Deutsch · Klasse 7 und 8 · Kapitel
Erzähltexte lesen und verstehen (Kurzgeschichte, Novelle)
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
Fit für das Kapitel?
Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.
ÜbenWeißt du das noch?
Präsens und Perfekt sicher bilden: Die Inhaltsangabe steht im Präsens, was vorher geschah, im Perfekt.
- ●19Wie heißt der Satz im Perfekt?
Mein Bruder baut eine Burg.Lösung zeigen
- Perfekt: Hilfsverb haben oder sein in der Gegenwart und das Partizip am Ende.
- Bei „bauen“: haben … gebaut.
- Also: Mein Bruder hat eine Burg gebaut.
Ergebnis:Mein Bruder hat eine Burg gebaut. - ●20Wie heißt der Satz im Perfekt?
Mia geht nach Hause.Lösung zeigen
- Perfekt: Hilfsverb haben oder sein in der Gegenwart und das Partizip am Ende.
- Bei „gehen“: sein … gegangen.
- Also: Mia ist nach Hause gegangen.
Ergebnis:Mia ist nach Hause gegangen.
ÜbenWeißt du das noch?
Die kleinen Wörter lesen: weil, deshalb, obwohl verbinden Ursache und Folge.
- ●21Welche Wortart ist das fett gedruckte Wort?
Er läuft schnell, damit er den Bus erreicht.Lösung zeigen
- Nicht die Bedeutung entscheidet, sondern wie sich das Wort im Satz verhält.
- Probe: Es verbindet Wörter oder Sätze: und, oder, aber, weil, obwohl, ob.
- Also: „damit“ ist eine Konjunktion.
Ergebnis:Konjunktion - ●22Welche Wortart ist das fett gedruckte Wort?
Hinter dem Haus liegt ein kleiner Garten.Lösung zeigen
- Nicht die Bedeutung entscheidet, sondern wie sich das Wort im Satz verhält.
- Probe.
- Also: „Hinter“ ist eine Präposition.
Ergebnis:Präposition
1Ich kann den Aufbau einer Kurzgeschichte beschreiben.
MerkenAufbau der Kurzgeschichte
Eine Kurzgeschichte beginnt unvermittelt, kippt an einem Wendepunkt und endet oft offen.
Der Erzähler ist nicht der Autor: Er sagt ich oder erzählt in der Er-Form.
BeispielKurzgeschichte: Aufbau, Wendepunkt, Erzähler
„Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ – „Du musst nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie.
Wo liegt der Wendepunkt der Fabel?
Schritt für Schritt
- Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
- Erst im letzten Satz tritt die Katze auf. Dort kippt die Lage.
- Also: Im letzten Satz, als die Katze spricht und die Maus frisst
- Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
- Erst im letzten Satz tritt die Katze auf. Dort kippt die Lage.
- Also: Im letzten Satz, als die Katze spricht und die Maus frisst
ÜbenJetzt du
- ○1Der Pokal:
Der Pokal stand seit Freitag in der Vitrine im Flur. Unsere Mannschaft hatte das Finale gewonnen, drei zu zwei, und ich hatte das dritte Tor geschossen. //
So stand es jedenfalls in der Schülerzeitung. In Wahrheit war der Ball von Kofis Knie abgeprallt, bevor er ins Netz ging. Kofi hatte nichts gesagt. Er hatte mich nur angesehen. //
Jeden Morgen ging ich an der Vitrine vorbei. Jeden Morgen stand dort mein Name. //
Am Mittwoch klopfte ich an die Tür der Redaktion. „Ich hab eine Korrektur“, sagte ich. Die Redakteurin sah mich über den Rand ihrer Brille an. Dann nahm sie einen Stift.
Redaktion: Die Gruppe, die eine Zeitung schreibt, und ihr Raum. Vitrine: Ein Schrank mit Glastür, in dem man etwas ausstellt.
