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Chemie · Klasse 10 · Kapitel

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Ester – Duft, Fett und Kunststoff

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

1Ich beschreibe die Veresterung als Reaktion von Säure und Alkohol.

MerkenVeresterung

Säure + Alkohol → Ester + Wasser.

Es wird Wasser abgespalten, deshalb ist es eine Kondensationsreaktion.

BeispielVeresterung

Essigsäure und Ethanol reagieren miteinander. Welches Produkt entsteht, und was entsteht außerdem?
Schritt für Schritt
  1. Die OH-Gruppe des Alkohols trifft die COOH-Gruppe der Säure.
  2. Es wird Wasser abgespalten – deshalb heißt es Kondensationsreaktion.
  3. Säure + Alkohol → Ester + Wasser
  4. Es entsteht Essigsäureethylester – Geruch: Klebstoff, Nagellackentferner.
  1. Die OH-Gruppe des Alkohols trifft die COOH-Gruppe der Säure.
  2. Es wird Wasser abgespalten – deshalb heißt es Kondensationsreaktion.
  3. Säure + Alkohol → Ester + Wasser
  4. Es entsteht Essigsäureethylester – Geruch: Klebstoff, Nagellackentferner.
Ergebnis:
Essigsäureethylester + Wasser

AchtungWasser bei der Veresterung vergessen

So nicht
CH₃COOH + C₂H₅OH → CH₃COOC₂H₅
So richtig
CH₃COOH + C₂H₅OH → CH₃COOC₂H₅ + H₂O
(das abgespaltene Wasser gehört in die Gleichung)

Säure + Alkohol → Ester + Wasser. Ohne das Wasser stimmt die Atombilanz nicht.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Methansäure und Ethanol reagieren miteinander. Welches Produkt entsteht, und was entsteht außerdem?
    So fängst du an:
    Die OH-Gruppe des Alkohols trifft die COOH-Gruppe der Säure.
    Lösung zeigen
    1. Die OH-Gruppe des Alkohols trifft die COOH-Gruppe der Säure.
    2. Es wird Wasser abgespalten – deshalb heißt es Kondensationsreaktion.
    3. Säure + Alkohol → Ester + Wasser
    4. Es entsteht Methansäureethylester – Geruch: Rum.
    Ergebnis:
    Methansäureethylester + Wasser
  2. ●2
    Buttersäure und Methanol reagieren miteinander. Welches Produkt entsteht, und was entsteht außerdem?
    Lösung zeigen
    1. Die OH-Gruppe des Alkohols trifft die COOH-Gruppe der Säure.
    2. Es wird Wasser abgespalten – deshalb heißt es Kondensationsreaktion.
    3. Säure + Alkohol → Ester + Wasser
    4. Es entsteht Buttersäuremethylester – Geruch: Apfel.
    Ergebnis:
    Buttersäuremethylester + Wasser
  3. ★3
    Essigsäure und Pentanol reagieren miteinander. Welches Produkt entsteht, und was entsteht außerdem?
    Lösung zeigen
    1. Die OH-Gruppe des Alkohols trifft die COOH-Gruppe der Säure.
    2. Es wird Wasser abgespalten – deshalb heißt es Kondensationsreaktion.
    3. Säure + Alkohol → Ester + Wasser
    4. Es entsteht Essigsäurepentylester – Geruch: Banane.
    Ergebnis:
    Essigsäurepentylester + Wasser

2Ich stelle Estergleichungen auf.

MerkenUmkehrbar

Die Veresterung läuft in beide Richtungen.

Mit viel Wasser wird der Ester wieder gespalten – das nennt man Hydrolyse.

BeispielDie Veresterung

Propionsäure reagiert mit Butanol. Wie heißt der Ester, und was entsteht außerdem?
Schritt für Schritt
  1. Säure + Alkohol → Ester + Wasser.
  2. Name: Säure, dann der Rest des Alkohols: Propionsäurebutylester.
  3. Dazu Wasser.
  1. Säure + Alkohol → Ester + Wasser.
  2. Name: Säure, dann der Rest des Alkohols: Propionsäurebutylester.
  3. Dazu Wasser.
Ergebnis:
Propionsäurebutylester und Wasser

