Chemie · Klasse 11 · Kapitel
Säuren, Basen, Salze
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich definiere Säuren und Basen nach Brønsted und unterscheide Säure und saure Lösung.
MerkenSäuren und Basen nach Brønsted
Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt eines auf.
Salzsäure enthält H₃O⁺- und Cl⁻-Ionen. Wasser kann Base und Säure sein.
BeispielSäuren und Basen nach Brønsted
Schritt für Schritt
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Säure gibt das Proton ab.
- Das ist HNO₃.
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Säure gibt das Proton ab.
- Das ist HNO₃.
AchtungProtonenübertragung in die falsche Richtung gedacht
NH₃ + H₂O: Ammoniak gibt ein Proton an Wasser ab.
Wasser gibt ein Proton an Ammoniak ab: NH₃ + H₂O ⇌ NH₄⁺ + OH⁻.
Vergleiche jedes Teilchen vor und nach der Reaktion. Zähle, ob ein H⁺ dazukam oder wegging.
ÜbenJetzt du
- ○1Welches Teilchen wirkt in der Reaktion HCl + H₂O → Cl⁻ + H₃O⁺ als Säure?So fängst du an:Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
Lösung zeigen
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Säure gibt das Proton ab.
- Das ist HCl.
Ergebnis:Das Teilchen HCl - ●2Welches Teilchen wirkt in der Reaktion CO₃²⁻ + H₂O ⇌ HCO₃⁻ + OH⁻ als Säure?
Lösung zeigen
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Säure gibt das Proton ab.
- Das ist H₂O.
Ergebnis:Das Teilchen H₂O - ★3Welche Aussage über Wasser in der Reaktion HCl + H₂O → H₃O⁺ + Cl⁻ stimmt?
Lösung zeigen
- H₃O⁺ hat ein H⁺ mehr als H₂O.
- Das Wassermolekül hat es aufgenommen.
- Also wirkt es als Base.
Ergebnis:Wasser nimmt ein Proton auf und wirkt als Base
2Ich erkenne korrespondierende Säure-Base-Paare und Ampholyte.
MerkenKorrespondierende Paare
Jede Säure bildet durch Protonenabgabe ihre korrespondierende Base: HA + H₂O ⇌ A⁻ + H₃O⁺.
Teilchen, die beides können (H₂O, HCO₃⁻), heißen Ampholyte.
BeispielKorrespondierende Paare und Ampholyte
Schritt für Schritt
- Die Säure entsteht durch Aufnahme eines Protons.
- Zu HSO₄⁻ wird ein H⁺ addiert, die Ladung steigt um eins.
- Das ist H₂SO₄.
- Die Säure entsteht durch Aufnahme eines Protons.
- Zu HSO₄⁻ wird ein H⁺ addiert, die Ladung steigt um eins.
- Das ist H₂SO₄.
AchtungKorrespondierendes Paar falsch zugeordnet
Welches Teilchen ist die korrespondierende Säure zu HSO₄⁻ → H₂O
Welches Teilchen ist die korrespondierende Säure zu HSO₄⁻ → H₂SO₄
Zeichne das Säureteilchen und markiere ein H⁺, das abgegeben wird. Prüfe, ob die Ladung um eins sinkt.
ÜbenJetzt du
- ○4Welches Teilchen ist die korrespondierende Säure zu HCO₃⁻?So fängst du an:Die Säure entsteht durch Aufnahme eines Protons.
Lösung zeigen
- Die Säure entsteht durch Aufnahme eines Protons.
- Zu HCO₃⁻ wird ein H⁺ addiert, die Ladung steigt um eins.
- Das ist H₂CO₃.
Ergebnis:H₂CO₃ - ●5Welches Teilchen ist die korrespondierende Base zu HCN?
Lösung zeigen
- Die Base entsteht durch Abgabe eines Protons.
- Von HCN wird ein H⁺ abgezogen, die Ladung sinkt um eins.
- Das ist CN⁻.
Ergebnis:CN⁻ - ★6Warum ist Wasser ein Ampholyt?
