Chemie · Klasse 11 · Kapitel
Säuren, Basen, Salze
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich definiere Säuren und Basen nach Brønsted und unterscheide Säure und saure Lösung.
MerkenSäuren und Basen nach Brønsted
Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt eines auf.
Salzsäure enthält H₃O⁺- und Cl⁻-Ionen. Wasser kann Base und Säure sein.
BeispielSäuren und Basen nach Brønsted
Schritt für Schritt
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Base nimmt das Proton auf.
- Das ist H₂O.
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Base nimmt das Proton auf.
- Das ist H₂O.
AchtungProtonenübertragung in die falsche Richtung gedacht
NH₃ + H₂O: Ammoniak gibt ein Proton an Wasser ab.
Wasser gibt ein Proton an Ammoniak ab: NH₃ + H₂O ⇌ NH₄⁺ + OH⁻.
Vergleiche jedes Teilchen vor und nach der Reaktion. Zähle, ob ein H⁺ dazukam oder wegging.
ÜbenJetzt du
- ○1Was ist eine Säure nach Brønsted?So fängst du an:Brønsted betrachtet die Teilchen.
Lösung zeigen
- Brønsted betrachtet die Teilchen.
- Säuren sind Protonendonatoren.
- Sie geben ein H⁺ ab.
Ergebnis:Ein Teilchen, das ein Proton abgeben kann - ●2Trockenes Chlorwasserstoffgas färbt trockenes Indikatorpapier nicht, Salzsäure schon. Was erklärt das?
Lösung zeigen
- HCl-Moleküle sind ungeladen.
- Mit Wasser reagiert HCl zu H₃O⁺ und Cl⁻.
- Erst die Oxonium-Ionen färben den Indikator.
Ergebnis:Erst die Reaktion mit Wasser überträgt Protonen und bildet Oxonium-Ionen - ★3Welche Aussage über Wasser in der Reaktion HCl + H₂O → H₃O⁺ + Cl⁻ stimmt?
Lösung zeigen
- H₃O⁺ hat ein H⁺ mehr als H₂O.
- Das Wassermolekül hat es aufgenommen.
- Also wirkt es als Base.
Ergebnis:Wasser nimmt ein Proton auf und wirkt als Base
2Ich erkenne korrespondierende Säure-Base-Paare und Ampholyte.
MerkenKorrespondierende Paare
Jede Säure bildet durch Protonenabgabe ihre korrespondierende Base: HA + H₂O ⇌ A⁻ + H₃O⁺.
Teilchen, die beides können (H₂O, HCO₃⁻), heißen Ampholyte.
BeispielKorrespondierende Paare und Ampholyte
Schritt für Schritt
- HA und A⁻ bilden ein Paar.
- HA gibt H⁺ ab.
- Der Unterschied ist ein Proton.
- HA und A⁻ bilden ein Paar.
- HA gibt H⁺ ab.
- Der Unterschied ist ein Proton.
AchtungProtonenübertragung als Elektronenübertragung gedeutet
Was unterscheidet eine Säure von ihrer korrespondierenden Base → Genau ein Elektron
Was unterscheidet eine Säure von ihrer korrespondierenden Base → Genau ein Proton
Zeichne ein Säuremolekül vor und nach der Reaktion. Markiere, welches Teilchen übertragen wird und welche Ladung es trägt.
ÜbenJetzt du
- ○4Welches Teilchen ist die korrespondierende Base zu HSO₄⁻?So fängst du an:Die Base entsteht durch Abgabe eines Protons.
Lösung zeigen
- Die Base entsteht durch Abgabe eines Protons.
- Von HSO₄⁻ wird ein H⁺ abgezogen, die Ladung sinkt um eins.
- Das ist SO₄²⁻.
Ergebnis:SO₄²⁻ - ●5Welches Teilchen ist die korrespondierende Base zu H₃O⁺?
Lösung zeigen
- Die Base entsteht durch Abgabe eines Protons.
- Von H₃O⁺ wird ein H⁺ abgezogen, die Ladung sinkt um eins.
- Das ist H₂O.
Ergebnis:H₂O - ★6Welches Teilchen ist die korrespondierende Säure zu CO₃²⁻?
Lösung zeigen
- Die Säure entsteht durch Aufnahme eines Protons.
- Zu CO₃²⁻ wird ein H⁺ addiert, die Ladung steigt um eins.
- Das ist HCO₃⁻.
Ergebnis:HCO₃⁻
3Ich erkläre saure und basische Lösungen aus Nichtmetall- und Metalloxiden.
MerkenOxide und Wasser
Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren, Metalloxide Laugen.
