samen auf. Beim Umkristallisieren hilft kaltes Wasser.
So richtig
Extraktion nutzt die Löslichkeit: Das Lösemittel löst nur den gesuchten Stoff. Umkristallisation nutzt, dass sich der Stoff in heißem Lösemittel besser löst als in kaltem.

Nenne, was gelöst werden soll und was zurückbleiben soll. Wähle danach das Lösemittel.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Ein Gemisch aus Ethanol (78 Grad Celsius) und Aceton (56 Grad Celsius) wird destilliert. Welcher Stoff geht zu Beginn überwiegend über?
    So fängst du an:
    Aceton siedet bei 56 Grad Celsius, Ethanol bei 78 Grad Celsius.
    Lösung zeigen
    1. Aceton siedet bei 56 Grad Celsius, Ethanol bei 78 Grad Celsius.
    2. Der leichter flüchtige Stoff verdampft zuerst.
    3. Zu Beginn geht überwiegend Aceton über.
    Ergebnis:
    Aceton, weil er bei niedrigerer Temperatur siedet
  2. ●5
    Ein Gemisch aus Hexan (69 Grad Celsius) und Wasser (100 Grad Celsius) wird destilliert. Welcher Stoff geht zu Beginn überwiegend über?
    Lösung zeigen
    1. Hexan siedet bei 69 Grad Celsius, Wasser bei 100 Grad Celsius.
    2. Der leichter flüchtige Stoff verdampft zuerst.
    3. Zu Beginn geht überwiegend Hexan über.
    Ergebnis:
    Hexan, weil er bei niedrigerer Temperatur siedet
  3. ★6
    Ethanol (78 Grad Celsius) und Wasser (100 Grad Celsius) werden destilliert. Was enthält das Destillat zu Beginn überwiegend?
    Lösung zeigen
    1. Ethanol siedet bei niedrigerer Temperatur.
    2. Es verdampft zuerst und geht über.
    3. Das erste Destillat ist ethanolreich.
    Ergebnis:
    Überwiegend Ethanol, weil der leichter flüchtige Stoff zuerst übergeht

3Ich werte Papier- und Dünnschichtchromatogramme aus.

MerkenChromatografie

Rf ist die Laufstrecke der Substanz geteilt durch die der Front.

Er liegt immer zwischen 0 und 1.

BeispielChromatografie und Rf-Wert

Eine Substanz legt 2 Zentimeter zurück, die Laufmittelfront 4 Zentimeter. Bestimme: Welchen Rf-Wert hat die Substanz?
Schritt für Schritt
  1. Rf = Strecke der Substanz : Strecke der Front.
  2. Rf = 2 cm : 4 cm.
  3. Rf = 0,50
  1. Rf = Strecke der Substanz : Strecke der Front.
  2. Rf = 2 cm : 4 cm.
  3. Rf = 0,50
Ergebnis:
0,50

AchtungRf-Wert falsch berechnet

So nicht
Rf = Laufstrecke der Front : Laufstrecke der Substanz, oder das Produkt beider.
So richtig
Rf = Laufstrecke der Substanz : Laufstrecke der Front, immer zwischen 0 und 1.

Prüfe dein Ergebnis: Ist der Rf-Wert kleiner als 1?

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Eine Substanz legt 15 Zentimeter zurück, die Laufmittelfront 20 Zentimeter. Bestimme: Welchen Rf-Wert hat die Substanz?
    So fängst du an:
    Rf = Strecke der Substanz : Strecke der Front.
    Lösung zeigen
    1. Rf = Strecke der Substanz : Strecke der Front.
    2. Rf = 15 cm : 20 cm.
    3. Rf = 0,75
    Ergebnis:
    0,75
  2. ●8
    Eine Substanz hat den Rf-Wert 0,80. Die Laufmittelfront hat 10 cm zurückgelegt. Bestimme: Wie weit ist die Substanz gewandert?
    Lösung zeigen
    1. Die Laufstrecke der Substanz ist Rf mal Frontstrecke.
    2. 0,80 · 10 cm
    3. Die Substanz ist 8 cm gewandert.
    Ergebnis:
    8 cm
  3. ★9
    Welche Aussage über den Rf-Wert eines Stoffes stimmt?
    Lösung zeigen
    1. Der Rf-Wert beschreibt die Wechselwirkung des Stoffes mit beiden Phasen.
    2. Ändert sich eine Phase, ändert sich der Wert.
    3. Die Laufstrecke selbst spielt keine Rolle.
    Ergebnis:
    Er hängt vom Laufmittel und von der stationären Phase ab, nicht von der Laufstrecke

4Ich weise Alkali- und Erdalkalimetalle durch Flammenfärbung nach.