AchtungCarboxylgruppe mit Hydroxylgruppe verwechselt

So nicht
Ethanol C₂H₅OH reagiert sauer, weil es ein OH enthält
So richtig
sauer = Carboxylgruppe –COOH
CH₃COOH → H⁺ + CH₃COO⁻ (sauer), C₂H₅OH gibt kein H⁺ ab

–OH ist ein Alkohol, –COOH eine Säure. Der Unterschied ist ein Kohlenstoff mit Doppelbindung zum Sauerstoff.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Buttersäure reagiert mit Ethanol. Wie heißt der Ester, und was entsteht außerdem?
    So fängst du an:
    Säure + Alkohol → Ester + Wasser.
    Lösung zeigen
    1. Säure + Alkohol → Ester + Wasser.
    2. Name: Säure, dann der Rest des Alkohols: Buttersäureethylester.
    3. Dazu Wasser.
    Ergebnis:
    Buttersäureethylester und Wasser
  2. ●5
    Ist ein Ester ein Salz?
    Lösung zeigen
    1. Salze bestehen aus Ionen.
    2. Ester entstehen mit Elektronenpaarbindungen.
    3. Ester leiten nicht.
    Ergebnis:
    Nein, ein Molekül ohne Ionen
  3. ★6
    Ester und Wasser reagieren langsam zurück zu Säure und Alkohol. Was zeigt das?
    Lösung zeigen
    1. Hinreaktion: Veresterung.
    2. Rückreaktion: Esterspaltung.
    3. Beides läuft ab – umkehrbar.
    Ergebnis:
    Die Veresterung ist umkehrbar

3Ich benenne Ester und zerlege sie in ihre Bausteine.

MerkenEstername

Erst die Säure, dann der Alkohol mit der Endung -ester: Essigsäureethylester kommt aus Essigsäure und Ethanol.

BeispielEster zurückbenennen

Aus welcher Säure und welchem Alkohol ist Methansäureethylester entstanden?
Schritt für Schritt
  1. Der Name eines Esters ist zweiteilig: erst die Säure, dann der Alkohol.
  2. Vorderer Teil → Methansäure
  3. Hinterer Teil (auf -yl) → Ethanol
  1. Der Name eines Esters ist zweiteilig: erst die Säure, dann der Alkohol.
  2. Vorderer Teil → Methansäure
  3. Hinterer Teil (auf -yl) → Ethanol
Ergebnis:
Methansäure + Ethanol

AchtungNoch einmal: Wasser bei der Veresterung vergessen

So nicht
CH₃COOH + C₂H₅OH → CH₃COOC₂H₅
So richtig
CH₃COOH + C₂H₅OH → CH₃COOC₂H₅ + H₂O
(das abgespaltene Wasser gehört in die Gleichung)

Säure + Alkohol → Ester + Wasser. Ohne das Wasser stimmt die Atombilanz nicht.

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Aus welcher Säure und welchem Alkohol ist Buttersäurepentylester entstanden?
    So fängst du an:
    Der Name eines Esters ist zweiteilig: erst die Säure, dann der Alkohol.
    Lösung zeigen
    1. Der Name eines Esters ist zweiteilig: erst die Säure, dann der Alkohol.
    2. Vorderer Teil → Buttersäure
    3. Hinterer Teil (auf -yl) → Pentanol
    Ergebnis:
    Buttersäure + Pentanol
  2. ★8
    Aus welcher Säure und welchem Alkohol ist Essigsäuremethylester entstanden?
    Lösung zeigen
    1. Der Name eines Esters ist zweiteilig: erst die Säure, dann der Alkohol.
    2. Vorderer Teil → Essigsäure
    3. Hinterer Teil (auf -yl) → Methanol
    Ergebnis:
    Essigsäure + Methanol

4Ich erkläre, warum Ester riechen.

MerkenDuftstoffe

Viele Ester sind flüchtig und riechen nach Obst – Ananas, Banane, Apfel.

Der Stoff im Aroma ist derselbe wie in der Frucht.