Indikatoren zeigen H₃O⁺ und OH⁻ an.
BeispielOxide und Wasser: saure und basische Lösungen
Schritt für Schritt
- Distickstofftrioxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
- Distickstofftrioxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
AchtungMetall und Nichtmetall verwechselt
Kohlenstoffdioxid ist ein Metalloxid.
Kohlenstoff ist ein Nichtmetall, also ist CO₂ ein Nichtmetalloxid.
Such das Element vor „oxid“ im Periodensystem. Steht es links, ist es ein Metall.
ÜbenJetzt du
- ○7Wie reagiert die wässrige Lösung von Kohlenstoffdioxid (CO₂) gegenüber Universalindikator?So fängst du an:Kohlenstoffdioxid ist ein Nichtmetalloxid.
Lösung zeigen
- Kohlenstoffdioxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hin - ●8Wie reagiert die wässrige Lösung von Schwefeldioxid (SO₂) gegenüber Universalindikator?
Lösung zeigen
- Schwefeldioxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hin - ★9Wie reagiert die wässrige Lösung von Dichloroxid (Cl₂O) gegenüber Universalindikator?
Lösung zeigen
- Dichloroxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hin
4Ich berechne den pH-Wert aus der Oxonium-Ionenkonzentration und umgekehrt.
MerkenpH-Wert
pH = −lg c(H₃O⁺). Eine Stufe bedeutet den Faktor zehn.
In Laugen gilt pOH = −lg c(OH⁻) und pH + pOH = 14 bei 25 Grad Celsius.
BeispielpH-Wert und Oxonium-Ionenkonzentration
Schritt für Schritt
- c(H₃O⁺) = 10 hoch minus pH.
- c = 10⁻² mol/L.
- c = 0,01 mol/L
- c(H₃O⁺) = 10 hoch minus pH.
- c = 10⁻² mol/L.
- c = 0,01 mol/L
AchtungpH-Wert mit der Konzentration gleichgesetzt
Eine Lösung hat den pH-Wert 2. Bestimme: Wie groß ist c(H₃O⁺) → 2 mol/L
Eine Lösung hat den pH-Wert 2. Bestimme: Wie groß ist c(H₃O⁺) → 0,01 mol/L
Schreibe die Konzentration als Zehnerpotenz. Der negative Exponent ist der pH-Wert.
ÜbenJetzt du
- ○10Salzsäure mit pH 3 wird im Verhältnis 1 : 100 mit Wasser verdünnt. Welchen pH-Wert hat die Lösung danach?So fängst du an:Faktor 100 sind 2 Zehnerstufen.
Lösung zeigen
- Faktor 100 sind 2 Zehnerstufen.
- Jede Stufe erhöht den pH-Wert um 1.
- pH = 3 + 2 = 5
Ergebnis:pH-Wert 5 - ●11Eine Lösung hat den pH-Wert 3. Bestimme: Wie groß ist c(H₃O⁺)?
Lösung zeigen
- c(H₃O⁺) = 10 hoch minus pH.
- c = 10⁻³ mol/L.
- c = 0,001 mol/L
Ergebnis:0,001 mol/L - ★12Eine Natronlauge hat c(OH⁻) = 0,000001 mol/L. Welchen pH-Wert hat sie bei 25 Grad Celsius?
Lösung zeigen
- pOH = −lg 0,000001 = 6.
- pH + pOH = 14.
- pH = 14 − 6 = 8
Ergebnis:pH-Wert 8
5Ich beschreibe Neutralisation und Salzbildungsreaktionen auf Teilchenebene.
MerkenNeutralisation und Salzbildung
H₃O⁺ + OH⁻ → 2 H₂O. Die übrigen Ionen bleiben gelöst und bilden beim Eindampfen das Salz.
Auch Metalle und Metalloxide bilden mit Säuren Salze.
BeispielNeutralisation und Salzbildungsreaktionen
Schritt für Schritt
- Die Base Natronlauge liefert das Metall Natrium.
- Die Säure Schwefelsäure liefert den Säurerest sulfat.
- Das Salz heißt Natriumsulfat.
- Die Base Natronlauge liefert das Metall Natrium.
- Die Säure Schwefelsäure liefert den Säurerest sulfat.
- Das Salz heißt Natriumsulfat.
AchtungSalz mit falschem Säurerest benannt
Natronlauge und Schwefelsäure ergeben Natriumchlorid.
Der Säurerest bleibt erhalten: Schwefelsäure ergibt Sulfate, also Natriumsulfat.
Schreibe auf, aus welcher Säure der Rest stammt. Kombiniere ihn mit dem Metall der Base.