MerkenFlammenfärbung

Jedes Metall färbt die Flamme anders.

Natrium gelb, Kalium violett, Lithium karminrot, Calcium ziegelrot.

BeispielFlammenfärbung

Welche Ionen färben die Brennerflamme blaugrün?
Schritt für Schritt
  1. Vergleiche mit der Farbtabelle der Flammenfärbung.
  2. Die Farbe blaugrün gehört zu Kupferionen.
  3. Gesucht sind Kupferionen.
  1. Vergleiche mit der Farbtabelle der Flammenfärbung.
  2. Die Farbe blaugrün gehört zu Kupferionen.
  3. Gesucht sind Kupferionen.
Ergebnis:
Kupferionen

AchtungFlammenfarben den falschen Metallen zugeordnet

So nicht
Welche Ionen färben die Brennerflamme blaugrün → Rubidiumionen
So richtig
Welche Ionen färben die Brennerflamme blaugrün → Kupferionen

Ordne die sechs Elemente ihrer Flammenfarbe zu und decke dann die Tabelle ab.

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Welche Ionen färben die Brennerflamme gelb?
    So fängst du an:
    Vergleiche mit der Farbtabelle der Flammenfärbung.
    Lösung zeigen
    1. Vergleiche mit der Farbtabelle der Flammenfärbung.
    2. Die Farbe gelb gehört zu Natriumionen.
    3. Gesucht sind Natriumionen.
    Ergebnis:
    Natriumionen
  2. ●11
    Welche Ionen färben die Brennerflamme violett?
    Lösung zeigen
    1. Vergleiche mit der Farbtabelle der Flammenfärbung.
    2. Die Farbe violett gehört zu Kaliumionen.
    3. Gesucht sind Kaliumionen.
    Ergebnis:
    Kaliumionen
  3. ★12
    Welche Farbe zeigt die Brennerflamme bei Bariumionen?
    Lösung zeigen
    1. Vergleiche mit der Farbtabelle der Flammenfärbung.
    2. Bariumionen gehören zu gelbgrün.
    3. Die Flamme ist gelbgrün.
    Ergebnis:
    gelbgrün

5Ich weise Ionen durch Fällungsreaktionen nach.

MerkenFällungsnachweise

Das Reagenz bildet mit dem gesuchten Ion einen schwer löslichen Niederschlag.

Vor dem Chloridnachweis wird angesäuert.

BeispielIonen-Nachweise durch Fällungsreaktionen

Zu einer Lösung mit Silberionen wird Natriumchlorid-Lösung gegeben. Welcher Niederschlag fällt aus?
Schritt für Schritt
  1. Das Reagenz Natriumchlorid-Lösung liefert den Fällungspartner.
  2. Er bildet mit Silberionen einen schwer löslichen Stoff.
  3. Es fällt weißes Silberchlorid aus.
  1. Das Reagenz Natriumchlorid-Lösung liefert den Fällungspartner.
  2. Er bildet mit Silberionen einen schwer löslichen Stoff.
  3. Es fällt weißes Silberchlorid aus.
Ergebnis:
Weißes Silberchlorid

AchtungFällungsreagenz oder Niederschlag falsch zugeordnet

So nicht
Chlorid fällt mit Bariumchlorid, Sulfat mit Silbernitrat, und Silberiodid ist weiß.
So richtig
Chlorid: Silbernitrat, weißes Silberchlorid. Sulfat: Bariumchlorid, weißes Bariumsulfat. Iodid: Silbernitrat, gelbes Silberiodid.

Schreib das Kation des Reagenz und das gesuchte Anion auf und prüfe in der Löslichkeitstabelle, ob ein Niederschlag entsteht.

ÜbenJetzt du

  1. ○13
    Eine Probe gibt mit Bariumchlorid-Lösung einen weißen Niederschlag, der sich in Salzsäure nicht löst. Welches Ion war enthalten?
    So fängst du an:
    Bariumionen fällen Sulfat als Bariumsulfat.
    Lösung zeigen
    1. Bariumionen fällen Sulfat als Bariumsulfat.
    2. Bariumsulfat löst sich nicht in Säure.
    3. Das gesuchte Ion ist Sulfat.
    Ergebnis:
    Sulfationen, der Niederschlag ist Bariumsulfat
  2. ●14
    Zu einer Lösung mit Calciumionen wird Ammoniumoxalat-Lösung gegeben. Welcher Niederschlag fällt aus?
    Lösung zeigen
    1. Das Reagenz Ammoniumoxalat-Lösung liefert den Fällungspartner.
    2. Er bildet mit Calciumionen einen schwer löslichen Stoff.
    3. Es fällt weißes Calciumoxalat aus.
    Ergebnis:
    Weißes Calciumoxalat
  3. ★15
    Warum wird die Probe vor dem Chloridnachweis mit Salpetersäure angesäuert?
    Lösung zeigen
    1. Carbonationen würden mit Silberionen ebenfalls ausfallen.
    2. Die Säure zerstört die Carbonate.
    3. Dann bleibt nur Chlorid als Fällungspartner.
    Ergebnis:
    Damit Carbonate nicht als Silbercarbonat ausfallen und den Nachweis stören

