Deutsch · Klasse 7 und 8 · Kapitel
Erzähltexte lesen und verstehen (Kurzgeschichte, Novelle)
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
Fit für das Kapitel?
Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.
ÜbenWeißt du das noch?
Präsens und Perfekt sicher bilden: Die Inhaltsangabe steht im Präsens, was vorher geschah, im Perfekt.
- ●19Wie heißt der Satz im Perfekt?
Mein Bruder kauft Brot.Lösung zeigen
- Perfekt: Hilfsverb haben oder sein in der Gegenwart und das Partizip am Ende.
- Bei „kaufen“: haben … gekauft.
- Also: Mein Bruder hat Brot gekauft.
Ergebnis:Mein Bruder hat Brot gekauft. - ●20Wie heißt der Satz im Perfekt?
Oma liest ein Buch.Lösung zeigen
- Perfekt: Hilfsverb haben oder sein in der Gegenwart und das Partizip am Ende.
- Bei „lesen“: haben … gelesen.
- Also: Oma hat ein Buch gelesen.
Ergebnis:Oma hat ein Buch gelesen.
ÜbenWeißt du das noch?
Die kleinen Wörter lesen: weil, deshalb, obwohl verbinden Ursache und Folge.
- ●21Welche Wortart ist das fett gedruckte Wort?
Das Buch liegt dort auf dem Regal.Lösung zeigen
- Nicht die Bedeutung entscheidet, sondern wie sich das Wort im Satz verhält.
- Probe.
- Also: „auf“ ist eine Präposition.
Ergebnis:Präposition - ●22Welche Wortart ist das fett gedruckte Wort?
Gestern waren wir bei unseren Nachbarn.Lösung zeigen
- Nicht die Bedeutung entscheidet, sondern wie sich das Wort im Satz verhält.
- Probe.
- Also: „bei“ ist eine Präposition.
Ergebnis:Präposition
1Ich kann den Aufbau einer Kurzgeschichte beschreiben.
MerkenAufbau der Kurzgeschichte
Eine Kurzgeschichte beginnt unvermittelt, kippt an einem Wendepunkt und endet oft offen.
Der Erzähler ist nicht der Autor: Er sagt ich oder erzählt in der Er-Form.
BeispielKurzgeschichte: Aufbau, Wendepunkt, Erzähler
Mila packte den letzten Karton. Oben drauf legte sie das Foto von der Klassenfahrt, alle zwanzig Gesichter, die Hälfte mit geschlossenen Augen. //
„Du kannst ja jedes Wochenende herkommen“, hatte ihr Vater gesagt. Hamburg war vier Stunden entfernt. Mila hatte nicht geantwortet. //
Unten hupte der Umzugswagen. Sie klebte den Karton zu und schrieb mit dickem Stift darauf: ZERBRECHLICH. //
Dann riss sie das Klebeband noch einmal auf, nahm das Foto heraus und steckte es in ihre Jackentasche.
Welche Stelle ist der Wendepunkt?
Schritt für Schritt
- Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
- Alles war verpackt. Jetzt holt sie etwas zurück, das sie nicht hergeben will.
- Also: Sie reißt das Klebeband noch einmal auf.
- Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
- Alles war verpackt. Jetzt holt sie etwas zurück, das sie nicht hergeben will.
- Also: Sie reißt das Klebeband noch einmal auf.
ÜbenJetzt du
- ○1An der Tafel:
Frau Okafor schrieb die Aufgabe an die Tafel. Dann sah sie in die Klasse. „Wer rechnet sie vor?“ //
Ich wusste die Lösung. Ich hatte sie schon im Heft, sauber unterstrichen. Aber meine Hand blieb auf dem Tisch liegen, als wäre sie festgeklebt. //
Nele meldete sich. Sie ging nach vorn, rechnete, strich durch, rechnete neu. Am Ende stimmte es nicht. Ein paar lachten leise. //
„Danke, Nele“, sagte Frau Okafor. „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“ //
Ich sah auf mein Heft. Dann hob ich die Hand.
Warum erzählt der Text so genau, wie Nele rechnet und durchstreicht?So fängst du an:Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.Lösung zeigen
- Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
- Sie versucht es vorn, vor allen, und gibt nicht gleich auf.
- Also: Man sieht, wie mutig Nele ist, obwohl es schiefgeht.
Ergebnis:Man sieht, wie mutig Nele ist, obwohl es schiefgeht. - ●2Kleine Fabel – Franz Kafka:
„Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ – „Du musst nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie.
Wo liegt der Wendepunkt der Fabel?Lösung zeigen
- Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
- Erst im letzten Satz tritt die Katze auf. Dort kippt die Lage.
