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Chemie · Klasse 10 · Kapitel

Ester – Duft, Fett und Kunststoff

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

1Ich beschreibe die Veresterung als Reaktion von Säure und Alkohol.

MerkenVeresterung

Säure + Alkohol → Ester + Wasser.

Es wird Wasser abgespalten, deshalb ist es eine Kondensationsreaktion.

BeispielVeresterung

Essigsäure und Ethanol reagieren miteinander. Welches Produkt entsteht, und was entsteht außerdem?
Schritt für Schritt
  1. Die OH-Gruppe des Alkohols trifft die COOH-Gruppe der Säure.
  2. Es wird Wasser abgespalten – deshalb heißt es Kondensationsreaktion.
  3. Säure + Alkohol → Ester + Wasser
  4. Es entsteht Essigsäureethylester – Geruch: Klebstoff, Nagellackentferner.
  1. Die OH-Gruppe des Alkohols trifft die COOH-Gruppe der Säure.
  2. Es wird Wasser abgespalten – deshalb heißt es Kondensationsreaktion.
  3. Säure + Alkohol → Ester + Wasser
  4. Es entsteht Essigsäureethylester – Geruch: Klebstoff, Nagellackentferner.
Ergebnis:
Essigsäureethylester + Wasser

AchtungWasser bei der Veresterung vergessen

So nicht
CH₃COOH + C₂H₅OH → CH₃COOC₂H₅
So richtig
CH₃COOH + C₂H₅OH → CH₃COOC₂H₅ + H₂O
(das abgespaltene Wasser gehört in die Gleichung)

Säure + Alkohol → Ester + Wasser. Ohne das Wasser stimmt die Atombilanz nicht.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Buttersäure und Methanol reagieren miteinander. Welches Produkt entsteht, und was entsteht außerdem?
    So fängst du an:
    Die OH-Gruppe des Alkohols trifft die COOH-Gruppe der Säure.
    Lösung zeigen
    1. Die OH-Gruppe des Alkohols trifft die COOH-Gruppe der Säure.
    2. Es wird Wasser abgespalten – deshalb heißt es Kondensationsreaktion.
    3. Säure + Alkohol → Ester + Wasser
    4. Es entsteht Buttersäuremethylester – Geruch: Apfel.
    Ergebnis:
    Buttersäuremethylester + Wasser
  2. ●2
    Methansäure und Ethanol reagieren miteinander. Welches Produkt entsteht, und was entsteht außerdem?
    Lösung zeigen
    1. Die OH-Gruppe des Alkohols trifft die COOH-Gruppe der Säure.
    2. Es wird Wasser abgespalten – deshalb heißt es Kondensationsreaktion.
    3. Säure + Alkohol → Ester + Wasser
    4. Es entsteht Methansäureethylester – Geruch: Rum.
    Ergebnis:
    Methansäureethylester + Wasser

2Ich stelle Estergleichungen auf.

MerkenUmkehrbar

Die Veresterung läuft in beide Richtungen.

Mit viel Wasser wird der Ester wieder gespalten – das nennt man Hydrolyse.

BeispielDie Veresterung

Buttersäure reagiert mit Propanol. Wie heißt der Ester, und was entsteht außerdem?
Schritt für Schritt
  1. Säure + Alkohol → Ester + Wasser.
  2. Name: Säure, dann der Rest des Alkohols: Buttersäurepropylester.
  3. Dazu Wasser.
  1. Säure + Alkohol → Ester + Wasser.
  2. Name: Säure, dann der Rest des Alkohols: Buttersäurepropylester.
  3. Dazu Wasser.
Ergebnis:
Buttersäurepropylester und Wasser

AchtungCarboxylgruppe mit Hydroxylgruppe verwechselt

So nicht
Ethanol C₂H₅OH reagiert sauer, weil es ein OH enthält
So richtig
sauer = Carboxylgruppe –COOH
CH₃COOH → H⁺ + CH₃COO⁻ (sauer), C₂H₅OH gibt kein H⁺ ab

–OH ist ein Alkohol, –COOH eine Säure. Der Unterschied ist ein Kohlenstoff mit Doppelbindung zum Sauerstoff.