Lösung zeigen
- Mit HCl bildet H₂O das Ion H₃O⁺.
- Mit NH₃ bildet es OH⁻.
- Beides kann es: Ampholyt.
Ergebnis:Es kann je nach Partner ein Proton aufnehmen oder abgeben
3Ich erkläre saure und basische Lösungen aus Nichtmetall- und Metalloxiden.
MerkenOxide und Wasser
Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren, Metalloxide Laugen.
Indikatoren zeigen H₃O⁺ und OH⁻ an.
BeispielOxide und Wasser: saure und basische Lösungen
Schritt für Schritt
- Distickstofftrioxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
- Distickstofftrioxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
AchtungMetall und Nichtmetall verwechselt
Kohlenstoffdioxid ist ein Metalloxid.
Kohlenstoff ist ein Nichtmetall, also ist CO₂ ein Nichtmetalloxid.
Such das Element vor „oxid“ im Periodensystem. Steht es links, ist es ein Metall.
ÜbenJetzt du
- ○7Wie reagiert die wässrige Lösung von Kohlenstoffdioxid (CO₂) gegenüber Universalindikator?So fängst du an:Kohlenstoffdioxid ist ein Nichtmetalloxid.
Lösung zeigen
- Kohlenstoffdioxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hin - ●8Wie reagiert die wässrige Lösung von Schwefeldioxid (SO₂) gegenüber Universalindikator?
Lösung zeigen
- Schwefeldioxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hin - ★9Warum ist natürlicher Regen schwach sauer (pH etwa 5,6), obwohl er aus reinem Wasserdampf entsteht?
Lösung zeigen
- Die Luft enthält Kohlenstoffdioxid.
- Es löst sich im Regen.
- CO₂ + H₂O ⇌ H₂CO₃ macht den Regen schwach sauer.
Ergebnis:Gelöstes Kohlenstoffdioxid aus der Luft bildet Kohlensäure
4Ich berechne den pH-Wert aus der Oxonium-Ionenkonzentration und umgekehrt.
MerkenpH-Wert
pH = −lg c(H₃O⁺). Eine Stufe bedeutet den Faktor zehn.
In Laugen gilt pOH = −lg c(OH⁻) und pH + pOH = 14 bei 25 Grad Celsius.
BeispielpH-Wert und Oxonium-Ionenkonzentration
Schritt für Schritt
- pH = −lg c(H₃O⁺).
- 0,001 = 10⁻³.
- pH = 3
- pH = −lg c(H₃O⁺).
- 0,001 = 10⁻³.
- pH = 3
AchtungpH-Wert mit der Konzentration gleichgesetzt
Eine Salzsäure hat c(H₃O⁺) = 0,001 mol/L. Welchen pH-Wert hat sie → pH-Wert 0,001
Eine Salzsäure hat c(H₃O⁺) = 0,001 mol/L. Welchen pH-Wert hat sie → pH-Wert 3
Schreibe die Konzentration als Zehnerpotenz. Der negative Exponent ist der pH-Wert.
ÜbenJetzt du
- ○10Eine Lösung hat den pH-Wert 4. Bestimme: Wie groß ist c(H₃O⁺)?So fängst du an:c(H₃O⁺) = 10 hoch minus pH.
Lösung zeigen
- c(H₃O⁺) = 10 hoch minus pH.
- c = 10⁻⁴ mol/L.
- c = 0,0001 mol/L
Ergebnis:0,0001 mol/L - ●11Eine Natronlauge hat c(OH⁻) = 0,001 mol/L. Welchen pH-Wert hat sie bei 25 Grad Celsius?
Lösung zeigen
- pOH = −lg 0,001 = 3.
- pH + pOH = 14.
- pH = 14 − 3 = 11
Ergebnis:pH-Wert 11 - ★12Eine Salzsäure hat c(H₃O⁺) = 0,00001 mol/L. Welchen pH-Wert hat sie?
Lösung zeigen
- pH = −lg c(H₃O⁺).
- 0,00001 = 10⁻⁵.