BeispielWarum Ester riechen

Warum sieden Ester niedriger als die Säuren, aus denen sie entstehen?
Schritt für Schritt
  1. Carbonsäuren: Wasserstoffbrücken über –COOH.
  2. Im Ester ist dieses H weg.
  3. Schwächere Anziehung, niedrigere Siedetemperatur.
  1. Carbonsäuren: Wasserstoffbrücken über –COOH.
  2. Im Ester ist dieses H weg.
  3. Schwächere Anziehung, niedrigere Siedetemperatur.
Ergebnis:
Ihnen fehlen Wasserstoffbrücken

AchtungGase haben keine Masse

So nicht
Der Sauerstoff aus der Luft wiegt nichts.
So richtig
Ein Liter Luft wiegt etwa 1,2 g. Sauerstoff hat Masse wie jeder Stoff.

Denk an einen Ball: Aufgepumpt wiegt er mehr als leer.

ÜbenJetzt du

  1. ○9
    Entscheide: Welcher Ester verdunstet leichter – einer mit 4 oder einer mit 8 Kohlenstoffatomen?
    So fängst du an:
    Kleine Moleküle ziehen sich weniger an.
    Lösung zeigen
    1. Kleine Moleküle ziehen sich weniger an.
    2. Sie verdunsten leichter.
    3. Also der mit 4 Kohlenstoffatomen.
    Ergebnis:
    Der mit 4 Kohlenstoffatomen
  2. ●10
    Entscheide: Welcher Ester verdunstet leichter – einer mit 5 oder einer mit 12 Kohlenstoffatomen?
    Lösung zeigen
    1. Kleine Moleküle ziehen sich weniger an.
    2. Sie verdunsten leichter.
    3. Also der mit 5 Kohlenstoffatomen.
    Ergebnis:
    Der mit 5 Kohlenstoffatomen
  3. ★11
    Entscheide: Welcher Ester verdunstet leichter – einer mit 3 oder einer mit 10 Kohlenstoffatomen?
    Lösung zeigen
    1. Kleine Moleküle ziehen sich weniger an.
    2. Sie verdunsten leichter.
    3. Also der mit 3 Kohlenstoffatomen.
    Ergebnis:
    Der mit 3 Kohlenstoffatomen

5Ich beschreibe Fette als Ester aus Glycerin und Fettsäuren.

MerkenFette

Fett ist ein dreifacher Ester: Glycerin mit drei OH-Gruppen und drei Fettsäuren.

Deshalb heißt es Triglycerid.

BeispielFette als Ester

Ein Fettmolekül entsteht aus Glycerin und drei Fettsäuren. Bestimme: Wie viele Wassermoleküle werden bei 5 Fettmolekülen abgespalten?
Schritt für Schritt
  1. Je Esterbindung ein Wasser, je Fett drei.
  2. 5 · 3 = 15
  1. Je Esterbindung ein Wasser, je Fett drei.
  2. 5 · 3 = 15
Ergebnis:
15 Wassermoleküle

AchtungEis dichter als Wasser

So nicht
Warum löst sich Fett nicht in Wasser → Fett ist viel schwerer als Wasser
So richtig
Warum löst sich Fett nicht in Wasser → Die langen Ketten sind unpolar

Denk an eine volle Flasche im Gefrierfach. Was passiert mit ihr?

ÜbenJetzt du

  1. ○12
    Ein Fettmolekül entsteht aus Glycerin und drei Fettsäuren. Bestimme: Wie viele Wassermoleküle werden bei 3 Fettmolekülen abgespalten?
    So fängst du an:
    Je Esterbindung ein Wasser, je Fett drei.
    Lösung zeigen
    1. Je Esterbindung ein Wasser, je Fett drei.
    2. 3 · 3 = 9
    Ergebnis:
    9 Wassermoleküle
  2. ●13
    Ein Fettmolekül entsteht aus Glycerin und drei Fettsäuren. Bestimme: Wie viele Wassermoleküle werden bei 10 Fettmolekülen abgespalten?
    Lösung zeigen
    1. Je Esterbindung ein Wasser, je Fett drei.
    2. 10 · 3 = 30
    Ergebnis:
    30 Wassermoleküle
  3. ★14
    Warum löst sich Fett nicht in Wasser?
    Lösung zeigen
    1. Wasser ist polar.
    2. Fettsäureketten sind unpolar.
    3. Ähnliches löst sich in Ähnlichem.
    Ergebnis:
    Die langen Ketten sind unpolar

6Ich erkläre die Wirkung von Seife.

MerkenSeife

Seife hat einen wasserliebenden Kopf und einen fettliebenden Schwanz.

