Chemie · Klasse 11 · Kapitel
Säuren, Basen, Salze
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich definiere Säuren und Basen nach Brønsted und unterscheide Säure und saure Lösung.
MerkenSäuren und Basen nach Brønsted
Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt eines auf.
Salzsäure enthält H₃O⁺- und Cl⁻-Ionen. Wasser kann Base und Säure sein.
BeispielSäuren und Basen nach Brønsted
Schritt für Schritt
- Brønsted betrachtet die Teilchen.
- Säuren sind Protonendonatoren.
- Sie geben ein H⁺ ab.
- Brønsted betrachtet die Teilchen.
- Säuren sind Protonendonatoren.
- Sie geben ein H⁺ ab.
AchtungProtonenübertragung als Elektronenübertragung gedeutet
Eine Säure gibt Elektronen ab.
Eine Säure gibt Protonen (H⁺) ab. Die Elektronen bleiben beim Rest.
Zeichne ein Säuremolekül vor und nach der Reaktion. Markiere, welches Teilchen übertragen wird und welche Ladung es trägt.
ÜbenJetzt du
- ○1Welches Teilchen wirkt in der Reaktion HNO₃ + H₂O → NO₃⁻ + H₃O⁺ als Säure?So fängst du an:Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
Lösung zeigen
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Säure gibt das Proton ab.
- Das ist HNO₃.
Ergebnis:Das Teilchen HNO₃ - ●2Welches Teilchen wirkt in der Reaktion H₂SO₄ + H₂O → HSO₄⁻ + H₃O⁺ als Base?
Lösung zeigen
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Base nimmt das Proton auf.
- Das ist H₂O.
Ergebnis:Das Teilchen H₂O - ★3Welche Aussage über Wasser in der Reaktion HCl + H₂O → H₃O⁺ + Cl⁻ stimmt?
Lösung zeigen
- H₃O⁺ hat ein H⁺ mehr als H₂O.
- Das Wassermolekül hat es aufgenommen.
- Also wirkt es als Base.
Ergebnis:Wasser nimmt ein Proton auf und wirkt als Base
2Ich erkenne korrespondierende Säure-Base-Paare und Ampholyte.
MerkenKorrespondierende Paare
Jede Säure bildet durch Protonenabgabe ihre korrespondierende Base: HA + H₂O ⇌ A⁻ + H₃O⁺.
Teilchen, die beides können (H₂O, HCO₃⁻), heißen Ampholyte.
BeispielKorrespondierende Paare und Ampholyte
Schritt für Schritt
- Die Säure entsteht durch Aufnahme eines Protons.
- Zu CO₃²⁻ wird ein H⁺ addiert, die Ladung steigt um eins.
- Das ist HCO₃⁻.
- Die Säure entsteht durch Aufnahme eines Protons.
- Zu CO₃²⁻ wird ein H⁺ addiert, die Ladung steigt um eins.
- Das ist HCO₃⁻.
AchtungKorrespondierendes Paar falsch zugeordnet
Welches Teilchen ist die korrespondierende Säure zu CO₃²⁻ → HCN
Welches Teilchen ist die korrespondierende Säure zu CO₃²⁻ → HCO₃⁻
Zeichne das Säureteilchen und markiere ein H⁺, das abgegeben wird. Prüfe, ob die Ladung um eins sinkt.
ÜbenJetzt du
- ○4Welches Teilchen ist die korrespondierende Säure zu SO₄²⁻?So fängst du an:Die Säure entsteht durch Aufnahme eines Protons.
Lösung zeigen
- Die Säure entsteht durch Aufnahme eines Protons.
- Zu SO₄²⁻ wird ein H⁺ addiert, die Ladung steigt um eins.
- Das ist HSO₄⁻.
Ergebnis:HSO₄⁻ - ●5Welches Teilchen ist die korrespondierende Säure zu OH⁻?
Lösung zeigen
- Die Säure entsteht durch Aufnahme eines Protons.
- Zu OH⁻ wird ein H⁺ addiert, die Ladung steigt um eins.
