Chemie · Klasse 11 · Kapitel
Säuren, Basen, Salze
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich definiere Säuren und Basen nach Brønsted und unterscheide Säure und saure Lösung.
MerkenSäuren und Basen nach Brønsted
Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt eines auf.
Salzsäure enthält H₃O⁺- und Cl⁻-Ionen. Wasser kann Base und Säure sein.
BeispielSäuren und Basen nach Brønsted
Schritt für Schritt
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Base nimmt das Proton auf.
- Das ist H₂O.
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Base nimmt das Proton auf.
- Das ist H₂O.
AchtungProtonenübertragung in die falsche Richtung gedacht
NH₃ + H₂O: Ammoniak gibt ein Proton an Wasser ab.
Wasser gibt ein Proton an Ammoniak ab: NH₃ + H₂O ⇌ NH₄⁺ + OH⁻.
Vergleiche jedes Teilchen vor und nach der Reaktion. Zähle, ob ein H⁺ dazukam oder wegging.
ÜbenJetzt du
- ○1Welches Teilchen wirkt in der Reaktion NH₄⁺ + H₂O ⇌ NH₃ + H₃O⁺ als Base?So fängst du an:Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
Lösung zeigen
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Base nimmt das Proton auf.
- Das ist H₂O.
Ergebnis:Das Teilchen H₂O - ●2Ammoniak reagiert mit Wasser: NH₃ + H₂O ⇌ NH₄⁺ + OH⁻. Wie wirkt NH₃?
Lösung zeigen
- NH₄⁺ hat ein Proton mehr als NH₃.
- NH₃ nimmt es auf.
- Ein Protonenakzeptor ist eine Base.
Ergebnis:Als Base, denn es nimmt ein Proton auf - ★3Welches Teilchen wirkt in der Reaktion HSO₄⁻ + H₂O ⇌ SO₄²⁻ + H₃O⁺ als Säure?
Lösung zeigen
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Säure gibt das Proton ab.
- Das ist HSO₄⁻.
Ergebnis:Das Teilchen HSO₄⁻
2Ich erkenne korrespondierende Säure-Base-Paare und Ampholyte.
MerkenKorrespondierende Paare
Jede Säure bildet durch Protonenabgabe ihre korrespondierende Base: HA + H₂O ⇌ A⁻ + H₃O⁺.
Teilchen, die beides können (H₂O, HCO₃⁻), heißen Ampholyte.
BeispielKorrespondierende Paare und Ampholyte
Schritt für Schritt
- HA und A⁻ bilden ein Paar.
- HA gibt H⁺ ab.
- Der Unterschied ist ein Proton.
- HA und A⁻ bilden ein Paar.
- HA gibt H⁺ ab.
- Der Unterschied ist ein Proton.
AchtungProtonenübertragung als Elektronenübertragung gedeutet
Was unterscheidet eine Säure von ihrer korrespondierenden Base → Genau ein Elektron
Was unterscheidet eine Säure von ihrer korrespondierenden Base → Genau ein Proton
Zeichne ein Säuremolekül vor und nach der Reaktion. Markiere, welches Teilchen übertragen wird und welche Ladung es trägt.
ÜbenJetzt du
- ○4Welches Teilchen ist die korrespondierende Base zu H₂O?So fängst du an:Die Base entsteht durch Abgabe eines Protons.
Lösung zeigen
- Die Base entsteht durch Abgabe eines Protons.
- Von H₂O wird ein H⁺ abgezogen, die Ladung sinkt um eins.
- Das ist OH⁻.
Ergebnis:OH⁻ - ●5Hydrogencarbonat HCO₃⁻ reagiert mit Säuren wie mit Basen. Was bedeutet das?
Lösung zeigen
- Mit einer Säure nimmt HCO₃⁻ ein Proton auf: Base.
- Mit einer Base gibt es ein Proton ab: Säure.
- Beides zusammen heißt Ampholyt.
Ergebnis:Es ist ein Ampholyt und kann Protonen aufnehmen und abgeben - ★6Warum ist Wasser ein Ampholyt?