ÜbenJetzt du

  1. ○3
    Buttersäure reagiert mit Pentanol. Wie heißt der Ester, und was entsteht außerdem?
    So fängst du an:
    Säure + Alkohol → Ester + Wasser.
    Lösung zeigen
    1. Säure + Alkohol → Ester + Wasser.
    2. Name: Säure, dann der Rest des Alkohols: Buttersäurepentylester.
    3. Dazu Wasser.
    Ergebnis:
    Buttersäurepentylester und Wasser
  2. ●4
    Propionsäure reagiert mit Butanol. Wie heißt der Ester, und was entsteht außerdem?
    Lösung zeigen
    1. Säure + Alkohol → Ester + Wasser.
    2. Name: Säure, dann der Rest des Alkohols: Propionsäurebutylester.
    3. Dazu Wasser.
    Ergebnis:
    Propionsäurebutylester und Wasser
  3. ★5
    Buttersäure reagiert mit Ethanol. Wie heißt der Ester, und was entsteht außerdem?
    Lösung zeigen
    1. Säure + Alkohol → Ester + Wasser.
    2. Name: Säure, dann der Rest des Alkohols: Buttersäureethylester.
    3. Dazu Wasser.
    Ergebnis:
    Buttersäureethylester und Wasser

3Ich benenne Ester und zerlege sie in ihre Bausteine.

MerkenEstername

Erst die Säure, dann der Alkohol mit der Endung -ester: Essigsäureethylester kommt aus Essigsäure und Ethanol.

BeispielEster zurückbenennen

Aus welcher Säure und welchem Alkohol ist Buttersäurepentylester entstanden?
Schritt für Schritt
  1. Der Name eines Esters ist zweiteilig: erst die Säure, dann der Alkohol.
  2. Vorderer Teil → Buttersäure
  3. Hinterer Teil (auf -yl) → Pentanol
  1. Der Name eines Esters ist zweiteilig: erst die Säure, dann der Alkohol.
  2. Vorderer Teil → Buttersäure
  3. Hinterer Teil (auf -yl) → Pentanol
Ergebnis:
Buttersäure + Pentanol

AchtungMasse des Ausgangsstoffs statt des Produkts

So nicht
2 mol Mg → MgO: 2 · 24 g = 48 g
So richtig
2 mol Mg → 2 mol MgO: 2 · 40 g = 80 g

Unterstreiche den gesuchten Stoff in der Gleichung. Nimm seine Molmasse.

ÜbenJetzt du

  1. ○6
    Aus welcher Säure und welchem Alkohol ist Essigsäuremethylester entstanden?
    So fängst du an:
    Der Name eines Esters ist zweiteilig: erst die Säure, dann der Alkohol.
    Lösung zeigen
    1. Der Name eines Esters ist zweiteilig: erst die Säure, dann der Alkohol.
    2. Vorderer Teil → Essigsäure
    3. Hinterer Teil (auf -yl) → Methanol
    Ergebnis:
    Essigsäure + Methanol
  2. ●7
    Aus welcher Säure und welchem Alkohol ist Methansäureethylester entstanden?
    Lösung zeigen
    1. Der Name eines Esters ist zweiteilig: erst die Säure, dann der Alkohol.
    2. Vorderer Teil → Methansäure
    3. Hinterer Teil (auf -yl) → Ethanol
    Ergebnis:
    Methansäure + Ethanol

4Ich erkläre, warum Ester riechen.

MerkenDuftstoffe

Viele Ester sind flüchtig und riechen nach Obst – Ananas, Banane, Apfel.

Der Stoff im Aroma ist derselbe wie in der Frucht.

BeispielWarum Ester riechen

Wonach riecht Methansäureethylester?
Schritt für Schritt
  1. Kleine Ester riechen fruchtig.
  2. Methansäureethylester: Rum.
  3. Also nach Rum.
  1. Kleine Ester riechen fruchtig.
  2. Methansäureethylester: Rum.
  3. Also nach Rum.
Ergebnis:
Nach Rum

AchtungNatürlich heißt unbedenklich

So nicht
Wonach riecht Methansäureethylester → Nach Ananas
So richtig
Wonach riecht Methansäureethylester → Nach Rum

Nenn einen giftigen Naturstoff. Was folgt daraus für das Urteil?