- pH = 5
Ergebnis:pH-Wert 5
5Ich beschreibe Neutralisation und Salzbildungsreaktionen auf Teilchenebene.
MerkenNeutralisation und Salzbildung
H₃O⁺ + OH⁻ → 2 H₂O. Die übrigen Ionen bleiben gelöst und bilden beim Eindampfen das Salz.
Auch Metalle und Metalloxide bilden mit Säuren Salze.
BeispielNeutralisation und Salzbildungsreaktionen
Schritt für Schritt
- Die Base Natronlauge liefert das Metall Natrium.
- Die Säure Schwefelsäure liefert den Säurerest sulfat.
- Das Salz heißt Natriumsulfat.
- Die Base Natronlauge liefert das Metall Natrium.
- Die Säure Schwefelsäure liefert den Säurerest sulfat.
- Das Salz heißt Natriumsulfat.
AchtungSalz mit falschem Säurerest benannt
Natronlauge und Schwefelsäure ergeben Natriumchlorid.
Der Säurerest bleibt erhalten: Schwefelsäure ergibt Sulfate, also Natriumsulfat.
Schreibe auf, aus welcher Säure der Rest stammt. Kombiniere ihn mit dem Metall der Base.
ÜbenJetzt du
- ○13Welches Salz entsteht bei der Neutralisation von Natronlauge mit Salpetersäure?So fängst du an:Die Base Natronlauge liefert das Metall Natrium.
Lösung zeigen
- Die Base Natronlauge liefert das Metall Natrium.
- Die Säure Salpetersäure liefert den Säurerest nitrat.
- Das Salz heißt Natriumnitrat.
Ergebnis:Natriumnitrat - ●14Welches Salz entsteht bei der Neutralisation von Magnesiumhydroxid-Aufschlämmung mit Schwefelsäure?
Lösung zeigen
- Die Base Magnesiumhydroxid-Aufschlämmung liefert das Metall Magnesium.
- Die Säure Schwefelsäure liefert den Säurerest sulfat.
- Das Salz heißt Magnesiumsulfat.
Ergebnis:Magnesiumsulfat - ★15Die Neutralisation von Essigsäure mit Natronlauge ergibt eine Lösung mit pH über 7. Warum?
Lösung zeigen
- Acetat-Ionen nehmen Protonen von Wasser auf.
- Dabei entstehen OH⁻-Ionen.
- Die Lösung ist leicht alkalisch.
Ergebnis:Das Acetat-Ion ist eine schwache Base
6Ich beschreibe Salze als Ionenverbindungen und leite ihre Formeln ab.
MerkenSalze
Salze sind Ionenverbindungen mit Gitter.
Die Ladungen gleichen sich aus. Die Formel nennt das kleinste Verhältnis.
BeispielSalze als Ionenverbindungen
Schritt für Schritt
- Ca²⁺ hat zwei positive Ladungen.
- Jedes Cl⁻ hat eine negative.
- Also zwei Chlorid-Ionen: Ca²⁺ + 2 Cl⁻.
- Ca²⁺ hat zwei positive Ladungen.
- Jedes Cl⁻ hat eine negative.
- Also zwei Chlorid-Ionen: Ca²⁺ + 2 Cl⁻.
AchtungLadungen im Salz nicht ausgeglichen
Welche Formel hat Kaliumsulfat (K⁺, SO₄²⁻) → KSO₄
Welche Formel hat Kaliumsulfat (K⁺, SO₄²⁻) → K₂SO₄
Zähl die Ladungen: Plus und Minus müssen zusammen null ergeben. Nimm so viele Ionen, bis es aufgeht.
ÜbenJetzt du
- ○16Welche Formel hat Kaliumsulfat (K⁺, SO₄²⁻)?So fängst du an:Ladungen: K⁺ und SO₄²⁻.
Lösung zeigen
- Ladungen: K⁺ und SO₄²⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 2 mal K, 1 mal SO₄.
- Formel: K₂SO₄.
Ergebnis:K₂SO₄ - ●17Welche Formel hat Magnesiumchlorid (Mg²⁺, Cl⁻)?