- Das ist H₂O.
Ergebnis:H₂O - ★6Warum ist Wasser ein Ampholyt?
Lösung zeigen
- Mit HCl bildet H₂O das Ion H₃O⁺.
- Mit NH₃ bildet es OH⁻.
- Beides kann es: Ampholyt.
Ergebnis:Es kann je nach Partner ein Proton aufnehmen oder abgeben
3Ich erkläre saure und basische Lösungen aus Nichtmetall- und Metalloxiden.
MerkenOxide und Wasser
Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren, Metalloxide Laugen.
Indikatoren zeigen H₃O⁺ und OH⁻ an.
BeispielOxide und Wasser: saure und basische Lösungen
Schritt für Schritt
- Dichloroxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
- Dichloroxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
AchtungMetall und Nichtmetall verwechselt
Kohlenstoffdioxid ist ein Metalloxid.
Kohlenstoff ist ein Nichtmetall, also ist CO₂ ein Nichtmetalloxid.
Such das Element vor „oxid“ im Periodensystem. Steht es links, ist es ein Metall.
ÜbenJetzt du
- ○7Wie reagiert die wässrige Lösung von Distickstofftrioxid (N₂O₃) gegenüber Universalindikator?So fängst du an:Distickstofftrioxid ist ein Nichtmetalloxid.
Lösung zeigen
- Distickstofftrioxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hin - ●8Wie reagiert die wässrige Lösung von Kohlenstoffdioxid (CO₂) gegenüber Universalindikator?
Lösung zeigen
- Kohlenstoffdioxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hin - ★9Warum ist natürlicher Regen schwach sauer (pH etwa 5,6), obwohl er aus reinem Wasserdampf entsteht?
Lösung zeigen
- Die Luft enthält Kohlenstoffdioxid.
- Es löst sich im Regen.
- CO₂ + H₂O ⇌ H₂CO₃ macht den Regen schwach sauer.
Ergebnis:Gelöstes Kohlenstoffdioxid aus der Luft bildet Kohlensäure
4Ich berechne den pH-Wert aus der Oxonium-Ionenkonzentration und umgekehrt.
MerkenpH-Wert
pH = −lg c(H₃O⁺). Eine Stufe bedeutet den Faktor zehn.
In Laugen gilt pOH = −lg c(OH⁻) und pH + pOH = 14 bei 25 Grad Celsius.
BeispielpH-Wert und Oxonium-Ionenkonzentration
Schritt für Schritt
- pOH = −lg 0,0001 = 4.
- pH + pOH = 14.
- pH = 14 − 4 = 10
- pOH = −lg 0,0001 = 4.
- pH + pOH = 14.
- pH = 14 − 4 = 10
AchtungpH-Wert mit der Konzentration gleichgesetzt
Eine Lösung hat den pH-Wert 4. Bestimme: Wie groß ist c(H₃O⁺) → 4 mol/L
Eine Lösung hat den pH-Wert 4. Bestimme: Wie groß ist c(H₃O⁺) → 0,0001 mol/L
Schreibe die Konzentration als Zehnerpotenz. Der negative Exponent ist der pH-Wert.
ÜbenJetzt du
- ○10Eine Lösung hat den pH-Wert 4. Bestimme: Wie groß ist c(H₃O⁺)?So fängst du an:c(H₃O⁺) = 10 hoch minus pH.
Lösung zeigen
- c(H₃O⁺) = 10 hoch minus pH.
- c = 10⁻⁴ mol/L.
- c = 0,0001 mol/L
Ergebnis:0,0001 mol/L - ●11Salzsäure mit pH 1 wird im Verhältnis 1 : 100 mit Wasser verdünnt. Welchen pH-Wert hat die Lösung danach?
Lösung zeigen
- Faktor 100 sind 2 Zehnerstufen.
- Jede Stufe erhöht den pH-Wert um 1.
- pH = 1 + 2 = 3
Ergebnis:pH-Wert 3 - ★12Reines Wasser hat bei 25 Grad Celsius c(H₃O⁺) = 1,0 · 10⁻⁷ mol/L. Wie groß ist dann c(OH⁻)?