ÜbenJetzt du

  1. ○8
    Wonach riecht Buttersäureethylester?
    So fängst du an:
    Kleine Ester riechen fruchtig.
    Lösung zeigen
    1. Kleine Ester riechen fruchtig.
    2. Buttersäureethylester: Ananas.
    3. Also nach Ananas.
    Ergebnis:
    Nach Ananas
  2. ●9
    Wonach riecht Essigsäureethylester?
    Lösung zeigen
    1. Kleine Ester riechen fruchtig.
    2. Essigsäureethylester: Nagellackentferner.
    3. Also nach Nagellackentferner.
    Ergebnis:
    Nach Nagellackentferner
  3. ★10
    Ein Ester riecht nach Ananas. Riecht jedes Estermolekül nach Ananas?
    Lösung zeigen
    1. Geruch ist eine Wahrnehmung.
    2. Viele Moleküle reizen Riechzellen.
    3. Ein Molekül allein riecht nicht.
    Ergebnis:
    Nein, Duft entsteht erst in der Nase

5Ich beschreibe Fette als Ester aus Glycerin und Fettsäuren.

MerkenFette

Fett ist ein dreifacher Ester: Glycerin mit drei OH-Gruppen und drei Fettsäuren.

Deshalb heißt es Triglycerid.

BeispielFette als Ester

Ein Fettmolekül entsteht aus Glycerin und drei Fettsäuren. Bestimme: Wie viele Wassermoleküle werden bei 5 Fettmolekülen abgespalten?
Schritt für Schritt
  1. Je Esterbindung ein Wasser, je Fett drei.
  2. 5 · 3 = 15
  1. Je Esterbindung ein Wasser, je Fett drei.
  2. 5 · 3 = 15
Ergebnis:
15 Wassermoleküle

AchtungEster als Salz gedeutet

So nicht
Ethylacetat ist ein Salz aus Essigsäure und Ethanol.
So richtig
Ethylacetat ist ein Ester: ein Molekül ohne Ionen, entstanden unter Abspaltung von Wasser.

Prüfe die Leitfähigkeit: Leitet ein Ester gelöst den Strom?

ÜbenJetzt du

  1. ○11
    Ein Fettmolekül entsteht aus Glycerin und drei Fettsäuren. Bestimme: Wie viele Wassermoleküle werden bei 20 Fettmolekülen abgespalten?
    So fängst du an:
    Je Esterbindung ein Wasser, je Fett drei.
    Lösung zeigen
    1. Je Esterbindung ein Wasser, je Fett drei.
    2. 20 · 3 = 60
    Ergebnis:
    60 Wassermoleküle
  2. ●12
    Ein Fettmolekül entsteht aus Glycerin und drei Fettsäuren. Bestimme: Wie viele Wassermoleküle werden bei 2 Fettmolekülen abgespalten?
    Lösung zeigen
    1. Je Esterbindung ein Wasser, je Fett drei.
    2. 2 · 3 = 6
    Ergebnis:
    6 Wassermoleküle
  3. ★13
    Sonnenblumenöl ist bei Zimmertemperatur flüssig. Erkläre: Woran liegt das?
    Lösung zeigen
    1. Fett: Glycerin und drei Fettsäuren.
    2. Doppelbindungen knicken die Ketten – sie liegen lockerer.
    3. Sonnenblumenöl: viele Doppelbindungen in den Fettsäuren.
    Ergebnis:
    An viele Doppelbindungen in den Fettsäuren

6Ich erkläre die Wirkung von Seife.

MerkenSeife

Seife hat einen wasserliebenden Kopf und einen fettliebenden Schwanz.

So packt sie Fetttropfen ein und macht sie wasserlöslich.

BeispielFette und Seifen

Warum wäscht Seife?
Schritt für Schritt
  1. Ein Seifenteilchen hat zwei Enden mit verschiedenen Vorlieben.
  2. Der lange Schwanz löst sich im Fett, der geladene Kopf im Wasser.
  3. So wird der Fetttropfen eingepackt und mit dem Wasser weggespült.
  1. Ein Seifenteilchen hat zwei Enden mit verschiedenen Vorlieben.
  2. Der lange Schwanz löst sich im Fett, der geladene Kopf im Wasser.
  3. So wird der Fetttropfen eingepackt und mit dem Wasser weggespült.
Ergebnis:
wasserliebender Kopf, fettliebender Schwanz

AchtungEis dichter als Wasser

So nicht
Eis ist fest, also schwerer als Wasser.
So richtig
Eis hat eine kleinere Dichte als Wasser. Deshalb schwimmt es.