Lösung zeigen
- Ladungen: Mg²⁺ und Cl⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 1 mal Mg, 2 mal Cl.
- Formel: MgCl₂.
Ergebnis:MgCl₂ - ★18Wie lautet die Formel von Ammoniumsulfat (NH₄⁺, SO₄²⁻)?
Lösung zeigen
- SO₄²⁻ trägt zwei negative Ladungen.
- Zwei NH₄⁺ gleichen sie aus.
- Das zusammengesetzte Ion steht in Klammern: (NH₄)₂SO₄.
Ergebnis:(NH₄)₂SO₄
7Ich erkläre Leitfähigkeit und Solvatation von Salzlösungen.
MerkenSolvatation
Wassermoleküle lösen Ionen aus dem Gitter und umgeben sie als Hydrathülle.
Die beweglichen Ionen leiten den Strom.
BeispielSolvatation und Leitfähigkeit von Salzlösungen
Schritt für Schritt
- Kaliumcarbonat besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen 2 K⁺ und CO₃²⁻.
- Kaliumcarbonat besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen 2 K⁺ und CO₃²⁻.
AchtungSalz aus Molekülen
Kochsalz besteht aus NaCl-Molekülen, je ein Na und ein Cl.
Kochsalz ist ein Ionengitter. NaCl gibt nur das Verhältnis an: 1 : 1.
Zähl im Gitterbild die Nachbarn eines Natrium-Ions. Wie viele Chlorid-Ionen sind es?
ÜbenJetzt du
- ○19Welche Ionen entstehen beim Lösen von Aluminiumsulfat (Al₂(SO₄)₃) in Wasser?So fängst du an:Aluminiumsulfat besteht aus Ionen im Gitter.
Lösung zeigen
- Aluminiumsulfat besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen 2 Al³⁺ und 3 SO₄²⁻.
Ergebnis:2 Al³⁺ und 3 SO₄²⁻ - ●20Welche Ionen entstehen beim Lösen von Aluminiumchlorid (AlCl₃) in Wasser?
Lösung zeigen
- Aluminiumchlorid besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen Al³⁺ und 3 Cl⁻.
Ergebnis:Al³⁺ und 3 Cl⁻ - ★21Mit welcher Seite richten sich Wassermoleküle zu einem Chlorid-Ion aus?
Lösung zeigen
- Cl⁻ ist negativ.
- Es zieht die positive Seite des Wassers an.
- Das sind die Wasserstoffatome.
Ergebnis:Mit den Wasserstoffatomen, der positiven Seite, zum Anion
8Ich beschreibe die Löslichkeit von Salzen als exothermen und endothermen Vorgang.
MerkenLöslichkeit
Löslichkeit ist die Masse, die sich in 100 g Wasser löst.
Überwiegt die Hydratationsenergie, ist Lösen exotherm.
BeispielLöslichkeit und Energie beim Lösen
Schritt für Schritt
- Die Lösung wiegt 100 g + 32 g = 132 g.
- w = 32 g : 132 g.
- w = 24,2 %
- Die Lösung wiegt 100 g + 32 g = 132 g.
- w = 32 g : 132 g.
- w = 24,2 %
AchtungLöslichkeit je 100 g Wasser mit Masseprozent verwechselt
36 g Salz auf 100 g Wasser sind eine 36-prozentige Lösung.
Die Lösung wiegt 136 g, der Salzanteil ist 36 g : 136 g = 26,5 Prozent.
Addiere Masse des Salzes und des Wassers zur Masse der Lösung. Teile die Salzmasse durch diese Summe.
ÜbenJetzt du
- ○22Die Löslichkeit von Natriumchlorid beträgt bei 20 Grad Celsius 36 g je 100 g Wasser. Bestimme: Wie viel Masseprozent Salz hat die gesättigte Lösung?So fängst du an:Die Lösung wiegt 100 g + 36 g = 136 g.
Lösung zeigen
- Die Lösung wiegt 100 g + 36 g = 136 g.
- w = 36 g : 136 g.
