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Deutsch · Klasse 7 und 8 · Kapitel

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Erzähltexte lesen und verstehen (Kurzgeschichte, Novelle)

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Präsens und Perfekt sicher bilden: Die Inhaltsangabe steht im Präsens, was vorher geschah, im Perfekt.

  1. ●19
    Wie heißt der Satz im Präteritum?
    Mia lernt Vokabeln.
    Lösung zeigen
    1. Präteritum: Nur ein Verb in der Vergangenheitsform.
    2. Bei „lernen“: lernte.
    3. Also: Mia lernte Vokabeln.
    Ergebnis:
    Mia lernte Vokabeln.
  2. ●20
    Wie heißt der Satz im Perfekt?
    Mein Bruder hilft der Nachbarin.
    Lösung zeigen
    1. Perfekt: Hilfsverb haben oder sein in der Gegenwart und das Partizip am Ende.
    2. Bei „helfen“: haben … geholfen.
    3. Also: Mein Bruder hat der Nachbarin geholfen.
    Ergebnis:
    Mein Bruder hat der Nachbarin geholfen.

ÜbenWeißt du das noch?

Die kleinen Wörter lesen: weil, deshalb, obwohl verbinden Ursache und Folge.

  1. ●21
    Welche Wortart ist das fett gedruckte Wort?
    Ich frage dich, ob du mitkommst.
    Lösung zeigen
    1. Nicht die Bedeutung entscheidet, sondern wie sich das Wort im Satz verhält.
    2. Probe: Es steht für ein Nomen oder eine Person: er für den Hund, sie für Mia.
    3. Also: „Ich“ ist ein Pronomen.
    Ergebnis:
    Pronomen
  2. ●22
    Welche Wortart ist das fett gedruckte Wort?
    Neben der Tür steht ein Schirm.
    Lösung zeigen
    1. Nicht die Bedeutung entscheidet, sondern wie sich das Wort im Satz verhält.
    2. Probe.
    3. Also: „Neben“ ist eine Präposition.
    Ergebnis:
    Präposition

1Ich kann den Aufbau einer Kurzgeschichte beschreiben.

MerkenAufbau der Kurzgeschichte

Eine Kurzgeschichte beginnt unvermittelt, kippt an einem Wendepunkt und endet oft offen.

Der Erzähler ist nicht der Autor: Er sagt ich oder erzählt in der Er-Form.

BeispielKurzgeschichte: Aufbau, Wendepunkt, Erzähler

Die letzte Flasche:
Ich stand im Supermarkt am Pfandautomaten, zwei leere Flaschen in der Hand. Vor mir ein alter Mann mit einem Beutel voller Flaschen. Er schob sie einzeln hinein, jede langsam, als würde er sie zählen. //

Hinter mir seufzte jemand laut. Ich drehte mich nicht um. //

Die letzte Flasche nahm der Automat nicht. Der Mann schob sie wieder hinein, einmal, zweimal. Dann hielt er sie in der Hand und sah sie an. //

„Darf ich mal?“, fragte ich und merkte erst dabei, dass ich es laut gesagt hatte. Ich strich das Etikett glatt und schob die Flasche hinein. Diesmal nahm der Automat sie. //

Der Mann nickte mir zu. Er sagte nichts. Ich auch nicht. Aber als ich draußen war, wusste ich nicht mehr, was ich eigentlich hatte kaufen wollen.

Pfandautomat: Ein Automat im Supermarkt. Man steckt leere Flaschen hinein und bekommt dafür ein paar Cent zurück.

Welcher Satz ist der Wendepunkt?
Schritt für Schritt
  1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
  2. Mit der Frage greift die Person ein. Vorher hat sie nur zugesehen.
  3. Also: „Darf ich mal?“, fragte ich.
  1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
  2. Mit der Frage greift die Person ein. Vorher hat sie nur zugesehen.
  3. Also: „Darf ich mal?“, fragte ich.
Ergebnis:
„Darf ich mal?“, fragte ich.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Der letzte Karton:
    Mila packte den letzten Karton. Oben drauf legte sie das Foto von der Klassenfahrt, alle zwanzig Gesichter, die Hälfte mit geschlossenen Augen. //

    „Du kannst ja jedes Wochenende herkommen“, hatte ihr Vater gesagt. Hamburg war vier Stunden entfernt. Mila hatte nicht geantwortet. //

    Unten hupte der Umzugswagen. Sie klebte den Karton zu und schrieb mit dickem Stift darauf: ZERBRECHLICH. //

    Dann riss sie das Klebeband noch einmal auf, nahm das Foto heraus und steckte es in ihre Jackentasche.