Denk an eine volle Flasche im Gefrierfach. Was passiert mit ihr?

ÜbenJetzt du

  1. ○14
    Was passiert beim Ranzigwerden von Butter?
    So fängst du an:
    Der Ester im Fett wird durch Wasser wieder gespalten.
    Lösung zeigen
    1. Der Ester im Fett wird durch Wasser wieder gespalten.
    2. Es entstehen freie Fettsäuren – unter anderem Buttersäure.
    3. Buttersäure riecht streng: das ist der ranzige Geruch.
    Ergebnis:
    die Esterbindung wird gespalten, freie Buttersäure entsteht
  2. ●15
    Warum ist Fett ein Ester?
    Lösung zeigen
    1. Fett besteht aus Glycerin und drei Fettsäuren.
    2. Jede Fettsäure hat eine COOH-Gruppe, Glycerin drei OH-Gruppen.
    3. Drei Veresterungen → ein Triglycerid, also ein dreifacher Ester.
    Ergebnis:
    Fett ist der Ester aus Glycerin und drei Fettsäuren

7Ich beschreibe, wie aus vielen Bausteinen ein Kunststoff wird.

MerkenMakromoleküle

Wenn Bausteine mit zwei funktionellen Gruppen sich immer wieder verbinden, entsteht eine lange Kette – ein Kunststoff wie PET.

BeispielVom Baustein zum Kunststoff

Ethen wird zu Polyethen. Welche Bindung öffnet sich?
Schritt für Schritt
  1. Ethen hat eine Doppelbindung.
  2. Sie öffnet sich.
  3. Die Bausteine verbinden sich zur Kette.
  1. Ethen hat eine Doppelbindung.
  2. Sie öffnet sich.
  3. Die Bausteine verbinden sich zur Kette.
Ergebnis:
Die C=C-Doppelbindung

AchtungDoppelbindung als besonders stabil gedeutet

So nicht
Ethen wird zu Polyethen. Welche Bindung öffnet sich → Eine einfache C–H-Bindung
So richtig
Ethen wird zu Polyethen. Welche Bindung öffnet sich → Die C=C-Doppelbindung

Denk an Bromwasser: Bei welchem Gas wird es farblos?

ÜbenJetzt du

  1. ○16
    Eine Kette Polypropen besteht aus 2000 Bausteinen Propen (42 g/mol). Wie groß ist die Molmasse der Kette?
    So fängst du an:
    Je Baustein: 42 g/mol.
    Lösung zeigen
    1. Je Baustein: 42 g/mol.
    2. 2000 · 42 = 84.000
    Ergebnis:
    84.000 g/mol
  2. ●17
    Eine Kette Polystyrol besteht aus 1000 Bausteinen Styrol (104 g/mol). Wie groß ist die Molmasse der Kette?
    Lösung zeigen
    1. Je Baustein: 104 g/mol.
    2. 1000 · 104 = 104.000
    Ergebnis:
    104.000 g/mol
  3. ★18
    Polyester entsteht aus Säuren und Alkoholen mit je zwei Gruppen. Was wird dabei frei?
    Lösung zeigen
    1. Jede Esterbindung spaltet Wasser ab.
    2. Zwei Gruppen je Baustein: lange Ketten.
    3. Polykondensation.
    Ergebnis:
    Wasser

8Ich beurteile natürliche und künstliche Aromastoffe.

MerkenAromastoffe beurteilen

Gleiches Molekül, gleiche Wirkung – ob aus der Frucht oder aus dem Labor.

Für ein Urteil zählen Stoff, Menge und Nutzen, nicht die Herkunft.