6Ich bestimme Konzentrationen mit der Fotometrie.

MerkenFotometrie

Die Absorbanz ist proportional zur Konzentration.

Mit einer Eichlösung folgt die Konzentration der Probe.

BeispielFotometrie und Lambert-Beer-Gesetz

Eine Eichlösung mit 4 mg/L liefert die Absorbanz 0,10. Die Probe hat die Absorbanz 0,20. Bestimme: Welche Konzentration hat die Probe?
Schritt für Schritt
  1. Die Absorbanz ist proportional zur Konzentration.
  2. 0,20 : 0,10 = 2.
  3. c = 2 · 4 mg/L = 8 mg/L
  1. Die Absorbanz ist proportional zur Konzentration.
  2. 0,20 : 0,10 = 2.
  3. c = 2 · 4 mg/L = 8 mg/L
Ergebnis:
8 mg/L

AchtungAbsorbanz und Konzentration falsch verknüpft

So nicht
Mehr Absorbanz heißt weniger Konzentration. Die Absorbanz wächst mit dem Quadrat der Konzentration.
So richtig
Die Absorbanz ist proportional zur Konzentration: doppelte Konzentration, doppelte Absorbanz.

Berechne das Verhältnis der Absorbanzen und wende es auf die Konzentration an.

ÜbenJetzt du

  1. ○16
    Eine Eichlösung mit 8 mg/L liefert die Absorbanz 0,10. Die Probe hat die Absorbanz 0,25. Bestimme: Welche Konzentration hat die Probe?
    So fängst du an:
    Die Absorbanz ist proportional zur Konzentration.
    Lösung zeigen
    1. Die Absorbanz ist proportional zur Konzentration.
    2. 0,25 : 0,10 = 2,5.
    3. c = 2,5 · 8 mg/L = 20 mg/L
    Ergebnis:
    20 mg/L
  2. ●17
    Eine Eichlösung mit 5 mg/L liefert die Absorbanz 0,40. Die Probe hat die Absorbanz 1,20. Bestimme: Welche Konzentration hat die Probe?
    Lösung zeigen
    1. Die Absorbanz ist proportional zur Konzentration.
    2. 1,20 : 0,40 = 3.
    3. c = 3 · 5 mg/L = 15 mg/L
    Ergebnis:
    15 mg/L
  3. ★18
    Eine Eichlösung mit 2 mg/L liefert die Absorbanz 0,50. Die Probe hat die Absorbanz 0,25. Bestimme: Welche Konzentration hat die Probe?
    Lösung zeigen
    1. Die Absorbanz ist proportional zur Konzentration.
    2. 0,25 : 0,50 = 0,5.
    3. c = 0,5 · 2 mg/L = 1 mg/L
    Ergebnis:
    1 mg/L

7Ich bestimme den Schmelzpunkt und prüfe damit die Reinheit eines Stoffes.

MerkenSchmelzpunkt

Ein reiner Stoff schmilzt in einem engen Bereich.

Verunreinigungen senken den Schmelzpunkt und verbreitern den Bereich.

BeispielSchmelzpunkt und Reinheit

Bei welcher Temperatur schmilzt reines Salicylsäure laut Tabelle?
Schritt für Schritt
  1. Der Schmelzpunkt ist eine Stoffeigenschaft.
  2. Lies ihn in der Tabelle ab.
  3. Reines Salicylsäure schmilzt bei 159 Grad Celsius.
  1. Der Schmelzpunkt ist eine Stoffeigenschaft.
  2. Lies ihn in der Tabelle ab.
  3. Reines Salicylsäure schmilzt bei 159 Grad Celsius.
Ergebnis:
159 Grad Celsius

AchtungSchmelzpunkt dem falschen Stoff zugeordnet

So nicht
Bei welcher Temperatur schmilzt reines Salicylsäure laut Tabelle → 122 Grad Celsius
So richtig
Bei welcher Temperatur schmilzt reines Salicylsäure laut Tabelle → 159 Grad Celsius

Setze den gemessenen Wert neben die Tabellenwerte und suche den nächsten.