So packt sie Fetttropfen ein und macht sie wasserlöslich.

BeispielFette und Seifen

Warum ist Fett ein Ester?
Schritt für Schritt
  1. Fett besteht aus Glycerin und drei Fettsäuren.
  2. Jede Fettsäure hat eine COOH-Gruppe, Glycerin drei OH-Gruppen.
  3. Drei Veresterungen → ein Triglycerid, also ein dreifacher Ester.
  1. Fett besteht aus Glycerin und drei Fettsäuren.
  2. Jede Fettsäure hat eine COOH-Gruppe, Glycerin drei OH-Gruppen.
  3. Drei Veresterungen → ein Triglycerid, also ein dreifacher Ester.
Ergebnis:
Fett ist der Ester aus Glycerin und drei Fettsäuren

AchtungEster als Salz gedeutet

So nicht
Ethylacetat ist ein Salz aus Essigsäure und Ethanol.
So richtig
Ethylacetat ist ein Ester: ein Molekül ohne Ionen, entstanden unter Abspaltung von Wasser.

Prüfe die Leitfähigkeit: Leitet ein Ester gelöst den Strom?

ÜbenJetzt du

  1. ○15
    Was passiert beim Ranzigwerden von Butter?
    So fängst du an:
    Der Ester im Fett wird durch Wasser wieder gespalten.
    Lösung zeigen
    1. Der Ester im Fett wird durch Wasser wieder gespalten.
    2. Es entstehen freie Fettsäuren – unter anderem Buttersäure.
    3. Buttersäure riecht streng: das ist der ranzige Geruch.
    Ergebnis:
    die Esterbindung wird gespalten, freie Buttersäure entsteht
  2. ●16
    Warum wäscht Seife?
    Lösung zeigen
    1. Ein Seifenteilchen hat zwei Enden mit verschiedenen Vorlieben.
    2. Der lange Schwanz löst sich im Fett, der geladene Kopf im Wasser.
    3. So wird der Fetttropfen eingepackt und mit dem Wasser weggespült.
    Ergebnis:
    wasserliebender Kopf, fettliebender Schwanz

7Ich beschreibe, wie aus vielen Bausteinen ein Kunststoff wird.

MerkenMakromoleküle

Wenn Bausteine mit zwei funktionellen Gruppen sich immer wieder verbinden, entsteht eine lange Kette – ein Kunststoff wie PET.

BeispielVom Baustein zum Kunststoff

Aus welchem Baustein entsteht Polypropen?
Schritt für Schritt
  1. Poly heißt viele.
  2. Polypropen: viele Bausteine Propen.
  3. Also Propen.
  1. Poly heißt viele.
  2. Polypropen: viele Bausteine Propen.
  3. Also Propen.
Ergebnis:
Aus Propen

AchtungKunststoff als Gemisch kleiner Moleküle

So nicht
Aus welchem Baustein entsteht Polypropen → Aus Ethen
So richtig
Aus welchem Baustein entsteht Polypropen → Aus Propen

Überlege: Warum dehnt sich eine Plastiktüte beim Ziehen, statt zu zerbröseln?

ÜbenJetzt du

  1. ○17
    Was ist ein Polymer?
    So fängst du an:
    Monomere sind die Bausteine.
    Lösung zeigen
    1. Monomere sind die Bausteine.
    2. Sie werden fest verbunden.
    3. Es entsteht ein Makromolekül.
    Ergebnis:
    Ein Riesenmolekül aus vielen Bausteinen
  2. ●18
    Ethen wird zu Polyethen. Welche Bindung öffnet sich?
    Lösung zeigen
    1. Ethen hat eine Doppelbindung.
    2. Sie öffnet sich.
    3. Die Bausteine verbinden sich zur Kette.
    Ergebnis:
    Die C=C-Doppelbindung
  3. ★19
    Polyester entsteht aus Säuren und Alkoholen mit je zwei Gruppen. Was wird dabei frei?
    Lösung zeigen
    1. Jede Esterbindung spaltet Wasser ab.
    2. Zwei Gruppen je Baustein: lange Ketten.
    3. Polykondensation.
    Ergebnis:
    Wasser

8Ich beurteile natürliche und künstliche Aromastoffe.