Lösung zeigen
- In reinem Wasser entstehen H₃O⁺ und OH⁻ gleich oft.
- Also c(OH⁻) = c(H₃O⁺).
- c(OH⁻) = 1,0 · 10⁻⁷ mol/L
Ergebnis:1,0 · 10⁻⁷ mol/L
5Ich beschreibe Neutralisation und Salzbildungsreaktionen auf Teilchenebene.
MerkenNeutralisation und Salzbildung
H₃O⁺ + OH⁻ → 2 H₂O. Die übrigen Ionen bleiben gelöst und bilden beim Eindampfen das Salz.
Auch Metalle und Metalloxide bilden mit Säuren Salze.
BeispielNeutralisation und Salzbildungsreaktionen
Schritt für Schritt
- Die Base Kalilauge liefert das Metall Kalium.
- Die Säure Salzsäure liefert den Säurerest chlorid.
- Das Salz heißt Kaliumchlorid.
- Die Base Kalilauge liefert das Metall Kalium.
- Die Säure Salzsäure liefert den Säurerest chlorid.
- Das Salz heißt Kaliumchlorid.
AchtungSalz mit falschem Säurerest benannt
Natronlauge und Schwefelsäure ergeben Natriumchlorid.
Der Säurerest bleibt erhalten: Schwefelsäure ergibt Sulfate, also Natriumsulfat.
Schreibe auf, aus welcher Säure der Rest stammt. Kombiniere ihn mit dem Metall der Base.
ÜbenJetzt du
- ○13Welche Ionen reagieren bei der Neutralisation von Salzsäure mit Natronlauge zu Wasser?So fängst du an:Alle Ionen werden aufgeschrieben.
Lösung zeigen
- Alle Ionen werden aufgeschrieben.
- Na⁺ und Cl⁻ stehen links und rechts gleich.
- Es reagieren H₃O⁺ und OH⁻ zu Wasser.
Ergebnis:Oxonium-Ionen und Hydroxid-Ionen - ●14Welches Salz entsteht bei der Neutralisation von Calciumhydroxid-Lösung mit Salpetersäure?
Lösung zeigen
- Die Base Calciumhydroxid-Lösung liefert das Metall Calcium.
- Die Säure Salpetersäure liefert den Säurerest nitrat.
- Das Salz heißt Calciumnitrat.
Ergebnis:Calciumnitrat - ★1520 mL Salpetersäure (c = 0,4 mol/L) werden mit Calciumhydroxid-Lösung (c = 0,2 mol/L) neutralisiert (Calcium- und Magnesiumhydroxid liefern je Formeleinheit zwei Hydroxid-Ionen). Bestimme: Welches Volumen Calciumhydroxid-Lösung wird gebraucht?
Lösung zeigen
- n(H₃O⁺) = 1 · 0,4 mol/L · 0,02 L.
- n(OH⁻) = 2 · 0,2 mol/L · V muss gleich sein.
- V = 20 mL
Ergebnis:20 mL
6Ich beschreibe Salze als Ionenverbindungen und leite ihre Formeln ab.
MerkenSalze
Salze sind Ionenverbindungen mit Gitter.
Die Ladungen gleichen sich aus. Die Formel nennt das kleinste Verhältnis.
BeispielSalze als Ionenverbindungen
Schritt für Schritt
- Ladungen: Al³⁺ und S²⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 2 mal Al, 3 mal S.
- Formel: Al₂S₃.
- Ladungen: Al³⁺ und S²⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 2 mal Al, 3 mal S.
- Formel: Al₂S₃.
AchtungLadungen im Salz nicht ausgeglichen
Welche Formel hat Aluminiumsulfid (Al³⁺, S²⁻) → AlS
Welche Formel hat Aluminiumsulfid (Al³⁺, S²⁻) → Al₂S₃
Zähl die Ladungen: Plus und Minus müssen zusammen null ergeben. Nimm so viele Ionen, bis es aufgeht.