ÜbenJetzt du
- ○13Welche Ionen reagieren bei der Neutralisation von Salzsäure mit Natronlauge zu Wasser?So fängst du an:Alle Ionen werden aufgeschrieben.
Lösung zeigen
- Alle Ionen werden aufgeschrieben.
- Na⁺ und Cl⁻ stehen links und rechts gleich.
- Es reagieren H₃O⁺ und OH⁻ zu Wasser.
Ergebnis:Oxonium-Ionen und Hydroxid-Ionen - ●14Welches Salz entsteht bei der Neutralisation von Kalilauge mit Salzsäure?
Lösung zeigen
- Die Base Kalilauge liefert das Metall Kalium.
- Die Säure Salzsäure liefert den Säurerest chlorid.
- Das Salz heißt Kaliumchlorid.
Ergebnis:Kaliumchlorid - ★15Die Neutralisation von Essigsäure mit Natronlauge ergibt eine Lösung mit pH über 7. Warum?
Lösung zeigen
- Acetat-Ionen nehmen Protonen von Wasser auf.
- Dabei entstehen OH⁻-Ionen.
- Die Lösung ist leicht alkalisch.
Ergebnis:Das Acetat-Ion ist eine schwache Base
6Ich beschreibe Salze als Ionenverbindungen und leite ihre Formeln ab.
MerkenSalze
Salze sind Ionenverbindungen mit Gitter.
Die Ladungen gleichen sich aus. Die Formel nennt das kleinste Verhältnis.
BeispielSalze als Ionenverbindungen
Schritt für Schritt
- Ladungen: Na⁺ und O²⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 2 mal Na, 1 mal O.
- Formel: Na₂O.
- Ladungen: Na⁺ und O²⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 2 mal Na, 1 mal O.
- Formel: Na₂O.
AchtungLadungen im Salz nicht ausgeglichen
Welche Formel hat Natriumoxid (Na⁺, O²⁻) → NaO
Welche Formel hat Natriumoxid (Na⁺, O²⁻) → Na₂O
Zähl die Ladungen: Plus und Minus müssen zusammen null ergeben. Nimm so viele Ionen, bis es aufgeht.
ÜbenJetzt du
- ○16Welche Formel hat Kaliumsulfat (K⁺, SO₄²⁻)?So fängst du an:Ladungen: K⁺ und SO₄²⁻.
Lösung zeigen
- Ladungen: K⁺ und SO₄²⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 2 mal K, 1 mal SO₄.
- Formel: K₂SO₄.
Ergebnis:K₂SO₄ - ●17Welche Formel hat Natriumphosphat (Na⁺, PO₄³⁻)?
Lösung zeigen
- Ladungen: Na⁺ und PO₄³⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 3 mal Na, 1 mal PO₄.
- Formel: Na₃PO₄.
Ergebnis:Na₃PO₄ - ★18Wie lautet die Formel von Ammoniumsulfat (NH₄⁺, SO₄²⁻)?
Lösung zeigen
- SO₄²⁻ trägt zwei negative Ladungen.
- Zwei NH₄⁺ gleichen sie aus.
- Das zusammengesetzte Ion steht in Klammern: (NH₄)₂SO₄.
Ergebnis:(NH₄)₂SO₄
7Ich erkläre Leitfähigkeit und Solvatation von Salzlösungen.
MerkenSolvatation
Wassermoleküle lösen Ionen aus dem Gitter und umgeben sie als Hydrathülle.
Die beweglichen Ionen leiten den Strom.
BeispielSolvatation und Leitfähigkeit von Salzlösungen
Schritt für Schritt
- Aluminiumsulfat besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen 2 Al³⁺ und 3 SO₄²⁻.
- Aluminiumsulfat besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen 2 Al³⁺ und 3 SO₄²⁻.
AchtungSalz aus Molekülen
Welche Ionen entstehen beim Lösen von Bariumchlorid (BaCl₂) in Wasser → Moleküle der Formel BaCl₂
Welche Ionen entstehen beim Lösen von Bariumchlorid (BaCl₂) in Wasser → Ba²⁺ und 2 Cl⁻
Zähl im Gitterbild die Nachbarn eines Natrium-Ions. Wie viele Chlorid-Ionen sind es?
ÜbenJetzt du
- ○19Welche Ionen entstehen beim Lösen von Bariumchlorid (BaCl₂) in Wasser?So fängst du an:Bariumchlorid besteht aus Ionen im Gitter.
Lösung zeigen
- Bariumchlorid besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen Ba²⁺ und 2 Cl⁻.
Ergebnis:Ba²⁺ und 2 Cl⁻ - ●20Welche Ionen entstehen beim Lösen von Magnesiumchlorid (MgCl₂) in Wasser?