BeispielNatürliche und künstliche Aromen

Nach welcher Pflanze riecht Citral?
Schritt für Schritt
  1. Jeder Aromastoff ist ein bestimmtes Molekül.
  2. Citral: Zitrone.
  3. Also nach Zitrone.
  1. Jeder Aromastoff ist ein bestimmtes Molekül.
  2. Citral: Zitrone.
  3. Also nach Zitrone.
Ergebnis:
Nach Zitrone

AchtungGleiche Summenformel heißt gleicher Stoff

So nicht
Butan und Isobutan sind derselbe Stoff, beide C₄H₁₀.
So richtig
Butan und Isobutan sind Isomere: gleiche Summenformel, anderer Bau, andere Siedetemperatur.

Zeichne beide Strukturformeln. Ist die Kette gleich?

ÜbenJetzt du

  1. ○19
    Nach welcher Pflanze riecht Vanillin?
    So fängst du an:
    Jeder Aromastoff ist ein bestimmtes Molekül.
    Lösung zeigen
    1. Jeder Aromastoff ist ein bestimmtes Molekül.
    2. Vanillin: Vanilleschote.
    3. Also nach Vanilleschote.
    Ergebnis:
    Nach Vanilleschote
  2. ●20
    Ist jeder Naturstoff ungefährlich?
    Lösung zeigen
    1. Tollkirsche und Fliegenpilz sind natürlich.
    2. Sie sind trotzdem giftig.
    3. Natürlich heißt nicht harmlos.
    Ergebnis:
    Nein, viele Pflanzengifte sind natürlich
  3. ★21
    Nach welcher Pflanze riecht Zimtaldehyd?
    Lösung zeigen
    1. Jeder Aromastoff ist ein bestimmtes Molekül.
    2. Zimtaldehyd: Zimt.
    3. Also nach Zimt.
    Ergebnis:
    Nach Zimt

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●22
    Buttersäure und Ethanol reagieren miteinander. Welches Produkt entsteht, und was entsteht außerdem?
    Lösung zeigen
    1. Die OH-Gruppe des Alkohols trifft die COOH-Gruppe der Säure.
    2. Es wird Wasser abgespalten – deshalb heißt es Kondensationsreaktion.
    3. Säure + Alkohol → Ester + Wasser
    4. Es entsteht Buttersäureethylester – Geruch: Ananas.
    Ergebnis:
    Buttersäureethylester + Wasser
  2. ●23
    Methansäure reagiert mit Butanol. Wie heißt der Ester, und was entsteht außerdem?
    Lösung zeigen
    1. Säure + Alkohol → Ester + Wasser.
    2. Name: Säure, dann der Rest des Alkohols: Methansäurebutylester.
    3. Dazu Wasser.
    Ergebnis:
    Methansäurebutylester und Wasser
  3. ●24
    Aus welchem Alkohol und welcher Säure entsteht der Ester Propylethanoat?
    Lösung zeigen
    1. Der Name verrät beide Bausteine.
    2. Vorn steht der Alkohol: Propanol.
    3. Hinten steht die Säure: Ethansäure.
    Ergebnis:
    Propanol und Ethansäure
  4. ●25
    Wonach riecht Essigsäurepentylester?
    Lösung zeigen
    1. Kleine Ester riechen fruchtig.
    2. Essigsäurepentylester: Banane.
    3. Also nach Banane.
    Ergebnis:
    Nach Banane
  5. ●26
    Vanillin aus der Vanilleschote und Vanillin aus dem Labor: Entscheide, was gilt.
    Lösung zeigen
    1. Ein Stoff ist durch sein Molekül bestimmt.
    2. Vanillin ist in beiden Fällen dasselbe Molekül.
    3. Also dieselben Eigenschaften.
    Ergebnis:
    Es ist dasselbe Molekül
  6. ★27
    Ester und Wasser reagieren langsam zurück zu Säure und Alkohol. Was zeigt das?
    Lösung zeigen
    1. Hinreaktion: Veresterung.
    2. Rückreaktion: Esterspaltung.
    3. Beides läuft ab – umkehrbar.
    Ergebnis:
    Die Veresterung ist umkehrbar