- w = 26,5 %
Ergebnis:26,5 % - ●23Die Löslichkeit von Kaliumchlorid beträgt bei 20 Grad Celsius 34 g je 100 g Wasser. Bestimme: Wie viel Kaliumchlorid löst sich höchstens in 200 g Wasser?
Lösung zeigen
- Löslichkeit 34 g je 100 g Wasser.
- 200 g Wasser sind das 2-Fache.
- 34 g · 2 = 68 g
Ergebnis:68 g - ★24Bestimme: Wie viel Natriumchlorid löst sich bei 20 Grad Celsius höchstens in 250 g Wasser (Löslichkeit 36 g je 100 g Wasser)?
Lösung zeigen
- Löslichkeit 36 g je 100 g Wasser.
- 250 g sind das 2,5-fache.
- 36 g · 2,5 = 90 g
Ergebnis:90 g
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Welches Teilchen wirkt in der Reaktion H₂SO₄ + H₂O → HSO₄⁻ + H₃O⁺ als Base?
Lösung zeigen
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Base nimmt das Proton auf.
- Das ist H₂O.
Ergebnis:Das Teilchen H₂O - ●26Salzsäure mit pH 3 wird im Verhältnis 1 : 100 mit Wasser verdünnt. Welchen pH-Wert hat die Lösung danach?
Lösung zeigen
- Faktor 100 sind 2 Zehnerstufen.
- Jede Stufe erhöht den pH-Wert um 1.
- pH = 3 + 2 = 5
Ergebnis:pH-Wert 5 - ●2725 mL Salzsäure (c = 0,4 mol/L) werden mit Calciumhydroxid-Lösung (c = 0,25 mol/L) neutralisiert (Calcium- und Magnesiumhydroxid liefern je Formeleinheit zwei Hydroxid-Ionen). Bestimme: Welches Volumen Calciumhydroxid-Lösung wird gebraucht?
Lösung zeigen
- n(H₃O⁺) = 1 · 0,4 mol/L · 0,025 L.
- n(OH⁻) = 2 · 0,25 mol/L · V muss gleich sein.
- V = 20 mL
Ergebnis:20 mL - ●28Welche Formel hat Ammoniumsulfat (NH₄⁺, SO₄²⁻)?
Lösung zeigen
- Ladungen: NH₄⁺ und SO₄²⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 2 mal NH₄, 1 mal SO₄.
- Formel: (NH₄)₂SO₄.
Ergebnis:(NH₄)₂SO₄ - ●29Was geschieht beim Lösen von Natriumchlorid in Wasser auf Teilchenebene?
Lösung zeigen
- Wassermoleküle sind Dipole.
- Sie umgeben die Ionen mit ihren Ladungsseiten.
- So werden die Ionen aus dem Gitter gelöst.
Ergebnis:Wassermoleküle lagern sich an die Ionen an und lösen sie aus dem Gitter - ●30Beim Lösen von Calciumchlorid in Wasser steigt die Temperatur. Was folgt daraus?
Lösung zeigen
- Das Gitter aufzubrechen kostet Energie.
- Die Hydratation setzt mehr Energie frei.
- Der Überschuss erwärmt die Lösung.
Ergebnis:Die Hydratationsenergie ist größer als die Gitterenergie, der Vorgang ist exotherm
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Säuren und Basen nach Brønsted
- Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt eines auf.
- Korrespondierende Paare
- Jede Säure bildet durch Protonenabgabe ihre korrespondierende Base: HA + H₂O ⇌ A⁻ + H₃O⁺.
- Oxide und Wasser
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren, Metalloxide Laugen.
- pH-Wert
- pH = −lg c(H₃O⁺). Eine Stufe bedeutet den Faktor zehn.
- Neutralisation und Salzbildung
- H₃O⁺ + OH⁻ → 2 H₂O. Die übrigen Ionen bleiben gelöst und bilden beim Eindampfen das Salz.
- Salze
- Salze sind Ionenverbindungen mit Gitter.
- Solvatation
- Wassermoleküle lösen Ionen aus dem Gitter und umgeben sie als Hydrathülle.