Lösung zeigen
- Magnesiumchlorid besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen Mg²⁺ und 2 Cl⁻.
Ergebnis:Mg²⁺ und 2 Cl⁻ - ★21Mit welcher Seite richten sich Wassermoleküle zu einem Chlorid-Ion aus?
Lösung zeigen
- Cl⁻ ist negativ.
- Es zieht die positive Seite des Wassers an.
- Das sind die Wasserstoffatome.
Ergebnis:Mit den Wasserstoffatomen, der positiven Seite, zum Anion
8Ich beschreibe die Löslichkeit von Salzen als exothermen und endothermen Vorgang.
MerkenLöslichkeit
Löslichkeit ist die Masse, die sich in 100 g Wasser löst.
Überwiegt die Hydratationsenergie, ist Lösen exotherm.
BeispielLöslichkeit und Energie beim Lösen
Schritt für Schritt
- Die Lösung wiegt 100 g + 36 g = 136 g.
- w = 36 g : 136 g.
- w = 26,5 %
- Die Lösung wiegt 100 g + 36 g = 136 g.
- w = 36 g : 136 g.
- w = 26,5 %
AchtungLöslichkeit je 100 g Wasser mit Masseprozent verwechselt
36 g Salz auf 100 g Wasser sind eine 36-prozentige Lösung.
Die Lösung wiegt 136 g, der Salzanteil ist 36 g : 136 g = 26,5 Prozent.
Addiere Masse des Salzes und des Wassers zur Masse der Lösung. Teile die Salzmasse durch diese Summe.
ÜbenJetzt du
- ○22Die Löslichkeit von Calciumchlorid beträgt bei 20 Grad Celsius 74 g je 100 g Wasser. Bestimme: Wie viel Calciumchlorid löst sich höchstens in 500 g Wasser?So fängst du an:Löslichkeit 74 g je 100 g Wasser.
Lösung zeigen
- Löslichkeit 74 g je 100 g Wasser.
- 500 g Wasser sind das 5-Fache.
- 74 g · 5 = 370 g
Ergebnis:370 g - ●23Beim Lösen von Calciumchlorid in Wasser steigt die Temperatur. Was folgt daraus?
Lösung zeigen
- Das Gitter aufzubrechen kostet Energie.
- Die Hydratation setzt mehr Energie frei.
- Der Überschuss erwärmt die Lösung.
Ergebnis:Die Hydratationsenergie ist größer als die Gitterenergie, der Vorgang ist exotherm - ★24Bestimme: Wie viel Natriumchlorid löst sich bei 20 Grad Celsius höchstens in 250 g Wasser (Löslichkeit 36 g je 100 g Wasser)?
Lösung zeigen
- Löslichkeit 36 g je 100 g Wasser.
- 250 g sind das 2,5-fache.
- 36 g · 2,5 = 90 g
Ergebnis:90 g
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Welches Teilchen ist die korrespondierende Base zu HCO₃⁻?
Lösung zeigen
- Die Base entsteht durch Abgabe eines Protons.
- Von HCO₃⁻ wird ein H⁺ abgezogen, die Ladung sinkt um eins.
- Das ist CO₃²⁻.
Ergebnis:CO₃²⁻ - ●26Wie reagiert die wässrige Lösung von Phosphor(V)-oxid (P₄O₁₀) gegenüber Universalindikator?
Lösung zeigen
- Phosphor(V)-oxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hin - ●27Eine Salzsäure hat c(H₃O⁺) = 0,1 mol/L. Welchen pH-Wert hat sie?
Lösung zeigen
- pH = −lg c(H₃O⁺).
- 0,1 = 10⁻¹.
- pH = 1
Ergebnis:pH-Wert 1 - ●28Welches Salz entsteht bei der Neutralisation von Kalilauge mit Salpetersäure?
Lösung zeigen
- Die Base Kalilauge liefert das Metall Kalium.
- Die Säure Salpetersäure liefert den Säurerest nitrat.
- Das Salz heißt Kaliumnitrat.
Ergebnis:Kaliumnitrat - ●29Welche Formel hat Natriumsulfat (Na⁺, SO₄²⁻)?
Lösung zeigen
- Ladungen: Na⁺ und SO₄²⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 2 mal Na, 1 mal SO₄.
- Formel: Na₂SO₄.
Ergebnis:Na₂SO₄ - ●30Welche Ionen entstehen beim Lösen von Natriumsulfat (Na₂SO₄) in Wasser?
Lösung zeigen
- Natriumsulfat besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen 2 Na⁺ und SO₄²⁻.