    Warum passt das Wort ZERBRECHLICH zu Milas Lage?
    So fängst du an:
    Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Das Wort gilt für den Karton und passt zugleich zu ihr.
    3. Also: Nicht nur der Inhalt, auch Milas Abschied ist empfindlich.
    Ergebnis:
    Nicht nur der Inhalt, auch Milas Abschied ist empfindlich.
  2. ●2
    An der Tafel:
    Frau Okafor schrieb die Aufgabe an die Tafel. Dann sah sie in die Klasse. „Wer rechnet sie vor?“ //

    Ich wusste die Lösung. Ich hatte sie schon im Heft, sauber unterstrichen. Aber meine Hand blieb auf dem Tisch liegen, als wäre sie festgeklebt. //

    Nele meldete sich. Sie ging nach vorn, rechnete, strich durch, rechnete neu. Am Ende stimmte es nicht. Ein paar lachten leise. //

    „Danke, Nele“, sagte Frau Okafor. „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“ //

    Ich sah auf mein Heft. Dann hob ich die Hand.

    Welcher Satz ist der Wendepunkt?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Nach dieser Frage traut sich die Person, die bisher geschwiegen hat.
    3. Also: „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“
    Ergebnis:
    „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“
  3. ★3
    Der Schal:
    Oma hatte mir einen Schal gestrickt. Er war gelb und grün gestreift und lang genug für zwei. Ich bedankte mich und legte ihn ganz unten in den Schrank. //

    Im Januar war es so kalt, dass mir morgens die Ohren wehtaten. Ich nahm den Schal nur für den Weg zur Bushaltestelle und stopfte ihn in den Rucksack, bevor der Bus kam. //

    An einem Freitag vergaß ich es. Ich stand schon im Klassenraum, als Jasmin auf meinen Hals zeigte. „Wo hast du den her?“, fragte sie. „So einen will ich auch.“ //

    Am Samstag rief ich Oma an. Ich fragte, ob sie mir zeigt, wie man strickt.

    Warum erzählt der Text den Anruf in nur zwei Sätzen?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Man erfährt nicht, was Oma antwortet. Die Frage genügt.
    3. Also: Das Ende deutet an, statt alles zu erklären.
    Ergebnis:
    Das Ende deutet an, statt alles zu erklären.

2Ich kann Figuren aus dem Text belegen.

MerkenFiguren belegen

Eine Eigenschaft einer Figur braucht eine Textstelle.

Belege sind, was die Figur tut, sagt oder denkt, und was der Erzähler oder andere über sie sagen.

BeispielFiguren am Text belegen

Elf Minuten:
Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //

Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //

Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //

Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //

Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.

Warum wartet Leon, bis der Flur leer ist?
Schritt für Schritt
  1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
  2. Andere jubeln und stöhnen vor allen. Leon tritt erst heran, als niemand mehr da ist.
  3. Also: Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.
  1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
  2. Andere jubeln und stöhnen vor allen. Leon tritt erst heran, als niemand mehr da ist.
  3. Also: Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.
Ergebnis:
Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Die Nachricht:
    Im Bus zog Selin das Handy aus der Jacke. Eine Nachricht von Jonas: „Hast du die Fotos von gestern schon gesehen? Alle lachen darüber.“ Darunter ein Link. //

    Selin tippte nicht darauf. Sie sah aus dem Fenster. Draußen warteten Leute an der Ampel, als wäre nichts. Sie dachte an die Party, an den Tisch, an das Glas, das umgefallen war. //

    Zwei Haltestellen später vibrierte das Handy wieder. „Das Foto von Mehmet ist das beste“, schrieb Jonas. //

    Selin atmete aus. Mehmet. Nicht sie. //

    Sie öffnete den Link trotzdem nicht. Sie schrieb: „Lösch das bitte. Für Mehmet.“ Dann steckte sie das Handy weg und stieg eine Haltestelle zu früh aus.