Wozu dient die Wiederholung „Jeden Morgen“?So fängst du an:Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.Lösung zeigen
- Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
- Zweimal derselbe Anfang: Der Name im Flur lässt die Person nicht los.
- Also: Sie zeigt, dass das schlechte Gewissen täglich wiederkommt.
Ergebnis:Sie zeigt, dass das schlechte Gewissen täglich wiederkommt. - ●2Der Schal:
Oma hatte mir einen Schal gestrickt. Er war gelb und grün gestreift und lang genug für zwei. Ich bedankte mich und legte ihn ganz unten in den Schrank. //
Im Januar war es so kalt, dass mir morgens die Ohren wehtaten. Ich nahm den Schal nur für den Weg zur Bushaltestelle und stopfte ihn in den Rucksack, bevor der Bus kam. //
An einem Freitag vergaß ich es. Ich stand schon im Klassenraum, als Jasmin auf meinen Hals zeigte. „Wo hast du den her?“, fragte sie. „So einen will ich auch.“ //
Am Samstag rief ich Oma an. Ich fragte, ob sie mir zeigt, wie man strickt.
Warum erzählt der Text den Anruf in nur zwei Sätzen?Lösung zeigen
- Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
- Man erfährt nicht, was Oma antwortet. Die Frage genügt.
- Also: Das Ende deutet an, statt alles zu erklären.
Ergebnis:Das Ende deutet an, statt alles zu erklären. - ★3Der letzte Karton:
Mila packte den letzten Karton. Oben drauf legte sie das Foto von der Klassenfahrt, alle zwanzig Gesichter, die Hälfte mit geschlossenen Augen. //
„Du kannst ja jedes Wochenende herkommen“, hatte ihr Vater gesagt. Hamburg war vier Stunden entfernt. Mila hatte nicht geantwortet. //
Unten hupte der Umzugswagen. Sie klebte den Karton zu und schrieb mit dickem Stift darauf: ZERBRECHLICH. //
Dann riss sie das Klebeband noch einmal auf, nahm das Foto heraus und steckte es in ihre Jackentasche.
Warum erfährt man nicht, wie das Leben in Hamburg wird?Lösung zeigen
- Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
- Sie beginnt beim Packen und endet beim Foto in der Tasche.
- Also: Die Geschichte zeigt nur einen kurzen Moment vor dem Umzug.
Ergebnis:Die Geschichte zeigt nur einen kurzen Moment vor dem Umzug.
2Ich kann Figuren aus dem Text belegen.
MerkenFiguren belegen
Eine Eigenschaft einer Figur braucht eine Textstelle.
Belege sind, was die Figur tut, sagt oder denkt, und was der Erzähler oder andere über sie sagen.
BeispielFiguren am Text belegen
Ein Mann reitet auf seinem Esel nach Haus und lässt seinen Buben zu Fuß nebenher laufen. [Ein Wanderer tadelt den Vater.] Da stieg der Vater vom Esel herab und ließ den Sohn reiten. Kommt wieder ein Wandersmann und sagt: Das ist nicht recht, Bursche, dass du reitest und lässest deinen Vater zu Fuß gehen. Du hast jüngere Beine. Da saßen beide auf und ritten eine Strecke. [Zwei weitere Wanderer tadeln auch das. Am Ende tragen Vater und Sohn den Esel an einem Pfahl nach Hause.] //
So weit kann's kommen, wenn man es allen Leuten will recht machen.
Was tun Vater und Sohn nach dem Tadel des zweiten Wandersmanns?
Schritt für Schritt
- Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
- „Da saßen beide auf und ritten eine Strecke.“ Abgestiegen ist der Vater vorher.
- Also: Sie setzen sich beide auf den Esel.
- Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
- „Da saßen beide auf und ritten eine Strecke.“ Abgestiegen ist der Vater vorher.
- Also: Sie setzen sich beide auf den Esel.
ÜbenJetzt du
- ○4Kleine Fabel – Franz Kafka:
„Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ – „Du musst nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie.