Ergebnis:2 Na⁺ und SO₄²⁻
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Säuren und Basen nach Brønsted
- Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt eines auf.
- Korrespondierende Paare
- Jede Säure bildet durch Protonenabgabe ihre korrespondierende Base: HA + H₂O ⇌ A⁻ + H₃O⁺.
- Oxide und Wasser
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren, Metalloxide Laugen.
- pH-Wert
- pH = −lg c(H₃O⁺). Eine Stufe bedeutet den Faktor zehn.
- Neutralisation und Salzbildung
- H₃O⁺ + OH⁻ → 2 H₂O. Die übrigen Ionen bleiben gelöst und bilden beim Eindampfen das Salz.
- Salze
- Salze sind Ionenverbindungen mit Gitter.
- Solvatation
- Wassermoleküle lösen Ionen aus dem Gitter und umgeben sie als Hydrathülle.
- Löslichkeit
- Löslichkeit ist die Masse, die sich in 100 g Wasser löst.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich definiere Säuren und Basen nach Brønsted und unterscheide Säure und saure Lösung.
31Welches Teilchen wirkt in der Reaktion HF + H₂O ⇌ F⁻ + H₃O⁺ als Säure?Lösung zeigen
Ergebnis:Das Teilchen HFIch erkenne korrespondierende Säure-Base-Paare und Ampholyte.
32Welches Teilchen ist die korrespondierende Base zu H₂CO₃?Lösung zeigen
Ergebnis:HCO₃⁻Ich erkläre saure und basische Lösungen aus Nichtmetall- und Metalloxiden.
33Wie reagiert die wässrige Lösung von Distickstoffpentoxid (N₂O₅) gegenüber Universalindikator?Lösung zeigen
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hinIch berechne den pH-Wert aus der Oxonium-Ionenkonzentration und umgekehrt.
34Salzsäure mit pH 1 wird im Verhältnis 1 : 1000 mit Wasser verdünnt. Welchen pH-Wert hat die Lösung danach?Lösung zeigen
Ergebnis:pH-Wert 4Ich beschreibe Neutralisation und Salzbildungsreaktionen auf Teilchenebene.
35Welches Salz entsteht bei der Neutralisation von Natronlauge mit Schwefelsäure?Lösung zeigen
Ergebnis:NatriumsulfatIch beschreibe Salze als Ionenverbindungen und leite ihre Formeln ab.
36Welche Formel hat Natriumoxid (Na⁺, O²⁻)?Lösung zeigen
Ergebnis:Na₂OIch erkläre Leitfähigkeit und Solvatation von Salzlösungen.
37Welche Ionen entstehen beim Lösen von Magnesiumchlorid (MgCl₂) in Wasser?Lösung zeigen
Ergebnis:Mg²⁺ und 2 Cl⁻Ich beschreibe die Löslichkeit von Salzen als exothermen und endothermen Vorgang.
38Die Löslichkeit von Natriumchlorid beträgt bei 20 Grad Celsius 36 g je 100 g Wasser. Bestimme: Wie viel Masseprozent Salz hat die gesättigte Lösung?Lösung zeigen
Ergebnis:26,5 %
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Lösungen
- Ein Teilchen, das ein Proton abgeben kann
- Erst die Reaktion mit Wasser überträgt Protonen und bildet Oxonium-Ionen
- Wasser nimmt ein Proton auf und wirkt als Base
- SO₄²⁻
- H₂O
- HCO₃⁻
- sauer, Färbung zu Rot hin
- sauer, Färbung zu Rot hin
- sauer, Färbung zu Rot hin
- pH-Wert 5
- 0,001 mol/L
- pH-Wert 8
- Oxonium-Ionen und Hydroxid-Ionen
- Kaliumchlorid
- Das Acetat-Ion ist eine schwache Base
- K₂SO₄
- Na₃PO₄
- (NH₄)₂SO₄
- Ba²⁺ und 2 Cl⁻
- Mg²⁺ und 2 Cl⁻
- Mit den Wasserstoffatomen, der positiven Seite, zum Anion
- 370 g
- Die Hydratationsenergie ist größer als die Gitterenergie, der Vorgang ist exotherm
- 90 g
- CO₃²⁻
- sauer, Färbung zu Rot hin
- pH-Wert 1
- Kaliumnitrat
- Na₂SO₄
- 2 Na⁺ und SO₄²⁻
- Das Teilchen HF
- HCO₃⁻
- sauer, Färbung zu Rot hin
- pH-Wert 4
- Natriumsulfat
- Na₂O
- Mg²⁺ und 2 Cl⁻
- 26,5 %