    Was verraten die Nachrichten von Jonas über ihn?
    So fängst du an:
    Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. „Alle lachen darüber.“ Später: „Das Foto von Mehmet ist das beste.“
    3. Also: Er lacht mit den anderen über die Fotos.
    Ergebnis:
    Er lacht mit den anderen über die Fotos.
  2. ●5
    Elf Minuten:
    Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //

    Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //

    Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //

    Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //

    Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.

    Wie reagiert Leon auf das Lächeln von Frau Brandt?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. „Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war.“
    3. Also: Er weiß nicht, ob es ein gutes Zeichen ist.
    Ergebnis:
    Er weiß nicht, ob es ein gutes Zeichen ist.
  3. ★6
    Die Brücke (Auszug) – Franz Kafka:
    Ich war steif und kalt, ich war eine Brücke, über einem Abgrund lag ich. Diesseits waren die Fußspitzen, jenseits die Hände eingebohrt, in bröckelndem Lehm habe ich mich festgebissen. Die Schöße meines Rockes wehten zu meinen Seiten. In der Tiefe lärmte der eisige Forellenbach. Kein Tourist verirrte sich zu dieser unwegsamen Höhe, die Brücke war in den Karten noch nicht eingezeichnet. – So lag ich und wartete; ich musste warten. Ohne einzustürzen kann keine einmal errichtete Brücke aufhören Brücke zu sein. //

    […] Und ich drehte mich um, ihn zu sehen. – Brücke dreht sich um! Ich war noch nicht umgedreht, da stürzte ich schon.

    Warum wartet die Brücke, obwohl niemand kommt?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. „Ohne einzustürzen kann keine einmal errichtete Brücke aufhören Brücke zu sein.“
    3. Also: Sie kann nur Brücke sein, wenn sie liegen bleibt.
    Ergebnis:
    Sie kann nur Brücke sein, wenn sie liegen bleibt.

3Ich kann eine Inhaltsangabe im Präsens schreiben.

MerkenInhaltsangabe

Einleitungssatz mit Titel, Autor, Textsorte und Thema.

Dann die wichtigsten Schritte der Handlung der Reihe nach, im Präsens, Vorzeitiges im Perfekt. Eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung.

BeispielInhaltsangabe mit der Checkliste prüfen

Welche vier Angaben gehören in den Einleitungssatz?
Schritt für Schritt
  1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
  2. Der Einleitungssatz stellt den Text vor. Meinung und Schluss gehören nicht hinein.
  3. Also: Titel, Autor, Textsorte und Thema
  1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
  2. Der Einleitungssatz stellt den Text vor. Meinung und Schluss gehören nicht hinein.
  3. Also: Titel, Autor, Textsorte und Thema
Ergebnis:
Titel, Autor, Textsorte und Thema

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    In welcher Zeitform steht eine Inhaltsangabe?
    So fängst du an:
    Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    Lösung zeigen
    1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    2. Die Inhaltsangabe steht im Präsens, auch wenn die Geschichte im Präteritum erzählt.
    3. Also: Präsens
    Ergebnis:
    Präsens
  2. ●8
    Welcher Einleitungssatz erfüllt die Checkliste?
    Lösung zeigen
    1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    2. Titel, Autor, Textsorte und Thema in einem Satz, ohne Wertung.
    3. Also: In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
    Ergebnis:
    In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
  3. ★9
    Aus einer Inhaltsangabe: „Die Geschichte zeigt, dass man immer helfen muss.“ Warum gehört der Satz nicht hinein?
    Lösung zeigen
    1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    2. Die Inhaltsangabe gibt wieder. Eine Deutung gehört in eine Interpretation.
    3. Also: Er deutet den Text, statt den Inhalt wiederzugeben.
    Ergebnis:
    Er deutet den Text, statt den Inhalt wiederzugeben.

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●10
    Elf Minuten:
    Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //

    Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //

    Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //

    Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //

    Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.