Lösung zeigen
- Mit HCl bildet H₂O das Ion H₃O⁺.
- Mit NH₃ bildet es OH⁻.
- Beides kann es: Ampholyt.
Ergebnis:Es kann je nach Partner ein Proton aufnehmen oder abgeben
3Ich erkläre saure und basische Lösungen aus Nichtmetall- und Metalloxiden.
MerkenOxide und Wasser
Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren, Metalloxide Laugen.
Indikatoren zeigen H₃O⁺ und OH⁻ an.
BeispielOxide und Wasser: saure und basische Lösungen
Schritt für Schritt
- Schwefeltrioxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
- Schwefeltrioxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
AchtungMetall und Nichtmetall verwechselt
Kohlenstoffdioxid ist ein Metalloxid.
Kohlenstoff ist ein Nichtmetall, also ist CO₂ ein Nichtmetalloxid.
Such das Element vor „oxid“ im Periodensystem. Steht es links, ist es ein Metall.
ÜbenJetzt du
- ○7Wie reagiert die wässrige Lösung von Dichloroxid (Cl₂O) gegenüber Universalindikator?So fängst du an:Dichloroxid ist ein Nichtmetalloxid.
Lösung zeigen
- Dichloroxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hin - ●8Wie reagiert die wässrige Lösung von Distickstoffpentoxid (N₂O₅) gegenüber Universalindikator?
Lösung zeigen
- Distickstoffpentoxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hin - ★9Warum ist natürlicher Regen schwach sauer (pH etwa 5,6), obwohl er aus reinem Wasserdampf entsteht?
Lösung zeigen
- Die Luft enthält Kohlenstoffdioxid.
- Es löst sich im Regen.
- CO₂ + H₂O ⇌ H₂CO₃ macht den Regen schwach sauer.
Ergebnis:Gelöstes Kohlenstoffdioxid aus der Luft bildet Kohlensäure
4Ich berechne den pH-Wert aus der Oxonium-Ionenkonzentration und umgekehrt.
MerkenpH-Wert
pH = −lg c(H₃O⁺). Eine Stufe bedeutet den Faktor zehn.
In Laugen gilt pOH = −lg c(OH⁻) und pH + pOH = 14 bei 25 Grad Celsius.
BeispielpH-Wert und Oxonium-Ionenkonzentration
Schritt für Schritt
- pOH = −lg 0,1 = 1.
- pH + pOH = 14.
- pH = 14 − 1 = 13
- pOH = −lg 0,1 = 1.
- pH + pOH = 14.
- pH = 14 − 1 = 13
AchtungBei Laugen den Schritt über c(OH⁻) ausgelassen
c(OH⁻) = 0,0010 mol/L, also pH 3.
pOH = 3, daher pH = 14 − 3 = 11.
Berechne zuerst pOH = −lg c(OH⁻). Ziehe das Ergebnis von 14 ab.
ÜbenJetzt du
- ○10Eine Natronlauge hat c(OH⁻) = 0,0001 mol/L. Welchen pH-Wert hat sie bei 25 Grad Celsius?So fängst du an:pOH = −lg 0,0001 = 4.
Lösung zeigen
- pOH = −lg 0,0001 = 4.
- pH + pOH = 14.
- pH = 14 − 4 = 10
Ergebnis:pH-Wert 10 - ●11Salzsäure mit pH 1 wird im Verhältnis 1 : 100 mit Wasser verdünnt. Welcher pH-Wert ergibt sich?
Lösung zeigen
- Faktor 100 sind zwei Zehnerstufen.
- Jede Stufe erhöht den pH-Wert um 1.
- pH = 1 + 2 = 3
Ergebnis:pH-Wert 3 - ★12Reines Wasser hat bei 25 Grad Celsius c(H₃O⁺) = 1,0 · 10⁻⁷ mol/L. Wie groß ist dann c(OH⁻)?
Lösung zeigen
- In reinem Wasser entstehen H₃O⁺ und OH⁻ gleich oft.