MerkenAromastoffe beurteilen

Gleiches Molekül, gleiche Wirkung – ob aus der Frucht oder aus dem Labor.

Für ein Urteil zählen Stoff, Menge und Nutzen, nicht die Herkunft.

BeispielNatürliche und künstliche Aromen

Nach welcher Pflanze riecht Benzaldehyd?
Schritt für Schritt
  1. Jeder Aromastoff ist ein bestimmtes Molekül.
  2. Benzaldehyd: Bittermandel.
  3. Also nach Bittermandel.
  1. Jeder Aromastoff ist ein bestimmtes Molekül.
  2. Benzaldehyd: Bittermandel.
  3. Also nach Bittermandel.
Ergebnis:
Nach Bittermandel

AchtungNatürlich heißt unbedenklich

So nicht
Nach welcher Pflanze riecht Benzaldehyd → Nach Vanilleschote
So richtig
Nach welcher Pflanze riecht Benzaldehyd → Nach Bittermandel

Nenn einen giftigen Naturstoff. Was folgt daraus für das Urteil?

ÜbenJetzt du

  1. ○20
    Ist jeder Naturstoff ungefährlich?
    So fängst du an:
    Tollkirsche und Fliegenpilz sind natürlich.
    Lösung zeigen
    1. Tollkirsche und Fliegenpilz sind natürlich.
    2. Sie sind trotzdem giftig.
    3. Natürlich heißt nicht harmlos.
    Ergebnis:
    Nein, viele Pflanzengifte sind natürlich
  2. ●21
    Essigsäurepentylester aus der Banane und Essigsäurepentylester aus dem Labor: Entscheide, was gilt.
    Lösung zeigen
    1. Ein Stoff ist durch sein Molekül bestimmt.
    2. Essigsäurepentylester ist in beiden Fällen dasselbe Molekül.
    3. Also dieselben Eigenschaften.
    Ergebnis:
    Es ist dasselbe Molekül
  3. ★22
    Warum werden Fruchtaromen oft künstlich hergestellt?
    Lösung zeigen
    1. Ester lassen sich leicht herstellen.
    2. Für natürliches Aroma braucht man viel Obst.
    3. Derselbe Ester wirkt gleich.
    Ergebnis:
    Es ist billiger und braucht kein Obst

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●23
    Methansäure reagiert mit Methanol. Wie heißt der Ester, und was entsteht außerdem?
    Lösung zeigen
    1. Säure + Alkohol → Ester + Wasser.
    2. Name: Säure, dann der Rest des Alkohols: Methansäuremethylester.
    3. Dazu Wasser.
    Ergebnis:
    Methansäuremethylester und Wasser
  2. ●24
    Wonach riecht Essigsäurepentylester?
    Lösung zeigen
    1. Kleine Ester riechen fruchtig.
    2. Essigsäurepentylester: Banane.
    3. Also nach Banane.
    Ergebnis:
    Nach Banane
  3. ●25
    Eine Kette Polyethen besteht aus 2000 Bausteinen Ethen (28 g/mol). Wie groß ist die Molmasse der Kette?
    Lösung zeigen
    1. Je Baustein: 28 g/mol.
    2. 2000 · 28 = 56.000
    Ergebnis:
    56.000 g/mol
  4. ●26
    Nach welcher Pflanze riecht Citral?
    Lösung zeigen
    1. Jeder Aromastoff ist ein bestimmtes Molekül.
    2. Citral: Zitrone.
    3. Also nach Zitrone.
    Ergebnis:
    Nach Zitrone
  5. ★27
    Ein Ester riecht nach Ananas. Riecht jedes Estermolekül nach Ananas?
    Lösung zeigen
    1. Geruch ist eine Wahrnehmung.
    2. Viele Moleküle reizen Riechzellen.
    3. Ein Molekül allein riecht nicht.
    Ergebnis:
    Nein, Duft entsteht erst in der Nase
  6. ★28
    Essigsäure reagiert mit Methanol. Wie heißt der Ester, und was entsteht außerdem?
    Lösung zeigen
    1. Säure + Alkohol → Ester + Wasser.
    2. Name: Säure, dann der Rest des Alkohols: Essigsäuremethylester.
    3. Dazu Wasser.
    Ergebnis:
    Essigsäuremethylester und Wasser