    Wer erzählt diese Geschichte?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Erzählt wird von Leon in der Er-Form: „Leon trat nicht näher.“
    3. Also: Er-Erzähler
    Ergebnis:
    Er-Erzähler
  2. ●11
    An der Tafel:
    Frau Okafor schrieb die Aufgabe an die Tafel. Dann sah sie in die Klasse. „Wer rechnet sie vor?“ //

    Ich wusste die Lösung. Ich hatte sie schon im Heft, sauber unterstrichen. Aber meine Hand blieb auf dem Tisch liegen, als wäre sie festgeklebt. //

    Nele meldete sich. Sie ging nach vorn, rechnete, strich durch, rechnete neu. Am Ende stimmte es nicht. Ein paar lachten leise. //

    „Danke, Nele“, sagte Frau Okafor. „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“ //

    Ich sah auf mein Heft. Dann hob ich die Hand.

    „Wo ist er?“ Wonach fragt Frau Okafor?
    Lösung zeigen
    1. Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    2. „er“ zeigt auf den Satz davor: „Der Fehler bringt uns weiter.“
    3. Also: Nach dem Fehler in Neles Rechnung.
    Ergebnis:
    Nach dem Fehler in Neles Rechnung.
  3. ●12
    Die Nachricht:
    Im Bus zog Selin das Handy aus der Jacke. Eine Nachricht von Jonas: „Hast du die Fotos von gestern schon gesehen? Alle lachen darüber.“ Darunter ein Link. //

    Selin tippte nicht darauf. Sie sah aus dem Fenster. Draußen warteten Leute an der Ampel, als wäre nichts. Sie dachte an die Party, an den Tisch, an das Glas, das umgefallen war. //

    Zwei Haltestellen später vibrierte das Handy wieder. „Das Foto von Mehmet ist das beste“, schrieb Jonas. //

    Selin atmete aus. Mehmet. Nicht sie. //

    Sie öffnete den Link trotzdem nicht. Sie schrieb: „Lösch das bitte. Für Mehmet.“ Dann steckte sie das Handy weg und stieg eine Haltestelle zu früh aus.

    Welche Stelle zeigt, dass Selin sich Sorgen macht?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. Beim Warten erinnert sie sich an die Party und an das umgefallene Glas.
    3. Also: Sie denkt an das Glas, das umgefallen war.
    Ergebnis:
    Sie denkt an das Glas, das umgefallen war.
  4. ●13
    Aus einer Inhaltsangabe: „Selin saß im Bus und zog ihr Handy aus der Jacke.“ Welcher Punkt der Checkliste ist nicht erfüllt?
    Lösung zeigen
    1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    2. saß und zog stehen im Präteritum. Eine Inhaltsangabe steht im Präsens.
    3. Also: Präsens
    Ergebnis:
    Präsens
  5. ●14
    Der Pokal:
    Der Pokal stand seit Freitag in der Vitrine im Flur. Unsere Mannschaft hatte das Finale gewonnen, drei zu zwei, und ich hatte das dritte Tor geschossen. //

    So stand es jedenfalls in der Schülerzeitung. In Wahrheit war der Ball von Kofis Knie abgeprallt, bevor er ins Netz ging. Kofi hatte nichts gesagt. Er hatte mich nur angesehen. //

    Jeden Morgen ging ich an der Vitrine vorbei. Jeden Morgen stand dort mein Name. //

    Am Mittwoch klopfte ich an die Tür der Redaktion. „Ich hab eine Korrektur“, sagte ich. Die Redakteurin sah mich über den Rand ihrer Brille an. Dann nahm sie einen Stift.

    Redaktion: Die Gruppe, die eine Zeitung schreibt, und ihr Raum. Vitrine: Ein Schrank mit Glastür, in dem man etwas ausstellt.

    Wozu dient die Wiederholung „Jeden Morgen“?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Zweimal derselbe Anfang: Der Name im Flur lässt die Person nicht los.
    3. Also: Sie zeigt, dass das schlechte Gewissen täglich wiederkommt.
    Ergebnis:
    Sie zeigt, dass das schlechte Gewissen täglich wiederkommt.
  6. ●15
    Die Nachricht:
    Im Bus zog Selin das Handy aus der Jacke. Eine Nachricht von Jonas: „Hast du die Fotos von gestern schon gesehen? Alle lachen darüber.“ Darunter ein Link. //

    Selin tippte nicht darauf. Sie sah aus dem Fenster. Draußen warteten Leute an der Ampel, als wäre nichts. Sie dachte an die Party, an den Tisch, an das Glas, das umgefallen war. //

    Zwei Haltestellen später vibrierte das Handy wieder. „Das Foto von Mehmet ist das beste“, schrieb Jonas. //

    Selin atmete aus. Mehmet. Nicht sie. //

    Sie öffnete den Link trotzdem nicht. Sie schrieb: „Lösch das bitte. Für Mehmet.“ Dann steckte sie das Handy weg und stieg eine Haltestelle zu früh aus.