ÜbenJetzt du
- ○16Welche Formel hat Natriumcarbonat (Na⁺, CO₃²⁻)?So fängst du an:Ladungen: Na⁺ und CO₃²⁻.
Lösung zeigen
- Ladungen: Na⁺ und CO₃²⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 2 mal Na, 1 mal CO₃.
- Formel: Na₂CO₃.
Ergebnis:Na₂CO₃ - ●17Welche Formel hat Kaliumsulfat (K⁺, SO₄²⁻)?
Lösung zeigen
- Ladungen: K⁺ und SO₄²⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 2 mal K, 1 mal SO₄.
- Formel: K₂SO₄.
Ergebnis:K₂SO₄ - ★18Wie lautet die Formel von Ammoniumsulfat (NH₄⁺, SO₄²⁻)?
Lösung zeigen
- SO₄²⁻ trägt zwei negative Ladungen.
- Zwei NH₄⁺ gleichen sie aus.
- Das zusammengesetzte Ion steht in Klammern: (NH₄)₂SO₄.
Ergebnis:(NH₄)₂SO₄
7Ich erkläre Leitfähigkeit und Solvatation von Salzlösungen.
MerkenSolvatation
Wassermoleküle lösen Ionen aus dem Gitter und umgeben sie als Hydrathülle.
Die beweglichen Ionen leiten den Strom.
BeispielSolvatation und Leitfähigkeit von Salzlösungen
Schritt für Schritt
- Aluminiumsulfat besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen 2 Al³⁺ und 3 SO₄²⁻.
- Aluminiumsulfat besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen 2 Al³⁺ und 3 SO₄²⁻.
AchtungSalz aus Molekülen
Kochsalz besteht aus NaCl-Molekülen, je ein Na und ein Cl.
Kochsalz ist ein Ionengitter. NaCl gibt nur das Verhältnis an: 1 : 1.
Zähl im Gitterbild die Nachbarn eines Natrium-Ions. Wie viele Chlorid-Ionen sind es?
ÜbenJetzt du
- ○19Welche Ionen entstehen beim Lösen von Kaliumcarbonat (K₂CO₃) in Wasser?So fängst du an:Kaliumcarbonat besteht aus Ionen im Gitter.
Lösung zeigen
- Kaliumcarbonat besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen 2 K⁺ und CO₃²⁻.
Ergebnis:2 K⁺ und CO₃²⁻ - ●20Welche Ionen entstehen beim Lösen von Aluminiumchlorid (AlCl₃) in Wasser?
Lösung zeigen
- Aluminiumchlorid besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen Al³⁺ und 3 Cl⁻.
Ergebnis:Al³⁺ und 3 Cl⁻ - ★21Mit welcher Seite richten sich Wassermoleküle zu einem Chlorid-Ion aus?
Lösung zeigen
- Cl⁻ ist negativ.
- Es zieht die positive Seite des Wassers an.
- Das sind die Wasserstoffatome.
Ergebnis:Mit den Wasserstoffatomen, der positiven Seite, zum Anion
8Ich beschreibe die Löslichkeit von Salzen als exothermen und endothermen Vorgang.
MerkenLöslichkeit
Löslichkeit ist die Masse, die sich in 100 g Wasser löst.
Überwiegt die Hydratationsenergie, ist Lösen exotherm.
BeispielLöslichkeit und Energie beim Lösen
Schritt für Schritt
- Die Lösung wiegt 100 g + 32 g = 132 g.
- w = 32 g : 132 g.
- w = 24,2 %
- Die Lösung wiegt 100 g + 32 g = 132 g.
- w = 32 g : 132 g.
- w = 24,2 %
AchtungLöslichkeit je 100 g Wasser mit Masseprozent verwechselt
36 g Salz auf 100 g Wasser sind eine 36-prozentige Lösung.
Die Lösung wiegt 136 g, der Salzanteil ist 36 g : 136 g = 26,5 Prozent.
Addiere Masse des Salzes und des Wassers zur Masse der Lösung. Teile die Salzmasse durch diese Summe.