- Also c(OH⁻) = c(H₃O⁺).
- c(OH⁻) = 1,0 · 10⁻⁷ mol/L
Ergebnis:1,0 · 10⁻⁷ mol/L
5Ich beschreibe Neutralisation und Salzbildungsreaktionen auf Teilchenebene.
MerkenNeutralisation und Salzbildung
H₃O⁺ + OH⁻ → 2 H₂O. Die übrigen Ionen bleiben gelöst und bilden beim Eindampfen das Salz.
Auch Metalle und Metalloxide bilden mit Säuren Salze.
BeispielNeutralisation und Salzbildungsreaktionen
Schritt für Schritt
- Die Base Magnesiumhydroxid-Aufschlämmung liefert das Metall Magnesium.
- Die Säure Salpetersäure liefert den Säurerest nitrat.
- Das Salz heißt Magnesiumnitrat.
- Die Base Magnesiumhydroxid-Aufschlämmung liefert das Metall Magnesium.
- Die Säure Salpetersäure liefert den Säurerest nitrat.
- Das Salz heißt Magnesiumnitrat.
AchtungSalz mit falschem Säurerest benannt
Natronlauge und Schwefelsäure ergeben Natriumchlorid.
Der Säurerest bleibt erhalten: Schwefelsäure ergibt Sulfate, also Natriumsulfat.
Schreibe auf, aus welcher Säure der Rest stammt. Kombiniere ihn mit dem Metall der Base.
ÜbenJetzt du
- ○1320 mL Salzsäure (c = 0,1 mol/L) werden mit Calciumhydroxid-Lösung (c = 0,25 mol/L) neutralisiert (Calcium- und Magnesiumhydroxid liefern je Formeleinheit zwei Hydroxid-Ionen). Bestimme: Welches Volumen Calciumhydroxid-Lösung wird gebraucht?So fängst du an:n(H₃O⁺) = 1 · 0,1 mol/L · 0,02 L.
Lösung zeigen
- n(H₃O⁺) = 1 · 0,1 mol/L · 0,02 L.
- n(OH⁻) = 2 · 0,25 mol/L · V muss gleich sein.
- V = 4 mL
Ergebnis:4 mL - ●14Welches Salz entsteht bei der Neutralisation von Natronlauge mit Salzsäure?
Lösung zeigen
- Die Base Natronlauge liefert das Metall Natrium.
- Die Säure Salzsäure liefert den Säurerest chlorid.
- Das Salz heißt Natriumchlorid.
Ergebnis:Natriumchlorid - ★15Die Neutralisation von Essigsäure mit Natronlauge ergibt eine Lösung mit pH über 7. Warum?
Lösung zeigen
- Acetat-Ionen nehmen Protonen von Wasser auf.
- Dabei entstehen OH⁻-Ionen.
- Die Lösung ist leicht alkalisch.
Ergebnis:Das Acetat-Ion ist eine schwache Base
6Ich beschreibe Salze als Ionenverbindungen und leite ihre Formeln ab.
MerkenSalze
Salze sind Ionenverbindungen mit Gitter.
Die Ladungen gleichen sich aus. Die Formel nennt das kleinste Verhältnis.
BeispielSalze als Ionenverbindungen
Schritt für Schritt
- Gesamtladung Null.
- 2 · (+3) + 3 · (−2) = 0.
- Also Al₂O₃.
- Gesamtladung Null.
- 2 · (+3) + 3 · (−2) = 0.
- Also Al₂O₃.
AchtungLadungen im Salz nicht ausgeglichen
Welche Formel hat Aluminiumoxid (Al³⁺, O²⁻) → AlO
Welche Formel hat Aluminiumoxid (Al³⁺, O²⁻) → Al₂O₃
Zähl die Ladungen: Plus und Minus müssen zusammen null ergeben. Nimm so viele Ionen, bis es aufgeht.
ÜbenJetzt du
- ○16Welche Formel hat Calciumphosphat (Ca²⁺, PO₄³⁻)?So fängst du an:Ladungen: Ca²⁺ und PO₄³⁻.