    Wer schickt Selin die Nachricht?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
    2. „Eine Nachricht von Jonas.“ Mehmet ist auf dem Foto.
    3. Also: Jonas
    Ergebnis:
    Jonas

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Aufbau der Kurzgeschichte
Eine Kurzgeschichte beginnt unvermittelt, kippt an einem Wendepunkt und endet oft offen.
Figuren belegen
Eine Eigenschaft einer Figur braucht eine Textstelle.
Inhaltsangabe
Einleitungssatz mit Titel, Autor, Textsorte und Thema.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kann den Aufbau einer Kurzgeschichte beschreiben.

    16
    Der Schal:
    Oma hatte mir einen Schal gestrickt. Er war gelb und grün gestreift und lang genug für zwei. Ich bedankte mich und legte ihn ganz unten in den Schrank. //

    Im Januar war es so kalt, dass mir morgens die Ohren wehtaten. Ich nahm den Schal nur für den Weg zur Bushaltestelle und stopfte ihn in den Rucksack, bevor der Bus kam. //

    An einem Freitag vergaß ich es. Ich stand schon im Klassenraum, als Jasmin auf meinen Hals zeigte. „Wo hast du den her?“, fragte sie. „So einen will ich auch.“ //

    Am Samstag rief ich Oma an. Ich fragte, ob sie mir zeigt, wie man strickt.

    Wie nennt man einen Anfang ohne Vorstellung von Ort, Zeit und Figuren?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    unvermittelt
  2. Ich kann Figuren aus dem Text belegen.

    17
    Die Nachricht:
    Im Bus zog Selin das Handy aus der Jacke. Eine Nachricht von Jonas: „Hast du die Fotos von gestern schon gesehen? Alle lachen darüber.“ Darunter ein Link. //

    Selin tippte nicht darauf. Sie sah aus dem Fenster. Draußen warteten Leute an der Ampel, als wäre nichts. Sie dachte an die Party, an den Tisch, an das Glas, das umgefallen war. //

    Zwei Haltestellen später vibrierte das Handy wieder. „Das Foto von Mehmet ist das beste“, schrieb Jonas. //

    Selin atmete aus. Mehmet. Nicht sie. //

    Sie öffnete den Link trotzdem nicht. Sie schrieb: „Lösch das bitte. Für Mehmet.“ Dann steckte sie das Handy weg und stieg eine Haltestelle zu früh aus.

    Was verraten die Nachrichten von Jonas über ihn?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Er lacht mit den anderen über die Fotos.
  3. Ich kann eine Inhaltsangabe im Präsens schreiben.

    18
    Aus einer Inhaltsangabe: „Als der Mann die Flasche nicht loswird, hilft ihm eine junge Person.“ Welches Merkmal zeigt der Satz?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Präsens und eigene Worte

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Wörter

Wendepunkt
wo die Kurve die Krümmung wechselt

Lösungen

  1. Nicht nur der Inhalt, auch Milas Abschied ist empfindlich.
  2. „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“
  3. Das Ende deutet an, statt alles zu erklären.
  4. Er lacht mit den anderen über die Fotos.
  5. Er weiß nicht, ob es ein gutes Zeichen ist.
  6. Sie kann nur Brücke sein, wenn sie liegen bleibt.
  7. Präsens
  8. In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
  9. Er deutet den Text, statt den Inhalt wiederzugeben.
  10. Er-Erzähler
  11. Nach dem Fehler in Neles Rechnung.
  12. Sie denkt an das Glas, das umgefallen war.
  13. Präsens
  14. Sie zeigt, dass das schlechte Gewissen täglich wiederkommt.
  15. Jonas
  16. unvermittelt
  17. Er lacht mit den anderen über die Fotos.
  18. Präsens und eigene Worte
  19. Mia lernte Vokabeln.
  20. Mein Bruder hat der Nachbarin geholfen.
  21. Pronomen
  22. Präposition