ÜbenJetzt du

  1. ○19
    Eine Probe schmilzt scharf bei 153 Grad Celsius. Welcher der drei Stoffe liegt am wahrscheinlichsten vor?
    So fängst du an:
    Vergleiche den gemessenen Wert mit den Tabellenwerten.
    Lösung zeigen
    1. Vergleiche den gemessenen Wert mit den Tabellenwerten.
    2. wasserfreie Citronensäure schmilzt bei 153 Grad Celsius.
    3. Am wahrscheinlichsten ist wasserfreie Citronensäure.
    Ergebnis:
    wasserfreie Citronensäure
  2. ●20
    Eine Probe schmilzt scharf bei 169 Grad Celsius. Welcher der drei Stoffe liegt am wahrscheinlichsten vor?
    Lösung zeigen
    1. Vergleiche den gemessenen Wert mit den Tabellenwerten.
    2. Paracetamol schmilzt bei 169 Grad Celsius.
    3. Am wahrscheinlichsten ist Paracetamol.
    Ergebnis:
    Paracetamol
  3. ★21
    Wozu bestimmt man zusätzlich einen Mischschmelzpunkt, wenn man einen Stoff identifizieren will?
    Lösung zeigen
    1. Man mischt die Probe mit dem vermuteten Stoff.
    2. Sind beide gleich, bleibt der Schmelzpunkt unverändert.
    3. Sonst wirkt der zweite Stoff wie eine Verunreinigung.
    Ergebnis:
    Bei Gleichheit bleibt der Schmelzpunkt der Mischung gleich, bei Verschiedenheit sinkt er

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●22
    Ein Gemisch aus Eisenpulver, Sand und Kochsalz soll getrennt werden. Welche Reihenfolge ist sinnvoll?
    Lösung zeigen
    1. Der Magnet holt das Eisen trocken heraus.
    2. Wasser löst das Salz, der Filter hält den Sand zurück.
    3. Das Eindampfen liefert das Salz.
    Ergebnis:
    Magnet, dann Wasser zugeben und filtrieren, dann das Filtrat eindampfen
  2. ●23
    Ein Gemisch aus Propan-2-ol (82 Grad Celsius) und Heptan (98 Grad Celsius) wird destilliert. Welcher Stoff geht zu Beginn überwiegend über?
    Lösung zeigen
    1. Propan-2-ol siedet bei 82 Grad Celsius, Heptan bei 98 Grad Celsius.
    2. Der leichter flüchtige Stoff verdampft zuerst.
    3. Zu Beginn geht überwiegend Propan-2-ol über.
    Ergebnis:
    Propan-2-ol, weil er bei niedrigerer Temperatur siedet
  3. ●24
    Eine Substanz hat den Rf-Wert 0,30. Die Laufmittelfront hat 10 cm zurückgelegt. Bestimme: Wie weit ist die Substanz gewandert?
    Lösung zeigen
    1. Die Laufstrecke der Substanz ist Rf mal Frontstrecke.
    2. 0,30 · 10 cm
    3. Die Substanz ist 3 cm gewandert.
    Ergebnis:
    3 cm
  4. ●25
    Zu einer Lösung mit Kupfer(II)-ionen wird Natronlauge gegeben. Welcher Niederschlag fällt aus?
    Lösung zeigen
    1. Das Reagenz Natronlauge liefert den Fällungspartner.
    2. Er bildet mit Kupfer(II)-ionen einen schwer löslichen Stoff.
    3. Es fällt hellblaues Kupfer(II)-hydroxid aus.
    Ergebnis:
    Hellblaues Kupfer(II)-hydroxid
  5. ●26
    Eine Eichlösung mit 8 mg/L liefert die Absorbanz 0,20. Die Probe hat die Absorbanz 0,50. Bestimme: Welche Konzentration hat die Probe?
    Lösung zeigen
    1. Die Absorbanz ist proportional zur Konzentration.
    2. 0,50 : 0,20 = 2,5.
    3. c = 2,5 · 8 mg/L = 20 mg/L
    Ergebnis:
    20 mg/L
  6. ●27
    Bei welcher Temperatur schmilzt reines Glucose laut Tabelle?
    Lösung zeigen
    1. Der Schmelzpunkt ist eine Stoffeigenschaft.
    2. Lies ihn in der Tabelle ab.
    3. Reines Glucose schmilzt bei 146 Grad Celsius.
    Ergebnis:
    146 Grad Celsius