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Veresterung
Säure + Alkohol → Ester + Wasser.
Umkehrbar
Die Veresterung läuft in beide Richtungen.
Estername
Erst die Säure, dann der Alkohol mit der Endung -ester: Essigsäureethylester kommt aus Essigsäure und Ethanol.
Duftstoffe
Viele Ester sind flüchtig und riechen nach Obst – Ananas, Banane, Apfel.
Fette
Fett ist ein dreifacher Ester: Glycerin mit drei OH-Gruppen und drei Fettsäuren.
Seife
Seife hat einen wasserliebenden Kopf und einen fettliebenden Schwanz.
Makromoleküle
Wenn Bausteine mit zwei funktionellen Gruppen sich immer wieder verbinden, entsteht eine lange Kette – ein Kunststoff wie PET.
Aromastoffe beurteilen
Gleiches Molekül, gleiche Wirkung – ob aus der Frucht oder aus dem Labor.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich beschreibe die Veresterung als Reaktion von Säure und Alkohol.

    29
    Essigsäure und Ethanol reagieren miteinander. Welches Produkt entsteht, und was entsteht außerdem?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Essigsäureethylester + Wasser
  2. Ich stelle Estergleichungen auf.

    30
    Buttersäure reagiert mit Methanol. Wie heißt der Ester, und was entsteht außerdem?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Buttersäuremethylester und Wasser
  3. Ich benenne Ester und zerlege sie in ihre Bausteine.

    31
    Aus welcher Säure und welchem Alkohol ist Essigsäuremethylester entstanden?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Essigsäure + Methanol
  4. Ich erkläre, warum Ester riechen.

    32
    Wonach riecht Essigsäureethylester?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Nach Nagellackentferner
  5. Ich beschreibe Fette als Ester aus Glycerin und Fettsäuren.

    33
    Butter ist bei Zimmertemperatur fest. Erkläre: Woran liegt das?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    An fast nur Einfachbindungen in den Fettsäuren
  6. Ich erkläre die Wirkung von Seife.

    34
    Was passiert beim Ranzigwerden von Butter?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    die Esterbindung wird gespalten, freie Buttersäure entsteht
  7. Ich beschreibe, wie aus vielen Bausteinen ein Kunststoff wird.

    35
    Aus welchem Baustein entsteht Polyvinylchlorid?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Aus Vinylchlorid
  8. Ich beurteile natürliche und künstliche Aromastoffe.

    36
    Nach welcher Pflanze riecht Zimtaldehyd?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Nach Zimt

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Wörter

Funktion
eine Regel, die aus einer Zahl eine andere macht

Lösungen

  1. Methansäureethylester + Wasser
  2. Buttersäuremethylester + Wasser
  3. Essigsäurepentylester + Wasser
  4. Buttersäureethylester und Wasser
  5. Nein, ein Molekül ohne Ionen
  6. Die Veresterung ist umkehrbar
  7. Buttersäure + Pentanol
  8. Essigsäure + Methanol
  9. Der mit 4 Kohlenstoffatomen
  10. Der mit 5 Kohlenstoffatomen
  11. Der mit 3 Kohlenstoffatomen
  12. 9 Wassermoleküle
  13. 30 Wassermoleküle
  14. Die langen Ketten sind unpolar
  15. die Esterbindung wird gespalten, freie Buttersäure entsteht
  16. wasserliebender Kopf, fettliebender Schwanz
  17. Ein Riesenmolekül aus vielen Bausteinen
  18. Die C=C-Doppelbindung
  19. Wasser
  20. Nein, viele Pflanzengifte sind natürlich
  21. Es ist dasselbe Molekül
  22. Es ist billiger und braucht kein Obst
  23. Methansäuremethylester und Wasser
  24. Nach Banane
  25. 56.000 g/mol
  26. Nach Zitrone
  27. Nein, Duft entsteht erst in der Nase
  28. Essigsäuremethylester und Wasser
  29. Essigsäureethylester + Wasser
  30. Buttersäuremethylester und Wasser
  31. Essigsäure + Methanol
  32. Nach Nagellackentferner
  33. An fast nur Einfachbindungen in den Fettsäuren
  34. die Esterbindung wird gespalten, freie Buttersäure entsteht
  35. Aus Vinylchlorid
  36. Nach Zimt