- Also: Im letzten Satz, als die Katze spricht und die Maus frisst
Ergebnis:Im letzten Satz, als die Katze spricht und die Maus frisst - ★3An der Tafel:
Frau Okafor schrieb die Aufgabe an die Tafel. Dann sah sie in die Klasse. „Wer rechnet sie vor?“ //
Ich wusste die Lösung. Ich hatte sie schon im Heft, sauber unterstrichen. Aber meine Hand blieb auf dem Tisch liegen, als wäre sie festgeklebt. //
Nele meldete sich. Sie ging nach vorn, rechnete, strich durch, rechnete neu. Am Ende stimmte es nicht. Ein paar lachten leise. //
„Danke, Nele“, sagte Frau Okafor. „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“ //
Ich sah auf mein Heft. Dann hob ich die Hand.
Warum hört die Geschichte mit dem Melden auf?Lösung zeigen
- Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
- Was die Person danach sagt, bleibt ungesagt.
- Also: Wichtig ist der Schritt, nicht ob die Antwort stimmt.
Ergebnis:Wichtig ist der Schritt, nicht ob die Antwort stimmt.
2Ich kann Figuren aus dem Text belegen.
MerkenFiguren belegen
Eine Eigenschaft einer Figur braucht eine Textstelle.
Belege sind, was die Figur tut, sagt oder denkt, und was der Erzähler oder andere über sie sagen.
BeispielFiguren am Text belegen
Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //
Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //
Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //
Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //
Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.
Warum wartet Leon, bis der Flur leer ist?
Schritt für Schritt
- Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
- Andere jubeln und stöhnen vor allen. Leon tritt erst heran, als niemand mehr da ist.
- Also: Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.
- Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
- Andere jubeln und stöhnen vor allen. Leon tritt erst heran, als niemand mehr da ist.
- Also: Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.
ÜbenJetzt du
- ○4Seltsamer Spazierritt (Auszug) – Johann Peter Hebel:
Ein Mann reitet auf seinem Esel nach Haus und lässt seinen Buben zu Fuß nebenher laufen. [Ein Wanderer tadelt den Vater.] Da stieg der Vater vom Esel herab und ließ den Sohn reiten. Kommt wieder ein Wandersmann und sagt: Das ist nicht recht, Bursche, dass du reitest und lässest deinen Vater zu Fuß gehen. Du hast jüngere Beine. Da saßen beide auf und ritten eine Strecke. [Zwei weitere Wanderer tadeln auch das. Am Ende tragen Vater und Sohn den Esel an einem Pfahl nach Hause.] //
So weit kann's kommen, wenn man es allen Leuten will recht machen.
Was tun Vater und Sohn nach dem Tadel des zweiten Wandersmanns?So fängst du an:Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.Lösung zeigen
- Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
- „Da saßen beide auf und ritten eine Strecke.“ Abgestiegen ist der Vater vorher.
- Also: Sie setzen sich beide auf den Esel.
Ergebnis:Sie setzen sich beide auf den Esel. - ●5Die letzte Flasche:
Ich stand im Supermarkt am Pfandautomaten, zwei leere Flaschen in der Hand. Vor mir ein alter Mann mit einem Beutel voller Flaschen. Er schob sie einzeln hinein, jede langsam, als würde er sie zählen. //
Hinter mir seufzte jemand laut. Ich drehte mich nicht um. //
Die letzte Flasche nahm der Automat nicht. Der Mann schob sie wieder hinein, einmal, zweimal. Dann hielt er sie in der Hand und sah sie an. //
„Darf ich mal?“, fragte ich und merkte erst dabei, dass ich es laut gesagt hatte. Ich strich das Etikett glatt und schob die Flasche hinein. Diesmal nahm der Automat sie. //
Der Mann nickte mir zu. Er sagte nichts. Ich auch nicht. Aber als ich draußen war, wusste ich nicht mehr, was ich eigentlich hatte kaufen wollen.
Pfandautomat: Ein Automat im Supermarkt. Man steckt leere Flaschen hinein und bekommt dafür ein paar Cent zurück.
Wie reagiert der Mann auf die Hilfe?Lösung zeigen
- Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
- „Der Mann nickte mir zu. Er sagte nichts.“ Geseufzt hat jemand anderes.
- Also: Er nickt und sagt nichts.