Lösung zeigen
- Ladungen: Ca²⁺ und PO₄³⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 3 mal Ca, 2 mal PO₄.
- Formel: Ca₃(PO₄)₂.
Ergebnis:Ca₃(PO₄)₂ - ●17Welche Formel hat Natriumcarbonat (Na⁺, CO₃²⁻)?
Lösung zeigen
- Ladungen: Na⁺ und CO₃²⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 2 mal Na, 1 mal CO₃.
- Formel: Na₂CO₃.
Ergebnis:Na₂CO₃ - ★18Wie lautet die Formel von Ammoniumsulfat (NH₄⁺, SO₄²⁻)?
Lösung zeigen
- SO₄²⁻ trägt zwei negative Ladungen.
- Zwei NH₄⁺ gleichen sie aus.
- Das zusammengesetzte Ion steht in Klammern: (NH₄)₂SO₄.
Ergebnis:(NH₄)₂SO₄
7Ich erkläre Leitfähigkeit und Solvatation von Salzlösungen.
MerkenSolvatation
Wassermoleküle lösen Ionen aus dem Gitter und umgeben sie als Hydrathülle.
Die beweglichen Ionen leiten den Strom.
BeispielSolvatation und Leitfähigkeit von Salzlösungen
Schritt für Schritt
- Calciumchlorid besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen Ca²⁺ und 2 Cl⁻.
- Calciumchlorid besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen Ca²⁺ und 2 Cl⁻.
AchtungSalz aus Molekülen
Kochsalz besteht aus NaCl-Molekülen, je ein Na und ein Cl.
Kochsalz ist ein Ionengitter. NaCl gibt nur das Verhältnis an: 1 : 1.
Zähl im Gitterbild die Nachbarn eines Natrium-Ions. Wie viele Chlorid-Ionen sind es?
ÜbenJetzt du
- ○19Eine Lösung von Calciumchlorid CaCl₂ leitet den Strom besser als eine gleich konzentrierte Lösung von Natriumchlorid. Welche Erklärung passt?So fängst du an:CaCl₂ gibt Ca²⁺ und zwei Cl⁻ ab.
Lösung zeigen
- CaCl₂ gibt Ca²⁺ und zwei Cl⁻ ab.
- Das sind drei Ionen je Formeleinheit.
- Mehr Ladungsträger leiten besser.
Ergebnis:Je Formeleinheit entstehen drei Ionen statt zwei - ●20Welche Ionen entstehen beim Lösen von Aluminiumchlorid (AlCl₃) in Wasser?
Lösung zeigen
- Aluminiumchlorid besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen Al³⁺ und 3 Cl⁻.
Ergebnis:Al³⁺ und 3 Cl⁻ - ★21Mit welcher Seite richten sich Wassermoleküle zu einem Chlorid-Ion aus?
Lösung zeigen
- Cl⁻ ist negativ.
- Es zieht die positive Seite des Wassers an.
- Das sind die Wasserstoffatome.
Ergebnis:Mit den Wasserstoffatomen, der positiven Seite, zum Anion
8Ich beschreibe die Löslichkeit von Salzen als exothermen und endothermen Vorgang.
MerkenLöslichkeit
Löslichkeit ist die Masse, die sich in 100 g Wasser löst.
Überwiegt die Hydratationsenergie, ist Lösen exotherm.
BeispielLöslichkeit und Energie beim Lösen
Schritt für Schritt
- Löslichkeit 36 g je 100 g Wasser.
- 200 g Wasser sind das 2-Fache.
- 36 g · 2 = 72 g
- Löslichkeit 36 g je 100 g Wasser.
- 200 g Wasser sind das 2-Fache.
- 36 g · 2 = 72 g
AchtungLöslichkeit je 100 g Wasser mit Masseprozent verwechselt
36 g Salz auf 100 g Wasser sind eine 36-prozentige Lösung.
Die Lösung wiegt 136 g, der Salzanteil ist 36 g : 136 g = 26,5 Prozent.