Wie viele Figuren sprechen in der Fabel?So fängst du an:Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.Lösung zeigen
- Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
- Es sprechen die Maus und die Katze.
- Also: zwei
Ergebnis:zwei - ●5Die letzte Flasche:
Ich stand im Supermarkt am Pfandautomaten, zwei leere Flaschen in der Hand. Vor mir ein alter Mann mit einem Beutel voller Flaschen. Er schob sie einzeln hinein, jede langsam, als würde er sie zählen. //
Hinter mir seufzte jemand laut. Ich drehte mich nicht um. //
Die letzte Flasche nahm der Automat nicht. Der Mann schob sie wieder hinein, einmal, zweimal. Dann hielt er sie in der Hand und sah sie an. //
„Darf ich mal?“, fragte ich und merkte erst dabei, dass ich es laut gesagt hatte. Ich strich das Etikett glatt und schob die Flasche hinein. Diesmal nahm der Automat sie. //
Der Mann nickte mir zu. Er sagte nichts. Ich auch nicht. Aber als ich draußen war, wusste ich nicht mehr, was ich eigentlich hatte kaufen wollen.
Pfandautomat: Ein Automat im Supermarkt. Man steckt leere Flaschen hinein und bekommt dafür ein paar Cent zurück.
Wie schiebt der alte Mann seine Flaschen in den Automaten?Lösung zeigen
- Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
- „Er schob sie einzeln hinein, jede langsam, als würde er sie zählen.“
- Also: einzeln und langsam, als würde er sie zählen
Ergebnis:einzeln und langsam, als würde er sie zählen - ★6Seltsamer Spazierritt (Auszug) – Johann Peter Hebel:
Ein Mann reitet auf seinem Esel nach Haus und lässt seinen Buben zu Fuß nebenher laufen. [Ein Wanderer tadelt den Vater.] Da stieg der Vater vom Esel herab und ließ den Sohn reiten. Kommt wieder ein Wandersmann und sagt: Das ist nicht recht, Bursche, dass du reitest und lässest deinen Vater zu Fuß gehen. Du hast jüngere Beine. Da saßen beide auf und ritten eine Strecke. [Zwei weitere Wanderer tadeln auch das. Am Ende tragen Vater und Sohn den Esel an einem Pfahl nach Hause.] //
So weit kann's kommen, wenn man es allen Leuten will recht machen.
Was verrät das Verhalten des Vaters?Lösung zeigen
- Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
- Er steigt ab, steigt auf, geht zu Fuß – immer nach dem Wort eines Fremden.
- Also: Er hat keine eigene Meinung und folgt jedem Tadel.
Ergebnis:Er hat keine eigene Meinung und folgt jedem Tadel.
3Ich kann eine Inhaltsangabe im Präsens schreiben.
MerkenInhaltsangabe
Einleitungssatz mit Titel, Autor, Textsorte und Thema.
Dann die wichtigsten Schritte der Handlung der Reihe nach, im Präsens, Vorzeitiges im Perfekt. Eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung.
BeispielInhaltsangabe mit der Checkliste prüfen
Schritt für Schritt
- Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
- Was eine Figur sagt, wird in eigenen Worten wiedergegeben, ohne Redezeichen.
- Also: keine wörtliche Rede
- Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
- Was eine Figur sagt, wird in eigenen Worten wiedergegeben, ohne Redezeichen.
- Also: keine wörtliche Rede
ÜbenJetzt du
- ○7Wie gibt man Selins Nachricht in der Inhaltsangabe wieder?So fängst du an:Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
Lösung zeigen
- Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
- Eigene Worte, Präsens, keine Redezeichen.
- Also: Selin bittet Jonas, das Foto zu löschen.
Ergebnis:Selin bittet Jonas, das Foto zu löschen. - ●8In welcher Zeitform steht eine Inhaltsangabe?
Lösung zeigen
- Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
- Die Inhaltsangabe steht im Präsens, auch wenn die Geschichte im Präteritum erzählt.