Ergebnis:Er nickt und sagt nichts. - ★6Die Brücke (Auszug) – Franz Kafka:
Ich war steif und kalt, ich war eine Brücke, über einem Abgrund lag ich. Diesseits waren die Fußspitzen, jenseits die Hände eingebohrt, in bröckelndem Lehm habe ich mich festgebissen. Die Schöße meines Rockes wehten zu meinen Seiten. In der Tiefe lärmte der eisige Forellenbach. Kein Tourist verirrte sich zu dieser unwegsamen Höhe, die Brücke war in den Karten noch nicht eingezeichnet. – So lag ich und wartete; ich musste warten. Ohne einzustürzen kann keine einmal errichtete Brücke aufhören Brücke zu sein. //
[…] Und ich drehte mich um, ihn zu sehen. – Brücke dreht sich um! Ich war noch nicht umgedreht, da stürzte ich schon.
Wie beschreibt sich die Brücke im ersten Satz?Lösung zeigen
- Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
- „Ich war steif und kalt, ich war eine Brücke.“ Eisig ist der Bach.
- Also: steif und kalt
Ergebnis:steif und kalt
3Ich kann eine Inhaltsangabe im Präsens schreiben.
MerkenInhaltsangabe
Einleitungssatz mit Titel, Autor, Textsorte und Thema.
Dann die wichtigsten Schritte der Handlung der Reihe nach, im Präsens, Vorzeitiges im Perfekt. Eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung.
BeispielInhaltsangabe mit der Checkliste prüfen
Schritt für Schritt
- Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
- total und blöd sind Wörter aus dem Gespräch. Die Inhaltsangabe bleibt sachlich.
- Also: sachliche Sprache
- Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
- total und blöd sind Wörter aus dem Gespräch. Die Inhaltsangabe bleibt sachlich.
- Also: sachliche Sprache
ÜbenJetzt du
- ○7Welcher Einleitungssatz erfüllt die Checkliste?So fängst du an:Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
Lösung zeigen
- Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
- Titel, Autor, Textsorte und Thema in einem Satz, ohne Wertung.
- Also: In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
Ergebnis:In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg. - ●8Aus einem Einleitungssatz: „In Hebels „Seltsamer Spazierritt“ geht es um Vater und Sohn, die es allen recht machen wollen.“ Welche Angabe fehlt?
Lösung zeigen
- Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
- Titel, Autor und Thema stehen da. Es fehlt, dass es eine Kalendergeschichte ist.
- Also: Textsorte
Ergebnis:Textsorte - ★9„Die letzte Flasche“ wird mit ich erzählt. Wie nennst du diese Figur in der Inhaltsangabe?
Lösung zeigen
- Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
- Die Inhaltsangabe erzählt nicht mit. Sie berichtet über alle Figuren in der dritten Person.
- Also: in der dritten Person, etwa als die erzählende Person
Ergebnis:in der dritten Person, etwa als die erzählende Person
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●10Der Schal:
Oma hatte mir einen Schal gestrickt. Er war gelb und grün gestreift und lang genug für zwei. Ich bedankte mich und legte ihn ganz unten in den Schrank. //
Im Januar war es so kalt, dass mir morgens die Ohren wehtaten. Ich nahm den Schal nur für den Weg zur Bushaltestelle und stopfte ihn in den Rucksack, bevor der Bus kam. //
An einem Freitag vergaß ich es. Ich stand schon im Klassenraum, als Jasmin auf meinen Hals zeigte. „Wo hast du den her?“, fragte sie. „So einen will ich auch.“ //
Am Samstag rief ich Oma an. Ich fragte, ob sie mir zeigt, wie man strickt.
Warum erzählt der Text den Anruf in nur zwei Sätzen?Lösung zeigen
- Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
- Man erfährt nicht, was Oma antwortet. Die Frage genügt.
- Also: Das Ende deutet an, statt alles zu erklären.
Ergebnis:Das Ende deutet an, statt alles zu erklären. - ●11Der letzte Karton:
Mila packte den letzten Karton. Oben drauf legte sie das Foto von der Klassenfahrt, alle zwanzig Gesichter, die Hälfte mit geschlossenen Augen. //
„Du kannst ja jedes Wochenende herkommen“, hatte ihr Vater gesagt. Hamburg war vier Stunden entfernt. Mila hatte nicht geantwortet. //
Unten hupte der Umzugswagen. Sie klebte den Karton zu und schrieb mit dickem Stift darauf: ZERBRECHLICH. //
Dann riss sie das Klebeband noch einmal auf, nahm das Foto heraus und steckte es in ihre Jackentasche.
Wie steht Mila zum Umzug?Lösung zeigen
- Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
- Sie antwortet dem Vater nicht und steckt das Klassenfoto in ihre Jackentasche.
- Also: Sie geht nicht gern und hängt an ihrer Klasse.