Addiere Masse des Salzes und des Wassers zur Masse der Lösung. Teile die Salzmasse durch diese Summe.
ÜbenJetzt du
- ○22Die Löslichkeit von Calciumchlorid beträgt bei 20 Grad Celsius 74 g je 100 g Wasser. Bestimme: Wie viel Calciumchlorid löst sich höchstens in 50 g Wasser?So fängst du an:Löslichkeit 74 g je 100 g Wasser.
Lösung zeigen
- Löslichkeit 74 g je 100 g Wasser.
- 50 g Wasser sind das 0,5-Fache.
- 74 g · 0,5 = 37 g
Ergebnis:37 g - ●23Die Löslichkeit von Kaliumbromid beträgt bei 20 Grad Celsius 65 g je 100 g Wasser. Bestimme: Wie viel Masseprozent Salz hat die gesättigte Lösung?
Lösung zeigen
- Die Lösung wiegt 100 g + 65 g = 165 g.
- w = 65 g : 165 g.
- w = 39,4 %
Ergebnis:39,4 % - ★24Die Löslichkeit von Kaliumchlorid beträgt bei 20 Grad Celsius 34 g je 100 g Wasser. Bestimme: Wie viel Kaliumchlorid löst sich höchstens in 250 g Wasser?
Lösung zeigen
- Löslichkeit 34 g je 100 g Wasser.
- 250 g Wasser sind das 2,5-Fache.
- 34 g · 2,5 = 85 g
Ergebnis:85 g
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Welches Teilchen wirkt in der Reaktion HCO₃⁻ + H₃O⁺ → H₂CO₃ + H₂O als Base?
Lösung zeigen
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Base nimmt das Proton auf.
- Das ist HCO₃⁻.
Ergebnis:Das Teilchen HCO₃⁻ - ●26Welches Teilchen ist die korrespondierende Base zu H₂SO₄?
Lösung zeigen
- Die Base entsteht durch Abgabe eines Protons.
- Von H₂SO₄ wird ein H⁺ abgezogen, die Ladung sinkt um eins.
- Das ist HSO₄⁻.
Ergebnis:HSO₄⁻ - ●27Wie reagiert die wässrige Lösung von Schwefeldioxid (SO₂) gegenüber Universalindikator?
Lösung zeigen
- Schwefeldioxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hin - ●28Welche Stoffe entstehen, wenn Magnesium mit Salzsäure reagiert?
Lösung zeigen
- Magnesium ist unedler als Wasserstoff.
- Es gibt Elektronen an H₃O⁺ ab.
- Es entstehen Mg²⁺, Cl⁻ und H₂.
Ergebnis:Magnesiumchlorid und Wasserstoff - ●29Welche Formel hat Kaliumoxid (K⁺, O²⁻)?
Lösung zeigen
- Ladungen: K⁺ und O²⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 2 mal K, 1 mal O.
- Formel: K₂O.
Ergebnis:K₂O - ●30Warum leitet trockenes festes Natriumchlorid den Strom nicht, die Schmelze aber schon?
Lösung zeigen
- Im Kristall sitzen die Ionen fest.
- In der Schmelze können sie wandern.
- Bewegliche Ladungsträger leiten den Strom.
Ergebnis:In der Schmelze sind die Ionen beweglich
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Säuren und Basen nach Brønsted
- Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt eines auf.
- Korrespondierende Paare
- Jede Säure bildet durch Protonenabgabe ihre korrespondierende Base: HA + H₂O ⇌ A⁻ + H₃O⁺.
- Oxide und Wasser
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren, Metalloxide Laugen.
- pH-Wert
- pH = −lg c(H₃O⁺). Eine Stufe bedeutet den Faktor zehn.
- Neutralisation und Salzbildung
- H₃O⁺ + OH⁻ → 2 H₂O. Die übrigen Ionen bleiben gelöst und bilden beim Eindampfen das Salz.
- Salze
- Salze sind Ionenverbindungen mit Gitter.