- Also: Präsens
Ergebnis:Präsens - ★9Welcher Einleitungssatz erfüllt die Checkliste?
Lösung zeigen
- Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
- Titel, Autor, Textsorte und Thema in einem Satz, ohne Wertung.
- Also: In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
Ergebnis:In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●10Stillstand:
Der Aufzug blieb zwischen dem dritten und dem vierten Stock stehen. Emre drückte auf alle Knöpfe. Nichts. //
Neben ihm stand die Frau aus dem fünften Stock, die er nur vom Sehen kannte. Sie hielt eine Tüte mit Orangen. „Das passiert öfter“, sagte sie. „Zehn Minuten, dann kommt der Hausmeister.“ //
Emre setzte sich auf den Boden. Sein Handy hatte keinen Empfang. Die Frau setzte sich neben ihn und gab ihm eine Orange. //
Sie redeten über den Hausmeister, über den Lärm im Hof, über ihre Enkelin, die so alt war wie er. Als der Aufzug ruckte und weiterfuhr, stand Emre langsamer auf als nötig. //
Im vierten Stock hielt er ihr die Tür auf. „Bis morgen“, sagte sie. Er wusste nicht, warum er nickte.
An welcher Stelle ändert sich die Lage zwischen den beiden?Lösung zeigen
- Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
- Vorher stehen zwei Fremde da. Danach reden sie miteinander.
- Also: als die Frau sich neben ihn setzt und ihm etwas gibt
Ergebnis:als die Frau sich neben ihn setzt und ihm etwas gibt - ●11Die letzte Flasche:
Ich stand im Supermarkt am Pfandautomaten, zwei leere Flaschen in der Hand. Vor mir ein alter Mann mit einem Beutel voller Flaschen. Er schob sie einzeln hinein, jede langsam, als würde er sie zählen. //
Hinter mir seufzte jemand laut. Ich drehte mich nicht um. //
Die letzte Flasche nahm der Automat nicht. Der Mann schob sie wieder hinein, einmal, zweimal. Dann hielt er sie in der Hand und sah sie an. //
„Darf ich mal?“, fragte ich und merkte erst dabei, dass ich es laut gesagt hatte. Ich strich das Etikett glatt und schob die Flasche hinein. Diesmal nahm der Automat sie. //
Der Mann nickte mir zu. Er sagte nichts. Ich auch nicht. Aber als ich draußen war, wusste ich nicht mehr, was ich eigentlich hatte kaufen wollen.
Pfandautomat: Ein Automat im Supermarkt. Man steckt leere Flaschen hinein und bekommt dafür ein paar Cent zurück.
Warum hilft die erzählende Person dem Mann?Lösung zeigen
- Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
- Der Mann schiebt die Flasche mehrmals hinein und sieht sie dann ratlos an.
- Also: Der Automat nimmt seine letzte Flasche nicht an.
Ergebnis:Der Automat nimmt seine letzte Flasche nicht an. - ●12Die Nachricht:
Im Bus zog Selin das Handy aus der Jacke. Eine Nachricht von Jonas: „Hast du die Fotos von gestern schon gesehen? Alle lachen darüber.“ Darunter ein Link. //
Selin tippte nicht darauf. Sie sah aus dem Fenster. Draußen warteten Leute an der Ampel, als wäre nichts. Sie dachte an die Party, an den Tisch, an das Glas, das umgefallen war. //
Zwei Haltestellen später vibrierte das Handy wieder. „Das Foto von Mehmet ist das beste“, schrieb Jonas. //
Selin atmete aus. Mehmet. Nicht sie. //
Sie öffnete den Link trotzdem nicht. Sie schrieb: „Lösch das bitte. Für Mehmet.“ Dann steckte sie das Handy weg und stieg eine Haltestelle zu früh aus.
Was tut Selin mit dem Link?Lösung zeigen
- Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
- „Selin tippte nicht darauf.“ Später: „Sie öffnete den Link trotzdem nicht.“
- Also: Sie öffnet ihn nicht.