- Löslichkeit
- Löslichkeit ist die Masse, die sich in 100 g Wasser löst.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich definiere Säuren und Basen nach Brønsted und unterscheide Säure und saure Lösung.
31Welches Teilchen wirkt in der Reaktion HSO₄⁻ + H₂O ⇌ SO₄²⁻ + H₃O⁺ als Säure?Lösung zeigen
Ergebnis:Das Teilchen HSO₄⁻Ich erkenne korrespondierende Säure-Base-Paare und Ampholyte.
32Welches Teilchen ist die korrespondierende Base zu H₃O⁺?Lösung zeigen
Ergebnis:H₂OIch erkläre saure und basische Lösungen aus Nichtmetall- und Metalloxiden.
33Wie reagiert die wässrige Lösung von Kohlenstoffdioxid (CO₂) gegenüber Universalindikator?Lösung zeigen
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hinIch berechne den pH-Wert aus der Oxonium-Ionenkonzentration und umgekehrt.
34Eine Salzsäure hat c(H₃O⁺) = 0,001 mol/L. Welchen pH-Wert hat sie?Lösung zeigen
Ergebnis:pH-Wert 3Ich beschreibe Neutralisation und Salzbildungsreaktionen auf Teilchenebene.
3540 mL Salpetersäure (c = 0,4 mol/L) werden mit Magnesiumhydroxid-Aufschlämmung (c = 0,5 mol/L) neutralisiert (Calcium- und Magnesiumhydroxid liefern je Formeleinheit zwei Hydroxid-Ionen). Bestimme: Welches Volumen Magnesiumhydroxid-Aufschlämmung wird gebraucht?Lösung zeigen
Ergebnis:16 mLIch beschreibe Salze als Ionenverbindungen und leite ihre Formeln ab.
36Welche Formel hat Aluminiumoxid (Al³⁺, O²⁻)?Lösung zeigen
Ergebnis:Al₂O₃Ich erkläre Leitfähigkeit und Solvatation von Salzlösungen.
37Welche Ionen entstehen beim Lösen von Natriumphosphat (Na₃PO₄) in Wasser?Lösung zeigen
Ergebnis:3 Na⁺ und PO₄³⁻Ich beschreibe die Löslichkeit von Salzen als exothermen und endothermen Vorgang.
38Die Löslichkeit von Calciumchlorid beträgt bei 20 Grad Celsius 74 g je 100 g Wasser. Bestimme: Wie viel Calciumchlorid löst sich höchstens in 250 g Wasser?Lösung zeigen
Ergebnis:185 g
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Lösungen
- Das Teilchen HCl
- Das Teilchen H₂O
- Wasser nimmt ein Proton auf und wirkt als Base
- H₂CO₃
- CN⁻
- Es kann je nach Partner ein Proton aufnehmen oder abgeben
- sauer, Färbung zu Rot hin
- sauer, Färbung zu Rot hin
- Gelöstes Kohlenstoffdioxid aus der Luft bildet Kohlensäure
- 0,0001 mol/L
- pH-Wert 11
- pH-Wert 5
- Natriumnitrat
- Magnesiumsulfat
- Das Acetat-Ion ist eine schwache Base
- K₂SO₄
- MgCl₂
- (NH₄)₂SO₄
- 2 Al³⁺ und 3 SO₄²⁻
- Al³⁺ und 3 Cl⁻
- Mit den Wasserstoffatomen, der positiven Seite, zum Anion
- 26,5 %
- 68 g
- 90 g
- Das Teilchen H₂O
- pH-Wert 5
- 20 mL
- (NH₄)₂SO₄
- Wassermoleküle lagern sich an die Ionen an und lösen sie aus dem Gitter
- Die Hydratationsenergie ist größer als die Gitterenergie, der Vorgang ist exotherm
- Das Teilchen HSO₄⁻
- H₂O
- sauer, Färbung zu Rot hin
- pH-Wert 3
- 16 mL
- Al₂O₃
- 3 Na⁺ und PO₄³⁻
- 185 g