Ergebnis:Sie geht nicht gern und hängt an ihrer Klasse. - ●12Kleine Fabel – Franz Kafka:
„Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ – „Du musst nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie.
Wie viele Figuren sprechen in der Fabel?Lösung zeigen
- Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
- Es sprechen die Maus und die Katze.
- Also: zwei
Ergebnis:zwei - ●13Seltsamer Spazierritt (Auszug) – Johann Peter Hebel:
Ein Mann reitet auf seinem Esel nach Haus und lässt seinen Buben zu Fuß nebenher laufen. [Ein Wanderer tadelt den Vater.] Da stieg der Vater vom Esel herab und ließ den Sohn reiten. Kommt wieder ein Wandersmann und sagt: Das ist nicht recht, Bursche, dass du reitest und lässest deinen Vater zu Fuß gehen. Du hast jüngere Beine. Da saßen beide auf und ritten eine Strecke. [Zwei weitere Wanderer tadeln auch das. Am Ende tragen Vater und Sohn den Esel an einem Pfahl nach Hause.] //
So weit kann's kommen, wenn man es allen Leuten will recht machen.
Wie heißt der Satz, der am Ende die Lehre ausspricht?Lösung zeigen
- Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
- Kalendergeschichten enden oft mit einem Merksatz, der die Lehre nennt.
- Also: Merksatz
Ergebnis:Merksatz - ●14Der letzte Karton:
Mila packte den letzten Karton. Oben drauf legte sie das Foto von der Klassenfahrt, alle zwanzig Gesichter, die Hälfte mit geschlossenen Augen. //
„Du kannst ja jedes Wochenende herkommen“, hatte ihr Vater gesagt. Hamburg war vier Stunden entfernt. Mila hatte nicht geantwortet. //
Unten hupte der Umzugswagen. Sie klebte den Karton zu und schrieb mit dickem Stift darauf: ZERBRECHLICH. //
Dann riss sie das Klebeband noch einmal auf, nahm das Foto heraus und steckte es in ihre Jackentasche.
Wie weit ist Hamburg entfernt?Lösung zeigen
- Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
- „Hamburg war vier Stunden entfernt.“
- Also: vier Stunden
Ergebnis:vier Stunden - ●15Elf Minuten:
Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //
Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //
Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //
Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //
Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.
Wie reagiert Leon auf das Lächeln von Frau Brandt?Lösung zeigen
- Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
- „Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war.“
- Also: Er weiß nicht, ob es ein gutes Zeichen ist.
Ergebnis:Er weiß nicht, ob es ein gutes Zeichen ist.
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Aufbau der Kurzgeschichte
- Eine Kurzgeschichte beginnt unvermittelt, kippt an einem Wendepunkt und endet oft offen.
- Figuren belegen
- Eine Eigenschaft einer Figur braucht eine Textstelle.
- Inhaltsangabe
- Einleitungssatz mit Titel, Autor, Textsorte und Thema.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich kann den Aufbau einer Kurzgeschichte beschreiben.
16Elf Minuten:
Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //
Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //
Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //
Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //
Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.
Warum erzählt der Text so genau, wie Leon den Speiseplan liest?Lösung zeigen
Ergebnis:So wird die Wartezeit für die Leserin lang und spannend.Ich kann Figuren aus dem Text belegen.
17Elf Minuten:
Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //
Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //
Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //
Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //
Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.
Warum wartet Leon, bis der Flur leer ist?Lösung zeigen
Ergebnis:Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.Ich kann eine Inhaltsangabe im Präsens schreiben.
18Aus einer Inhaltsangabe: „Leon wartet total nervös auf die blöde Liste.“ Welcher Punkt der Checkliste ist nicht erfüllt?Lösung zeigen
Ergebnis:sachliche Sprache
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Wendepunkt
- wo die Kurve die Krümmung wechselt
Lösungen
- Man sieht, wie mutig Nele ist, obwohl es schiefgeht.
- Im letzten Satz, als die Katze spricht und die Maus frisst
- Wichtig ist der Schritt, nicht ob die Antwort stimmt.
- Sie setzen sich beide auf den Esel.
- Er nickt und sagt nichts.
- steif und kalt
- In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
- Textsorte
- in der dritten Person, etwa als die erzählende Person
- Das Ende deutet an, statt alles zu erklären.
- Sie geht nicht gern und hängt an ihrer Klasse.
- zwei
- Merksatz
- vier Stunden
- Er weiß nicht, ob es ein gutes Zeichen ist.
- So wird die Wartezeit für die Leserin lang und spannend.
- Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.
- sachliche Sprache
- Mein Bruder hat Brot gekauft.
- Oma hat ein Buch gelesen.
- Präposition
- Präposition