- Solvatation
- Wassermoleküle lösen Ionen aus dem Gitter und umgeben sie als Hydrathülle.
- Löslichkeit
- Löslichkeit ist die Masse, die sich in 100 g Wasser löst.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich definiere Säuren und Basen nach Brønsted und unterscheide Säure und saure Lösung.
31Welches Teilchen wirkt in der Reaktion HSO₄⁻ + H₂O ⇌ SO₄²⁻ + H₃O⁺ als Base?Lösung zeigen
Ergebnis:Das Teilchen H₂OIch erkenne korrespondierende Säure-Base-Paare und Ampholyte.
32Welches Teilchen ist die korrespondierende Säure zu NO₃⁻?Lösung zeigen
Ergebnis:HNO₃Ich erkläre saure und basische Lösungen aus Nichtmetall- und Metalloxiden.
33Wie reagiert die wässrige Lösung von Stickstoffdioxid (NO₂) gegenüber Universalindikator?Lösung zeigen
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hinIch berechne den pH-Wert aus der Oxonium-Ionenkonzentration und umgekehrt.
34Eine Salzsäure hat c(H₃O⁺) = 0,1 mol/L. Welchen pH-Wert hat sie?Lösung zeigen
Ergebnis:pH-Wert 1Ich beschreibe Neutralisation und Salzbildungsreaktionen auf Teilchenebene.
3540 mL Schwefelsäure (c = 0,1 mol/L) werden mit Natronlauge (c = 0,5 mol/L) neutralisiert (Schwefelsäure gibt zwei Protonen ab). Bestimme: Welches Volumen Natronlauge wird gebraucht?Lösung zeigen
Ergebnis:16 mLIch beschreibe Salze als Ionenverbindungen und leite ihre Formeln ab.
36Welche Formel hat Natriumoxid (Na⁺, O²⁻)?Lösung zeigen
Ergebnis:Na₂OIch erkläre Leitfähigkeit und Solvatation von Salzlösungen.
37Welche Ionen entstehen beim Lösen von Magnesiumchlorid (MgCl₂) in Wasser?Lösung zeigen
Ergebnis:Mg²⁺ und 2 Cl⁻Ich beschreibe die Löslichkeit von Salzen als exothermen und endothermen Vorgang.
38Die Löslichkeit von Natriumsulfat beträgt bei 20 Grad Celsius 19 g je 100 g Wasser. Bestimme: Wie viel Masseprozent Salz hat die gesättigte Lösung?Lösung zeigen
Ergebnis:16,0 %
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Lösungen
- Das Teilchen H₂O
- Als Base, denn es nimmt ein Proton auf
- Das Teilchen HSO₄⁻
- OH⁻
- Es ist ein Ampholyt und kann Protonen aufnehmen und abgeben
- Es kann je nach Partner ein Proton aufnehmen oder abgeben
- sauer, Färbung zu Rot hin
- sauer, Färbung zu Rot hin
- Gelöstes Kohlenstoffdioxid aus der Luft bildet Kohlensäure
- pH-Wert 10
- pH-Wert 3
- 1,0 · 10⁻⁷ mol/L
- 4 mL
- Natriumchlorid
- Das Acetat-Ion ist eine schwache Base
- Ca₃(PO₄)₂
- Na₂CO₃
- (NH₄)₂SO₄
- Je Formeleinheit entstehen drei Ionen statt zwei
- Al³⁺ und 3 Cl⁻
- Mit den Wasserstoffatomen, der positiven Seite, zum Anion
- 37 g
- 39,4 %
- 85 g
- Das Teilchen HCO₃⁻
- HSO₄⁻
- sauer, Färbung zu Rot hin
- Magnesiumchlorid und Wasserstoff
- K₂O
- In der Schmelze sind die Ionen beweglich
- Das Teilchen H₂O
- HNO₃
- sauer, Färbung zu Rot hin
- pH-Wert 1
- 16 mL
- Na₂O
- Mg²⁺ und 2 Cl⁻
- 16,0 %