Ergebnis:Sie öffnet ihn nicht. - ●13Eine Inhaltsangabe ist 400 Wörter lang, die Geschichte 150. Welcher Punkt ist nicht erfüllt?
Lösung zeigen
- Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
- Eine Inhaltsangabe ist deutlich kürzer als der Text. Sie nennt nur die Hauptschritte.
- Also: Beschränkung auf das Wichtige
Ergebnis:Beschränkung auf das Wichtige - ●14Elf Minuten:
Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //
Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //
Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //
Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //
Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.
Um wie viel Uhr soll die Liste hängen?Lösung zeigen
- Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
- „Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen.“
- Also: um zwölf Uhr
Ergebnis:um zwölf Uhr - ●15Elf Minuten:
Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //
Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //
Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //
Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //
Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.
Warum wartet Leon, bis der Flur leer ist?Lösung zeigen
- Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
- Andere jubeln und stöhnen vor allen. Leon tritt erst heran, als niemand mehr da ist.
- Also: Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.
Ergebnis:Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Aufbau der Kurzgeschichte
- Eine Kurzgeschichte beginnt unvermittelt, kippt an einem Wendepunkt und endet oft offen.
- Figuren belegen
- Eine Eigenschaft einer Figur braucht eine Textstelle.
- Inhaltsangabe
- Einleitungssatz mit Titel, Autor, Textsorte und Thema.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich kann den Aufbau einer Kurzgeschichte beschreiben.
16Die Nachricht:
Im Bus zog Selin das Handy aus der Jacke. Eine Nachricht von Jonas: „Hast du die Fotos von gestern schon gesehen? Alle lachen darüber.“ Darunter ein Link. //
Selin tippte nicht darauf. Sie sah aus dem Fenster. Draußen warteten Leute an der Ampel, als wäre nichts. Sie dachte an die Party, an den Tisch, an das Glas, das umgefallen war. //
Zwei Haltestellen später vibrierte das Handy wieder. „Das Foto von Mehmet ist das beste“, schrieb Jonas. //
Selin atmete aus. Mehmet. Nicht sie. //
Sie öffnete den Link trotzdem nicht. Sie schrieb: „Lösch das bitte. Für Mehmet.“ Dann steckte sie das Handy weg und stieg eine Haltestelle zu früh aus.
Wie nennt man die Stelle, an der sich die Lage für die Figur plötzlich ändert?Lösung zeigen
Ergebnis:WendepunktIch kann Figuren aus dem Text belegen.
17Elf Minuten:
Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //
Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //
Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //
Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //
Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.
Wie reagiert Leon auf das Lächeln von Frau Brandt?Lösung zeigen
Ergebnis:Er weiß nicht, ob es ein gutes Zeichen ist.Ich kann eine Inhaltsangabe im Präsens schreiben.
18Wie gibt man Selins Nachricht in der Inhaltsangabe wieder?Lösung zeigen
Ergebnis:Selin bittet Jonas, das Foto zu löschen.
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Wendepunkt
- wo die Kurve die Krümmung wechselt
Lösungen
- Sie zeigt, dass das schlechte Gewissen täglich wiederkommt.
- Das Ende deutet an, statt alles zu erklären.
- Die Geschichte zeigt nur einen kurzen Moment vor dem Umzug.
- zwei
- einzeln und langsam, als würde er sie zählen
- Er hat keine eigene Meinung und folgt jedem Tadel.
- Selin bittet Jonas, das Foto zu löschen.
- Präsens
- In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
- als die Frau sich neben ihn setzt und ihm etwas gibt
- Der Automat nimmt seine letzte Flasche nicht an.
- Sie öffnet ihn nicht.
- Beschränkung auf das Wichtige
- um zwölf Uhr
- Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.
- Wendepunkt
- Er weiß nicht, ob es ein gutes Zeichen ist.
- Selin bittet Jonas, das Foto zu löschen.
- Mein Bruder hat eine Burg gebaut.
- Mia ist nach Hause gegangen.
- Konjunktion
- Präposition