ÜbenJetzt du
- ○22Die Löslichkeit von Magnesiumsulfat beträgt bei 20 Grad Celsius 35 g je 100 g Wasser. Bestimme: Wie viel Masseprozent Salz hat die gesättigte Lösung?So fängst du an:Die Lösung wiegt 100 g + 35 g = 135 g.
Lösung zeigen
- Die Lösung wiegt 100 g + 35 g = 135 g.
- w = 35 g : 135 g.
- w = 25,9 %
Ergebnis:25,9 % - ●23Die Löslichkeit von Calciumchlorid beträgt bei 20 Grad Celsius 74 g je 100 g Wasser. Bestimme: Wie viel Masseprozent Salz hat die gesättigte Lösung?
Lösung zeigen
- Die Lösung wiegt 100 g + 74 g = 174 g.
- w = 74 g : 174 g.
- w = 42,5 %
Ergebnis:42,5 % - ★24Bestimme: Wie viel Natriumchlorid löst sich bei 20 Grad Celsius höchstens in 250 g Wasser (Löslichkeit 36 g je 100 g Wasser)?
Lösung zeigen
- Löslichkeit 36 g je 100 g Wasser.
- 250 g sind das 2,5-fache.
- 36 g · 2,5 = 90 g
Ergebnis:90 g
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Welches Teilchen wirkt in der Reaktion CH₃COOH + H₂O ⇌ CH₃COO⁻ + H₃O⁺ als Säure?
Lösung zeigen
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Säure gibt das Proton ab.
- Das ist CH₃COOH.
Ergebnis:Das Teilchen CH₃COOH - ●26Was unterscheidet eine Säure von ihrer korrespondierenden Base?
Lösung zeigen
- HA und A⁻ bilden ein Paar.
- HA gibt H⁺ ab.
- Der Unterschied ist ein Proton.
Ergebnis:Genau ein Proton - ●27Wie reagiert die wässrige Lösung von Distickstoffpentoxid (N₂O₅) gegenüber Universalindikator?
Lösung zeigen
- Distickstoffpentoxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hin - ●28Eine Lösung hat den pH-Wert 2. Bestimme: Wie groß ist c(H₃O⁺)?
Lösung zeigen
- c(H₃O⁺) = 10 hoch minus pH.
- c = 10⁻² mol/L.
- c = 0,01 mol/L
Ergebnis:0,01 mol/L - ●2910 mL Salpetersäure (c = 0,2 mol/L) werden mit Magnesiumhydroxid-Aufschlämmung (c = 0,25 mol/L) neutralisiert (Calcium- und Magnesiumhydroxid liefern je Formeleinheit zwei Hydroxid-Ionen). Bestimme: Welches Volumen Magnesiumhydroxid-Aufschlämmung wird gebraucht?
Lösung zeigen
- n(H₃O⁺) = 1 · 0,2 mol/L · 0,01 L.
- n(OH⁻) = 2 · 0,25 mol/L · V muss gleich sein.
- V = 4 mL
Ergebnis:4 mL - ●30Warum ist ein Salzkristall hart und spröde?
Lösung zeigen
- Die starke Anziehung hält das Gitter hart.
- Bei einer Verschiebung liegen gleiche Ladungen nebeneinander.
- Sie stoßen sich ab, der Kristall bricht.
Ergebnis:Bei Verschiebung stoßen gleichnamige Ionen aufeinander und stoßen sich ab
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Säuren und Basen nach Brønsted
- Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt eines auf.
- Korrespondierende Paare
- Jede Säure bildet durch Protonenabgabe ihre korrespondierende Base: HA + H₂O ⇌ A⁻ + H₃O⁺.
- Oxide und Wasser
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren, Metalloxide Laugen.
- pH-Wert
- pH = −lg c(H₃O⁺). Eine Stufe bedeutet den Faktor zehn.
- Neutralisation und Salzbildung
- H₃O⁺ + OH⁻ → 2 H₂O. Die übrigen Ionen bleiben gelöst und bilden beim Eindampfen das Salz.
- Salze
- Salze sind Ionenverbindungen mit Gitter.