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Veresterung
Säure + Alkohol → Ester + Wasser.
Umkehrbar
Die Veresterung läuft in beide Richtungen.
Estername
Erst die Säure, dann der Alkohol mit der Endung -ester: Essigsäureethylester kommt aus Essigsäure und Ethanol.
Duftstoffe
Viele Ester sind flüchtig und riechen nach Obst – Ananas, Banane, Apfel.
Fette
Fett ist ein dreifacher Ester: Glycerin mit drei OH-Gruppen und drei Fettsäuren.
Seife
Seife hat einen wasserliebenden Kopf und einen fettliebenden Schwanz.
Makromoleküle
Wenn Bausteine mit zwei funktionellen Gruppen sich immer wieder verbinden, entsteht eine lange Kette – ein Kunststoff wie PET.
Aromastoffe beurteilen
Gleiches Molekül, gleiche Wirkung – ob aus der Frucht oder aus dem Labor.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich beschreibe die Veresterung als Reaktion von Säure und Alkohol.

    28
    Buttersäure und Methanol reagieren miteinander. Welches Produkt entsteht, und was entsteht außerdem?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Buttersäuremethylester + Wasser
  2. Ich stelle Estergleichungen auf.

    29
    Methansäure reagiert mit Ethanol. Wie heißt der Ester, und was entsteht außerdem?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Methansäureethylester und Wasser
  3. Ich benenne Ester und zerlege sie in ihre Bausteine.

    30
    Aus welcher Säure und welchem Alkohol ist Essigsäuremethylester entstanden?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Essigsäure + Methanol
  4. Ich erkläre, warum Ester riechen.

    31
    Entscheide: Welcher Ester verdunstet leichter – einer mit 5 oder einer mit 12 Kohlenstoffatomen?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Der mit 5 Kohlenstoffatomen
  5. Ich beschreibe Fette als Ester aus Glycerin und Fettsäuren.

    32
    Ein Fettmolekül entsteht aus Glycerin und drei Fettsäuren. Bestimme: Wie viele Wassermoleküle werden bei 4 Fettmolekülen abgespalten?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    12 Wassermoleküle
  6. Ich erkläre die Wirkung von Seife.

    33
    Was passiert beim Ranzigwerden von Butter?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    die Esterbindung wird gespalten, freie Buttersäure entsteht
  7. Ich beschreibe, wie aus vielen Bausteinen ein Kunststoff wird.

    34
    Ethen wird zu Polyethen. Welche Bindung öffnet sich?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Die C=C-Doppelbindung
  8. Ich beurteile natürliche und künstliche Aromastoffe.

    35
    Essigsäurepentylester aus der Banane und Essigsäurepentylester aus dem Labor: Entscheide, was gilt.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Es ist dasselbe Molekül

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Wörter

Funktion
eine Regel, die aus einer Zahl eine andere macht

Lösungen

  1. Buttersäuremethylester + Wasser
  2. Methansäureethylester + Wasser
  3. Buttersäurepentylester und Wasser
  4. Propionsäurebutylester und Wasser
  5. Buttersäureethylester und Wasser
  6. Essigsäure + Methanol
  7. Methansäure + Ethanol
  8. Nach Ananas
  9. Nach Nagellackentferner
  10. Nein, Duft entsteht erst in der Nase
  11. 60 Wassermoleküle
  12. 6 Wassermoleküle
  13. An viele Doppelbindungen in den Fettsäuren
  14. die Esterbindung wird gespalten, freie Buttersäure entsteht
  15. Fett ist der Ester aus Glycerin und drei Fettsäuren
  16. 84.000 g/mol
  17. 104.000 g/mol
  18. Wasser
  19. Nach Vanilleschote
  20. Nein, viele Pflanzengifte sind natürlich
  21. Nach Zimt
  22. Buttersäureethylester + Wasser
  23. Methansäurebutylester und Wasser
  24. Propanol und Ethansäure
  25. Nach Banane
  26. Es ist dasselbe Molekül
  27. Die Veresterung ist umkehrbar
  28. Buttersäuremethylester + Wasser
  29. Methansäureethylester und Wasser
  30. Essigsäure + Methanol
  31. Der mit 5 Kohlenstoffatomen
  32. 12 Wassermoleküle
  33. die Esterbindung wird gespalten, freie Buttersäure entsteht
  34. Die C=C-Doppelbindung
  35. Es ist dasselbe Molekül