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Stofftrennung
Jedes Trennverfahren nutzt einen Unterschied der Stoffe.
Reinstoffe gewinnen
Extraktion nutzt die Löslichkeit.
Chromatografie
Rf ist die Laufstrecke der Substanz geteilt durch die der Front.
Flammenfärbung
Jedes Metall färbt die Flamme anders.
Fällungsnachweise
Das Reagenz bildet mit dem gesuchten Ion einen schwer löslichen Niederschlag.
Fotometrie
Die Absorbanz ist proportional zur Konzentration.
Schmelzpunkt
Ein reiner Stoff schmilzt in einem engen Bereich.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich trenne Stoffgemische durch Filtrieren, Dekantieren und Adsorbieren.

    28
    Mit welchem Verfahren trennt man Kochsalz und Wasser, und welche Eigenschaft wird genutzt?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Eindampfen, es nutzt Siedetemperatur
  2. Ich gewinne Reinstoffe durch Extraktion, Destillation und Umkristallisation.

    29
    Ein Gemisch aus Wasser (100 Grad Celsius) und Ethylacetat (77 Grad Celsius) wird destilliert. Welcher Stoff geht zu Beginn überwiegend über?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Ethylacetat, weil er bei niedrigerer Temperatur siedet
  3. Ich werte Papier- und Dünnschichtchromatogramme aus.

    30
    Eine Substanz hat den Rf-Wert 0,60. Die Laufmittelfront hat 5 cm zurückgelegt. Bestimme: Wie weit ist die Substanz gewandert?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    3 cm
  4. Ich weise Alkali- und Erdalkalimetalle durch Flammenfärbung nach.

    31
    Welche Farbe zeigt die Brennerflamme bei Rubidiumionen?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    rotviolett
  5. Ich weise Ionen durch Fällungsreaktionen nach.

    32
    Zu einer Lösung mit Kupfer(II)-ionen wird Natronlauge gegeben. Welcher Niederschlag fällt aus?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Hellblaues Kupfer(II)-hydroxid
  6. Ich bestimme Konzentrationen mit der Fotometrie.

    33
    Eine Eichlösung mit 5 mg/L liefert die Absorbanz 0,50. Die Probe hat die Absorbanz 0,75. Bestimme: Welche Konzentration hat die Probe?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    7,5 mg/L
  7. Ich bestimme den Schmelzpunkt und prüfe damit die Reinheit eines Stoffes.

    34
    Eine Probe schmilzt scharf bei 82 Grad Celsius. Welcher der drei Stoffe liegt am wahrscheinlichsten vor?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Vanillin

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Wörter

Proportional
doppelt so viel hier, doppelt so viel dort

Lösungen

  1. Umkristallisieren, es nutzt Löslichkeit bei verschiedener Temperatur
  2. Filtrieren, es nutzt Teilchengröße
  3. Magnetabscheidung, es nutzt Magnetisierbarkeit
  4. Aceton, weil er bei niedrigerer Temperatur siedet
  5. Hexan, weil er bei niedrigerer Temperatur siedet
  6. Überwiegend Ethanol, weil der leichter flüchtige Stoff zuerst übergeht
  7. 0,75
  8. 8 cm
  9. Er hängt vom Laufmittel und von der stationären Phase ab, nicht von der Laufstrecke
  10. Natriumionen
  11. Kaliumionen
  12. gelbgrün
  13. Sulfationen, der Niederschlag ist Bariumsulfat
  14. Weißes Calciumoxalat
  15. Damit Carbonate nicht als Silbercarbonat ausfallen und den Nachweis stören
  16. 20 mg/L
  17. 15 mg/L
  18. 1 mg/L
  19. wasserfreie Citronensäure
  20. Paracetamol
  21. Bei Gleichheit bleibt der Schmelzpunkt der Mischung gleich, bei Verschiedenheit sinkt er
  22. Magnet, dann Wasser zugeben und filtrieren, dann das Filtrat eindampfen
  23. Propan-2-ol, weil er bei niedrigerer Temperatur siedet
  24. 3 cm
  25. Hellblaues Kupfer(II)-hydroxid
  26. 20 mg/L
  27. 146 Grad Celsius
  28. Eindampfen, es nutzt Siedetemperatur
  29. Ethylacetat, weil er bei niedrigerer Temperatur siedet
  30. 3 cm
  31. rotviolett
  32. Hellblaues Kupfer(II)-hydroxid
  33. 7,5 mg/L
  34. Vanillin