- Solvatation
- Wassermoleküle lösen Ionen aus dem Gitter und umgeben sie als Hydrathülle.
- Löslichkeit
- Löslichkeit ist die Masse, die sich in 100 g Wasser löst.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich definiere Säuren und Basen nach Brønsted und unterscheide Säure und saure Lösung.
31Welches Teilchen wirkt in der Reaktion HCO₃⁻ + H₃O⁺ → H₂CO₃ + H₂O als Base?Lösung zeigen
Ergebnis:Das Teilchen HCO₃⁻Ich erkenne korrespondierende Säure-Base-Paare und Ampholyte.
32Welches Teilchen ist die korrespondierende Säure zu NH₃?Lösung zeigen
Ergebnis:NH₄⁺Ich erkläre saure und basische Lösungen aus Nichtmetall- und Metalloxiden.
33Wie reagiert die wässrige Lösung von Kohlenstoffdioxid (CO₂) gegenüber Universalindikator?Lösung zeigen
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hinIch berechne den pH-Wert aus der Oxonium-Ionenkonzentration und umgekehrt.
34Eine Natronlauge hat c(OH⁻) = 0,00001 mol/L. Welchen pH-Wert hat sie bei 25 Grad Celsius?Lösung zeigen
Ergebnis:pH-Wert 9Ich beschreibe Neutralisation und Salzbildungsreaktionen auf Teilchenebene.
35Welches Salz entsteht bei der Neutralisation von Kalilauge mit Salzsäure?Lösung zeigen
Ergebnis:KaliumchloridIch beschreibe Salze als Ionenverbindungen und leite ihre Formeln ab.
36Wie viele Ionen enthält die Formeleinheit Calciumchlorid CaCl₂, und in welchem Verhältnis stehen sie?Lösung zeigen
Ergebnis:Drei Ionen: ein Calciumion auf zwei ChloridionenIch erkläre Leitfähigkeit und Solvatation von Salzlösungen.
37Welche Ionen entstehen beim Lösen von Magnesiumchlorid (MgCl₂) in Wasser?Lösung zeigen
Ergebnis:Mg²⁺ und 2 Cl⁻Ich beschreibe die Löslichkeit von Salzen als exothermen und endothermen Vorgang.
38Die Löslichkeit von Kaliumsulfat beträgt bei 20 Grad Celsius 11 g je 100 g Wasser. Bestimme: Wie viel Masseprozent Salz hat die gesättigte Lösung?Lösung zeigen
Ergebnis:9,9 %
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Lösungen
- Das Teilchen HNO₃
- Das Teilchen H₂O
- Wasser nimmt ein Proton auf und wirkt als Base
- HSO₄⁻
- H₂O
- Es kann je nach Partner ein Proton aufnehmen oder abgeben
- sauer, Färbung zu Rot hin
- sauer, Färbung zu Rot hin
- Gelöstes Kohlenstoffdioxid aus der Luft bildet Kohlensäure
- 0,0001 mol/L
- pH-Wert 3
- 1,0 · 10⁻⁷ mol/L
- Oxonium-Ionen und Hydroxid-Ionen
- Calciumnitrat
- 20 mL
- Na₂CO₃
- K₂SO₄
- (NH₄)₂SO₄
- 2 K⁺ und CO₃²⁻
- Al³⁺ und 3 Cl⁻
- Mit den Wasserstoffatomen, der positiven Seite, zum Anion
- 25,9 %
- 42,5 %
- 90 g
- Das Teilchen CH₃COOH
- Genau ein Proton
- sauer, Färbung zu Rot hin
- 0,01 mol/L
- 4 mL
- Bei Verschiebung stoßen gleichnamige Ionen aufeinander und stoßen sich ab
- Das Teilchen HCO₃⁻
- NH₄⁺
- sauer, Färbung zu Rot hin
- pH-Wert 9
- Kaliumchlorid
- Drei Ionen: ein Calciumion auf zwei Chloridionen
- Mg²⁺ und 2 Cl⁻
- 9,9 %